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Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte

or Why the End Comes Before the Beginning

a philosophical-fantastic true-life fairy tale for children from 12 to 120 years by Ulrich Taschow

Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte Volume IAuf dem Rücken der Weisen Schildkröte Volume IIAuf dem Rücken der Weisen Schildkröte Volume IIIFirst Book: In the PlanesSecond Book: In the Realm of the Master MechanicThird Book: Redemption and TransfigurationFifth Book: Back in the Fifth Plane

Glossary

This page provides excerpts from the glossary of all books.

A

Alter, Altern, Alderam und der Begriff der ZeitDirect linkAlter besitzt keine Realität Der Begriff des „Alters“ ist ein schillernder, da er in den verschiedenen Ebenen in völlig unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht wird. Seine in der ...

Alter besitzt keine Realität
Der Begriff des „Alters“ ist ein schillernder, da er in den verschiedenen Ebenen in völlig unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht wird. Seine in der fünften und sechsten Ebene übliche, doch nicht ausschließliche Bedeutung bezieht sich auf die Zeit und meint einen Prozess der körperlichen Auf- und Abbaus von der Geburt bis zum Tod. Da Zeit und Raum in den Ebenen grundsätzlich keinerlei Realität besitzen, können auch das Alter und die mit ihm verbundenen Begriffe „Geburt“ und „Tod“ keinerlei Realität beanspruchen. Siehe dazu und zum Folgenden das Glossar „Ebenen“ und das Glossar „Tod“.
Ursprung des Begriffes „Alter“
Der Begriff des „Alters“ leitet sich etymologisch von dem ursprachlichen Begriff „Alderam“ bzw. „Alderm“ ab, das soviel bedeutet wie „dem Schöpfer zur Seite sitzen“ und dementsprechend ursprünglich keinerlei zeitliche Bedeutung besaß. Die Ursprache ist die Sprache der Schönen Cloeda Namens Huankwãh, die damit zugleich auch die allererste Sprache der Ebenen bildete. Auch der in der fünften Ebene gebräuchliche Begriff des „Altars“ leitet sich vom ursprachlichen „Alderam“ ab. „Altar“ ist der Ort, an dem man dem Schöpfer dankt.In der achten Ebene bedeutet der Begriff „Alderam“ bzw. „Alter“ „Eins mit Gott“ oder auch „wissende Unschuld“, in der zehnten Ebene wiederum „alles verzeihen“ und in der dreizehnten Ebene „Gott sein“. So verbindet jedes Lebewesen die Bedeutung des Begriffes „Alter“ letztlich mit dem jeweiligen Erkenntnisstand seiner Ebene.In diesem Sinne haben die Bewohner der Erde den Urbegriff des „Alderam“ zwangsläufig mit den die fünfte Ebene dominierenden illusionären Vorstellungen von Zeit und Raum verbunden. Siehe Glossar „Fünfte Ebene“. Anfangs bedeutete der Begriff „Alter“ in dieser Ebene noch „zeit-räumliche Entfernung von Gott“. Diese Wortbedeutung ist jedoch vollständig in Vergessenheit geraten, so dass der Begriff des „Alters“ in der fünften Ebene nunmehr hauptsächlich mit dem Verfall des Körpers und der mit ihm verbundenen Geistes- und Sinnesfähigkeiten verknüpft wird. Diese pejorative Sicht ist jedoch unangemessen, bilden doch der Verfall des Körpers und der Tod nicht das Ende, sondern im Gegenteil die Befreiung der Seele aus dem selbst geschaffenen Gefängnis der „verfestigten Energie.“ Siehe Glossar „Tod“ sowie Glossar „Energie“. Die Lebewesen der Ebenen sterben und werden immer aufs Neue wiedergeboren, da die Seelen unendlich sind.
Weitere Bedeutungen des Begriffes „Alter“
Vieler Orten besitzen der Begriff und die Vorstellung vom „Alter“ auch eine ironische Bedeutung. So sagen die Bewohner der siebenten Ebene im Wissen um die Unsinnigkeit des Begriffes in der fünften und sechsten Ebene „er altert“, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass „jemand zwanghaft dummes Zeug redet, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste“. In einigen unteren Ebenen hingegen schmückt man sich mit einem besonders hohen Alter, um sich anschaulich den eigenen, dort Wollust erzeugenden Gedanken des Verfalls vor Augen zu halten. Diese Verhaltensweise dient jedoch letztlich nur dazu, die göttliche Schöpfung als endliche Erscheinung zu diffamieren und damit reduktionistisch die Unendlichkeit Gottes generell in Frage zu stellen.
Die wahre Bedeutung von Zeiteinheiten und das Messen von Gedanken
In dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge findet man im Zusammenhang mit dem Alter immer wieder Zeitangaben selbst in den höheren Ebenen, so zum Beispiel bezüglich des Alters des Mechanikermeisters, des Hasen Helmerich-Schraubart von Haiden, der Erfindung des Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillators etc. Widerspricht dieses Phänomen nicht der Aussage, dass Zeit und Raum nicht wirklich existieren?Diese Frage kann man mit einem klaren Nein beantworten. Denn diese numerischen Angaben beziehen sich auf einen Vorgang, den man in unserer Sprache am besten mit dem Begriff des „Messens der Gedanken“ beschreiben könnte – wohlwissend, dass Gedanken schöpferisch sind.Obgleich alle Lebewesen diese erstaunliche Fähigkeit, ihre hochkomplexen Gedanken zu messen, besitzen, tritt sie doch erst bei den Lebewesen der höheren Ebenen ins Bewusstsein. Gedanken zu messen, bedeutet im Verständnis der Bewohner der höheren Ebenen, die eigenen Konfigurationen von Energie zu messen oder, wenn man so will, den Schöpfungsprozess selbst. In der Ursprache der Ebenen wird sowohl dieser Messvorgang der Gedanken als auch das, was vermessen wird, als „Maaharam“ bezeichnet – ein Begriff, der mit dem Urbegriff der „Energie“ oder auch der konzentrierten Energie „Maaha“ verwandt, in der fünften Ebene jedoch völlig unbekannt ist. Säuglinge allerdings scheinen bei ihrer Ankunft in der fünften Ebene sich des Begriffs des „Maaha“ noch zu erinnern. Man achte auf die Laute, die sie in den ersten Lebensmonaten ausstoßen.Da Energie im allgemeinen und Gedankenenergie im besonderen zeitlos ist, hat auch das Vermessen der Gedanken nicht das Geringste mit dem Vorgang des Zeitmessens zu tun. Des Weiteren ist das „Maaharam“ kein eindimensionaler, linearer Vorgang wie die Zeitmessung der Erdenbewohner, sondern vielmehr eine hochkomplexe, multidimensionale und zugleich völlig intuitive Gedächtnisleistung, die ohne rationale Reflexion auskommt. Bildet also das Gedächtnis der Bewohner der höheren Ebenen ein aktives, multidimensionales Messinstrument, fungiert das Gedächtnis der Bewohner der fünften Ebene hingegen nur als linearer Erinnerungsspeicher.Die bisherigen Ausführungen sollen nicht verdecken, dass in den Ebenen dennoch etwas „Zeitartiges“ existiert. Umfangreiche Erläuterungen findet man diesbezüglich bei Tante Tide, der Hüterin der Zeit.[1] Jedoch hat auch ihre Zeitauffassung nicht das Geringste mit dem Zeitverständnis der Bewohner der fünften Ebene zu tun. Während letztere die Zeit als eine objektive und unabhängige Eigenschaft des Universums betrachten, entspricht bei Tante Tide die Zeit einem illusionären Gedanken, der in der Ursprache „Tide“ heißt. Siehe dazu Glossar „Tante Tide, die Hüterin der Zeit“ sowie Glossar „Ursprache“.
Fehlinterpretationen durch das mangelhafte Wahrnehmungsvermögen
Ja, aber was ist denn dann mit den wissenschaftlichen Methoden der fünften Ebene wie zum Beispiel der C14-Methode, mit denen wir heute Zeit messen? Tatsächlich bildet das, was wir als Zeit zu messen glauben, in Wirklichkeit eine höchst unbedeutende Eigenschaft einer jeglichen Energiekonfiguration, die wir irrtümlich als Zeit interpretieren. Der Grund jener Fehlinterpretation liegt in unseren fehlenden Wahrnehmungsdimensionen begründet – verfügen wir doch gerade einmal über vier Dimensionen. Tatsächlich benötigt ein Lebewesen jedoch mindestens 33.550.336 Wahrnehmungsdimensionen, um die Welt auch nur einigermaßen adäquat erfahren zu können. Versuchen Sie einmal einem zweidimensionalen, im Inneren eines auf Löschpapier aufgebrachten Fettkreises lebenden Wesen zu erklären, wie ein Tintenklecks in seine zweidimensionale Welt gelangt. Oder glauben sie etwa gar, dass ein Wasserfloh dieselbe Welt wahrnimmt wie sie?In nicht allzu langer Zukunft wird man in der fünften Ebene entdecken, dass die Lichtgeschwindigkeit keinesfalls absolut ist, sondern dass sie sich vielmehr in riesigen Intervallen periodisch verlangsamt und beschleunigt. Denn tatsächlich versteckt sich hinter dem Phänomen des Lichts eine für die Menschen nicht erkennbare, geheimnisvolle, aperiodische kosmische Schwingung, die 27 Dimensionen durchdringt. Somit fällt auch dieser scheinbare Bezugspunkt für die Zeit weg.

Manipulation der Zeit und des Alters
Zeit und Alter bilden beliebte Manipulationsmittel des Drachen Morsus und seiner Gefährten, da sich mit ihnen zum einen zahlreiche Ängste erzeugen lassen, zum anderen hervorragend Wissen vorenthalten oder gar gelöscht werden kann. Die in der fünften Ebene ursprüngliche Bedeutung des Begriffs des „Alters“ als „Entfernung von Gott“ sagt diesbezüglich bereits alles. Nicht zufällig ist die Angst vor dem Alter dank des Drachen Morsus bei den Bewohnern der fünften Ebene omnipräsent. Angst setzt negative Energien frei, von denen sich Negativwesen wie Morsus ernähren. Dieser schleichende Energieverlust wiederum verursacht einen Zustand, der fälschlich mit einem Alterungsprozess identifiziert werden könnte, es jedoch nicht ist.Ähnlich verhält es sich mit dem schleichenden Verfall des Körpers, der nur der Befreiung der Seele aus dem Gefängnis der verfestigten Energie dient und damit ebenfalls nicht mit dem Alterungsprozess gleichzusetzen ist. Siehe dazu Glossar „Tod“.Wem es in der fünften Ebene gelingt, den Begriff des „Alters“ vollständig aus seinem Inventar der Welt zu streichen, der vermag den Verfall seines Körpers um Tausende von Jahren herauszuschieben, woran man erkennen kann, dass das Alter und die Zeit keine objektive, unabhängige Eigenschaft des Universums bilden. Tatsächlich ist die Destruktion der Glaubenskonvention des Alters in Wirklichkeit die Abschaltung des gleichnamigen Psycho-Programms des Drachen Morsus.In eine ähnliche Richtung weist Tante Tides wertfreie Manipulationsmethode der Zeit, mit der diese verlangsamt, beschleunigt oder gar in ihrer Richtung umgekehrt werden kann, so dass derart Reisen in die Vergangenheit wie in die Zukunft möglich werden.[2] Siehe dazu zum Beispiel Tante Tides „Uhr im Kakao“.[3] Das sogenannte „Alter“ bleibt von diesen Manipulationen unberührt, da die Konfiguration der Gedankenenergie von den Manipulationen gleichsam nicht betroffen ist.
Das Löschen von Wissen mittels der Aufrechterhaltung der Illusion der Zeit
Ein beliebter Streitpunkt der Wissenschaftler und Theologen der fünften Ebene ist seit Angedenken das Alter der Erde, des Lebens und der Menschheit, wobei wir unter Alter wohlweislich das Maß der Schöpfungsgedanken oder Energiekonfigurationen verstehen. Die haarsträubendsten Theorien sind diesbezüglich im Umlauf, die lustiger Weise dabei um viele Millionen bis Milliarden Jahre voneinander abweichen. Tatsächlich ist diese Verwirrung vom Drachen Morsus gewollt, denn mit ihr verschleiert er, dass er wesentliche Teile der Geschichte der Ebenen, insbesondere der fünften Ebene aus dem Bewusstsein der Lebewesen bereits gelöscht hat.Den größten Spaß bereitet dem Drachen hierbei die Tatsache, dass aufgrund der Nichtexistenz der Zeit der Streit der Wissenschaftler und Theologen über die Zeit niemals zu einem Ergebnis und damit auch niemals zu einem Ende kommen kann. Sucht man doch etwas, das es überhaupt nicht gibt.Als Gründe für die Löschung wesentlicher Teile der Geschichte der Energiekonfiguration – oder wie die Bewohner der fünften Ebene sagen, der Zeit – sind vor allem zwei zu nennen:
1. Indem Teile der Geschichte gelöscht und/oder durch eine gefälschte Geschichte ersetzt werden, kann die Schöpfung selbst und damit die unmittelbare Verbindung der Lebewesen zu Gott verschleiert werden. Denn tatsächlich gibt es keinen Unterschied zwischen den Lebewesen und Gott. Siehe Glossar „Böse“.2. Zum anderen ist es den Negativwesen im Gefolge des Drachen Morsus durch die Geschichtslöschung möglich, ungestört weiter ihre Manipulationen an den Bewohnern der Ebenen vornehmen. Solange zum Beispiel die Menschen glauben, dass sie durch Zufall entstandene biologische Maschinen seien und von den Affen abstammen, so lange sind sie für die Manipulationsstrategien des Drachen empfänglich. Wüssten sie von ihrer Unsterblichkeit als Geistwesen und dass sie schon vor Millionen von Jahren in ihrer Entwicklung viel weiter waren als heute, aber unter anderem durch den Überfall der Drachenwesen in ihrer Entwicklung zurückgeworfen wurden, dann würden sie die Manipulationsstrategien des Drachen Morsus durchschauen und sich folglich zu wehren beginnen. Doch so wiederholen sie blind immer wieder dieselben Fehler, zerstören ihre Welt immer wieder aufs Neue, die einst ein Paradies gewesen ist.
Das Alter als illusionäres Produkt der Gedanken
Im Kapitel „Die Hüterin der Zeit“ fragt Jule nach Sinn und Zweck der Uhrenzwerge und was es mit der Zeit auf sich habe. Tante Tide antwortet, ihre Aufgabe sei es, die Zeit der Ebenen laufen zu lassen.[4]Diese Aussage steht in keinem Widerspruch zu den obigen Erklärungen, da wir es hier nun erstmalig mit der „illusionären Zeit“ zu tun haben, die eine reine Schöpfung mittels Gedanken ist. Diese Tatsache hat der Große Mechanikermeister am klarsten formuliert, so dass wir ihn hier der Einfachheit halber zitieren: „Ab der elften Ebene existieren keine Zeit und kein Raum mehr. Dies bedeutet nicht, dass es überhaupt keinen Raum und keine Zeit gibt, sondern nur dass diese Dinge nicht mehr unabhängig von dir existieren. Alles, was du hier siehst, erzeugen wir in Wirklichkeit allein durch unsere Gedanken und Gefühle, auch die Zeit und den Raum. Nichts ist also fest und dauerhaft. Wenn deine Gedanken und Gefühle aus irgendeinem Grund plötzlich verschwänden, würde damit auch die Welt verschwinden. Deshalb existiert mein Alter letztlich auch nur in deiner und meiner Vorstellung. Als du zu mir fandest, kamst du bereits mit der Vorstellung, dass ich uralt sei. Ja und auch ich fühlte mich so. Doch letzte Nacht haben wir beide diese Vorstellung von mir verändert und deshalb erscheine ich dir nun jünger, bin es aber auch tatsächlich. Denn ich habe gar kein Alter und damit jedes Alter.“[5]Tante Tide produziert also eine illusionäre Zeit als spezifische Konfiguration von Energie und überwacht zugleich die Produktion illusionärer Zeiten anderer Wesen. Diese illusionäre Zeit dient den Bewohnern der niederen Ebenen im positiven Sinne als eine Art Krückstock, den man irgendwann im Weiterschreiten auch wieder über Bord werfen kann. Im negativen Sinne führt die Produktion dieser illusionären Zeit zu den oben benannten unheilvollen Begleiterscheinungen der Manipulierbarkeit. Denn da diese illusionäre Zeit ein willkürliches Produkt ist, kann sie auch von jedem Wesen, das über die dazu notwendige Energie und Technik verfügt, manipuliert werden. Im Kapitel „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“ liefert Tante Tide eine umfangreiche Erklärung, was Zeit wirklich ist.[6]

[1]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

[2]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

[3]  Siehe Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

[4]  Siehe Kap. „Die Hüterin der Zeit“.

[5]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

[6]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

AngstDirect linkDas Thema der Angst durchzieht wie ein roter Faden die gesamte Handlung des Buches. Sind die Objekte und Inhalte der Angst auch vielfältig, so laufen sie ...

Das Thema der Angst durchzieht wie ein roter Faden die gesamte Handlung des Buches. Sind die Objekte und Inhalte der Angst auch vielfältig, so laufen sie doch sämtlich auf eine gemeinsame Ursache hin:
Die Objekte und Inhalte der Angst
Die Angst vor Tod und Leid
Da gibt es zunächst die Angst vor dem Tod. Wie die Weise Schildkröte ausführt, ist der Tod als Ende des Lebens nicht existent. Was die Menschen der fünften Ebene als Tod fürchten, ist in Wirklichkeit nur ihr Austritt aus der von ihnen vor langer Zeit selbst geschaffenen Welt der verfestigten Energie in die veränderliche, flüchtige Welt, die das eigentliche Zuhause der Menschen bildet. Somit ist der Tod als Endes des Lebens nicht vorhanden. Von seinem Schrecken bleibt nur mehr die Angst vor dem Unbekannten, vor dem Abschied von dem Vertrauten und vor der Freiheit, die das Lebewesen nach dem Tode erwartet.[1]Doch woher kommt die Angst vor dem Tod? Der Gralswächter Awillouw beschreibt sie als Werkzeuge des Drachen Morsus, mit dem er seine Opfer in Schach hält, damit sie nicht aufwachen und erkennen, in welchen Höllenwelten sie leben, damit sie ihre Stärke und Freiheit nicht erkennen!“[2] Denn nur ein ruhiger, von Ängsten freier Geist kann beobachten und erkennen.
Die Angst vor den eigenen Gedanken und Projektionen
Diese Ängste, seien es nun von Morsus oder selbst erzeugte, entstehen in jedem Falle durch das Denken und besitzen dadurch keinerlei Wirklichkeitsgehalt. Denn Gedanken sind Sammelbecken früherer Erfahrungen, die dann im Sinne von Erwartungshaltungen und Ängsten in die Gegenwart und Zukunft projiziert werden. Wenn der Mensch also denkt, ist er immer nur in seinen Erinnerungen und Projektionen der Vergangenheit oder Zukunft, niemals jedoch in der realen, das heißt unmittelbar erlebbaren Gegenwart. Das gedachte Leben ist also niemals wirklich und damit auch nicht die Ängste, die in den Gedanken manifestiert sind.Aufgrund dieses teuflischen Mechanismus entsteht die absurde Situation, dass sich die Menschen in der Gegenwart vor etwas fürchten, obwohl es realiter gar nicht vorhanden ist und es damit eigentlich auch gar keinen Grund zum Fürchten gibt. Fürchtet man sich vor dem Tod, dann fürchtet man sich vor den Vorstellungen, die man in der Vergangenheit vom Tod erworben hat. Da man seinen kommenden Tod nicht kennt und auch nicht weiß, wie und was er ist, kann man ihn auch nicht fürchten.Wird einem dieser Mechanismus irgendwann bewusst, kommt zu diesen irrealen Ängsten dann auch noch die Angst vor den eigenen Gedanken hinzu. Und von diesem Moment an entsteht ein Teufelskreis des Denkens und sich Ängstigen, aus dem man nur schwer wieder hinausgelangt.Die Weltenköchin Mhayla ermöglichte Jule mittels des Zauberwaldes im grünen Kristall diesen zirkulären Angstmechanismus zu verstehen und zu überwinden: Indem Jule den furchterregenden Wald als unmittelbare Projektion ihrer eigenen ängstlichen Gedanken erkannte, vermochte sie durch die Veränderung und Beherrschung ihrer Gedanken augenblicks und ursächlich auch die Objekte ihrer Angst zu beseitigen.[3]
Die Angst vor den fremden Gedanken
Viel gefährlicher und schwieriger zu überwinden ist die Angst vor den fremden Gedanken, die durch den Drachen Morsus und andere in einem erzeugt werden. Denn jedes Lebewesen, das über die notwendige Energie und Technik verfügt, vermag sich in das Denken anderer Wesen einzuschleichen und dieses zu beherrschen. Dabei bildet die eigene Angst quasi das Tor, durch das die fremden Gedanken eindringen können. In dieser Türöffnerfunktion liegt auch der Grund für den stetigen Zuwachs von Büchern und Filmen des Horrorgenres und den immer schockierenderen Nachrichtensendungen und Katastrophendokumentationen in der fünften Ebene.Zu der Erkenntnis der fremden Gedanken gelangte Jule erstmals in der gelben Nebelwand. Siehe Glossar „Gelbe Nebelwand“. Jedoch kann man sich auf zweierlei Wegen vor den fremden Gedanken schützen: Hat man sich selbst, sein Wesen und seine Seele ausreichend erkannt, ist man auch in der Lage, die fremden Gedanken von den eigenen zu unterscheiden. Indem man seinen inneren Dialog und damit das Denken selbst abstellt, wird es in der Folge dann auch möglich, die fremden Gedanken abzustellen. Denn in der inneren Stille finden die fremden Gedanken keine Nahrung mehr. Man „hungert“ sie also aus und ist dadurch vor zukünftigen Angriffen durch fremde Gedanken weitestgehend gefeit.[4]
Die Angst vor dem Aufwachen
Eine ganz besondere Angst, ist die Angst vor dem Aufwachen aus dem Traum der Welten, welche Jule bei den Träumenden Buddhas entdeckt. Die Buddhas behaupten, dass alle Welten nur Ergebnis ihres Träumens seien und dementsprechend jene Welten durch ihr Aufwachen zugrunde gehen würden. Wenn aber die Welten ein Produkt ihrer Träume sind, dann – so schlussfolgert Jule – produzieren die Buddhas mit ihrer Angst vor dem Aufwachen auch die Ängste und Schmerzen in den Ebenen und Welten und damit den mysteriösen Riss im Universum.[5] Siehe dazu Glossar „Riss im Universum“.
Die Angst vor der Wahrheit
Der Gralshüter Awillouw verrät Jule, dass der Große Mechanikermeister auf der Suche nach der Wahrheit zu ihm kam, doch dann die Wahrheit aufgrund der Schmerzen, die sie ihm bringen könnte, nicht hören wollte.[6] Diese Angst vor der Wahrheit ist wohl die verbreitetste und zugleich untergründigste Angst in der fünften Ebene. Solange wir uns allerdings der Wahrheit nicht stellen, leben wir weiter in Verwirrung, Konflikt, Verkrampfung, Aggressivität und gehen die falschen Wege. Die Angst vor der Wahrheit lässt uns in alten Denkschablonen und Wegen verharren und dieses Verharren erzeugt Heuchelei und weitere Ängste.
Der Zweck der Angst
Wir haben hier nur einen Bruchteil der möglichen Ängste genannt, die immer in Bezug auf irgendein Objekt bestehen. Und so gibt es prinzipiell ebenso viele mögliche Ängste wie es Objekte gibt. Siehe zum Beispiel Glossar „Wahrnehmen“, Unterkapitel „Angst vor der Unendlichkeit“. Doch was ist der Zweck all dieser Ängste:Ängste schüchtern den Menschen ein, machen ihn klein. Nicht zufällig leitet sich das deutsche Wort Angst von dem lateinischen Wort angustum = enger Raum ab, was den Zustand der Angst sinnfällig zum Ausdruck bringt. Denn der Ängstliche fühlt sich innerlich beklemmt und eingesperrt und projiziert dieses innere Gefühl zugleich nach außen, so dass er vor der großen weiten Welt in den kleinsten Winkel flieht. Der Ängstliche ist verwirrt und unfähig seine Stärken zu erkennen. Auf diese Weise wird er ein leichtes Opfer für jeden, der ihn zu manipulieren und zu beherrschen trachtet und ihm direkt oder indirekt die Befreiung aus der Angst verspricht. Aus diesem Mechanismus wird aber deutlich, dass, wer auch immer Angst verbreitet, ob im Alltag, ob in Filmen und Büchern etc., damit also immer etwas Böses im Schilde führt!Wie der Gralshüter Awillouw ausführt, versetzt der Drache Morsus die Menschen nicht nur in Angst und Schrecken, um sie zu lähmen und zu manipulieren, sondern um sich von ihren Ängsten zu ernähren. Denn die Wesen der Finsternis sind alle Energiefresser, die von den negativen Gefühlen der Lebewesen leben.[7]Doch warum funktioniert überhaupt die Angst, warum lassen sich die Bewohner der Ebenen in Angst und Schrecken versetzen:

Die Ursache aller Ängste
Dafür sind vor allem zwei Gründe oder Hauptängste zu nennen und wir wollen dabei nur von den Bewohnern der fünften Ebene sprechen:
Das Gefühl der Sinnlosigkeit und Verlorenheit
Durch ihren langen Abstieg in immer tiefere Ebenen haben die Menschen allmählich ihren göttlichen Ursprung vergessen. Sie wissen nicht mehr, dass sie selbst Gott sind, und dadurch auch nicht, wie großartig und stark sie einst waren und wieder sein können. Auf diese Weise wurden sie immer anfälliger für Lügen, da sie ihre natürliche Unschuld nicht mehr wahrzunehmen vermochten. Aus diesem Orientierungsverlust heraus entstand die untergründige Angst, dass man in der Welt verloren gehen, in seinem Leben scheitern könne und dass die Reise durch die Zeiten keinen Sinn habe.Aus diesem Grund behauptete die Weise Schildkröte auch, dass die Angst als „Wurzel allen Übels“ von den Lebewesen selbst geschaffen worden sei. Sie fügte aber auch hinzu, dass diese Angst völlig unbegründet ist, da das Leben für alle Lebewesen einen Sinn hat, sie jederzeit geborgen sind und niemals verloren gehen können. Denn sie selbst sind der Sinn und hätten die Geschichte ihrer Lebensreise entworfen. Ja, die Lebewesen legten sogar fest, wann sie diese tiefe Wahrheit, die sie für einige Zeit aus freiem Willen heraus vergessen wollten, wieder erinnern werden.[8]
Der Wunsch nicht sehen zu wollen, wie man wirklich ist
Durch diesen langen Abstieg und das damit einhergehende tiefe Vergessen der göttlichen Wahrheit begannen sich die Menschen über die Zeit durch ihre Handlungen immer mehr und mehr zu beschmutzen. Die Lüge, Falschheit, Feigheit und Niederträchtigkeit wurden ein fester Bestandteil ihrer Persönlichkeit und ihres Lebens. Und da ihre Seelen ihnen, wenngleich nur als dunkle Ahnung, unaufhörlich signalisierten, dass sie auf einem falschen Weg geraten seien, wünschten sich die Menschen nichts sehnlicher, als nicht sehen zu müssen, wie schrecklich sie sich verändert hatten, wie jämmerlich sie nun wirklich waren. Sie hatten Angst vor dieser unerbittlichen Wirklichkeit. Doch dadurch wurden sie empfänglich und verführbar für alles, was diese Angst verschleiern und unterdrücken konnte und somit eine leichte Beute für den Drachen Morsus. Doch dessen Lügen brachten nur kurzzeitig Erleichterungen, um die Menschen darauf nur um so tiefer in immer schlimmere Ängste zu stürzen.Aus diesen beiden Hauptängsten, der Angst vor der Sinnlosigkeit des Lebens und der Angst vor der Wahrheit, wie man wirklich ist, resultieren letztlich alle anderen Ängste. Und am Ende steht ein Teufelskreis, denn wir fürchten uns vor unseren Ängsten. Wir haben Angst, unsere Ängste anzuschauen. Dadurch, dass die Menschen gerade diese Hauptängste so vehement unterdrücken, sind sie sich der Verbindungen zu den aus ihnen resultierenden Folgeängsten nicht bewusst. Wollen wir uns also generell von den Ängsten befreien, müssen wir zugleich das ganze Geflecht der Fluchtmöglichkeiten vor den Ängsten entwirren, das wir über die Jahrmillionen geknüpft haben.
Die Befreiung von der Angst
Solange wir versuchen die Angst zu unterdrücken, sie zu disziplinieren, zu kontrollieren oder zu verschleiern, halten wir einen Konflikt aufrecht und verbrauchen derart unaufhörlich wertvolle Lebensenergie. Somit geht es bei der Befreiung von der Angst vor allem darum, dieser unglaublichen Energieverschwendung ein Ende zu machen und damit dem Drachen Morsus und seinen gleichsam schmarotzenden Gefährten die Nahrung zu entziehen.Wenn die Unterdrückung der Angst den energieverschwendenden Konflikt erzeugt, so ist es nur folgerichtig, der Angst direkt ins Auge zu schauen und zwar ohne jede Fluchtabsicht, Verurteilung oder Rechtfertigung, und damit den inneren Konflikt zu beenden. Das heißt, wir sind ängstlich und es ist überhaupt nichts Schlimmes dabei, ängstlich zu sein. Doch je länger und je öfter wir der Angst ohne Scheu mit ruhigem, nüchternem Blick ins Auge schauen, desto kleiner und kleiner wird sie, bis die Angst wie von Zauberhand plötzlich völlig verschwindet.Aus dieser Tatsache lernen wir dreierlei:Erstens, dass die Angst nur so lange existiert, wie wir den inneren Konflikt durch Verstecken und Verdrängen aufrecht erhalten und dadurch die Angst mit Energie versorgen.Zweitens, dass die Angst selbst das Problem ist, das wir lösen müssen und nicht die Dinge, vor denen wir Angst haben. Denn wie bereits erwähnt, können wir theoretisch so viele Ängste haben, wie es Dinge gibt. Wollten wir versuchen, jede einzelne dieser dinglichen Ängste aufzulösen, würden wir nie zu einem Ziel gelangen. Wir müssen also das abstrakte Phänomen der Angst selbst in den Blick nehmen und begreifen.Dies bedeutet drittens zu erkennen, dass die Angst nur ein Ergebnis des Denkens ist – das heißt, dass Angst in der Ursache ein Gedanke und im Ergebnis ein Gefühl ist. Es besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen einem Gedanken und der Wirklichkeit. Denn wie wir bereits oben sagten, ist das Denken immer schon alt, da der Gedanke nur das Sammelbecken früherer Erfahrungen und Meinungen darstellt. Die Wirklichkeit jedoch ist hier und jetzt und damit immer jung. Sie hat ihre eigenen Regeln, nicht das Geringste mit der Vergangenheit zu tun und kann mit Gedanken nicht eingefangen werden. So besitzt der Gedanke keinerlei Relevanz für unsere Gegenwart. Beenden wir also das Denken, welches die Angst erzeugt, beenden wir die Angst selbst. Dann leben wir frei ohne Furcht allein in der Gegenwart. Ein Mensch, der wirklich in der Gegenwart lebt, hat keine Angst!
Das Gefühl der Angst ist doch aber etwas Wirkliches, da ein Gefühl immer real ist, wird jetzt der ein oder andere einwenden. Das Gefühl ist in der Tat real, jedoch nicht der innere Beobachter, der diese Angst in sich wahrnimmt. Denn der Beobachter ist bloß das Produkt eines Sammelsuriums von Gedanken und Erinnerungen, die als Ausdruck der Vergangenheit niemals real sein können. Wie aber will man mit etwas nicht Realem, was allein im Denken existiert, ein Phänomen verstehen, das man tatsächlich als Furcht erlebt? Wenn aber der Beobachter durch sein bedingungsloses, gedankenloses und damit angstloses Schauen mit der Angst eins wird, dann verschwindet der Angst erzeugende Konflikt. Denn der Beobachter versucht nicht mehr vor der Angst zu fliehen, sich vor ihr zu verstecken. Und erst dann ist man wirklich frei von Angst.

[1]  Siehe Kap. „Was ist der Tod“.

[2]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[3]  Siehe Kap. „Gefangen im grünen Kristall“.

[4]  Siehe Kap. „Die gelbe Nebelwand“.

[5]  Siehe Kap. „Im Reich der Träumenden Buddhas“ sowie Glossar „Erinnerungen“.

[6]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[7]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[8]  Siehe Kap. „Die kosmische Waage – Das Geheimnis der Angst und des Tötens“.

Atheis, alias der GegengottDirect linkAtheis ist laut den Bewohnern der dreizehn unteren Ebenen ein unvorstellbar mächtiges dunkles Wesen, das in einem Schöpfungsakt des absolut Bösen den Drachen Morsus nach seinem ...

Atheis ist laut den Bewohnern der dreizehn unteren Ebenen ein unvorstellbar mächtiges dunkles Wesen, das in einem Schöpfungsakt des absolut Bösen den Drachen Morsus nach seinem Bilde geschaffen haben soll. Die Entstehung der Schönen Cloeda als Inbegriff des Guten und Schönen hingegen wird entsprechend diesem Schöpfungsmythos als ein Automatismus beschrieben, durch den das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse gegen den Willen des Atheis wiederhergestellt wurde.

Die Anhänger dieses Schöpfungsmythos bezeichnen sich deshalb auch gern als Atheisten (Anhänger des Atheis), bestreiten aber anderseits vieler Orten sogar die Existenz des dunklen Wesens Atheis, um sich selbst an seine Stelle setzen zu können – so zum Beispiel in der fünften oberen Ebene.Der Große Mechanikermeister bezeichnet dieses Verhalten als „Größenwahn“, der ebenfalls ein Schöpfungsprodukt des Atheis darstellen soll und wie eine schlimme Krankheit zu behandeln ist. Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“.

Awillouw, die Pforte zur Wahrheit, alias der Gralshüter, alias der NamenloseDirect linkAwillouw ist wohl die geheimnisvollste und zugleich widersprüchlichste Gestalt des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge. Als Jule ihm in der Gralshöhle in der Mittelebene begegnet, erscheint Awillouw ihr ...

Awillouw ist wohl die geheimnisvollste und zugleich widersprüchlichste Gestalt des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge. Als Jule ihm in der Gralshöhle in der Mittelebene begegnet, erscheint Awillouw ihr zunächst nur als sehr direkte Stimme aus einem geheimnisvoll funkelnden goldenen Sternennebel. Auf ihre Frage wer er sei, antwortet Awillouw, er habe keinen Namen, weil ein Name ihn nicht zu fassen vermag. Wolle Jule sich jedoch seiner erinnern, dann solle sie seiner als „Awillouw“ gedenken. Dies sei kein Name, sondern eine Pforte, nämlich „die Pforte zur Wahrheit“.Erst als Awillouw Jule die entscheidende Frage stellt, ob sie den hohen Preis für die Wahrheit zu zahlen bereit sei, verwandelt sich der goldene Sternennebel Awillouws in die strahlende Lichtgestalt eines schneeweißen ätherischen Wesens mit langem goldblonden Haar, himmelblauen Augen und einem blauen Schild auf dem Haupt. Jule konnte nicht unterscheiden, ob Awillouw ein Mann oder eine Frau ist, nicht zuletzt weil sie sich seltsamer Weise auch des Klanges seiner Stimme nicht zu erinnern vermochte. Sein Körper war fast durchscheinend und ein unmerkliches Summen ging von seiner Nähe aus. Jule hatte das Gefühl, als wäre Awillouws Lichtkörper ein einziges Vibrieren wie der tiefe Ton eines geheimnisvoll klingenden mächtigen Musikinstruments, ein in und um sich kreisender Klang.
Die Auffassungen Awillouws und der Weisen Schildkröte
Was es mit der „Pforte zur Wahrheit“ auf sich hat, klärt sich zumindest teilweise bei der Weisen Schildkröte auf.[1] In einer Art Einweihungsritual hat die Schildkröte Awillouw geheimes, umfassendes Wissen mitgeteilt, als dieser nach Wahrheit suchend zu ihr kam. Und infolge dieser Wissensoffenbarung bekam er den Titel „die Pforte zur Wahrheit“, der offensichtlich mit der Verpflichtung zum Aufenthalt in der Heiligen Gralshöhle verbunden ist.Was für Wissen die Weise Schildkröte Awillouw zur Verfügung stellte, können wir nur erahnen. Die Schildkröte zitiert einen Satz Awillouws, den er den Suchenden in der Gralshöhle einflüstert: „Die gesamte Welt ist eine Schöpfung des Bösen, eine einzige Mörderhöhle …“ Sie selbst habe ihm diesen Satz gesagt, doch Awillouw hätte ihn missverstanden. Denn tatsächlich gäbe es nur die Liebe. Alles sei von Gott erschaffen und somit Gott.Damit setzt sich die Schildkröte bewusst von der Auffassung Awillouws bezüglich der Schöpfung und der Existenz des Bösen ab: Awillouw vertritt die Meinung, die Welt sei eine Schöpfung des Bösen, erschaffen durch eine böse Macht. Denn ein Gott der Liebe würde eine solche mörderische und ungerechte Welt niemals erschaffen. Die Schildkröte hingegen meint, die Welt wäre schon eine Schöpfung des Gottes der Liebe. Jedoch hätten deren Bewohner, insbesondere die der fünften Ebene, aus ihr eine Mörderhöhle gemacht.
Diese Begründung befriedigt nicht, da die Aussage „die gesamte Welt ist eine Schöpfung des Bösen“ von der Schildkröte selbst stammt. Zwar behauptet sie, Awillouw hätte sie darin missverstanden. Doch wie sollte man diese klare Aussage der Schildkröte missverstehen? Sie hätte ja auch sagen können: „Die Welt ist eine Schöpfung des liebenden Gottes, aber die Menschen haben aus ihr eine Mörderhöhle gemacht.“ Darüber hinaus scheint es höchst unwahrscheinlich, dass ein Wesen, das offensichtlich von der Schildkröte dazu ausersehen war, die „Pforte zur Wahrheit“ für alle 27 Ebenen zu werden, ihre Aussage so missverstehen konnte oder sogar sich in seiner Auffassung gegen sie gestellt haben sollte?

Aufgrund dieser Widersprüche weiß man kaum, wen man glauben soll, Awillouw oder der Schildkröte? Ist Awillouw vielleicht eine Art Gegenspieler der Weisen Schildkröte? Dann würde sich die in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge angedeutete Hintergrundhandlung vor allem zwischen diesen beiden polaren Auffassungen vom Universum aufspannen.Sind vielleicht beide Auffassungen wahr und/oder gibt es eine höhere Wahrheit hinter diesen konträren Aussagen? Wer ist der Inhaber jener höheren Wahrheit? Eine gewisse Klärung dieses Problems liefert das Glossar „Böse“.
Der heilige Gral – das Gedächtnis aller Welten und Ebenen
Siehe dazu Glossar „Gral“.
Die Beziehungen zwischen Awillouw, Jule Levitan und dem Großen Mechanikermeister
Awillouw verrät Jule, dass sie nur deshalb zu ihm gekommen sei, weil er sie gerufen habe. Die diamantene Gralshöhle wäre ein magischer Ort, weshalb sie das Herz des Mechanikermeisters nicht in der Materialität der Welten suchen dürfe. Das Herz des Mechanikermeisters zu finden, bedeute, die Wahrheit des Grals selbst zu finden.Awillouws Hinweis ist interessant, verknüpft er doch das Herz des Großen Mechanikermeisters mit dem Gralswissen um den kosmischen Plan. Und so scheinen die umfangreichen Bemühungen des Mechanikermeisters um die Beseitigung von Tod, Trennung und Schmerzen selbst einen Teil dieses kosmischen Plans zu bilden
. Awillouws Verweis auf die Gralskraft, die Jule auf den Mechanikermeister richten solle, damit er sein Herz zurück erlangt, bringt weiteres Licht in die Angelegenheit. Denn diese Gralskraft ist eine zwangsläufige Folge aus dem absoluten Gralswissen: „Alles zu wissen, heißt alles verzeihen.“ Durch dieses Verzeihen überwinde man jeden Widerspruch und werde der kosmischen Kraft und Absicht unmittelbar leibhaftig.Laut Awillouw wollte der Mechanikermeister angeblich aus Angst vor den Schmerzen, welche die Gralswahrheit mit sich bringen könne, diese Wahrheit nicht hören, und verschenkte damit die Möglichkeit sein Herz wiederzuerlangen.Der anfängliche Hinweis Awillouws, das Herz des Mechanikermeisters nicht in der Materialität der Welten zu suchen, zusammen mit seinem Hinweis auf die Schmerzvermeidungsstrategie des Mechanikermeisters werfen ein völlig neues Licht auf den Bericht Silavons über den Verlust seines Herzens:1. Niemals ging es um das reale Herz des Mechanikermeisters, sondern immer nur um das symbolische oder spirituelle Herz in Gestalt der Liebe.2. Selbstredend wurde dieses spirituelle Herz nicht von dem Schwarzen Vogel alias Monsignore Moschkotani herausgerissen, sondern der Mechanikermeister selbst hat es symbolisch und spirituell vernichtet. Denn wie man den Schatten allein durch die Auslöschung des Lichts beseitigt, so auch die Schmerzen allein durch die Vernichtung der Liebe.Wenn die von Awillouw erwähnte Heilige Gralskraft aber dem absoluten Wissen in Gestalt der Überwindung aller Widersprüche entspringt, dann hat Jule mit dieser Gralskraft den Widerspruch zwischen Schmerz und Liebe überwunden und damit dem Meister sein spirituelles Herz alias die Liebe wieder zurückgegeben.

[1]  Siehe Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“.

B

Bewusstsein, menschliches Bewusstsein, Ich-BewusstseinDirect linkMehrfach in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird das Bewusstsein thematisiert, so als Entgegensetzung zur Seele oder inneren Stimme, im Zusammenhang mit den fremden Gedanken des Drachen ...

Mehrfach in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird das Bewusstsein thematisiert, so als Entgegensetzung zur Seele oder inneren Stimme, im Zusammenhang mit den fremden Gedanken des Drachen Morsus und seiner Manipulation der Ebenenbewohner.[1] Ebenso wurde immer wieder auf die unzureichende Erkenntnismöglichkeiten und den illusionären Charakter der mentalen Konstruktionen des Bewusstseins hingewiesen.[2] Aus diesem Grund wollen wir hier kurz die prinzipielle Arbeitsweise des Bewusstseins und die Gründe für seine Entstehung beleuchten. Das Bewusstsein in seinen verschiedenen Zusammenhängen findet im Glossar verstreut seine angemessen Behandlung.
Der Leser sollte sich die Zeit nehmen, die hier aufgeführten Arbeitsprinzipien des Bewusstseins kritisch an sich selbst zu überprüfen. Sollten er diese bestätigt finden und sich danach wie ein seelenloser Automat fühlen, dann trügt sein Gefühl ihn nicht.
Der Diebstahl und die Ersetzung des Urbewusstseins
Denn dieses Bewusstsein, von dem wir reden, ist in der Tat jener Bestandteil am Menschen, der am wenigsten mit ihm selbst, das heißt mit seinem Wesen und seiner Seele, zu tun hat. Im besten Falle ist sein Bewusstsein nur ein Produkt der Umwelt, seiner Mitmenschen und Bezugspersonen, im schlimmsten Falle jedoch das Bewusstsein des Drachen Morsus, entsprungen dessen höchst destruktiven Drachen- oder Reptiliengehirn. Wir wollen es in diesem Zusammenhang deshalb auch passender als das Fremdbewusstsein bezeichnen. Siehe dazu Glossar „Fremde Gedanken des Drachen Morsus“ und Glossar „Reptiliengehirn“. Denn tatsächlich halten, wenn wir geboren werden, unsere Mitmenschen, Eltern, Lehrer, Erzieher etc. die Regeln für die Funktionen und die Art und Weise, wie sich unser Bewusstsein entwickelt, in den Händen. Unser Bewusstsein entsteht nämlich bereits in den ersten drei, vier Lebensjahren nach der Geburt, also in einer Zeit, in der wir selbst noch nicht bei Bewusstsein sind, und deshalb auch nicht Einspruch gegen diese Bewusstseinskonditionierung erheben können. Das Bewusstsein ist also keinesfalls angeboren, wie es viele Wissenschaftler der fünften Ebene behaupten, sondern vielmehr eine Art „Psycho-Softwareprogramm“, das im Rahmen eines soziokulturellen Konditionierungsprozesses von jedem Mitglied einer bewussten Gesellschaft erlernt werden und bis zu seinem Tode ständig trainiert und in Gang gehalten werden muss. Dafür sorgen unzählige versteckte Mechanismen innerhalb der Gesellschaft. Ein Mensch, der sich diesen Mechanismen der Konditionierung zu entziehen versucht, setzt sich großen gesellschaftlichen Gefahren aus. In seiner Eigenschaft als eine Art Softwarevirus oder „Trojaner“ öffnet das Bewusstsein denjenigen, die es zu steuern verstehen, Tür und Tor zum Selbst und zur Manipulation einer jeden Person. Diese Manipulationen sind der Schlüssel zu den Massenphänomenen in der fünften Ebene wie Kriegen und Revolutionen, Hetze, Massenmord, politische, ökonomische und geistige Entmündigung – schreckliche Dinge, zu denen sich die Menschen jedoch freiwillig treiben lassen.
Bereits an dieser Stelle wird der ein oder andere vielleicht ahnen, dass er dieses Fremdbewusstsein zum Leben nicht unbedingt benötigt. Und diese Ahnung trügt ihn nicht! Den Großteil der bisherigen Geschichte in der fünften Ebene, also auf der Erde, sind die Menschen ohne jenes Bewusstsein ausgekommen und haben dabei weitaus besser gelebt in großer Harmonie, ohne Einsamkeit und Ängste. Und dieses Leben ohne das Fremdbewusstsein funktionierte deshalb so gut, weil jeder Mensch wie auch die Tiere und Pflanzen ein tieferes menschliches Bewusstsein besitzt, welches wahre Zauberkräfte bereit hält. Doch dieses urtümliche Bewusstsein wurde weitestgehend durch das hier zu beschreibende Alltags- oder Fremdbewusstsein ersetzt, das auf völlig anderen Funktionsprinzipien beruht. Doch dieses urtümliche Bewusstsein kann unter bestimmten Bedingungen glücklicherweise wieder nachwachsen.
Was ist nun dieses seltsame Fremdbewusstsein:
In erster Linie ist es ein sehr primitives Wahrnehmungsorgan, welches es sich in all seinen Funktionen und insbesondere im Umgang mit der Welt unverschämt leicht macht. Am besten betrachtet man dieses Bewusstsein als eine Art Faulenzer, dem auch der kleinste Schritt aus seinem Bett in die wirkliche Welt zu viel ist. Und bei diesem Faulenzen verbraucht das Bewusstsein auch noch Unmengen von Lebensenergie, die den Menschen für wichtigere Dinge verloren gehen.In zweiter Linie ist das Fremdbewusstsein ein äußerst rigides Kontroll- und Manipulationsorgan und in dritter Linie ein effizientes Mittel zum Betrügen, Belügen und Täuschen der Mitmenschen.Die spezifische Arbeits- und Funktionsweise des Bewusstseins sowie das Inventar, dass es sich von der Welt anlegt, bestimmen im Wesentlichen, was jeder Mensch als Welt erlebt und wie er sie erlebt. Man könnte auch sagen, das Bewusstsein wirkt wie eine Art Brille, die je nach ihrer Farbe bestimmte Wellenlängen oder Wirklichkeitsbereiche vollständig wegfiltert, um sie stattdessen durch die Konstruktionen und Gedanken des Fremdbewusstseins zu ersetzen. Die Funktion jener Brille als Filter übernehmen die Gedanken, die das Bewusstsein auf der Basis bestimmter charakteristischer Arbeitsprinzipien erzeugt. Damit sind die Gedanken hinterhältiger Weise Filter und Wirklichkeit in Einem.
Mittels seiner Gedanken erzeugt das Bewusstsein also eine Art Cyberspace, eine komplett virtuelle Realität, mit dem einzigen Unterschied, dass dieses Cyberspace-Programm nicht in einem Computer steckt, sondern in den Menschen selbst, um ihn als quasi Hardware zu steuern. Das schmarotzende Bewusstsein missbraucht also seine Opfer als eine Art Spielpuppe oder Avatar, um derart seine schändlichen Aktivitäten zu verwirklichen. Es trennt die Menschen, die natürlicher Weise mit allen und allem verbunden sind, künstlich voneinander und von der Natur und ersetzt diese derart verlorene Wirklichkeit durch seine eigenen virtuellen Cyberspace-Realitäten.Stelle Dir zur Illustration dieses Zustandes des Abgeschnittenseins vor, dass man Dir von Geburt an eine Haube aus dichter, undurchlässiger, schwarzer Energie über den Kopf gestülpt habe. Du bemerkst jedoch diese Trennung von der Außenwelt nicht, da die verlorene Wirklichkeit durch virtuelle Welten ersetzt wurde, die man Dir direkt in Dein Gehirn einspielte.Im Kontext des gesamten Seins bildet das Bewusstsein jedoch nur eine winzige Plattform auf einem riesigen unendlichen Meer der lebendigen Energie. Seine Möglichkeiten sind entsprechend äußerst begrenzt. Was es dennoch an Manipulations- und Zerstörungswerk anrichten kann, ist immens. Das Bewusstsein ist wie eine lecke Bohrinsel, die mit ihrem austretenden Öl, alias den Gedanken, Millionen Liter reinsten Wasser zu verseuchen vermag. Derart infiziert ein Bewusstsein wiederum andere Bewusstseine und löst Kettenreaktionen aus, die in der Folge ein ganzes Volk, eine ganze Ebene beherrschen können.Der Haupttrick des Fremdbewusstseins besteht also darin, Wirklichkeitsbereiche auszublenden und sie durch seine eigenen virtuellen Welten zu ersetzen. Dadurch erzeugt das Bewusstsein bei seinen Opfern den Eindruck, Erklärungstotalitäten zu liefern und damit das erstohlene Gefühl seiner eigenen Allmacht.In Wirklichkeit ist das Bewusstsein jedoch nur ein kleiner Schmarotzer, der ständig große Angst hat, entdeckt und von der Unendlichkeit des Universums verschluckt zu werden.
Die Bestandteile und Arbeitsprinzipien des (Fremd-)Bewusstseins
Was sind nun die Arbeitsprinzipien des Bewusstseins bei der Erzeugung seines Cyberspace:
1. Spatialisierung – Die Verräumlichung als Grundlage jeglichen bewussten Denkens sowohl physischer Dinge als auch abstrakter Entitäten (die Zeit als Zeit-Linie, die virtuelle Welt des Bewusstseins als Bewusstseins-Raum etc.). Unräumliche Vorstellungen können vom Bewusstsein nicht gedacht werden.
2. Exzerpierung – Das Bewusstsein kann aufgrund seiner geringen Informationsverarbeitungskapazität niemals eine Sache in der Gesamtheit ihrer Aspekte sehen, sondern immer nur einen winzigen Teilaspekt herausgreifen. Ungefähr 15 bit/Sek. Aufmerksamkeits- und Informationsverarbeitungsleistung des Bewusstseins stehen ca. 11 Millionen bit/Sek. unbewusster Informationsverarbeitungsleistung unserer Sinne und schließlich ca. 100 Milliarden bit/Sek. unbewusster Gesamtverarbeitungsleistung unseres Gehirns gegenüber. Diese hohe Gesamtverarbeitungsleistung ist auch notwendig, um die immense Komplexität der Welt zu verarbeiten. Deshalb scheitern sämtliche prognostischen Vorhersagen des Bewusstseins bereits an seiner geringen Verarbeitungsleistung.
3. Das Ich qua Analogon – Die Metapher, die wir von uns selbst konstruieren und mit deren Hilfe wir als Stellvertreter unserer psychosomatischen Einheit Mensch fiktive Handlungen zum Beispiel zum Zwecke der Entscheidungsfindung simulieren. Ganz allgemein formuliert ist das Ich qua Analogon der Akteur unserer Ich-Geschichte.
4. Das Ich qua Metapher – Wir können uns selbst aus der Distanz gewissermaßen von außen betrachten (Selbstreferenz). Der Unterschied ist also ein perspektivischer: Beim Ich qua Analogon sehen wir aus uns selbst, das heißt aus dem von uns konstruierten Innenraum heraus in die von uns konstruierte Außenwelt. Beim Ich qua Metapher hingegen denken wir uns in die Außenwelt hinein und blicken aus dieser auf uns selbst.
5. Narrativierung – Das von uns konstruierte Ich qua Analogon als Stellvertreter unser Selbst ist der Akteur unserer Lebensgeschichte. In jedem bewussten Augenblick sind wir damit beschäftigt, nach Maßgaben unserer sozialen Umwelt, ein Bild oder eine Geschichte unseres Stellvertreter-Ichs zu erzählen und aufrechtzuerhalten. Das heißt, wir konstruieren aus einem komplexen Beziehungsgeflecht von Daten unsere sogenannte bewusste Identität, unser Ich oder Ich-Bewusstsein.Narrativierung, Bewusstsein und Gedächtnis stehen dabei in einem zirkulären Verhältnis, da der dem Bewusstsein wesenseigene Mechanismus des inneren Dialogs als Grundlage jeglicher Narrativierung zugleich das Erinnerungsvermögen erweitert, das aber wiederum für die Narrativierung und damit für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Bewusstsein unabdingbar ist.

6. Innerer Dialog – Basis dieser Narrativierung ist der innere Dialog, den wir seit der Entwicklung des selbstreferentiellen Bewusstseins permanent bis zu unserem Tode mit uns selbst führen. Der innere Dialog dient dazu, die illusionären Konstrukte des Bewusstseins unaufhörlich zu bestätigen, ihnen Halt und Festigkeit zu geben und damit dem Bewusstsein selbst den falschen Schein seiner unverrückbaren Existenz zu verleihen. So bestätigt das Bewusstsein in jedem Augenblick „das ist ein Baum, das ist eine Sonne, das ist ein Glas, das bin ich, das ist der andere etc.“. Dieser innere Dialog ist höchst ineffizient, verbraucht er doch immense Mengen an persönlicher Energie, das sind ca. 80 Prozent unserer zum Leben zur Verfügung stehenden Gesamtenergie. Dieser immense Energieverbrauch wird erklärlich, wenn wir uns vor Augen halten, dass wir mit den Strategien des Bewusstseins die von ihrer Natur her flüchtige Lebensenergie zu verfestigen versuchen. Siehe dazu Glossar „Tod“. Die lebendige Urenergie, die das Universum selbst ist, gleicht einem reißenden Strom, dem sich das Bewusstsein also unsinniger Weise entgegenstellt. Doch diese Arbeitsweise des Entgegenstemmens und Verfestigens verbraucht zwangsläufig immense Lebensenergie.Bricht dieser permanente innere Dialog der Narrativierung der Ich-Geschichte zum Beispiel krankheitsbedingt oder unter Einwirkung von Psychopharmaka zusammen, schwindet mit dieser Ich-Geschichte auch unsere bewusste Identität und damit unser Ich-Bewusstsein. Die Energievergeudung kommt zu einem Ende.
7. Konformität – Ein wesentliches Charakteristikum der Narrativierung des Bewusstseins besteht darin, die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft passend zu machen: Man begibt sich in der Tendenz nur in Situationen, die zur eigenen Geschichte kompatibel sind, bzw. formt sie derart um, dass sie die Integrität des Ich qua Analogon nicht infrage stellen. In diesem Zusammenhang erweist sich das Schema Ursache-Wirkung als wesentliches Produkt wie auch als Werkzeug der Narrativierung im Sinne des Begründungsbedürfnisses eigener und fremder Handlungen, wobei der primäre Faktor nicht in der Übereinstimmung der Kausalbegründungen mit objektiven Gegebenheiten, sondern einzig in der inneren Stimmigkeit im Rahmen der Ich-Geschichte liegt.
8. Kompatibilisierung – Hierbei handelt es sich um eine Art Wiedererkennungsmechanismus. Wir gleichen ständig sich verändernde Reize bis zu einem gewissen Abweichungsgrad an ein durch Erfahrung erworbenes bekanntes Schema an, um in einer identifizierbaren und somit überschaubaren Welt zu leben. Wir machen uns die Welt also kompatibel. Damit hat die Kompatibilisierung im Bewusstseins-Raum denselben Zweck wie die Narrativierung in der Bewusstseins-Zeit: Bei der Narrativierung werden zeitliche Einzelelemente zu kompatiblen Einheiten in Form einer Lebensgeschichte und bei der Kompatibilisierung Einzelelemente zur Einheit eines Bewusstseinsgegenstandes zusammengesetzt. Dabei finden nur jene Inhalte Eingang in die Geschichte unseres Stellvertreter-Ichs (Ich qua Analogon), die als kompatibel erlebt bzw. angeglichen werden können.
9. Einheitsillusion – Obwohl die meisten Bewohner gerade der fünften Ebenen irrtümlich glauben, dass das Bewusstsein einheitlich sei und damit auch sie selbst einheitlich seien, ist das Bewusstsein tatsächlich grundsätzlich mehrdimensional, schizophren oder multipel. Hierbei handelt es sich um eine fundamentale Bewusstseinseigenschaft, die dem Bewusstsein normalerweise nicht bewusst ist. Die Vorstellung eines einheitlichen, in sich konsistenten Bewusstseins ist eine konstruktive Leistung des Bewusstseins selbst und zugleich auch seine größte Schwäche, da diese Einheitsillusion eine der Hauptillusionen des Bewusstseins darstellt. Überprüfe Dich selbst: In jeder Lebenssituation, ob Du nun Deinen Eltern, Lehrern, Vorgesetzten etc. oder aber Deinen Freunden gegenüberstehst, verhältst Du Dich völlig unterschiedlich und hast auch jeweils ein völlig unterschiedliches Bild von Deiner eigenen Persönlichkeit vor Deinem geistigen Auge. Und dennoch glaubst Du paradoxer Weise, dass Du immer derselbe bist. Du bist es nicht, könntest es aber sein! Doch dies ist ein anderes Thema.Gerade diese Einheitsillusion des Bewusstseins führt ständig zu fatalen Problemen und Missverständnissen im täglichen Leben, zu symptomatischen Fehleinschätzungen anderer Menschen, zu inadäquaten Strategien im Umgang mit sich selbst und den anderen. Und all diese hier genannten Bewusstseinsleistungen sind wohl gemerkt rein virtuell und deshalb hochgradig illusionär.
Wozu wurde das Bewusstsein geschaffen
Doch damit wird es endlich Zeit zu fragen, worin denn die hauptsächlichen Aufgaben des Bewusstseins bis zum heutigen Tage bestehen. Oder anders gesagt: Warum und wozu wurde es geschaffen, obwohl wir doch nachweislich viel glücklicher ohne dieses Bewusstsein leben könnten? Dazu sind vor allem zwei Gründe zu nennen:
1. Täuschung und Lüge im Sinne der Zurückhaltung wie Verdeckung eigener Intentionen gegenüber anderen:
In der Anfangszeit vermochten die Menschen ohne Bewusstsein analog den Tieren noch nicht geplant zu täuschen und zu lügen. Die langfristige Lüge setzt die Konstruktion des oben erwähnten Ich qua Analogon voraus, also eines virtuellen Stellvertreters, der etwas ganz anderes zu tun vermag, als das, was die Person aus der Sicht ihrer unmittelbaren Umgebung tatsächlich tut. Und folgerichtig gehört dazu auch ein Analog- oder Simulationsraum, in dem sich das Ich bewegen kann. Wer im Extremfall seine direkte Handlung bei Gefahr zurückzuhalten vermochte, um gegebenenfalls einen günstigeren Moment abzuwarten, gewann in einer Welt, die asozialer Weise auf dem Prinzip „Jeder gegen Jeden“ agiert, einen bedeutenden Überlebensvorteil. Ein Mensch ohne diesen dem Bewusstsein wesenseigenen Täuschungsmechanismus wäre in unserer heutigen Gesellschaft kaum mehr überlebensfähig. Deshalb grenzt es tragischer Weise an „Schizophrenie“, wenn Eltern ihre Kinder heuchlerisch zur absoluten Wahrheitstreue anhalten, wo diese doch tagtäglich erleben müssen, wie jenes Gebot unaufhörlich gebrochen wird und dessen Einhaltung geradezu selbstzerstörerische Wirkungen zur Folge hat!
2. Die Installation einer Selbstkontroll- und Manipulationsapparatur:
In einer vorbewussten Gesellschaft gab es die Vereinzelung und Einsamkeit der Individuen noch nicht. Die Psychen der Menschen waren in der Art eines Kollektivwesens unauflöslich miteinander verbunden – gewissermaßen ein aus vielen Einzelpsychen bestehendes „Superhirn“. Und wie in einem Gehirn die unterschiedlichsten Module arbeitsteilig zusammenwirken, ohne dass sie sich dazu selbst bewusst sein müssen, so auch die Einzelpsychen einer vorbewussten Gesellschaft. Da ihnen ein Bewusstsein im heutigen Sinne fehlte, hatten sie auch keinen privaten Innenraum und erlebten sich derart als untrennbaren Bestandteil des Ganzen.In dem Moment aber, wo die festen Ordnungsstrukturen der vorbewussten Gesellschaft durch massive Fremdberührung in Gestalt des Überfalls der Drachenwesen gestört wurden,
[3] geriet das kollektive „Superhirn“ außer Kontrolle. Die linke Hand wusste nicht mehr, was die rechte tat. Die inneren Stimmen, welche die Menschen vordem mit schlafwandlerischer Sicherheit geleitet hatten, versagten. Die Legende von der Babylonischen Sprachverwirrung hat dieses Phänomen des Umbruchs anschaulich bewahrt.Ab diesem Zeitpunkt des Versagens und schließlich Verstummens der inneren Stimme war die Zeit der strengen Hierarchien gekommen, die wir auch aus dem Tierreich kennen. Mächtige, meist gewalttätige Herrscher, vorwiegend Drachenwesen und Reptoiden, übernahmen die strenge Kontrolle über die Menschen und leiteten sie zu den unterschiedlichsten Tätigkeiten an. Als die Menschen jedoch immer zahlreicher wurden, ihre Berufe, Aufgaben und Funktionen sich in der Gesellschaft immer weiter ausdifferenzierten, war ein einzelner Herrscher nicht mehr in der Lage, seine Untertanen vollständig zu kontrollieren und anzuleiten. Dies funktionierte nur in weitestgehend homogenen, kleinzahligen Gesellschaften.Deshalb musste eine neue Kontrollinstanz installiert werden, die den Herrschern quasi die Arbeit abnahm und zugleich den stark dynamischen soziokulturellen Veränderungen Rechnung trug. Und diese neue Kontrollinstanz ist unser heutiges Bewusstsein, eine Art „Psychoprogramm“ oder „Software-Virus“. Die neue Kontrollstrategie in Gestalt des Bewusstseins liegt darin, den Mechanismus der anfangs noch kollektiven Kontrolle, später dann hierarchischen Kontrolle über die divergierenden Individuen vermittels lauter verstreuter Kontrollsysteme zu partikularisieren. Mit der dem Bewusstsein konstitutiven Strategie der Narrativierung und dem Ich qua Analogon (siehe oben) konnten jetzt erstmalig in der Geschichte Selbstkontrollsysteme in jedem einzelnen Individuum installiert werden, die dem Herrscher sozusagen die Arbeit abnahmen:Der Mensch in einer sich selbst bewussten Gesellschaft nach dem Bilde des Drachen Morsus wird von Anbeginn seines Lebens durch seine Umwelt dazu angehalten, eine Geschichte über sich selbst und seine Umwelt zu erstellen, die von ihm in jedem Augenblick seines Lebens fortgesetzt und modifiziert wird. Inhalt und Form dieser Ich-Geschichte werden dabei im weiten Maße von der Gesellschaft in Gestalt von sozialen Normen, Verhaltensregeln, Tabus, Verboten bestimmt. Auf diese Weise entsteht das Ich qua Analogon, das als blasser Stellvertreter des Individuums nun ununterbrochen soziale Situationen bewertet, um in der Art einer Selbstkontrollfunktion sein eigenes Verhalten darauf hin abzustimmen.Die Peitsche des Herrschers und Aufsehers wurde durch die Angst des sozialen Anpassungsdrucks ersetzt, die nun in jedem Individuum als ständige Geißel wirkt, und ihn zu Dingen treibt, die er vordem von sich aus, das heißt von seiner Seele oder inneren Stimme aus, niemals getan hätte. Ab diesem Zeitpunkt war das bewusste Individuum nicht mehr nur der Gefangene seiner Umwelt, sondern darüber hinaus auch seines eigenen Bewusstseins. Und heute ist das Bewusstsein mehr denn je ein Mittel der Selbstkontrolle. Stark dynamische Gesellschaften mit komplexen Abhängigkeiten, fortgeschrittenen sozialen Differenzierungen und kalten ökonomisch orientierten Werten wie die kapitalistische Gesellschaft funktionieren allein auf der Basis dieser Kontrollapparatur mit Namen Bewusstsein.

[1]  Siehe z.B. Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“, Kap. „Der grausame Kampf der Menschen gegen die Natur und die Tiere“.

[2]  Siehe z.B. Kap. „Die Heilung der Welt“, Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.
[3]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

Blauer EngelDirect linkDer Blaue Engel ist eine etwa 60 cm große zarte Lichtgestalt, die äußerst geheimnisvoll von innen heraus bläulich schimmert. Seit vielen Millionen Jahren bereits wohnt der ...

Der Blaue Engel ist eine etwa 60 cm große zarte Lichtgestalt, die äußerst geheimnisvoll von innen heraus bläulich schimmert. Seit vielen Millionen Jahren bereits wohnt der Engel in einer blauen Edelsteinblume, die der große Mechanikermeister einst geschaffen hat. Siehe dazu Glossar „Blaue Blume“.
Die Bedeutung des Blauen Engels
Nur zwei Engel werden in dem vorliegenden Erlebnisbericht explizit genannt, der Blaue Engel, der ein weibliches Wesen zu sein scheint, und der Große Mechanikermeister, der sein Engel-Sein laut dem Gralshüter Awillouw allerdings vergessen hat.Wir können ergänzen, dass offensichtlich auch Elisande ein Engel ist. Siehe Glossar „Elisande“.Die Singularität der Engel in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge verweist bereits auf deren besondere Bedeutung. Nimmt das Auftreten des Blauen Engels vom Umfang her auch nur geringen Raum ein, tritt er jedoch immer in besonderen Schlüsselsituationen und Zusammenhängen in Erscheinung:Der Blaue Engel rettet Jule vor den Angriffen des in Wahnvorstellungen gefangenen Mechanikermeisters und vermittelt den Kontakt zwischen beiden.Er hilft Jule bei der Überwindung des Echogeists Anawrin.Als sie im Kopf des versteinerten Sauriers vom Drachen Morsus angegriffen wird, steht der Engel ihr wieder zur Seite und geleitet sie zum Mondsee, um das Herz des Mechanikermeisters zurückzugewinnen.Und schließlich ist der Engel auch zugegen, als der Mechanikermeister sich nach dem Wiedererhalt seines Herzens den Schmerz der Jahrmillionen von der Seele weint und damit sein Reich und seine Geschöpfe erlöst.Der Blaue Engel ist das einzige Wesen, das dem Mechanikermeister in den Millionen von Jahren in seiner tiefer Einsamkeit und Verlorenheit schützend zur Seite stand und ihn bis zu seiner Erlösung begleitete.[1]Damit bezeugte er zugleich, dass sich hinter dem Tun des Großen Mechanikermeisters ein tieferer Sinn verbirgt, der Meister eine höhere Aufgabe verfolgt, die von ihm und anderen höheren Wesen beobachtet und begleitet wird.
Die Verkörperung der Sehnsucht
Die tiefe Verbindung zwischen dem Mechanikermeister und dem Blauen Engel wird sinnfällig symbolisiert durch die geheimnisvolle Blaue Blume, die der Meister geschaffen und die der Blaue Engel zu seiner liebsten Behausung erwählt hat. Den Namen des Blauen Engels kennen wir nicht. Doch müsste man dieses wunderbare Wesen benennen, sollte es den Namen Sehnsucht tragen. Sein Antlitz ist die Farbe des Himmels, der das Tun des Mechanikermeisters mit seiner Unendlichkeit umspannt. Seine Aufgabe ist es, im Wissen um das Ziel des geheimnisvollen Wirkens des Mechanikermeisters, die Tür zur Unendlichkeit für ihn allzeit offenzuhalten.

Die Heimat des Blauen Engels
Der Blaue Engel nennt als seine Heimat die dreizehnte Ebene, in die er, nachdem seine Arbeit getan ist, zurückkehren wird.[2] Es ist die höchste Ebene, die sich gemäß dem Schöpfungswissen von der Identität der Ebenen und der Schönen Cloeda eine Armlänge über dem Kopf Cloedas befindet. Die dreizehnte Ebene bildet zugleich das Haus der Regenbogenschlange, das Lied der Lieder, die Summe aller Farben, die unmittelbare Verbindung zum Schöpfer, die absolute Transzendenz, das Glück und die Seligkeit. Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur und Bedeutung der Ebenen“.Wie Jule bei ihrem Blick durch das Drachenauge feststellen konnte, verwandelten sich alle Dinge, die in der Alltagswahrnehmung eine konkrete Gestalt besitzen, beim wahren Sehen geheimnisvoller Weise in abstrakte Energie- oder Lichtstrukturen. Einzig der Blaue Engel behielt seine konkrete Gestalt. Dieses Phänomen hängt mit zwei grundsätzlich verschiedenen Seinszuständen zusammen:a) Auf der einen Seite ist da die Welt der Ebenen, in der eine unendlich wandelbare Urenergie ständig neue Formen anzunehmen vermag. Dieses unendliche Formenspiel kann man jedoch durchschauen durch die Verwendung einer nur den Zauberern zugänglichen Art des Sehens oder aber, indem man wie Jule auf das Drachenauge als Hilfsmittel zurückgreift. Durch dieses wahre Sehen verlieren alle Dinge ihre Form und werden abstrakt. Das wahre Sehen entlarvt sie als illusionäre, ewig wandelbare Konstrukte ohne tiefere Substanz. Im spirituellen Sinne sind diese Dinge nicht wirklich.b) Auf der anderen Seite ist da die Welt der Engel. Und in dieser Welt behält alles unveränderlich seine Form. Jedes Wesen ist und bleibt von seiner Gestalt her, was es ist.Angesichts der Tatsache, dass die Engel ganz offensichtlich unveränderlich jenseits der Gesetze und Prinzipien der Ebenen existieren und entsprechend immer als das erscheinen, was sie sind, bildet die dreizehnte Ebene ein metaphysisches Zwischenreich, in dem die Engel zwischen der ungeschaffenen Welt des Schöpfers und seiner Schöpfung in Gestalt der Schönen Cloeda vermitteln. In diesem Zusammenhang wird auch verständlich, warum für die Zauberer einzig die dreizehnte Ebene generell verschlossen bleibt. Sie ist bereits ein Bereich jenseits der Schöpfung und nur den Reinsten der Reinen zugänglich.Siehe zum Blauen Engel auch Glossar „Großer Mechanikermeister“, Unterkapitel „Der Große Mechanikermeister – ein Engel“.

[1]  Siehe Kap. „In der Eisenburg des Mechanikermeisters“.
[2]  Siehe Kap. „Zurück beim Mechanikermeister: Die große Verwandlung“.

Blutroter Wollfaden und der Wollknäuel, alias das JetztDirect linkDie Produktion und Entwickelung der Zeit Als Jule Tante Tide, die Hüterin der Zeit kennenlernt, trägt diese an ihrem Rockzipfel einen blutroten Wollfaden, der sich weit ...

Die Produktion und Entwickelung der Zeit
Als Jule Tante Tide, die Hüterin der Zeit kennenlernt, trägt diese an ihrem Rockzipfel einen blutroten Wollfaden, der sich weit in der Ferne verliert.[1]Während Jules kurzen Besuchs referiert Tante Tide eine in der fünften Ebene völlig unbekannte Zeittheorie, in der dem Wollfaden eine wichtige Rolle zukommt:[2] In Tante Tides Wollknäuel ist das „Jetzt“ oder der „Augenblick“ aufgewickelt. Wickelt man diesen Wollknäuel ab, entwickelt ihn also, dann entsteht die Voraussetzung für die Zeit. Diese Voraussetzung für die Zeit ist jedoch nicht der abgewickelte Wollknäuel selbst, sondern vielmehr der Prozess des Abwickelns oder Entwickelns. Die derart geschaffene Voraussetzung für die Zeit verleiht ihr zugleich Ordnung und Form. Zu dieser Voraussetzung zählt Tante Tide u.a. den Rhythmus, das Tempo und die Richtung der Zeit.In Wirklichkeit besteht der geheimnisvolle Wollknäuel, aus dem Tante Tide durch Abwickeln oder Entwickeln die Zeit produziert, jedoch nicht nur aus einem Wollfaden, wie es Jule am Anfang schien, sondern aus unzähligen lebendigen, raum- und zeitlosen Energiefäden, vollgepackt mit Wissen und Informationen in unvorstellbar grandioser Art und Menge. Kann man also den Entwickelungsprozess des Wollknäuels als die Form der Zeit bezeichnen, bilden die Energiefäden hingegen den Inhalt der Zeit.Interessanterweise behauptet Tante Tide nun aber, dass Inhalt und Form zusammengenommen noch immer keine Zeit ergeben, da erst das Gedächtnis aus dieser „Materialgrundlage“ die Zeit produziert. Das Gedächtnis gibt den geformten Energiefäden eine konkrete Deutung oder Bedeutung und kann durch diese Interpretation die Zeit zugleich aktiv verändern.Erst diese letzte Stufe der Zeitproduktion als Wahrnehmung im eigenen Gedächtnis entspricht dem, was die Bewohner der Ebenen hinlänglich unter Zeit verstehen, auch wenn sie diese Zeitwahrnehmung unterschiedlich interpretieren.
Folgende Punkte erscheinen an Tante Tides Zeittheorie wesentlich:
1. Zeit ist weder objektiv noch subjektiv, sondern eigentlich nur eine Interpretation von Energie. Würden wir diese geformte Energie nicht interpretieren, gäbe es also auch keine Zeit. Da die Gedanken aber nicht nur passiv die Energiefäden interpretieren, sondern sie auch aktiv verändern, kann die Zeit also nur ein Produkt aus vorgeformter Energie und den Gedanken sein.
2. Aufgrund der Tatsache, dass Gedanken gleichsam geformte Energie sind, liegt der Verdacht nahe, dass Zeit letztlich nur in unseren Gedanken existiert bzw. mit diesen Gedanken identisch ist.

3. Allein vermittels dieser Gedächtnisaktivität ist es den Wesen ab der elften Ebene auch möglich, ohne die von Tante Tide produzierte Zeit auszukommen, da sie selbst die Produktion der Zeit übernehmen.
4. Die von Tante Tide produzierte Zeit und Zeitordnung ist notwendig für die Lebewesen der niederen Ebenen, da sie derart eine Ordnung schafft und somit der Unendlichkeit Grenzen setzt, damit die Bewohner sich nicht in ihr verlieren.
5. Da die Zeit durch das Gedächtnis produziert wird, existieren auch so viele Zeiten, wie es Gedächtnisse und Wesen gibt. Tante Tide bringt in den niederen Ebenen diese Gedächtnisse jedoch in Gleichklang, um ein Chaos zu verhindern.
6. Die Tatsache, dass die Inhalte der Zeit in Gestalt der lebendigen Energiefäden bereits bestehen, und diese von dem Wollknäuel alias Energieknäuel nur abgewickelt werden müssen, besagt ganz klar, dass in den Ebenen nichts wirklich Neues geschaffen werden kann, dass vielmehr alles bereits vorhanden ist. Die Geschichte ist bereits geschrieben, bevor sie begonnen hat.
7. Gemäß der Zeitauffassung Tante Tides verläuft diese Geschichte in der Zeit genau umgekehrt zur Geschichtsauffassung der fünften Ebene, deren Bewohner davon ausgehen, dass alle Dinge Schritt für Schritt erst geschehen und geschaffen werden und deshalb jeder Augenblick etwas völlig Unerwartetes, Neues hervorzubringen vermag. Dieser tief verwurzelte Glaubenssatz bildet die Grundlage der Kosmologie wie auch der biologischen Evolutionstheorie der fünften Ebene. Tatsächlich jedoch sind gemäß Tante Tide alle Dinge – das heißt, sämtliche ausdehnungslosen „Jetzte“ – bereits im Wollknäuel in der Gleichzeitigkeit vorhanden und werden nur in einer Sukzession abgerollt oder entwickelt.
8. Tante Tides Behauptung, dass wir mit unserer Gedanken- und Gedächtnistechnik bezüglich der Zeit wahre Wunder vollbringen könnten, liegt gemäß ihrer Zeittheorie auf der Hand: Denn haben wir erst einmal gelernt, die Wollknäuel zu entwickeln oder gar unsere eigene Zeit zu produzieren, dann sind wir Herr über Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart und damit auch über das Wissen, das in diesen Zeitfäden angelegt ist. Dieser Schatz wartet darauf, gehoben zu werden.

[1]  Siehe Kap. „Die Hüterin der Zeit“.
[2]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

Böse, das BöseDirect linkDas Böse als Schöpfungsprinzip In dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge werden wir mit vielen Ausprägungen des sogenannten Bösen konfrontiert, die aber von ihrem Ursprung her sämtlich das ...

Das Böse als Schöpfungsprinzip
In dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge werden wir mit vielen Ausprägungen des sogenannten Bösen konfrontiert, die aber von ihrem Ursprung her sämtlich das Böse auf eines der Schöpfungsprinzipien zurückführen:In der in den Ebenen dominierenden Schöpfungslegende von der Schönen Cloeda und dem Drachen Morsus ist die Erschaffung des Drachen als notwendiges Übel dargestellt, um die Schöpfung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn da der Schöpfer Cloeda als Personifizierung der absoluten Schönheit, Reinheit und Unschuld erschaffen hatte, erstarrten die anderen Wesen alle in Anbetung dieser Schönheit. Die Schöpfung drohte somit bereits im Anfang aus dem Gleichgewicht zu geraten, die Entwicklung zum Erliegen zu kommen.[1] Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet wurde das Böse in Gestalt des Drachen Morsus aus einem inneren Zwang heraus geschaffen, um einen Schöpfungsfehler in Gestalt der einseitigen Absolutheit der Schönen Cloeda wieder auszugleichen. Diese Sichtweise, relativiert die Idee des höchsten Schöpfers, denn sie unterstellt ihm Zwänge und Schwächen, wie sie auch das Leben der Geschöpfe der Ebenen prägen.Gemäß einer zweiten Sichtweise wird die Erschaffung des Guten wie auch des Bösen in Gestalt der Schönen Cloeda und des Drachen Morsus als ein ganz bewusster Schöpfungsakt verstanden, der völlig frei von irgendwelchen Fehlern, Ängsten und Zwängen ist. Nur diese Sichtweise erscheint widerspruchsfrei, da sie Gott als alles was ist, war und sein wird, begreift, ohne über ihm etwas Höheres oder unter ihm etwas Niedrigeres anzunehmen. Dies bedeutet in der Konsequenz, Gott so jämmerlich, hilflos, bösartig wie das jämmerlichste, bösartigste und hilfloseste Wesen der Ebenen zu begreifen, zugleich aber auch so großartig wie das weiseste reinste und barmherzigste Geschöpf. Nur diese Vorstellung wird der unendlichen Weite Gottes gerecht. Dies bedeutet aber, dass es nichts Gottloses in den Ebenen geben kann. Jedes Lebewesen und jedes Ding ist Gott selbst, eine Trennung der Wesen und Dinge von Gott ist somit völlig unmöglich!
Was ist das Böse
Das Böse ist zunächst erst einmal nur ein Wort, verwendet in Entgegensetzung zum Guten, welches ebenfalls nur ein Wort darstellt. Als Wort ist das Böse immer bereits Ergebnis eines Urteils, ob wir dieses nun kritiklos von anderen übernehmen oder es uns selbst bilden. Religionen, soziale und politische Systeme aller Zeiten haben das Wort des Bösen benutzt und es durch seine pauschale Verwendung bis zum heutigen Tage missbraucht. Unzählige Menschen wurden unter dem Vorwurf des Bösen unschuldig gefoltert, in Gefängnisse gesperrt und ermordet. Und wir sehen bereits hier, wie der Begriff des Bösen in Umkehrung seiner behaupteten abbildenden Funktion aktiv Böses schafft.Das Wort ist also nicht nur ein Urteil über eine existierende Tatsache, sondern produziert scheinbar akausal diese Tatsache, die es zu beurteilen vorgibt. Damit ist bereits der Gebrauch des Begriffs des Bösen höchst gefährlich. Man erinnere sich diesbezüglich nur an die Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit in der fünften Ebene. Wir sollten also äußerst vorsichtig mit dem Wort des Bösen umgehen und allen misstrauen, die dieses leichtfertig über andere urteilend im Munde führen. Denn immer entspringt der Gebrauch oder Missbrauch des Begriffs des Bösen der Kurzsichtigkeit des Urteilenden, der die komplexe Kausalität und Relativität der Dinge im Leben nicht zu überblicken vermag. Oder aber der Gebrauch des Begriffs des Bösen entspringt der manipulativen Absicht seines Verwenders.Wenn sich das Böse als Begriff nicht objektivieren lässt, dann müssen wir uns fragen, ob das Böse jenseits der Worte als eine Tatsache existiert. Und sollte es diese „Tatsache des Bösen“ wirklich geben, müssten wir weiter überlegen, ob und wie wir dieses Böse erkennen können. Tatsächlich nun aber lässt sich das Böse nur erkennen, wenn wir bereits wissen, was das Böse ist. Doch darin zeigt sich ein unauflösbarer Teufelskreis.Wie zu sehen ist, kommen wir mit der Klärung des Bösen als Wort oder auch als Tatsache nicht weiter. Können wir uns vielleicht über den Gebrauch des Wortes des Bösen dem Phänomen in irgendeiner Weise nähern? Vielleicht erkennen wir ja unbewusst etwas als böse, was uns auf der Bewusstseinsebene nur nicht zugänglich ist?:Die Menschen der fünften Ebene gebrauchen das Wort des Bösen zumeist um etwas zu bezeichnen, was ihren gewohnten oder gewünschten Verlauf der Dinge stört oder stören könnte, auch wenn ihnen dieser psychologische Hintergrund des Wortgebrauchs in den meisten Fällen nicht bewusst ist. Man spricht zum Beispiel von einem bösen Schicksalsschlag oder einem bösen Omen. Aber haben wir im Gegensatz zu dieser Auffassung nicht alle schon die Erfahrungen gemacht, dass dieses sogenannte Böse, auch wenn es uns aus der gewohnten und gewünschten Bahn wirft, letztendlich Gutes schafft, indem es uns zu einer Entwicklung, zur Konsequenz, zu einer ehrlichen Entscheidung zwingt, durch die wir uns dann weiter entwickeln, an der wir wachsen?Nun kann der ein oder andere sagen, wozu denn diese leidige Entwicklung, wenn sie ständig Unruhe und Unsicherheiten mit sich bringt? Warum sollen wir überhaupt wachsen? Kann nicht alles so bleiben, wie es war? Warum ist die Welt nicht absolut gut, statisch und unveränderlich eingerichtet?
Die unendliche Einsamkeit Gottes
Dies ist eine der schwersten Fragen überhaupt. Stellen wir uns vor, wir selbst wären Gott und somit absolut einsam – das heißt also das Einzige, was existiert. Wenn wir aber kein Gegenüber haben, in dem wir uns zu spiegeln und zu erkennen vermögen, dann wissen wir auch nicht, wer oder was wir sind, und wir erkennen nicht unsere unendlichen Möglichkeiten. Aus dieser Tatsache resultiert die Konsequenz oder Entscheidung, das Stadium der Absolutheit zu beendigen und stattdessen etwas Relatives zu schaffen, in dem man sich selbst zu spiegeln und zu erkennen vermag. Diese Relativa bilden in der ersten Schöpfung die Schöne Cloeda und der Drache Morsus. In unserem Alltag sind es unsere Kinder oder die Dinge und Situationen, die wir tagtäglich erschaffen und verändern. Wenn diese Relativa oder Gegenpole geschaffen sind, kommt aber zugleich auch die Bewegung ins Sein.Versuchen wir uns vorzustellen, wie wir uns fühlen würden, wenn wir Gott wären und damit das Einzige, was existiert:Es gibt keinen, von dem wir irgendeinen Ratschlag erhalten können;
keinen der uns sagt, ob wir richtig oder falsch handeln;
keinen, der uns unsere unendliche Einsamkeit nehmen kann;
keinen der uns liebt;
keinen der uns eine Entscheidung abnimmt.
Wir ganz allein tragen die Verantwortung für alles, was wir tun.
Wenn Du diese Tatsachen in voller Konsequenz und Tiefe zu verinnerlichen vermagst, dann weißt Du, wer oder was Gott ist. Und Du wirst hoffentlich nie mehr mit ihm hadern, ihm nie mehr endlose Vorwürfe machen und Dich auch nicht an seine Stelle wünschen, so wie es die meisten Menschen der fünften Ebene heutzutage tun, indem sie behaupten, dass es keinen Gott gebe.

Der Sinn und Zweck der Polarität und damit des Bösen
Wer das verstanden hat, wird irgendwann auch verstehen, warum und wie Gott diese Polarität, Relativität und damit die Entwicklung jedes einzelnen Wesens geschaffen hat:Die Relativität ist entstanden, indem Gott sich selbst teilte und jedem dieser Teile wiederum das Prinzip und die Fähigkeit der fortschreitenden Teilung mit auf den Weg gab. Seitdem sind diese Teile, die auch wir sind, und damit Gott selbst, unterwegs. Allein die Polarität erzeugt die Trennung und damit die Möglichkeit, dass Gott sich selbst im Gegenüber zu spiegeln und zu erkennen vermag. Damit verstehen wir also nun, warum die Ideen des Guten und des Bösen in unseren Köpfen herumgeistern. Sie sind ein Bestandteil des Denkens des Schöpfers und damit auch von uns.Dieser Prozess der Spiegelung durch Teilung findet also bis zum heutigen Tage in jedem seiner Teile statt, so auch in Dir. Wenn wir uns also mit unseren hellen und dunklen Seiten, guten und schlechten Eigenschaften auseinandersetzen und diese irgendwann ursächlich zu erkennen und zusammenzusehen vermögen, dann werden wir Gott auch in unserer Erkenntnis immer ähnlicher. Und indem wir diese innere Trennung überwinden, überwinden wir auch die Trennung zu Gott. Auf diese Weise erfüllen wir uns und Gott den allersehnlichsten Wunsch, nämlich nicht mehr allein zu sein. Gott wartet sehnsüchtig darauf, dass ein Teil nach dem anderen wieder zu ihm zurückfindet. Denn damit ist Gott nicht mehr allein. Dieser Gott hat jedoch kein Zentrum, denn er ist in jedem Lebewesen, in jedem Ding selbst und damit überall. Also muss Du diesen Gott in Dir selbst suchen und finden. Die Rückkehr zu ihm findet in Dir selbst statt.Doch diese Rückkehr und Überwindung setzt voraus, dass Du keinem anderen folgst, nur Dir selbst, keiner Ideologie oder Religion, keiner Gewohnheit, keiner Angst und keinem Zwang. Es setzt voraus, dass Du die Verantwortung für Dein Tun voll und ganz allein übernimmst und keinen anderen für die Qualität Deines Lebens verantwortlich machst, auch nicht Gott, keinem vorwirfst böse zu sein und Dich dabei selbst als gut hinstellst. Erst dann bist Du in der Lage, die unendliche Einsamkeit Gottes zu ertragen und damit zugleich diese zu überwinden.
Der große Zweifel
Nun werden einige sagen, das klingt ja alles ganz nett. Doch, was ist, wenn es Gott überhaupt nicht gibt? Dann werden all unsere Bemühungen umsonst sein. Wieder einmal werden wir durch falsche Versprechungen und Hoffnungen betrogen, wie wir es tagtäglich in unserem Leben erfahren müssen.Dieser konkrete Zweifel ist berechtigt und jeder muss ihn ernst nehmen und anerkennen! Denn er ist ein Bestandteil der Polarität und damit Gottes selbst. Was Du in Dir spürst, ist letztendlich der Zweifel Gottes an sich selbst, an seiner Existenz, den Du dadurch zwangsläufig in Dir wahrnimmst. Denn Du selbst bist, wie schon gesagt, Gott. Es gibt keinen Unterschied zwischen Dir und Gott! Und es wäre deshalb geradezu absurd, wenn Du nicht die Gedanken Gottes kennen würdest.Doch damit ist dieser Zweifel in uns zugleich ein untrüglicher Beleg für die Existenz Gottes! Und wir verstehen endlich in ganzer Tiefe, warum Gott einst die Polarität schuf und sich selbst teilte: Er wollte sich selbst erfahren und damit seinen inneren Zweifel über seine Existenz überwinden. Der Zweifel aber war der erste Schritt zur Schöpfung.Und noch etwas belegt die Wahrhaftigkeit der Existenz Gottes: Die Tatsache, dass wir immer wieder an dem Leben und seinem Sinn zweifeln, dass wir mit gewissen Umständen auf der Welt, mit dem täglichen Leid, dem Hass, der Gewalt und Missgunst hadern, verweist direkt auf Gott und auf unsere eigene Göttlichkeit. Denn nur, weil wir von der Existenz dieser göttlichen Prinzipien und damit von dem Guten, Reinen, Unschuldigen und Schönen wissen, können wir uns an den Schlechtigkeiten der Welt reiben, diese negativen Dinge überhaupt als solche erfahren. Wir haben dieselbe Relativität in uns wie Gott. Denn die Widersprüche sind ein Bestandteil der Schöpfung selbst.Stellen wir uns vor, alles wäre so, wie es der Gralshüter Awillouw behauptete, nämlich dass die gesamte Schöpfung eine einzige Mörderhöhle sei.
[2]Wenn dies tatsächlich der einzige Zustand der Wirklichkeit wäre, dann würde er das Normalste auf der Welt sein. Dies hieße in der Konsequenz, wir wüssten nicht das Geringste von einer anderen besseren Welt und könnten uns somit auch gar nicht an dem Bösen stören, das in und um uns existiert. Doch, wie schon gesagt, ist dem nicht so. Im Gegenteil vermögen wir sehr deutlich die Prinzipien der Schöpfung zu erkennen, das Gute dem Bösen – nicht pauschal als Wort, sondern immer konkret in der Handlung – gegenüberzustellen.
Wie besiegen wir das Böse
Wir besiegen das Böse, indem wir anerkennen, dass wir vom Prinzip her das Gute und Böse gleichermaßen in uns tragen, und allein dafür verantwortlich sind, welches der Prinzipien wir auf welche Weise ausleben. Denn dadurch müssen wir nicht mehr den Kampf gegen einen Teil unser selbst und damit gegen Gott führen. Wir brauchen unsere dunklen Seiten nicht mehr zu fürchten, müssen diese Abgründe nicht mehr vor uns selbst und vor den anderen verstecken, nicht mehr vor ihnen fliehen oder sie in Gestalt des Bösen in unsere Mitmenschen, in die Natur oder irgendwelche fiktiven Kräfte hineinprojizieren. Wenn wir dies erreicht haben, produzieren wir selbst keine Gewalt und keine Leiden mehr. Wir manifestieren durch unsere Vorurteile nicht mehr das Böse in den anderen und uns selbst. Und damit geben wir auch unseren Mitmenschen die Möglichkeit, diese Prinzipien in sich zu erkennen und sie damit zu überwinden. Siehe dazu auch das Kap. „Die Heilung der Welt“.Damit verstehen wir auch, was die Weise Schildkröte dem Hasen Hasso von Haiden anzudeuten versuchte:„Deine ganze Reise ist nur ein Traum. Immer warst du in Sicherheit geborgen. Keiner kann verloren gehen auf seiner langen Reise.“„Ja aber das Böse?“, stieß der Hase empört hervor, als wolle er die Schildkröte der Falschaussage überführen.„Ach ja, das Böse“, wiederholte die Schildkröte mit gespielt ängstlicher Stimme: „Papperlapapp, das Böse gibt es nicht. Es gibt nur die Liebe. Alles ist von Gott erschaffen und somit Gott. Außerhalb von Gott ist nichts, weil Gott außen und innen zugleich ist. […] Das was ihr das Böse nennt, kommt nicht von außen in die Welt von irgendwelchen bösen Mächten, Drachen, Teufeln und Dämonen. Vielmehr habt ihr das Böse selbst geschaffen und nur ihr könnt es wieder abschaffen. Diese Arbeit nimmt euch kein anderer ab.“[3]Wenn Du in der notwendigen Tiefe und Absolutheit verstehst, dass Gott und Du identisch sind, dann verstehst Du vollständig, was die Schildkröte mit ihrem letzten Satz gemeint hat.

[1]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.
[2]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[3]  Siehe Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“.

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Cloeda, die Schöne, auch genannt die RuhendeDirect linkErste Schöpfung – Ausdruck des Allerschönsten und Guten Die Schöne Cloeda ist das erste Wesen, das der Schöpfer erschuf. Laut der Meinung eines Großteils der Bewohner ...

Erste Schöpfung – Ausdruck des Allerschönsten und Guten
Die Schöne Cloeda ist das erste Wesen, das der Schöpfer erschuf.[1] Laut der Meinung eines Großteils der Bewohner der Ebenen kreierte er diese wunderschöne Riesin als höchsten Ausdruck und Sinnbild des Allerschönsten und Guten, das ein Geist sich nur erdenken kann. Ihre Schönheit ist so intensiv und atemberaubend, dass ihr Anblick schmerzt und man deshalb die Augen abwenden muss. Siehe dazu Glossar „Ebenen, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“.
Das Wesen der Schönen Cloeda
Die Schöne Cloeda ist absolut gutmütig, unschuldig, mütterlich, heilend, hingebungsvoll, beschützend, stark und hilflos zugleich. Obwohl sie in der fünften Ebene als Mutter Erde bezeichnet wird, ist Cloeda also auf die Unterstützung ihrer Bewohner angewiesen. Dieser scheinbare Widerspruch scheint vom Schöpfer ganz bewusst angelegt worden zu sein. Allerdings sagen die Weisen, dass Cloeda niemals wirklich in existentielle Gefahr geraten kann. Denn die Schöne Cloeda verwirklicht nicht nur die Ganzheit und Liebe, sondern ist sie selbst. Und die Liebe kann nie vernichtet werden.
Die Ruhende und die Entstehung der Dualität
Aufgrund der Tatsache, dass Cloeda in ihrer absoluten Schönheit und Vollkommenheit ruht, wird sie vieler Orten auch als die „Ruhende“ bezeichnet. Diese Eigenschaft des Ruhens führte gemäß der Schöpfungslegende[2] in Folge zur Erschaffung des absolut Hässlichen und Bösen als notwendigem Gegenwicht und damit zur Hervorbringung der unheilvollen Dualität, die seitdem dynamisch alle 27 Ebenen durchzieht.

Cloeda und die Ebenen
Indem der Schöpfer Cloeda zerteilte, um sie vor den Angriffen des Drachen Morsus zu retten, entstanden die Ebenen, die er wiederum mit einem Schwall unendlicher Liebe verband. Cloeda und die Ebenen sind somit identisch. Mit ihrer spezifischen Gestalt und Energiekonfiguration wurde Cloeda zugleich zur Urform sämtlicher nachfolgender Energiekörper der Lebewesen. Deshalb auch kann man sie in jedem noch so kleinen Ding in reinster Form wiederfinden. Laut Aussage des Großen Mechanikermeisters ist diese Beziehung zwischen Cloeda und ihren Teilen eine vollständige, unzerstörbare Identität.Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“. Zu den Chakren und ihrer jeweiligen Bedeutung siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur und Bedeutung der Ebenen“.

[1]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.
[2]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.

D

Doppelte Lottchen, alias „Das doppelte Lottchen“Direct linkDas „Doppelte Lottchen“ ist ein 1949 in Deutschland erschienener Roman von Erich Kästner, der aber in seiner Grundidee tatsächlich bereits auf den Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge Jule ...

Das „Doppelte Lottchen“ ist ein 1949 in Deutschland erschienener Roman von Erich Kästner, der aber in seiner Grundidee tatsächlich bereits auf den Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge Jule und Franzi am 24. Dezember 1926 im Hause der Familie Levitan in der Victoriastraße 10 zu Berlin zurückgeht.[1] Mit dem vorliegenden Buch „Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte“ liefern wir also erstmalig das Original des „Doppelten Lottchens“, oder besser, den zu Lebzeiten Erich Kästners nie veröffentlichen Vorläufer desselbigen.Diese ursprüngliche Zwillingsgeschichte hätte bereits 1927 Erich Kästners erste große Veröffentlichung und zugleich der erste wahre Roman der Weltgeschichte werden können. Doch ein allzu kleiner Lektor, der eine allzu große Geschichte auf den Tisch gelegt bekommen hatte, verhinderte dies auf tragische Weise.[2] Siehe Glossar „Hieronymus Schneidewind“ sowie Glossar „Erich Kästner, alias Geist aus der Decke“.Herr Kästner vergrub nach dieser für ihn damals beschämenden Ablehnung völlig demoralisiert sein Manuskript im dunkelsten Winkel der Schreibtischschublade und später aufgrund einer bevorstehenden Hausdurchsuchung der Nazis im Jahre 1943 endgültig im doppelten Boden seines alten Kleiderschranks.[3] Erst siebzig Jahre später spielte mir Erich Kästner, oder besser sein Geist, dieses Originalmanuskript in die Hände. Dass ich auf dem Flohmarkt genau diesen alten Kleiderschrank Erich Kästners mit dem Manuskript erstanden habe, erscheint mir, sooft ich im Nachgang über unsere nächtliche Begegnung nachdenke, immer weniger als ein Zufall. Und bis zum heutigen Tag betrachte ich Kästners Manuskript als meinen größten Schatz – ist es doch der einzige schriftliche Beleg für die Wahrhaftigkeit des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge und der Aufzeichnungen Kästners, in denen selbst noch die unverschämten Randanmerkungen des Lektors Schneidewind zu finden sind.[4]Nur einmal noch trat Kästner mit dem schon leicht geändert Stoff des wahren „Doppelten Lottchens“ ans Licht der Öffentlichkeit, nämlich im Jahre 1942, als er dem Regisseur Josef von Baky die Geschichte als Basis für ein Drehbuch unter dem Titel „Das große Geheimnis“ vorschlug. Das Filmprojekt wurde wegen eines kurz darauf erfolgten neuerlichen Schreibverbots Kästners endgültig fallen gelassen.Kurioserweise trug der subalterne Lektor Hieronymus Schneidewind als blindes Werkzeug des weise waltenden Schicksals zumindest zur Entstehung des zweiten „Doppelten Lottchens“ bei, das Erich Kästner 1949 veröffentlichte. Denn was hatte Herr Schneidewind am Donnerstag, den 13. Januar 1927, Herrn Kästner auf sein eingereichtes Manuskript hin geantwortet:

„Vielleicht sind Sie ja doch begabt und ich habe es nur noch nicht bemerkt. Also nur Mut! Noch ist nicht aller Tage Abend. Ich gebe Ihnen folgenden gut gemeinten Rat. Schreiben Sie die Geschichte am besten noch einmal völlig um. Die Idee mit den Zwillingskindern ist ja ganz nett und es könnte sicher ein gutes Kinderbuch daraus werden. Aber den ganzen Quatsch mit den Ebenen, Drachen, Zauberern, Zeitlöchern und der Schönen Closetta …“„Entschuldigung Herr Lektor, Cloeda! Ihr Name ist Cloeda …!“„… Na meinetwegen, dann eben Clopetra, also diesen ganzen Unsinn lassen Sie doch bitte weg!“Als Erich Kästner zwanzig Jahre nach dem Bericht der Levitan-Zwillinge gerade verzweifelt nach einem neuen Stoff für ein Kinderbuch suchte, fiel ihm dann genau die Idee des kleingeistigen Hieronymus Schneidewind wieder ein. Und im Ergebnis entstand das weltweit bekannte „Doppelte Lottchen“ – ein wunderschönes Buch, das allerdings leider so gut wie gar nichts mehr mit der tatsächlichen Handlung gemein hatte, auch wenn es einige Bestandteile des unveröffentlichten Erstlingswerks „Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte“ bewahrte. Denken Sie zum Beispiel an das Zwillingsmotiv des Trennens und Wiederfindens, an die Figur von Lottes Mutter, die wie auch Frau Siebenblatt eine emanzipierte alleinerziehende Mutter ist, an den Vater Herrn Levitan mit seinen markanten Schattenseiten und natürlich an die hochherzigen Eigenschaften Lottes wie Mut, Ehrlichkeit und Wohltätigkeit, die ebenso der realen Jule Levitan eigen sind.

[1]  Siehe Kap. „Enthüllungen am Weihnachtsabend“.
[2]  Siehe Kap. „Enthüllungen am Weihnachtsabend“, Kap. „Warum ein Goldfisch den Atlantik durchquert“, Kap. „Ende oder Anfang? Nachsatz des Herausgebers“: „Die nächtliche Erscheinung“.

[3]  Siehe dazu Kap. „Nachsatz des Herausgeber“: „Die nächtliche Erscheinung“.

[4]  Siehe Kap. „Nachsatz des Herausgeber“: „Die nächtliche Erscheinung“.

Drache Morsus, alias Echrad Susrom, alias der Riesensaurier im Mondgebirge, alias Schlange im Paradies, alias Schlange in der KristallhöhleDirect linkDer Counterpart der Schönen Cloeda Mehrere konkurrierende Ansichten existieren in den 27 Ebenen zum Ursprung des Drachen Morsus. Nach der verbreitetsten Ansicht ist der Drache Morsus ...

Der Counterpart der Schönen Cloeda
Mehrere konkurrierende Ansichten existieren in den 27 Ebenen zum Ursprung des Drachen Morsus. Nach der verbreitetsten Ansicht ist der Drache Morsus ein Produkt des höchsten Schöpfers, der auch die Schöne Cloeda erzeugte. Nach der Erschaffung der Schönen Cloeda drohte das Universum ob ihrer in sich selbst ruhenden absoluten Schönheit in völliger Reglosigkeit zu erstarren, weshalb der Schöpfer notgedrungen ein Gegengewicht in Gestalt des Drachen Morsus als Ausdruck des absolut Hässlichen und Bösen schuf.[1] Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“. Auf diese Weise kam die Dualität in die Welt, die seitdem alle Dinge in Gut und Böse, Körper und Geist, Freund und Feind, Licht und Dunkel zersplittert und damit zu einer Quelle endlosen Leidens wurde.Gemäß einer in den dreizehn unteren Ebenen verbreiteten Ansicht soll hingegen nicht der höchste Schöpfer, sondern ein dunkles Wesen Namens Atheis (Gegengott) den Drachen Morsus erschaffen haben. Und erst in einem unfreiwilligen Folgeakt entstand die Schöne Cloeda. Siehe Glossar „Atheis“.
Morsus der Gestaltwandler
Ursprünglich war Morsus ein riesiger, sich über mehrere Lichtjahre erstreckender Drache, ebenso groß wie die Schöne Riesin Cloeda. Obwohl sich der Drache Morsus im Kampf mit der Schönen Cloeda selbst zerteilte, behielt er sein grundsätzliches Aussehen bei, nur dass er jetzt viel kleiner ist. Morsus besitzt die Gestalt eines mächtigen, abgrundtief hässlichen, schuppigen Sauriers, ab und an seltsam vermischt mit menschlichen Zügen. Grundsätzlich vermag er als Gestaltwandler jede beliebige Gestalt anzunehmen. Bevorzugt erscheint Morsus in Gestalt des Drachen oder aber auch einer gelben Schlange, so z.B. als er die einst als Paradies bezeichnete fünfte Ebene eroberte. Auch beim Angriff auf Jule und Franzi Levitan in der Kristallhöhle verwendete er die Schlangengestalt. Üblicherweise jedoch ist der Drache Morsus für die Ebenenbewohner unsichtbar, da er hauptsächlich energetisch über Fernmanipulationen agiert.
Morsus der Manipulator und Meister der dunklen Träume
Die Herrschaftsmethode des Drachen Morsus besteht vor allem in der Manipulation des Bewusstseins über den Traum, weshalb er auch als der „Hohe Meister der dunklen Träume“ bezeichnet wird. Allerdings verfügt Morsus nicht nur über manipulative Fähigkeiten, sondern auch über ein kreatives Vermögen, die dunkelsten Traumwelten zu erschaffen und diesen einen beliebigen Anschein von Wirklichkeit zu verleihen.Ein besonders perfides Mittel setzt er bei den Bewohnern der fünften Ebene ein, denen er Drachengehirne (Reptiliengehirne) implantierte, und damit zugleich vollständig ihr Bewusstsein durch sein eigenes ersetzte. Davon betroffen sind alle warmblütigen Säugetiere, die Menschen und selbst die Vögel, die auf diese Weise sämtlich zu Reptoiden wurden.Entsprechend findet man dieses Drachengehirn auch bei den Reptilien, die aber vom Ursprung her schon immer Geschöpfe des Drachen Morsus waren. So verwundert es nicht, dass das Drachen- oder Reptiliengehirn bei den Bewohnern der fünften Ebene auch das Zentrum der Traumaktivität bildet: Indem Morsus die anderen Bereiche des Gehirns der Menschen, Säugetiere und Vögel durch narkotische Substanzen periodisch in Schlaf versetzt, gelingt es ihm mittels des Reptiliengehirns, den Menschen mindesten acht Stunden jede Nacht vollständig manipulativ zu beherrschen. Das, was wir bei den Menschen, Säugetieren und Vögeln als Traum bezeichnen, ist also in Wirklichkeit der Wachzustand des Reptiliengehirns des Drachen Morsus, der mit seinen eigenen Gedanken die Menschen dirigiert. Dabei lässt er die Menschen glauben, es seien ihre Gedanken, die sie denken und träumen. Da Morsus aber das Bewusstsein der Menschen mit seinem eigenen ersetzt hat, fehlt den Menschen jegliche relativierende Instanz, die Gedanken in ihrem Gehirn als die fremden Gedanken des Drachen Morsus zu entlarven. Siehe dazu Glossar „Reptiliengehirn“.Auch wenn der Drache Morsus und die Reptilien der fünften Ebene nicht schlafen, so sind sie dennoch wie alle Bewohner der Ebenen in dem großen Weltentraum des Schöpfers gefangen. Deshalb sollte man besser sagen, dass die Reptilien nachts einen höheren Grad an Wachheit besitzen als die Menschen. Denn die Menschen träumen einen Traum im Traum. Siehe Glossar „Wahrnehmung“, Unterkapitel „Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation“ sowie „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“.
Morsus, der Trennende und die dreizehn unteren Ebenen
Im Urkampf des Drachen Morsus mit der Schönen Cloeda zerteilte der Drache sich dereinst selbst in unzählige Teile, um auf diese Weise Cloeda von allen Seiten gleichzeitig angreifen zu können. Diese Teilung führte einerseits zu einer Partikularisierung seiner ehemals absoluten Kraft des Bösen. Anderseits kreierte er damit seine Hauptstrategie der Manipulation, die in dem Trennen und Vereinzeln der Lebewesen und Dinge besteht. Dazu gehört auch die Trennung vom tieferen Wissen um den wahren Ursprung der Dinge und damit letztlich die Trennung der Lebewesen von Gott.Gemäß einer weniger verbreiteten Auffassung bildete der zerteilte Körper des Drachen Morsus die dreizehn unteren Ebenen, analog wie der Körper der Schönen Cloeda die dreizehn oberen Ebenen bildete. Viele Bewohner der oberen Ebenen begreifen die unteren Ebenen jedoch einfach nur als den Schatten der Schönen Cloeda. Weitergehende Untersuchungen und Aussagen zu den unteren Ebenen werden von ihnen vermieden, da sie derlei Beschäftigung aufgrund der möglichen Resonanz als außerordentlich gefährlich ansehen: Denn der Blick ins Dunkel kann den Schauenden verschlingen. Eine ähnliche Ansicht vertrat auch der Große Mechanikermeister.

Das Hauptziel des Drachen Morsus
Wie zahlreiche Legende berichten, besteht das Hauptziel des Drachen Morsus seit der Rettung der Schönen Cloeda durch den höchsten Schöpfer in der Sammlung seiner Kräfte, um dereinst erneut den offenen Kampf gegen Cloeda aufzunehmen. Dazu sammelt er insbesondere die zersplitterten, in allen Ebenen verstreuten Drachenaugen, um sie wieder zu den ursprünglichen Riesendrachenaugen zu vereinigen. Diese Wiedervereinigung soll eine unvorstellbare Bündelung der Kraft des Bösen zur Folge haben und dem Drachen Morsus seine ursprüngliche Macht und Gestalt wiedergeben. Parallel dazu entfacht Morsus den schrecklichen Mahlstrom, um mit ihm Schritt für Schritt die Ebenen zu verbrennen. Siehe dazu Glossar „Mahlstrom“.Obwohl Morsus zur Errichtung seiner Herrschaft des Chaos und der Finsternis die Schöne Cloeda zu vernichten trachtet, ist dieses Vorhaben gemäß den dualistischen Prinzipien der Schöpfung unmöglich. Denn wie der Schatten nicht ohne das Licht existieren kann, so der Drache Morsus auch nicht ohne die Schöne Cloeda. Dieses Wissen hält Morsus jedoch nicht von der Durchführung seines Planes ab, da er seine Selbstvernichtung grundsätzlich mit einkalkuliert. Diese gegen das Leben und damit gegen die göttlichen Prinzipien gerichtete Ideologie ist Bestandteil seines Plans und wird von ihm deshalb auch immer weiter in die Gehirne der Bewohner der fünften Ebene eingepflanzt. Man denke diesbezüglich nur an Diktatoren wie Adolf Hitler, an die zahlreichen Selbstmordattentäter, die ihren eigenen Tod in ihrem mörderischen Tun mit einplanen oder aber auch an die systematische Vernichtung des Ökosystems der Erde durch einen großen Teil der Erdbevölkerung, die gar einem kollektiven Selbstmord gleichkommt.
Die Meinung der Weisen Schildkröte zum Drachen Morsus
Die Weise Schildkröte referierte eine Ansicht über den Drachen Morsus, die im Widerspruch zur Auffassung jener der meisten Bewohner der Ebenen steht:[2] Die Bewohner der Ebenen glauben, das Böse käme von außen in Gestalt irgendwelcher bösen Mächte, Drachen, Teufel und Dämonen in die Ebenen. Dieser Glaube sei jedoch nicht richtig, da es tatsächlich gar kein außen und innen gebe. Denn alles sei von Gott geschaffen und damit selbst Gott, der die Liebe ist. Somit sei das einzig wirklich Existierende die Liebe.Der Hase Hasso von Haiden widersprach der Schildkröte unter Verweis auf die nicht zu leugnende Allgegenwart des Bösen in den Ebenen. Auch die Logik der Schildkröte wurde von ihm in Zweifel gezogen. Hasso argumentierte, wenn alles von Gott erschaffen ist, dann muss auch das Böse von Gott erschaffen sein – und wenn auch nur als Möglichkeit.Die Schildkröte gab dem Hasen bedingt Recht und verwies illustrierend auf die Versklavung der Erde durch die Drachenwesen. Dennoch seien die Bewohner der fünften für ihre Eroberung und Versklavung selbst verantwortlich, zum einen weil sie keine inneren und äußeren Abwehrstrategien entwickelt hätten, zum anderen weil sie selbst die Schöpfer des Bösen seien. Deshalb könne ihnen auch kein anderer bei der Abschaffung des Bösen behilflich sein.
Die widersprüchlichen Aussagen zum Drachen Morsus – ein Lösungsversuch
Die stark voneinander abweichenden Auffassungen des Hasen und der Schildkröte spiegeln die generelle Widersprüchlichkeit wider, die in den Ebenen bezüglich Ursprung und Existenz des Drachen Morsus existiert:Auf der einen Seite haben wir die in den Ebenen weit verbreitete Schöpfungslegende von der Schönen Cloeda und dem Drachen Morsus als Ursprung der Polarität und Dualität in den Ebenen.Auf der anderen Seite existiert die Behauptung der Schildkröte, dass die Bewohner der Ebenen das Böse inklusive den Drachen Morsus selbst geschaffen hätten.Wie bereits gezeigt, ist die Meinung der Weisen Schildkröte widersprüchlich. Denn wenn alles von Gott geschaffen ist, dann sind es auch die Menschen und damit auch das Böse inklusive dem Drachen Morsus. Und somit existiert entgegen der Behauptung der Schildkröte mehr als nur die Liebe. Anderseits ist der Schöpfer über den Umweg der Menschen damit letztlich auch der Erschaffer des Drachen Morsus, so dass derart die Widersprüchlichkeit zwischen der Aussage der Schildkröte und der Schöpfungslegende von der Schönen Cloeda verschwindet.Doch auch das ist noch immer nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn bei den Worten der Schildkröte hatte Jule das seltsame Gefühl, als säße sie im Schoße eines großen, unvorstellbar mächtigen, gleichwohl schützenden Wesens, aus dem sie sich eigentlich nie fortbewegt habe.[3] Die Schildkröte bestätigte: „Was du fühlst, ist völlig richtig! Vertraue deiner inneren Stimme, liebe Jule. Denn tatsächlich bist du nur in einem Traum gefangen, aus dem du jederzeit aufwachen kannst. Deine ganze Reise ist nur ein Traum. Immer warst du in Sicherheit geborgen. Keiner kann verloren gehen auf seiner langen Reise.“Wenn wirklich alles nur ein Traum ist, dann ist es auch das Böse. Und damit ist es nicht wirklich. Doch was kommt nach dem Traum? Siehe dazu auch Glossar „Böse“.

[1]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.
[2]  Siehe zum Folgenden Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“, Kap. „Die Versklavung der Erde“ und folgende.

[3]  Siehe Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“.

DrachenaugenDirect linkUrsprung der Drachenaugen Die Drachenaugen bilden analog dem Blauen Kristall (siehe Glossar „Blauer Kristall“) eine besondere Erscheinungsform einer extrem hohen Konzentration reinster Energie. Aufgrund ihrer besonderen ...

Ursprung der Drachenaugen
Die Drachenaugen bilden analog dem Blauen Kristall (siehe Glossar „Blauer Kristall“) eine besondere Erscheinungsform einer extrem hohen Konzentration reinster Energie. Aufgrund ihrer besonderen Ursprungsgeschichte gelten sie jedoch zugleich als höchst gefährlich. Denn tatsächlich sind sie, wie bereits ihr Name sagt, von ihrem Ursprung her Drachenaugen, nämlich die Augen des Drachen Morsus.[1] Als sich der Drache während des Kampfes mit der Schönen Cloeda listig zerteilte, zerteilten sich damit auch die Drachenaugen. Und während die durch die Teilung der Schönen Cloeda hervorgegangenen Welten durch die Liebe verbunden blieben, verband sich das aufgespaltene Böse und Hässliche durch den Blick des Drachen, dessen alles kontrollierende Riesenaugen nun in unzählige kleinere Augen, eben die Drachenaugen zersplittert waren. Der Drache besitzt durch diese Teilung seitdem nur noch einen Bruchteil seiner ursprünglichen Energie, so dass er die Schöne Cloeda nicht mehr zu vernichten vermag. Laut einer alten Legende könnte ihm dies nur gelingen, wenn er die Kräfte des Bösen durch die Zusammenführung sämtlicher verstreuter Splitter der Drachenaugen erneut zu bündeln vermag.
Eigenschaften der Drachenaugen
Drachenaugen in kristalliner Form entstanden aus der elementaren Erstarrung, die unmittelbar nach der Zerteilung des Drachen Morsus während des Kampfes mit der Schönen Cloeda durch deren punktuelle Vereinigung für Bruchteile von Sekunden erfolgte. Auf diese Weise verwandelten sich große Teile des immensen Energiekörpers des Drachen, allen voran seine Drachenaugen, in reinsten, härtesten Kristall. Diese Drachenaugen besitzen die in den Ebenen absolut einzigartige Eigenschaft, die aus ihrer Substanz abgegebene Energie augenblicks wieder aufzufüllen, indem sie die lebendige Urenergie in reinster Form ansaugen und in sich aufnehmen. Auf diese Weise werden schon wenige dieser blutroten Kristalle zu einem nie versiegenden Quell reinster Energie.

Aufgrund ihres Ursprungs gehören die Drachenaugen der dunklen Gegenwelt an und sind deshalb äußerst gefährlich. Jeder, der sie nutzt, stellt zwangsläufig einen Kontakt zu dieser Schattenwelt her und wird von dieser auch erkannt und registriert. Bis zum heutigen Tage üben die Drachenaugen Kontrolle über die Bewohner der Ebenen aus. Aufgrund der Tatsache, dass sie alle durch die Schwingungen des Bösen miteinander verbunden sind und in sämtlichen Ebenen verstreut liegen, können sie leicht als Fahrzeug für den eigenen Energiekörper zweckentfremdet verwendet werden. Jedoch ist diese Art des Reisens äußerst gefährlich und erfordert besondere Maßnahmen, um von der Gegenwelt des Drachen Morsus nicht verschlungen zu werden. Siehe dazu Glossar „Durch die Liebe anbinden“.
Die Verwendung der Drachenaugen für den Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator
Die benannten außergewöhnlichen energetischen Eigenschaften prädestinierten die Drachenaugen als Antriebsmittel für den Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator des Großen Mechanikermeisters. Aufgrund ihres Ursprungs ist diese Verwendung jedoch nicht unproblematisch, da sie derart Auswirkungen auf seine gesamte Schöpfung haben können. Dies war auch der Grund, warum der Große Mechanikermeister anfangs nicht auf den Vorschlag seines Chefingenieurs Helmerich-Schraubart von Haiden einging.[2] Immerhin resultiert die Verwendung der Drachenaugen als Antriebsmittel aus der makabren Tatsache, dass der Drache Morsus ein reines Schmarotzerwesen ist, das sich insbesondere über die Schnittstelle seiner Augen von fremder Energie ernährt. Genau diesen Energiesaugmechanismus haben die Drachenaugen nach ihrer Zersplitterung beibehalten und vermögen so noch immer, die unvergängliche Urenergie in reinster Form zu extrahieren.

[1]  Siehe Kapitel „Der Blick durch das Drachenauge“ und Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“, Kap. „Durch die Liebe anbinden“ sowie Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“.
[2]  Siehe Kap. „Die Entdeckung des Perpetuum Mobile“.

Drei goldene Körper an der Steineiche, alias ZauberschlüsselDirect linkDie drei goldenen Körper, die Jule und ihre Freunde zunächst an der Steineiche und später dann in Binki Lotz‘ Kästchen erblickten, bilden ganz erstaunliche Objekte. Binki ...

Die drei goldenen Körper, die Jule und ihre Freunde zunächst an der Steineiche und später dann in Binki Lotz‘ Kästchen erblickten, bilden ganz erstaunliche Objekte. Binki Lotz bezeichnete sie als Zauberschlüssel und zitierte die Worte, mit denen der Große Mechanikermeister sie ihnen einst überreicht hatte: „Zwei Schlüssel sind für euch und der dritte für das, was ihr dereinst am liebsten habt.“ Siehe dazu auch Glossar „Eichbaum und die drei goldenen Körper“.
Der Dodekaeder als Symbol und Element des Himmels
Der erste goldene Körper bildet ein sogenanntes Dodekaeder, auch als Pentagondodekaeder bezeichnet. In der magischen Geometrie gilt es aufgrund seines außergewöhnlich hohen Symmetriegehalts als der vollkommenste Körper überhaupt: Das Dodekaeder besitzt 12 regelmäßige Fünfecke als Flächen; 20 Ecken, in denen jeweils drei dieser Fünfecke zusammentreffen; 30 gleich lange Kanten, von denen jede die Seite von zwei Fünfecken ist. Es besitzt sechs fünfzählige Drehachsen durch gegenüber liegende Flächenmittelpunkte; zehn dreizählige Drehachsen durch gegenüber liegende Ecken; fünfzehn zweizählige Drehachsen durch die Mittelpunkte gegenüber liegender Kanten; fünfzehn Symmetrieebenen durch einander gegenüber liegende, parallele Kanten. Außerdem ist das Dodekaeder inversionssymmetrisch (Punktspiegelung bezüglich des Dodekaedermittelpunkts).Das Dodekaeder gilt in vielen Ebenen als Symbol und Grundelement des Himmels oder Äthers. Es soll Ausdruck einer speziellen Energiestruktur sein, die man sich aus lauter winzig kleinen Energiepartikeln in Dodekaederform vorzustellen hat. Die spezielle Form der Dodekaeder gewährleistet, dass diese Energiepartikel sich sehr leicht gegeneinander drehen und verschieben können, ohne jedoch völlig ihre Form zu verlieren, wie es zum Beispiel bei einer Kugel der Fall ist. Derart bestimmt das Dodekaeder als Mikroform die Makroeigenschaften jener aus diesen Elementen zusammengesetzten Energieform, die dadurch extrem leicht, beweglich und flüchtig ist – eben wie der Äther.Umgekehrt formuliert, fehlt dem Dodekaeder die Möglichkeit Kristallstrukturen zu bilden, denn die Symmetrie des Dodekaeders ist durch die dabei auftretenden fünfzähligen Symmetrieachsen mit einer periodischen Raumstruktur nicht verträglich. In einem normalen Kristall sind nur 1-, 2-, 3-, 4-, und 6-zählige Symmetrien möglich. Das ergibt sich daraus, dass der Raum nur auf diese Art mit kongruenten Teilen gefüllt werden kann.So ist es also überhaupt nicht verwunderlich, dass Hasso von Haiden das Dodekaeder als uraltes kosmisches Zeichen für den Himmel bezeichnete.
Der Würfel als Symbol und Element der Erde
Der zweite goldene Körper besitzt die Form eines Würfels. Neben der Kugel ist der Würfel der einzige Körper, in den sich alle Platonischen Körper[1] symmetrisch einbeschreiben lassen. Er besitzt 6 Flächen, 12 Kanten und 8 Ecken. Jede Fläche ist ein Quadrat. Durch seine Form, die eine hohe Stabilität gewährleistet, ist er der ideale Boden oder Sockel und ein Basiselement in der Kristallwelt. Nicht zufällig besitzt der extrem harte Diamant ein Kristallgitter in der Form des Würfels, aufgrund dessen ihm auch magische Eigenschaften zugeschrieben werden.

Die Bewohner der vierten Ebene zum Beispiel nutzten den Diamanten in ihren Götterstatuen als „Drittes Auge“ oder „Auge der Erleuchtung“. Die Häuser sind in den Ebenen vielerorts auf rechteckigen Grundformen aufgebaut. Der Würfel ist die Urform des Materiellen im Sinne verfestigter Energie, weshalb er auch dem Element Erde zugeordnet ist, wie es Hasso von Haiden sagte.
Das Tropfenherz als Symbol für Liebe und Schmerz
Der dritte goldene Körper besitzt die Form eines Tropfens. Als Jule diesen Körper am Stamm der Steineiche blinken sah, erinnerte er sie an ein strahlendes Herz. Auch der Tropfen besitzt eine interessante Symbolik. Zuallererst assoziiert man ihn wohl mit einer Träne oder auch einem Regentropfen. Im übertragenen Sinne symbolisiert der Tropfen Schmerz und Trauer. Wir alle kennen die Redewendung „der Himmel weint“.Die markante oben spitze und unten runde Tropfenform entsteht interessanter Weise nur in dem kurzen Augenblick, da sich der Tropfen löst, um im freien Fall gemäß der Schwerkraft nach unten zu fallen. Die Tropfenform ist im Vergleich zu den vorhergehenden zwei Körpern also äußerst instabil. Aus diesem Grund symbolisiert der Tropfen einerseits die Loslösung, Trennung und Vergänglichkeit, andererseits aber auch die Vereinigung mit der Erde. Je nach der speziellen Ausprägung kann der Tropfen die Form eines Herzens annehmen, das wiederum symbolisch für die Liebe, das Leben, die Ausdauer und das Durchhaltevermögen steht.So stellen wir in der Verbindung von „Tropfen“ und „Herz“ seltsame Polaritäten fest:- Ausdauer und Vergänglichkeit,- Liebe und Schmerz,- Verbundenheit und Trennung.In seinen verschiedenen Kontexten steht das „Tropfen-Herz“ jedoch vor allem für das Verbindende: Als Tropfen verbindet es die Lebewesen mit der Erde und als Herz mit der göttlichen Liebe und damit mit dem Himmel.Nicht zufällig blinkt das „Tropfen-Herz“ am Stamm der Eiche, der die Baumkrone gleich Himmel mit den Wurzeln gleich Erde verbindet. Dieser Deutung des goldenen Körpers schloss sich auch Hasso von Haiden an.
Die goldenen Körper als Zauberschlüssel
Die Verbindung von Hotz Lotz, Binki Lotz und Schwämmchen bildet ein großes Geheimnis und Mysterium, nicht nur weil wir kaum etwas über Schwämmchen, die personifizierte kindliche Unschuld, Liebe und Reinheit, wissen. Siehe Glossar „Schwämmchen“. Das Geschenk des Großen Mechanikermeisters in Gestalt der drei goldenen Zauberschlüssel zeugt darüber hinaus von einem großen, weitsichtigen Plan, den er mit Hotz Lotz, Binki Lotz und auch mit dem Elfenwesen Schwämmchen verfolgte und teilte. Verstehen wir irgendwann diese mystische Beziehung der drei Protagonisten, dann verstehen wir vermutlich auch des Mechanikermeisters Plan der Hochzeit von Himmel und Erde durch die Liebe in ihrer ganzen Tiefe.

[1]  Platonische Körper: Tetraeder, Hexaeder, Oktaeder, Dodekaeder, Ikosaeder.

Durch die Liebe anbinden, alias Anbinden der SeeleDirect link„Durch die Liebe anbinden“ ist eine Technik oder besser Notwendigkeit, um Reisen durch das Drachenauge in andere Ebenen und Welten unternehmen zu können, ohne dabei in ...

„Durch die Liebe anbinden“ ist eine Technik oder besser Notwendigkeit, um Reisen durch das Drachenauge in andere Ebenen und Welten unternehmen zu können, ohne dabei in den Negativwelten verloren zu gehen.[1] Siehe dazu Glossar „Drachenaugen“. Der Urgroßvater des Hasen Hasso von Haiden Namens Waldo von Haiden, genannt der Wahrhaftige, gilt als der Entdecker dieser Technik. Waldo bezeichnete jenes Vorgehen treffend auch als das „Anbinden der Seele“.Die als Drachenaugen bezeichneten blutroten Kristalle sind ein Bestandteil der Negativwelten und bilden derart geheimnisvolle Tore in diese dunklen Welten. Da die Drachenaugen nach der Zerteilung des Drachen Morsus in sämtliche Ebenen verstreut wurden, ermöglichen sie den Eingeweihten auch die Reisen in die positiven Ebenen und Welten.

Dennoch überwiegt bei den Kristallen die Resonanz zu den Negativwelten, so dass ein Reisender ohne die starke Bindungskraft der Liebe von diesen für alle Zeiten verschluckt werden könnte. Nur das „Anbinden der Seele durch die Liebe“ ermöglicht es, an den Ausgangspunkt der Reise zurückzukehren. Um sich „durch die Liebe anbinden“ zu können, muss man nur etwas oder jemanden voll und ganz mit reinem Herzen lieben. Da Jules Gefährten an dieser reinen Liebe zweifelten, vermochte einzig Jule die Reise durch das Drachenauge anzutreten.[2]

[1]  Siehe Kap. „Durch die Liebe anbinden“.
[2]  Siehe Kap. „Die Entscheidung“.

E

EbenenDirect linkEbenen versus Sonnensysteme Der überwiegende Teil der Bewohner des Universums geht davon aus, dass die gesamte Schöpfung aus 27 Ebenen besteht, wobei sich dieses Verständnis der ...

Ebenen versus Sonnensysteme
Der überwiegende Teil der Bewohner des Universums geht davon aus, dass die gesamte Schöpfung aus 27 Ebenen besteht, wobei sich dieses Verständnis der Ebenen komplett jenseits einer Vorstellung von Raum und Zeit bewegt. Wie diese Ebenen entstanden sind und was sie darstellen, darüber ist man sich teilweise erheblich uneinig.Diese Auffassung von den raum-zeitlosen 27 Ebenen steht im krassen Widerspruch zur Kosmologie der Sonnensysteme der Erdenbewohner der fünften Ebene, die auf der Annahme von festen und gasförmigen Sonnen, Planeten und Monden beruht. Die Kosmologie der Sonnensysteme setzt ein Raum-Zeit-Modell voraus.Gemäß dem Wissen der Bewohner der höheren Ebenen sind Zeit und Raum jedoch nicht existent, weshalb auch die Vorstellung von Sonnensystemen in unserem materiellen Verständnis für sie keinerlei Realitätsgehalt besitzt. Siehe dazu auch Glossar „Zeit und Raum“.Als Jule Levitan die Weise Schildkröte fragt, warum sie dennoch Sonne, Mond und Sterne am Himmel sehe, obwohl sie als Bestandteile von Zeit und Raum überhaupt nicht existieren, antwortete diese, dass jene Dinge nur eine Illusion Unwissender seien, so wie ein Erdenkind, das noch nie eine Apfelsine gesehen hat, diese fälschlich als Sonne interpretieren könnte. Positiv formuliert, handele es sich bei Raum und Zeit, Sonne, Mond und Sternen um Schöpfungsgedanken, die ursprünglich nur im Geist desjenigen existierten, der sie geschaffen hat. Erst wenn mehrere Wesen die gleichen Schöpfungsgedanken denken, und sich über diese auch noch austauschen, könne es zu dem benannten Trugschluss von Raum und Zeit als Realität oder Wirklichkeit kommen. Das heißt, die Wesen projizieren ihre Schöpfungsgedanken unwissentlich als Objekte nach außen und verwechseln sie in der Folge aufgrund der Ähnlichkeit ihrer eigenen Projektionen mit den Projektionen der anderen mit so etwas wie Wirklichkeit. Schon der Begriff der „Außenwelt“ sei eine solche Projektion eines Schöpfungsgedankens, denn tatsächlich gebe es gar kein innen und außen.Das Grundproblem der meisten Erdenbewohner läge in deren mangelhaftem und naivem Umgang mit Worten und Begriffen begründet, die sie fälschlich mit Realität verwechseln. Sie glauben naiv, dass jedes Wort auch eine Realität besitzen müsse. Doch dem ist nicht so. Gerade auf Erden würden sich viele Menschen Worte ohne jeglichen Realitätsgehalt ausdenken, teilweise bewusst und teilweise unbewusst. Wenn aber die Wortschöpfer die Tatsache der Realitätlosigkeit ihrer Worte vergessen oder einfach nicht bemerken, käme es in der Folge dann zu dem absurden Unternehmen, dass sich andere Lebewesen ernsthaft auf die Suche nach der Bedeutung dieser Worte begeben – eine Suche, die allerdings niemals zu einem Ergebnis führen kann, da es nichts zu finden gibt. Eben weil die Menschen eine naive Vorstellung von der Sprache haben und sich mit der Leere und Bezugslosigkeit von Begriffen nicht abfinden können, erschaffen sie sich Illusionen, und postulieren diese als Realität.So verhalte es sich auch mit dem Begriff der „Wirklichkeit“, der tatsächlich von Anfang an immer leer und ohne Bedeutung gewesen sei. Denn er setze voraus, dass es auch etwas Unwirkliches gäbe, von dem man das Wirkliche mit dem Begriff zu unterscheiden beabsichtige. Doch dieses Unwirkliche gibt es nicht. Durch die andauernde Verwendung des Begriffes „Wirklichkeit“ würden aufgrund seiner Inhaltsleere und Bezugslosigkeit unaufhörlich künstliche Probleme geschaffen, mit denen die Wortverwender sinnlos ihr Leben verschwenden. Die Schildkröte bezeichnete das Erschaffen von derlei künstlichen Problemen als eine „Kreativität, die sich verlaufen hat“. Siehe dazu auch Glossar „Nichts“.Der Hauptfehler allgemein verbindlicher Begriffe wie „Wirklichkeit“, „Zeit“ und „Raum“ liege jedoch in der Annahme, dass es eine für alle oder zumindest für eine bestimmte Gruppe von Lebewesen verbindliche äußere Realität geben könne, die unabhängig vom Wahrnehmenden existiere. Hintergrund für diese grundsätzlich falsche Annahme bilde das Phänomen, dass mehrere verschiedene Wesen scheinbar das Gleiche sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen und damit ein und dieselbe Wirklichkeit abzubilden scheinen.Tatsächlich sei dies jedoch ganz und gar nicht der Fall! So würde z.B. ein Bewohner der elften Ebene, wenn er sich denn in der fünften Ebene aufhielte, etwas ganz anderes sehen als Sonne, Mond und Sterne, weil ein und dieselbe Energie auf unendlich viele unterschiedliche Art und Weise wahrgenommen werden kann. Genauer gesagt, gebe es genau so viele unterschiedliche Möglichkeiten, ein und dieselbe Energie zu sehen, wie es Lebewesen oder besser Bewusstseine und Bewusstseinszustände gebe, die diese Energie anschauen. Und dies hänge unter anderem auch damit zusammen, das Wahrnehmen kein passiver, sondern ein aktiver schöpferischer Prozess des Formens von Energie sei.Energie hätte aber nicht das Geringste mit Raum, Zeit und Wirklichkeit zu tun. Die Schildkröte meinte eindringlich, dass die Energie immer nur sich selbst anschauen würde. Hätte man das begriffen, dann würde sich auch das nur scheinbare Problem der Wirklichkeit oder Unwirklichkeit der Ebenen in Luft auflösen. Dazu wäre es laut der Schildkröte jedoch notwendig zu wissen, was Wahrnehmung überhaupt ist. Siehe dazu Glossar „Wahrnehmung“.
Entstehung der Ebenen
Die Entstehung der Ebenen, wie sie die Schöpfungslegende der Schönen Cloeda überliefert, ist mit geringen Abweichungen die dominierende Entstehungstheorie der Ebenenbewohner.[1] Gemäß dieser von der Weisen Schildkröte bestätigten Legende schuf ein hoher Geist die Schöne Cloeda, die wiederum mit den Ebenen absolut identisch ist. Darüber, wer jener hohe Geist gewesen ist, gibt es gleichwohl sehr unterschiedliche Auffassungen, die sich aber sämtlich drei Hauptmeinungen zuordnen lassen:
Erste Meinung zur Entstehung der Ebenen
Gemäß der ersten Meinung wurde Cloeda von einem formlosen, unendlichen Wesen geschaffen, das deshalb auch der Erste Schöpfer genannt wird. Als der Schöpfer Gefallen an seiner Schöpfung fand und deshalb weitere Wesen erschuf, musste er feststellen, dass diese durch die absolute Schönheit der Cloeda magisch angezogen, die Suche nach ihrem Glück, ihre Selbstverwirklichung vergessen hatten und derart das ganze Universum in Reglosigkeit zu erstarren drohte. Denn Cloeda selbst ruhte ja in ihrer absoluten Schönheit und Vollkommenheit, weshalb sie vieler Orten auch „die Ruhende“ genannt wird.So schuf der Schöpfer unter Tränen ein schreckliches Gegenprinzip in Gestalt des absolut hässlichen Drachen Morsus.[2] Um Cloeda vor der Vernichtung durch den sich selbst zerteilenden Drachen Morsus zu bewahren, teilte der Schöpfer Cloeda ebenfalls, und zwar in insgesamt dreizehn Teile, und verband diese auf immer und ewig durch einen Schwall unendlicher Liebe. So entstanden die dreizehn oberen Ebenen.Da der Schöpfer aber nun notgedrungen das Gegenprinzip in Gestalt des Drachen Morsus in die Welt gebracht hatte, so erhielten die dreizehn oberen Ebenen ihr Gegenstück in Gestalt der dreizehn unteren oder negativen Ebenen. Sie sind quasi der Schatten der ursprünglich schattenlosen Schönen Cloeda. Manche identifizieren die unteren Ebenen jedoch auch mit dem Körper des Drachen Morsus.
In einem allerletzten Schöpfungsakt erschuf der Schöpfer schließlich noch eine neutrale Ebene, die er zwischen die oberen und unteren Ebenen setzte. Da in dieser Mittelebene die positiven und negativen Kräfte sich die Waage halten, wird sie vieler Orten auch als die „Waage-Ebene“ bezeichnet.
Zweite Meinung zur Entstehung der Ebenen
Gemäß der zweiten Meinung sind Cloeda und der Schöpfer identisch, da Cloeda ein Produkt der Selbstreflexion des Schöpfers sei. Durch sie verlor er seinen Zweifel an seiner eigenen Existenz und wurde sich seiner unendlichen Schöpfungskraft bewusst. Die Schöne Cloeda entspricht damit dem ersten Blick des Schöpfers auf sich selbst. Beide Meinungen sind sich darin einig, dass Cloeda als höchster Ausdruck und Sinnbild des Allerschönsten und Guten geschaffen wurde, das ein Geist sich nur zu erdenken vermag. Die Anhänger dieser Meinung gehen zumeist davon aus, dass der Drache Morsus und das Böse nur Phantasieprodukte der Ebenenbewohner ohne jeglichen Realitätsgehalt seien.
Dritte Meinung zur Entstehung der Ebenen
Gemäß einer dritten, nur in der fünften oberen Ebene und gehäuft in den dreizehn unteren Ebenen anzutreffenden Meinung hat ein dunkles Wesen Namens Atheis (Gegengott) die Schöne Cloeda unfreiwillig geschaffen. Als er in einem Schöpfungsakt des absolut Bösen den Drachen Morsus erschuf, entstand im selben Augenblick Cloeda als zwangsläufiger Gegenpol, um das Gleichgewicht des Universums zu bewahren. Die Anhänger dieser Meinung bezeichnen sich deshalb auch als Atheisten (Anhänger des Atheis), bestreiten aber vieler Orten sogar die Existenz jenes dunklen Wesens, um sich selbst an seine Stelle setzen zu können. Siehe dazu Glossar „Atheis“.Dieser Meinung scheint teilweise auch der Gralshüter Awillouw anzuhängen, der Jule gegenüber die Ebenen und Welten als eine Schöpfung der Mächte der Finsternis, des Bösesten, Gemeinsten und Schrecklichsten bezeichnete, das man sich nur vorzustellen vermag. Den Namen Atheis erwähnte er allerdings nicht.[3]
Struktur und Bedeutung der Ebenen
Wie bereits erwähnt, sind die oberen dreizehn Ebenen mit der Schönen Cloeda identisch. Sämtliche Ebenen besitzen dadurch besondere Zentren der Kraft, die folgerichtig auch mit bestimmten Energiezentren der Schönen Cloeda identisch sind. Entsprechend der Begrifflichkeit der Bewohner der fünften und sechsten Ebene kann man diese Energiezentren auch als Chakren bezeichnen.Die folgende Darstellung der 13 Ebenen und Energiezentren basiert auf den Beschreibungen, die der Große Mechanikermeister dereinst Jule Levitan gegeben hat. Die Energiezentren wurden von ihm als Maaha bezeichnet. Es ist dasselbe Wort, das er ab und an auch zur Bezeichnung der Ebenen selbst verwendete.[4] Die Ebenen besitzen von unten nach oben aufsteigend folgende Lage und Bedeutung:
Die dreizehn oberen Ebenen
1. obere Ebene = Beginn der Wirbelsäule der Schönen Cloeda:Entspricht den Schöpfungsgedanken der Festigkeit und des Bodens (Erde).2. obere Ebene = eine Handbreit unterhalb des Bauchnabels der Schönen Cloeda:Entspricht dem Schöpfungsgedanken des freien Fließens der Energie (Wasser) – eines der universalen Urprinzipien.3. obere Ebene = drei Finger breit unterhalb des Bauchnabels der Schönen Cloeda:Hier befindet sich die Quelle der Gefühle und der Schmerzen (loderndes Feuer).4. obere Ebene = eine Handbreit links unterhalb des Herzens der Schönen Cloeda:Hier sitzt der Keim des Schöpfungsgedankens des „Wünschens“ und der Kreativität – ein magischer Baum der Sehnsüchte und Wünsche, der nach Wachstum strebt.5. obere Ebene = Bereich des Herzens der Schönen Cloeda:Sitz der göttlichen Seele, Quell der Liebe und der Heilkraft; der Atem des Schöpfers (Luft). Zugleich geht der Keim des Schöpfungsgedankens des Raumes und seines Kindes der Zeit bei den Bewohnern jener Ebene auf. Damit entstehen die Illusionen der Trennung, der Angst und des Verlustes.6. obere Ebene = Hals bzw. Kehlkopf der Schönen Cloeda:Hier wird der in der fünften Ebene bereits manifestierte Keim des Schöpfungsgedanken des Raumes und der Zeit zu einer alles beherrschenden Pseudo-Realität. Es ist aber auch die Ebene, in der Raum und Zeit und damit auch die Angst durch den göttlichen Atem zerstreut und damit überwunden werden können.7. obere Ebene = Gaumen der Schönen Cloeda:Entspricht dem Schöpfungsgedanken der Brücke, des Weges, der energetischen Verbindung zwischen allen Dingen.8. obere Ebene = zwischen den Augenbrauen der Schönen Cloeda:Die Gewährung der geistlichen Führung, die Fähigkeit und Einsicht der bedingungslosen Hingabe an die Schöpfung, die Erkenntnis der unzerstörbaren Unschuld – ein universales Urprinzip.

9. obere Ebene = Zentrum der unteren Stirnhälfte der Schönen Cloeda:Entspricht dem sechsten Sinn, der unter anderem Bewusstsein, Unterbewusstsein und das Erinnerungsvermögen in sich fasst. Man könnte ihn als den geistigen Sinn bezeichnen, der aber nicht mit dem niederen Sinn des intellektuellen Vermögens verwechselt werden darf.10. obere Ebene = Stirnmitte der Schönen Cloeda:Der magische Spiegel des wahren Sehens. Er ermöglicht die spirituellen Weisheiten wie Barmherzigkeit, Sanftmut, Geduld, Nicht-Anhaftung, Heiterkeit, reine Liebe, Demut, Verzeihen.11. obere Ebene = drei Finger oberhalb der Ohren im Inneren des Kopfes der Schönen Cloeda:Erwachen des göttlichen Bewusstseins, Überwindung der Individualität, unmittelbares intuitives Wissen der göttlichen Wahrheiten, erste Stufe der geistigen Entwicklung.12. obere Ebene = zwei Handbreit über dem Kopf der Schönen Cloeda:Die Ebene der süßen Wohltaten und Geschenke und der endgültigen Überwindung von Schmerz, Angst und Leiden.13. obere Ebene = eine Armlänge über dem Kopf der Schönen Cloeda:Das Haus der Regenbogenschlange, das Lied der Lieder, die Summe aller Farben, die unmittelbare Verbindung zum Schöpfer, die absolute Transzendenz, das Glück und die Seligkeit.
Die mittlere oder Waage-Ebene
Die Waage-Ebene befindet sich genau in der Mitte zwischen den dreizehn oberen und den dreizehn unteren Ebenen. Während die oberen Ebenen gemäß dem polaren Prinzip aufsteigend immer stärker das Gute, Heile, Unschuldige repräsentieren, stehen die unteren Ebenen absteigend für das Böse, Fragmentarische, Schuldhafte. Dementsprechend sind in der Waage-Ebene das Gute und Böse und damit die Prinzipien und Kräfte der oberen und unteren Ebenen im völligen Gleichgewicht, woher auch ihr Name Waage-Ebene rührt.Laut dem Großen Mechanikermeister ruht in ihr der Schöpfer zwischen zwei Gedanken von seiner Schöpfung aus. Auf diese metaphorische Beschreibung könnte sich ein Zitat Jule Levitans beziehen: „Wenn es einen Gott gibt, dann ist er nicht in uns, sondern zwischen uns. Deshalb können wir ihn nur finden, indem wir aufeinander zugehen.“[5] Das heißt, die Lebewesen sind Schöpfungsgedanken, die, um Gott zwischen sich zu finden, nur aufeinander zugehen müssen.Nimmt man die Beschreibung der Waage-Ebene durch den Mechanikermeister jedoch wörtlich, ist die Waage-Ebene vielleicht jener legendäre spirituelle Ort, an dem sich der Schöpfer im Schlafe einst selbst vergessen haben soll.[6]Im Mittelpunkt der Mittelebene befindet sich die Gralshöhle und damit der Mittelpunkt des gesamten Universums.[7] Laut dem Gralshüter Awillouw bildet die Gralshöhle das Gedächtnis der Ebenen und Welten, verkörpert durch die Vier Winde. Siehe Glossar „Gralshöhle“ und Glossar „Vier Winde“. Daher rührt vermutlich auch der Glaube, dass in der Gralshöhle der Stein der Weisen verborgen sei. Wieder andere vermuten den Stein der Weisen im Besitz der Weisen Schildkröte.
Die dreizehn unteren Ebenen
Wie den bisherigen Ausführungen zu entnehmen war, existieren vier verschiedene Auffassungen zum Ursprung auch der dreizehn unteren Ebenen: a) Die unteren Ebenen sind das vom Schöpfer geschaffene Gegenstück zu den oberen Ebenen und werden deshalb auch als Schatten der Schönen Cloeda bezeichnet. b) Die unteren Ebenen sind identisch mit dem Körper des Drachen Morsus, so wie die oberen Ebenen dem Körper der Schönen Cloeda entsprechen.c) Die unteren Ebenen sind nur Phantasieprodukte der Bewohner der oberen Ebenen ohne jeglichen Realitätsgehalt.d) Die unteren Ebenen sind die Schöpfung eines dunklen Wesens Namens Atheis oder, wie der Gralshüters Awillouw sagt, der Mächte der Finsternis.Je nachdem welcher Meinung man sich anschließt, ergeben sich ganz unterschiedliche Bedeutungsinhalte der unteren Ebenen. Laut dem Großen Mechanikermeister dürfen die dreizehn unteren Ebenen jedoch nicht benannt und beschrieben werden, da bereits durch den Klang der Worte Resonanzen erzeugt würden, die den Schattenwesen einen Zugang zu den oberen Ebenen ermöglichen. Wir wollen uns dieser Meinung anschließen und ersparen uns jegliche weiteren Erörterungen.
Die Ganzheit Cloedas und der Ebenen
Obwohl der höchste Schöpfer die Schöne Cloeda als Schutzmaßnahme vor dem Drachen Morsus zerteilte, ist sie dennoch in jeder Ebene, in jedem, auch dem kleinsten Bestandteil wie einem Grashalm, einem Wassertropfen etc. vollständig enthalten. Jedes Lebewesen hat somit die Möglichkeit ihr jederzeit an jedem Ort auch in sich selbst zu begegnen. Diese holistische Struktureigenschaft bildet zugleich einen Hinweis darauf, dass die Schöne Cloeda nicht als ein raum-zeitliches Wesen verstanden werden darf. Denn die vom Schöpfer vollzogene Teilung Cloedas in unseren Begriffen von Raum und Zeit würde die Tatsache ihrer unzerstörbaren Ganzheit und Vollkommenheit unmöglich machen. Der Anblick der Schönen Cloeda in ihrer absoluten Ganzheit und Schönheit durch die Reisegesellschaft nach dem Untergang der sechsten Ebene ist dementsprechend eher als Sinnbild und Vision, denn als eine reale Erscheinung zu verstehen.[8]
Ebenen, Schöpfungskraft und Erkenntnis
Diese Immaterialität Cloedas wird durch das Phänomen der Zunahme der Erkenntnis und Erkenntnisfähigkeit mit dem Aufstieg der Ebenen von der ersten bis zur dreizehnten Ebene bestätigt. Man könnte die Ebenen also adäquater als eine Art Erkenntnisstufen beschreiben. Indem sich die Lebewesen von Ebene zu Ebene bewegen, erschließen sie sich immer mehr Bereiche ihres eigenen Seins und Energiekörpers, womit zugleich ihre Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeit wächst. Derart vermögen sie immer tiefer ihre eigenen Handlungen, Denkweisen und deren Beweggründe zu verstehen und damit auch Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Aus diesem Grund erhalten die Wesen im Aufsteigen der Ebenen auch Schritt für Schritt einen immer größeren und direkteren Zugang zur Schöpfungskraft. Dies meint die Fähigkeit, Energie durch Gedanken, Vorstellungen und Emotionen zu formen. Dazu bedarf es einer wachsenden Menge an persönlicher Energie. Es ist dieselbe Kraft, mit der auch der Schöpfer erschafft.In den ersten sechs oberen Ebenen sind die Freiheitsgrade der Schöpfungskraft und die dazu zur Verfügung stehende Energie noch relativ gering. Die Wesen können nur durch gemeinsame Arbeit des Denkens, Fühlens und Handelns ihre Welt formen und verändern. Damit ist die Gefahr gebannt, dass einzelne verantwortungslose Wesen die Welt dauerhaft und nachhaltig in ein Chaos stürzen. Die vom Urschöpfer erschaffenen Ideen und Formen sind daher auch nur in geringem Maße veränderbar.In den darauf folgenden oberen Ebenen nimmt die zur Verfügung stehende Energie und Schöpfungskraft immer weiter zu. Es wächst aber zugleich auch der Gemeinsinn, das Bewusstsein der Alleinheit. Die Individuen denken nicht mehr nur an sich selbst, sondern fühlen, denken und handeln, ihre Individualität überwindend, immer mehr zum Wohle aller Wesen. Sie übernehmen Verantwortung für die gesamte Schöpfung, da sie erkannt haben, dass zwischen ihnen als Individuum und dem Ganzen kein Unterschied besteht. Entsprechend den zunehmenden Freiheitsgraden bilden ab der elften Ebene auch Zeit und Raum keine vorgegebenen Strukturen mehr, sondern können von den Wesen nach Belieben verändert oder gar völlig aufgegeben werden.
Ebenen und die Regenbogenschlange
Zur vollständigen Beschreibung der Kosmologie der Ebenen gehört untrennbar die Regenbogenschlange Galahru. Laut eigener Aussage umschließt sie mit ihrem Körper alle Ebenen.[9] Sie ist die Hüterin aller Lieder und damit auch der vibrierenden Kraftorte und Pforten der Welten. Siehe Glossar „Regenbogenschlange“.Dahinter steht die Tatsache, dass jedes Ding und Wesen – auch die Ebenen selbst – ein spezifisches, veränderbares Schwingungsmuster besitzt, das der an sich formlosen Urenergie Gestalt verleiht. Siehe Glossar „Energie“. Galahru bezeichnet dieses Schwingungsmuster als Ton oder Klang und die individuelle Geschichte des Wesens oder Dinges als Lied. Indem sie diese Lieder bewahrt und verwaltet, erfüllt die Regenbogenschlange somit eine absolut zentrale Funktion innerhalb der Ebenen. Sie unterstützt und begleitet die Lebewesen beim Erwerb und der Verarbeitung ihres Wissens und träumt nach eigener Aussage die Welten weiter. Als Hüterin auch der Ebenen ist die Regenbogenschlange somit neben der Weisen Schildkröte das wohl bedeutendste spirituelle Wesen der Kosmologie in der Ebenen.
Metaebenen oder Zaphalydasta
Um die Funktionsweise der 27 Ebenen zu verstehen, müssen nun noch die sogenannten Metaebenen erwähnt werden. Diese bilden Bereiche, welche in der Art universaler Prinzipien und Kräfte auf die Ebenen wirken. In der Ursprache der Ebenen, dies ist die Sprache der Schönen Cloeda, Namens Huankwãh, werden sie Zaphalydasta genannt. Wollte man sie in der Kosmologie der Schönen Cloeda verankern, müssten sie in erster Linie mit bestimmten Funktionen des Denkens, Wahrnehmens und Fühlens der Cloeda identifiziert werden, die auf diese Weise mit ihren Energie-, Kraftzentren oder Chakren und damit den Ebenen und ihren Bewohnern wechselwirken. Im Buch werden insgesamt zwölf Metaebenen erwähnt, doch ist diese Aufzählung bestimmt nicht vollständig. Siehe dazu Glossar „Metaebenen“.
Jenseits der Ebenen: Das Aufwach-Orakel Professor Levitans
Nachdem wir Ursprung, Struktur und Bedeutung der Ebenen umrissen haben, gilt es nun zu fragen, ob es ein Sein jenseits der Ebenen gibt oder geben kann. In diesem Zusammenhang weiß Professor Leo Levitan von einem höchst geheimen wie geheimnisvollen Aufwach-Orakel, das einen Blick sowohl vor die Zeit der Entstehung der Ebenen als auch auf die Zeit nach ihrem Untergang erlaubt: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen.“[10]Dieses Aufwach-Orakel findet in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge leider keine Deutung. Man könnte es jedoch derart interpretieren, dass die Schöpfung dem Beginn des Schlafs oder dem Prozess des Träumens gleichzusetzen ist, in dem das vollkommene, „sich seiner selbst bewusste Sein“ verloren geht. Das Aufwachen hingegen entspräche dann ganz einfach dem Wiederfinden des Urzustandes „der vollen Bewusstheit seiner selbst“. Zugleich erklärt diese Deutung, wie Raum und Zeit, die Polaritäten, Anfang und Ende entstanden sind und warum sie von so vielen Weisheitslehrern ahnungsvoll nur als Illusionen angesehen werden. Siehe zur detaillierten Erklärung Glossar „Energie“, Unterkapitel „Der Urzustand der Energie vor der Schöpfung der Ebenen“, sowie Glossar „Träumende Buddhas und das Orakel des Aufwachens“.

[1]  Siehe dazu das Kapitel „Die Legende von der Schönen Cloeda“.
[2] Siehe das Kapitel „Die Legende von der Schönen Cloeda“.

[3]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[4]  Den Begriff „Maaha“ findet man nicht in dem vorliegenden Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge. Frances Berggruen, alias Franzi Siebenblatt erzählte mir, dass sie und Jule Levitan am Weihnachtsabend 1926 Erich Kästner nicht all ihre Erlebnisse erzählt hätten. Die Gründe für dieses bewusste Verschweigen seien vielfältig.

[5]  Siehe das Kapitel „Gefangen im grünen Kristall“.

[6]  Vergleiche dazu das Kapitel „Das Lied der Regenbogenschlange“ u.a.

[7]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[8]  Siehe Kap. „Das Geheimnis der wunderschönen Cloeda“.

[9]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[10]  Siehe Kap. „Zaubereien eines Bildes“ u.a.

Echogeist AnawrinDirect linkWer ist der Echogeist Der Echogeist Anawrin ist ein Gefährte und Gehilfe des Großen Mechanikermeisters, der als Wächter den letzten Pfad des Mechanikermeisters zwischen der siebenten ...

Wer ist der Echogeist
Der Echogeist Anawrin ist ein Gefährte und Gehilfe des Großen Mechanikermeisters, der als Wächter den letzten Pfad des Mechanikermeisters zwischen der siebenten und achten Ebene bewacht. Siehe Glossar „Letzter Pfad des Mechanikermeisters“ und Glossar „Gelbe Nebelwand“. Anawrin berichtet, dass er diese Tätigkeit bereits seit siebenmillionen-dreihundert-sechsundneunzig-tausend-zweihundert-einundsiebzig Jahren ausübt. Seine Aufgabe besteht darin, jedes Wesen und jedes Objekt, das sich ihm nähert, an seinen Ursprungsort zurückzuwerfen, weswegen er auch Echogeist genannt wird.[1]Dass Anawrin nicht schon immer als Wächter zwischen der sechsten und siebenten Ebene wirkte, ergibt sich aus seiner Aussage, vor vielen Millionen Jahren sei er selbst unterwegs in der elften Ebene gewesen.[2] Aus welcher Ebene er ursprünglich stammt und woher er und der Große Mechanikermeister sich kennen lernten, bleibt im Dunkeln.
Der Wächter zur Pforte der achten Ebene und der Nebelwand
Direkt hinter dem Echogeist befindet sich die Pforte zur achten Ebene und damit der Beginn der gelben Nebelwand, die der Große Mechanikermeister als unüberwindbares Hindernis schuf, um damit für jedes unreine Wesen den Zutritt zur achten Ebene zu verhindern. Hierbei handelt es sich um eine äußerst ungewöhnliche Energiekonfiguration, die jeden Gedanken, jedes Gefühl, überhaupt jede Lebens- und Bewusstseinsäußerung registriert, ins Unendliche verstärkt und damit letztlich vollständig zerstört und auslöscht. Wer diese Erfahrung mit der Nebelwand hinter sich hat, reflektiert sie aufgrund der vollständigen Auslöschung seiner Gedanken und Gefühle tatsächlich fälschlich als eine Erfahrung des Nichts. Ja manche Lebewesen gingen aufgrund der in gewissem Sinne reinigenden Wirkung der gelben Nebelwand fälschlich sogar so weit, diese auch als das Fegefeuer zu bezeichnen, wieder andere brachten die gelbe Nebelwand mit dem ersehnten Nirwana in Verbindung. Aufgrund dieser Fehldeutungen besitzt der Echogeist in vielen Ebenen eine geradezu göttergleiche Bedeutung, die aber völlig unangemessen ist. Siehe dazu Glossar „Gelbe Nebelwand“.Der Echogeist selbst leidet unter seiner Wächteraufgabe, zum einen weil er als Echo immer nur das wiederholen kann und muss, was andere sagen und damit selbst nie zu Wort kommt. Zum anderen ist er dadurch, dass er alle Wesen, die er kennenlernt augenblicks schon wieder zurückzuwerfen hat, unendlich einsam

Jedoch deutete der Echogeist Jule gegenüber seine ferne Erlösung an, deren Datum und Umstände er geheimnisvoller Weise bereits kennt:„Wenn ich nur für einen Moment die Augen schließe, sind in diesem Augenblick schon ganze Universen entstanden und untergegangen. So ist das mit der Zeit. Auch ich werde dereinst kein Wächter mehr sein, weil es dann nichts mehr zu bewachen gibt. Dies hat mir jemand gesagt, der noch viel mächtiger ist als der Mechanikermeister. Dann kann ich endlich gehen, wohin ich will …“[3]
Wer dieses mächtigere Wesen ist, verrät uns der Echogeist leider nicht.
Die äußere Erscheinung des Echogeists
Der Echogeist wird als ein riesiger, etwa zwanzig Meter großer Kerl mit dicken roten Plusterbacken beschrieben, an dem das Auffälligste seine gewaltigen, alles überragenden Ohren sind. Auf dem Rücken trägt er geheimnisvolle Ornamente, über deren Bedeutung wir nichts erfahren. Offensichtlich wohnt er im Meer, da er bei der ersten Begegnung aus den tiefen Fluten aufsteigt.
Das umfassende Wissen des Echogeists
Der Echogeist besitzt ein umfangreiches Wissen über die Ebenen und die Ziele und Strategien des Großen Mechanikermeisters und darüber hinaus die Fähigkeit, den feinstofflichen Energiekörper zu sehen, in dem die Geschichte der jeweiligen Person abzulesen ist. Dieser Energiekörper ist die wahre Gestalt der Lebewesen. So sah er zum Beispiel über den Energiekörper, dass Herrn Levitans Frau mit einem Krawattenhändler Namens Jodoko Gui fortgelaufen war, erkannte Frau Siebenblatts wahre Identität als Jules Mutter und Fee oder z.B. Herrn Levitans Identität als alter Zauberer, der noch schläft. Auch enttarnte der Echogeist Echard Susrom als den Drachen Morsus. Der Ursprung seines Wissens wie auch die Tätigkeiten des Echogeists, bevor er der Wächter der Pforte zur achten Ebene wurde, bleiben leider ebenfalls im Dunkeln.

[1]  Siehe Kap. „Die denkwürdige Begegnung mit dem Echogeist“.
[2]  Siehe Kap. „Unerwartetes Wiedersehen mit dem Echogeist“.

[3]  Siehe Kap. „Unerwartetes Wiedersehen mit dem Echogeist“.

ElisandeDirect linkWer ist Elisande Elisande ist eine der zentralen und zugleich geheimnisvollsten Gestalten des Buches, da wir über sie so gut wie nichts erfahren. Jule Levitan beschreibt ...

Wer ist Elisande
Elisande ist eine der zentralen und zugleich geheimnisvollsten Gestalten des Buches, da wir über sie so gut wie nichts erfahren. Jule Levitan beschreibt sie als ein wunderschönes Mädchen von etwa 20 Jahren mit schmalem, bleichem Gesicht, goldblondem, glänzendem Haar weich wie Seide, das ihr bis zur Hüfte ging, und einer schneeweißen, fast durchscheinenden Haut. Ihre Augen sind himmelblau und strahlend. In ihrem Haar trägt sie ein goldenes Diadem mit Sternen. Der Mechanikermeister sagt von ihr, sie sei ein elfenhaftes, verspieltes Wesen, das ständig kicherte und liebenswürdige Späße machte. Auf diese Weise war sie gewiss das ideale Pendant zu ihm, dem oft sehr ernsten und zu tiefer Schwermut neigenden Mechanikermeister.Abgesehen davon, muss Elisande aber noch viel außergewöhnlichere Eigenschaften besitzen, dass sie so vorbehaltlos die unendliche Liebe des Großen Mechanikermeisters erringen konnte. Wie wir wissen, war die Verbindung zwischen beiden so intensiv und innig, dass nach dem Verschwinden Elisandes das Leben für den Mechanikermeister jeglichen Sinn verlor.[1] Auch gibt die einzige tiefere Aussage Silavons zu Elisande zu denken:
Ist Elisande ein Engel?
„So bin ich fortgegangen mit dem einzigen Wesen, über das der Drache Morsus unerklärlicher Weise keine Gewalt erringen konnte. Es war Elisande, meine große und einzige Liebe.“[2]Diese herausragende Fähigkeit stellt sie direkt neben den Mechanikermeister, der ja selbiges auch von sich behauptete, nämlich der einzige Ebenenbewohnern neben Elisande zu sein, der dem Drachen Morsus zu widerstehen vermochte. Doch da der Große Mechanikermeister in Wirklichkeit ein Engel ist, der diese Tatsache nur vergessen hat, so wird sehr wahrscheinlich auch Elisande ein Engel sein und ihre Widerstandsfähigkeiten daher beziehen.

Elisandes Aufenthaltsort
Elisandes letzter Aufenthalt erscheint unklar. Der Fremde hat sie entführt, doch wohin? [3] Und wie konnte sie ihm darauf entrinnen? Wo hält sie sich jetzt auf? In Jule Levitans Bericht schaut Elisande durch einen Spiegel aus einer anderen Welt in den Raum, den der Mechanikermeister ihr in seiner Eisenburg als Erinnerungsort geschaffen hat. Doch der Mechanikermeister vermag Elisande ohne sein Herz nicht zu erkennen. Elisande sagt zu Jule: „Nur wenn er sein Herz zurückgewinnt, können wir uns wiederfinden und glücklich werden. Ich warte auf ihn auf der anderen Seite …“
[4] Doch was ist die andere Seite? Die Aufzeichnungen des Buches geben nicht den geringsten Hinweis darauf. Einzig die Weise Schildkröte erwähnt, wenngleich in völlig anderem Zusammenhang, eine „andere Seite“.[5] Laut der Schildkröte ist es der Raum, der entsteht, wenn man die Zeit anhält und dadurch den Vorhang ein wenig beiseite zieht. Sie spricht gleichbedeutend auch von dem „Schauen durch den Spiegel, der den Blick hinter die Kulissen ermöglicht“: „Denn wer von der anderen Seite durch den Spiegel blickt, der sieht die Bilder des Geistes aller da.“[6] Diese Aussagen sind schwierig zu deuten. Die „andere Seite“ kommt in der Struktur der Ebenen so nicht vor. Fast scheint es sich um einen Bereich jenseits der Ebenen zu handeln – vielleicht ein für unser Verständnis völlig abstrakter Raum, der eine tiefere Wahrheit enthält? Dann könnte die „andere Seite“ der tiefere Bereich jenseits unseres selbstreflexiven, in sich selbst gefangenen Bewusstseins sein? Was sonst könnte der sogenannte „Blick hinter die Kulissen“ bedeuten?

[1]  Siehe Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.
[2]  Siehe Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.

[3]  Siehe Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.

[4]  Siehe Kap. „Elisande“.

[5]  Siehe Kap. „Die Verabredung“.

[6]  Siehe Kap. „Die Verabredung“.

Energie oder Sternenstaub oder SeeleDirect linkLebendige bewusste Energie Der Begriff der Energie ist einer der roten Fäden des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge und gleichwohl äußerst schillernd in seinen vielfältigen Deutungen und Bedeutungen. ...

Lebendige bewusste Energie
Der Begriff der Energie ist einer der roten Fäden des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge und gleichwohl äußerst schillernd in seinen vielfältigen Deutungen und Bedeutungen. Die wohl klarste Beschreibung liefert die Weise Schildkröte, die mit ihrem Begriff der Energie auch den „Sternenstaub der Dichter“ wie die „Seele“ fasst und somit weit über das in der fünften Ebene verwendete Verständnis der Energie hinaus geht.[1]Energie im Verständnis der Weisen Schildkröte ist ein beseeltes schöpferisches Wesen, das sie mit Gott gleichsetzt. Denn alles ist aus dieser einen Energie geschaffen und kann aus ihr geschaffen werden. Diese lebendige, bewusste Energie ist unvergänglich, unendlich formbar, beweglich und flüchtig wie Luft und ist durch jeden Gedanken beliebig veränderbar.Doch kann die Energie auch fester und unveränderlicher geformt werden, wenn man nur sehr lange daran arbeitet und insbesondere wenn viele Geschöpfe gleichzeitig an denselben Formen arbeiten. Bekommt sie eine feste, unbewegliche Struktur, dann wird die Energie, die von ihrem Ursprung her völlige Freiheit ist, zu einem Gefängnis. Siehe dazu Glossar „Tod“.Keinesfalls darf Energie als ein Phänomen in Zeit und Raum begriffen werden, da diese Kategorien die Vorstellung von etwas Bewegtem voraussetzen, das durch etwas bewegt wird. Laut den Wissenden der höheren Ebenen ist dieses Bewegte jedoch nicht existent. Die eine lebendige Energie verhält sich wie eine Bewegung ohne Bewegtes, wobei einzig die Energie real ist. Diese Energie als Bewegung ohne Bewegtes könnte man treffend auch als das „immer neue eine Bewusstsein“ bezeichnen.
Manipulierbarkeit der Energie
Da diese allumfassende Energie hingebungsvoll und unschuldig wie Gott selbst ist, kann sie grundsätzlich auch in jede Richtung manipuliert werden. Ein solches Produkt der Manipulation bildet zum Beispiel die Festigkeit, die in der fünften Ebene fälschlich als Materialität bezeichnet und derart zu einer Quelle des Leidens, der Unfreiheit und des Todes wird. Erst aus dieser Festigkeit werden die Illusionen des Raumes und der Zeit abgeleitet. Siehe dazu Glossar „Tod“. Die Materialität der Welt ist also identisch mit der Unbeweglichkeit der Gedanken der Lebewesen.Eine weitere Form der Manipulation stellt ihre vielfältige Verwendung als Antrieb für artifizielle Erzeugnisse in den verschiedenen Ebenen dar. Der Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator des Großen Mechanikermeisters nutzt die göttliche Urenergie für den Antrieb seiner Geschöpfe und schuf aufgrund ihrer Unvergänglichkeit damit ein Perpetuum Mobile. Die in der fünften und sechsten oberen Ebene fälschliche Ansicht der Unmöglichkeit eines Perpetuum Mobile verweist auf weitere Aspekte der Manipulation von Energie:
Zugänglichkeit der Energie
Entsprechend ihrer unendlichen Wandelbarkeit tritt die göttliche Urenergie in unendlich vielen Formen in den einzelnen Ebenen in Erscheinung. Grundsätzlich ist sie jedem Lebewesen frei zugänglich, ohne dass man für ihre Nutzung irgendwelche technischen Apparaturen oder ein spezielles Wissen benötigt, geschweige denn irgend etwas dafür „bezahlen“ müsste. Denn die Energie ist Gott und Gott ist die Freiheit. So reicht bereits ein Gedanke, ein Gefühl, eine Geste aus, um mit dieser Energie zu kommunizieren und sie friedlich zum Wohle aller zu nutzen. Wir selbst sind Teil dieser einen Energie.Da aber viele Geschöpfe in den Ebenen diese göttliche Energie dazu missbrauchen, um Macht über andere Wesen zu erlangen, wird sie in Umkehrung ihres Ursinns zu einer Bedrohung für das Leben. Ein solcher Missbrauch bildet die bewusste Reglementierung des Zugangs zu dieser Energie, indem nur einige wenige bestimmen, wer unter welchen Bedingungen diese unversiegbare Energie beziehen darf. Zu diesem Zwecke wird die göttliche Urenergie in Erscheinungsformen umgewandelt, die nur noch wenigen Lebewesen direkt und unter großen technischen Schwierigkeiten zugänglich sind wie zum Beispiel in der fünften Ebene in Gestalt der Atomenergie.Parallel dazu unterdrückt man das Wissen um die Existenz und Zugänglichkeit der freien Energie vollständig, da die Lebewesen mit diesem Wissen ihre Abhängigkeiten gegenüber der benannten Minderheit in Gestalt mächtiger Energiekonzerne, Alleinherrscher etc. überwinden könnten. Diese Verhinderung des freien Zugangs zur Energie bildet einen der größten Verstöße gegen die göttlichen Schöpfungsprinzipien und erzeugt derart zwangsläufig negative Folgeerscheinungen.
Energiekonfigurationen oder die Lieder der Regenbogenschlange
Laut der Regenbogenschlange ist alles, was ist und sein wird, aus der einen Energie geschaffen.[2] Wir alle sind Teile dieser einen ganzen Energie. Galahru liefert aber auch die Erklärung, wie aus dem Einen oder Ganzen individuelle Dinge entstehen können, das heißt, worin sich die einzelnen Energieteile des Ganzen unterscheiden: Jedes Ding und jedes Wesen besitzt sein eigenes Schwingungsmuster, das man entsprechend auch als Ton und seine Geschichte als Lied bezeichnen kann. Wollte man in diesem Verständnis also etwas als existent bezeichnen, dann wäre es allein dieses Lied, das die Bewegung selbst ist. Dabei sind zwei Dimensionen der Schöpfung oder Bewegung zu unterscheiden:
1. Der Urzustand
Der Urzustand ist ein außerenergetischer, völlig abstrakter Bereich, in dem die Ideen entstehen. Einige Zauberer begreifen diese Ideen als die „Gedanken Gottes“, die derart wie auch er zeitlos und ewig sind. Jede Idee trägt in sich das Potential endlich zu werden, was allein über einen Traum geschehen kann. „Endlich“ meint dabei nicht zeitlich, sondern individuell bewusst.
2. Der Traum oder die Schöpfung
Zwischen den Traum und den Urzustand ist eine Art Zwischenreich eingeschoben, das sogenannte „Reich der Ideen“, das als Sammelbecken oder Speicher sämtlicher Ideen Gottes verstanden werden kann, auf das die Träumer jederzeit zugreifen können. Dies tun sie, indem sie im Traum die Ideen mit der göttlichen Energie in Verbindung bringen, wodurch die an sich formlose bzw. beliebig formbare Urenergie ein bestimmtes Schwingungsmuster erhält, das wiederum individuell veränderbar ist.Auf diese Weise entstanden die Schöne Cloeda, der Drache Morsus und all die Dinge und Bewohner der Ebenen, die wiederum in jedem Augenblick die Welten weiterträumen. Weiterträumen bedeutet, der Urenergie neue Schwingungsmuster, Töne und Lieder zu verleihen. Da gemäß den göttlichen Prinzipien nichts isoliert existiert und geschehen kann, wechselwirken all diese erschaffenen Schwingungsmuster, Töne und Lieder gemäß dem Prinzip der Resonanz und Dissonanz untereinander und ergeben in der Summe ein „universales Weltkonzert“. Mehr dazu siehe Glossar „Regenbogenschlange“.

Der Urzustand der Energie vor der Schöpfung der Ebenen
Das geheimnisvolle Aufwach-Orakel
Als Jule Levitan sich mit den Träumenden Buddhas unterhält, glaubt sie bei ihnen eine Angst vor dem Aufwachen zu erkennen, obwohl die Möglichkeit eines Aufwachens in der Wirklichkeitsauffassung der Buddhas eigentlich gar nicht existiert. Jule konfrontiert die Träumenden Buddhas mit einem der Lieblingssätze ihres Vaters: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen“. Man antwortet ihr, dass dies das geheimste Orakel der Träumenden Buddhas sei, das keinem bisher zu enträtseln gelungen sei.Das geheimnisvolle Orakel lässt sich meines Erachtens als eine Möglichkeit des Aufwachens über eine Art Bewusstwerdung durch Selbstreflexion interpretieren. Das heißt, solange man eine Handlung unreflektiert und unbewusst ausübt, kann man sie weder beeinflussen noch unterbrechen. Dies gelingt einem erst, wenn man sich seiner Handlung bzw. seines Zustandes bewusst wird. Diese erstaunliche Fähigkeit der Selbstreflexion ist eine universale Eigenschaft der gesamten lebendigen Energie und beruht auf der Tatsache, dass sich Energie auf sich selbst zurückzurichten vermag, um sich dadurch seinen eigenen Beobachter zu schaffen.Für unsere konkrete Frage des Aufwachens bedeutet dies: Gelingt es dem Träumer, sein ganzes Leben – also auch den angeblichen Wachzustand des Alltags – als einen Traum zu begreifen, dann erwirbt er die Fähigkeit aus diesem „Traum des Lebens“ aufzuwachen. Der Träumer muss also begreifen, dass die sogenannte Wirklichkeit der Ebenen in all ihren Erscheinungsformen in letzter Konsequenz nur einen Traum darstellt.Allerdings ist dieses Aufwachen noch an eine zweite Bedingung geknüpft. Denn das Orakel sagt ja wohlweislich nur, dass man dann „kurz vor dem Aufwachen“ sei, aber eben noch nicht aufgewacht ist. Und diese zweite Bedingung scheint rein energetischer Natur zu sein. Denn sie impliziert ein Aufwachen aus der Schöpfung schlechthin in Gestalt des „Traums der Ebenen“, was einem Überwechseln aus einem energetischen Zustand in einen außerenergetischen Zustand entspricht:
Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt
Interessanterweise existiert in vielen Ebenen das mythische Sinnbild der Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Die verschiedensten Deutungen kursieren bezüglich dieses Symbols, wobei die häufigste die des Weltumringlers darstellt: Indem die Schlange sich selbst frisst, ist sie Quelle ihrer eigenen Ernährung, aber zugleich auch für ihre eigene Zerstörung verantwortlich. Anderseits bildet die Schlange mit ihrem Biss in den Schwanz einen Kreis und schließt derart die Lücke, durch die das Chaos von außen in die Ordnung der Schöpfung eindringen kann. In dieser Doppelbedeutung steht die Schlange als Sinnbild sowohl für die ewige Erneuerung im Sinne eines nährenden Kreislaufs aus sich selbst heraus als auch für die Gefahren und Zerstörung, die von innen und außen drohen.Die wohl älteste Deutung des Symbols stammt aus der neunten oberen Ebene.[3] Deren Bewohner behaupten, dass die zu einem Kreis geschlossene Schlange den Urzustand der Urenergie darstelle, also den Zustand vor der Schöpfung der Ebenen und Welten, als die Polarität und damit die Differenzen, Zeit und Raum, Anfang und Ende etc. noch nicht existierten. Diese Deutung liegt nahe, da ein Kreis keine Polaritäten besitzt und im spirituellen Sinne auch keinen Raum erschafft. Im Zusammenhang mit unserer Frage des Aufwachens erhält diese Erklärung aus der neunten oberen Ebene eine noch viel tiefere Bedeutung:
Die Lösung des geheimnisvollen Aufwach-Orakels
Gemäß der Kosmologie der Ebenen ist die Schöne Cloeda in ihrer Energiekonfiguration in jedem kleinsten Ding als Ganzheit enthalten. Diese Tatsache beinhaltet, dass das, was energetisch für alle Ebenen und damit für das ganze Universum gilt, auch für jedes Lebewesen der Ebenen gültig ist. Wenn die oben genannte Bewusstwerdung im Sinne des Aufwachens aber einen energetischen Prozess darstellt, dann wird offensichtlich, was sich hinter dem geheimnisvollen Orakel des Aufwachens verbirgt:In dem benannten Kreis als Urform der Urenergie sind alle Gegensätze, Unterschiede und Polaritäten aufgehoben. Damit besteht der Schöpfungsakt also in der Auflösung dieser Kreisstruktur durch Teilung, wodurch Anfang und Ende, Zeit und Raum und die Polaritäten entstehen. Der Kreis verwandelt sich zu einer Linie. Doch dadurch verliert die lebendige Urenergie ihre wesentlichste Eigenschaft, nämlich sich in Absolutheit selbst bewusst zu sein! Diesen Zustand der fehlenden Bewusstheit kann man auch als Schlaf oder Traumzustand bezeichnen. Der Traum versucht quasi, die Lücke zwischen den Enden der Linie zu schließen, um derart wieder einen geschlossenen Kreis zu bilden.Traum in dieser Deutung ist also Ergebnis des Verlustes der absoluten Selbstbewusstheit und zugleich Ausdruck der Sehnsucht nach der Wiedererlangung dieses Urzustandes. Damit ahnen wir vielleicht endlich, was der Traumzustand der Ebenen und Welten bedeuten könnte! Und damit löst sich vielleicht auch das Rätsel des Aufwach-Orakels:Wie eingangs bereits erwähnt, besteht die Bewusstwerdung von Energie darin, dass Energie sich auf sich selbst zurück wendet. Richtet sich die zu einer Linie verwandelte Urenergie auf sich selbst zurück, nimmt sie die Form des Buchstaben U an. Dieser energetische Zustand ist mit dem Aufwach-Orakel zu identifizieren: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen.“Warum wir nur kurz vor dem Aufwachen und noch nicht aufgewacht sind, liegt nunmehr also auf der Hand: Die Linie hat sich bisher nur gekrümmt, blickt also auf sich selbst, ist aber noch nicht zu einem Kreis geschlossen. Geschieht letzteres, dann wird mit dem kreisförmigen Energiezustand der Zustand der vollkommenen oder absoluten Bewusstheit erreicht. Die schöpferische Teilung in Anfang und Ende, Innen- und Außenwelt, die Unterschiede und Polaritäten sind überwunden und damit der Schöpfungsprozess selbst. Die geschaffene Urenergie ist endlich in ihren Urzustand der vollkommenen Bewusstheit zurückgekehrt und der Träumende damit aus dem schöpferischen Traumzustand der Ebenen und Welten erwacht. Und damit haben wir endlich verstanden, warum Innen und Außen, Raum und Zeit von den Weisen der Ebenen immer nur als eine Illusion betrachtet wurden. Diese Biegung der Energie zu einem Kreis kann übrigens auf einer abstrakten Ebene auch wortwörtlich genommen werden, da der Energiekörper der Lebewesen tatsächlich formbar ist bis hin zu einem Kreis. Diesen Energiekörper zu sehen und zu verformen, ist jedoch bis dato allein den Zauberern möglich.

[1]  Siehe Kap. „Das Geheimnis der Schöpfungskraft“.
[2]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[3]  In den nächst höheren Ebenen ist das Symbol seltsamerweise völlig unbekannt.

Energiespinne Ecoli, alias "Die dem Tode trotzt"Direct linkWer ist die Energiespinne Ecoli Die Energiespinne Ecoli wird von den wenigen Bewohnern in den oberen dreizehn Ebenen, die von ihrer Existenz wissen, neben dem Drachen ...

Wer ist die Energiespinne Ecoli
Die Energiespinne Ecoli wird von den wenigen Bewohnern in den oberen dreizehn Ebenen, die von ihrer Existenz wissen, neben dem Drachen Morsus als das gefährlichste Wesen aller 27 Ebenen betrachtet. Ihr Reich befindet sich in der sechsten unteren Ebene in einem Klumpen Schwarzen Lichts, den die Spinne zu dem sogenannten Schwarzen Labyrinth ausgebaut hat. Das Labyrinth dient dazu, ihre Opfer darinnen zu fangen und auszusaugen. Ecoli ist der größte bekannte Energiefresser aller Zeiten und Ebenen, vor dem angeblich selbst der Drache Morsus erzittern soll. Durch den anhaltenden Energiediebstahl gelang es der Energiespinne ihr absolut bösartiges Leben seit Millionen von Jahren schon zu verlängern, weshalb sie auch als die, „die dem Tode trotzt“ bezeichnet wird.[1] Dadurch verhindert Ecoli den natürlichen Reinigungsprozess ihrer Seele, der mit dem Tod zwangsläufig vonstatten geht und hat auf diese Weise über den langen Zeitraum ihres Energievampirismus eine Bösartigkeit angehäuft, wie sie keinem anderen Wesen der Ebenen zu eigen ist. Aus diesem Grund war und ist es auch das erklärte Ziel des Hasen Hasso von Haiden, der Spinne ein für allemal den Garaus zu machen.
Ecolis Strategie und Vorgehensweise
Wie auch der Drache Morsus und der Monsignore Moschkotani manipuliert Ecoli das Bewusstsein der Bewohner der Ebenen, auch wenn ihr dies nicht überall gelingt. Siehe dazu Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“. Durch Programmierungen bringt sie die Lebewesen unaufhörlich in Krisen und leidvolle Situationen, wodurch ihre Opfer negative Energie freisetzen, von denen sich die Spinne ernährt. Dabei lässt Ecoli diesen gerade noch so viel Energie, damit sie weiterleben können. Sobald die jedoch anfangen sich zu erholen und energetisch aufzubauen, schlägt Ecoli erneut zu. Dies gelingt ihr mit großer Leichtigkeit, da die Spinne im Vergleich zu anderen Negativwesen über eine besonders perfide Technik verfügt, mit der sie die Seelen der Lebewesen zu fangen vermag. Ecoli sperrt die gefangenen Seelen ein in Kokons aus Schwarzem Licht, die zu Millionen von der Decke in ihres Schwarzen Labyrinths hängen. Die derart Gefangenen fristen ihr Leben aufgrund ihrer gefangenen, eingesperrten Seele nur mehr als halbe Wesen. Sie fühlen sich schwach und elend und sind ständig auf der Suche nach etwas, ohne zu wissen, nach was. Doch tatsächlich suchen sie nur ihre Seele.

Den Zeitpunkt, wann ihre Opfer energetisch wieder gemolken werden können, erkennt die Energiespinne Ecoli an einem kurzen Aufleuchten ihrer Gefangenen in den Energiekokons. Denn immer wenn ein Opfer genug Energie gesammelt hat, um sich aus dem Spinnenkokon zu befreien, wird die Energiegestalt heller.Es bleibt zu hoffen, dass die Massivität und Gefährlichkeit der Aktionen der Energiespinne von den Ebenenbewohnern endlich in vollem Umfang erkannt wird, um Ecoli auf diese Weise ein für alle Mal das Handwerk legen zu können. Bis zum heutigen Tage jedoch sind ihre Existenz und ihre Strategien weitestgehend unentdeckt geblieben.
Wie schützt man sich vor der Energiespinne Ecoli
So lange die Energiespinne zur Reinigung ihrer abgrundtief bösartigen Seele noch nicht zu Tode gebracht ist, bildet die wirksamste Methode des Schutzes vor ihr, die Spinne auszuhungern. Dies geschieht durch die Selbstkontrolle und Beherrschung des eigenen Denkens und Handelns. Jeder, auch der noch so kleinste und scheinbar unbedeutendste Gedanke, muss darauf überprüft werden, woher er kommt und was er beabsichtigt, ob es ein eigener oder ein fremder, d.h. von außen eingeschleuster Gedanke ist. Insbesondere die leidvollen negativen Gedanken und Gefühle sollten dabei im Fokus der Kontrolle stehen. Denn wie bereits erwähnt, produziert die Energiespinne Ecoli über die Manipulation der Gedanken künstliche Krisensituationen, in denen die Menschen negative Gefühle und Gedanken entwickeln und derart Energie freisetzen. Von dieser Energie aber ernähren sich Ecoli und auch alle anderen Energieschmarotzer. Gefühle der reinen Freude und Liebe hingegen sind für die Energiespinne unverdaulich, schwächen sie und sind neben der inneren Stille der schweigenden Gedanken die beste Verteidigung gegen ihre Angriffe.

[1]  Siehe Kap. „Das Schwarze Labyrinth“.

Erich Kästner, alias Geist aus der DeckeDirect linkAufgrund der immensen Bekanntheit Erich Kästners ersparen wir uns hier eine ausführliche Biographie des Schriftstellers, der vor allem als Kinderbuchautor berühmt wurde. Stattdessen gehen wir primär ...

Aufgrund der immensen Bekanntheit Erich Kästners ersparen wir uns hier eine ausführliche Biographie des Schriftstellers, der vor allem als Kinderbuchautor berühmt wurde. Stattdessen gehen wir primär nur auf diejenigen Dinge ein, die der Öffentlichkeit bis dato weitestgehend unbekannt geblieben sind und zugleich ein Licht auf das Verhältnis Erich Kästners zu seinem engsten Freund Professor Leo Levitan und die Levitan-Zwillinge Jule und Franzi werfen. Wie allgemein bekannt, war Erich Kästner bezüglich seines Privatlebens zeitlebens sehr verschwiegen. Wir beglückwünschen ihn dazu!
Lebensdaten Erich Kästners
Erich Kästner wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren. Von 1903 bis 1913 besuchte er die Volksschule und von 1913 bis 1917 das Freiherrlich von Fletscher’sche Lehrerseminar sowie das Strehlener Lehrerseminar. 1917/1918 leistete er seinen Militärdienst. Nach dem Abitur 1919 studierte Kästner am König Georg Gymnasium in Dresden, an der Universität Leipzig und kurzzeitig auch in Rostock und Berlin Germanistik, Geschichte, Philosophie, Theatergeschichte, Zeitungskunde, französische Literatur. Aufgrund der Inflation und seiner schwierigen finanziellen Situation nahm Kästner in dieser Zeit mehrere Nebenjobs an. So arbeitete er unter anderem als Werkstudent im Messeamt der Leipziger Messe, verkaufte Parfüm, war Hilfsbuchhalter bei der Städtischen Baugesellschaft und sammelte die Börsenkurse für einen Buchmacher.Erste Gedichte veröffentlichte Kästner in der Zeitschrift „Der Zwinger“, lieferte 1920 Beiträge zu den „Dichtungen Leipziger Studenten“ und schrieb seine ersten Zeitungsartikel. 1922 wurde er am Zeitungswissenschaftlichen Institut in Leipzig angestellt und arbeitete als Redakteur der „Neuen Leipziger Zeitung“. Parallel dazu beendete er 1925 seine Dissertation über „Die Erwiderung auf Friedrichs des Großen Schrift ‚De la littérature allemande‘, ein Beitrag zur Charakteristik der deutschen Geistlichkeit um 1780“.Nach seiner Kündigung im Jahre 1926 übersiedelte Kästner auf Anregung seines Freundes Leo Levitans 1927 nach Berlin, wo er als Mitarbeiter und Theaterkritiker unter anderem für die „Weltbühne“, das „Tagebuch“, den „Montag Morgen“, die „Vossische Zeitung“ und das „Berliner Tageblatt“ tätig war. Ab 1931 arbeitete Kästner darüber hinaus als Drehbuchautor für die Filmstudios in Babelsberg. Die kurze Zeit zwischen 1927 und 1933 war zugleich seine erfolgreichste und kreativste Schaffensperiode, in der das Gros seiner erfolgreichsten Kinderbücher entstand.In Folge des Machtantritts der Nazis wurden seine Bücher verboten und am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt. Darüber hinaus erhielt Kästner 1942 totales Schreibverbot. 1934 und 1937 verhaftete ihn die Gestapo. Während des Krieges blieb er im Gegensatz zu dem Großteil seiner regimekritischen Kollegen dennoch in Deutschland.Im Herbst 1945 gründete Kästner in München das Kabarett „Die Schaubude“ und ließ sich ganz in München nieder. 1946-1947 leitete er die Feuilletonredaktion der neugegründeten „Neuen Zeitung“ und gründete 1951 das Kabarett „Die kleine Freiheit“. Im selben Jahr wurde er zum Präsidenten des bundesdeutschen PEN-Zentrums gewählt, für das er 1963 die Ehrenpräsidentschaft erhielt. Bereits 1966 zog sich Kästner fast völlig aus dem Literaturbetrieb zurück und verstarb am 29. Juli1974.
Die enge Freundschaft Erich Kästners und Leo Levitans
Im Jahre 1921 wechselte Erich Kästner von Leipzig, gemeinsam mit seiner damaligen großen Liebe Ilse Julius, zunächst zum Sommersemester an die Rostocker Universität und dann für das Wintersemester ohne Ilse an die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, um dort Germanistik und Geschichte zu studieren. In dieser Zeit lernte Kästner Professor Leo Levitan kennen, der dort als Privatdozent tätig war und ansonsten das Leben eines wohlhabenden Privatiers führte. Erich Kästner war zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre und Herr Levitan bereits 36 Jahre alt. Weder die vierzehn Jahre Altersunterschied noch die unterschiedliche soziale Herkunft standen der Freundschaft der beiden im Wege. Denn hier hatten sich zwei im Fühlen und Denken seelenverwandte Menschen gefunden, deren Herzen quasi im Gleichklang schlugen. Wie Leo Levitan, so war auch Erich Kästner ein überzeugter Pazifist. Doch vor allem waren es ihre Ansichten zu Kindern und deren Rolle in der Gesellschaft, die ihre lebenslange enge Freundschaft begründeten. Levitans diesbezüglicher Leitspruch „Lasst euch die Kindheit nicht austreiben“ findet sich zwölf Jahre später wortwörtlich in Kästners Kinderroman „Das fliegende Klassenzimmer“ wieder. Kästner wie Levitan hatten einen transparenten Zugang zu dem eigenen inneren Kind und beiden diente dieser Blick mit den Augen des Kindes nach innen und außen als Leitfaden und Richtschnur durch die Höhen und Tiefen des eigenen Lebens. In den ersten fünf Monaten vermittelte Leo Levitan dem Freund seine Schlüsseltheorie, dass die Welt einzig durch die Kinder gerettet werden könne. Denn allein die Kinder vermögen noch ihre innere Stimme zu hören und verfügen derart über das untrügliche Wissen von Gut und Schlecht, darüber wie die Welt eigentlich sein müsse bzw. wie sie dereinst gewesen war. Und nur auf dieser Basis konnte ihre Vernunft die richtigen Schlüsse ziehen und sinnvolle Entscheidungen treffen.Erich Kästner nahm Herrn Levitans Worte von der „Weltrevolution der Kinder“ begeistert auf und verinnerlichte sie in den folgenden Jahren immer mehr – sprach Leo Levitan doch nur das aus, was Erich Kästner immer schon unbewusst gedacht und gefühlt hatte.Als Erich Kästner 1922 zurück nach Leipzig ging, um sein Studium abzuschließen, brach die Verbindung zwischen den beiden nicht mehr ab. In unzähligen Briefen und Treffen entwickelten die Freunde Schritt für Schritt einen Plan, wie sie ihre Ideen einer besseren Gesellschaft gemeinsam mit den Kindern und für die Kinder umsetzen konnten. Als Herr Kästner 1926 von der „Neuen Leipziger Zeitung“ aufgrund seiner kritischen Texte unter fadenscheinigem Vorwand gekündigt worden war, bemühte sich Levitan entsprechend augenblicks, seinen Freund zu sich nach Berlin zu holen. Noch 1926 vermittelte er ihn an seinen guten Bekannten Franz Ullstein, der ihm zusicherte, Kästner für die „Berliner Morgenpost“, schreiben zu lassen.

Durch Leo Levitan lernte Herr Kästner 1927 auch die verwitwete Verlegergattin Edith Jacobsohn kennen, deren Familie eng mit der Familie Levitan noch aus schlesischer Zeit verbunden war. Ediths Vater Max Schiffer, der wiederum mit Rahel Berggruen, der Großtante Herrn Levitans verwandt ist, hatte unter anderem die Villa Herrn Levitans in der Victoriastraße im Tiergartenviertel gebaut. Und wie ihr sechs Jahre älterer Freund Leo Levitan verfolgte auch Edith Jacobsohn die Vision, gemeinsam mit den Kindern die Welt zum Besseren zu wenden. Auf Anregungen Herrn Levitans und seines engen Freundes, dem Verleger Bruno Cassirer, gründete Edith Jacobsohn im April 1924 mit zwei Freundinnen, Edith Weinreich-Williams und Annie Williams, deshalb einen Verlag für Kinderliteratur, den Williams-Verlag, den sie nach dem Ausscheiden der Freundinnen noch im selben Jahr allein weiterführte.Bereits 1922 hatte Leo Levitan Edith Jacobsohn begeistert von Erich Kästner berichtet und ihr 1926 mehrere Artikel, Geschichten, Gedichte für Kinder aus seiner Leipziger Zeit für die Kinderbeilage der Familienzeitschrift „Beyers für alle“ übergeben. 1927 bat Herr Levitan seine Vertraute Edith Jacobsohn, seinen Freund Erich Kästner mit allen Mitteln zu fördern und ihm die Publikation eines ersten Kinderbuches zu ermöglichen.So wurde Herr Kästner nach einem gescheiterten Versuch beim Ullstein Verlag (zu den vermutlichen Gründen siehe Glossar „Hieronymus Schneidewind“) zunächst Autor von Edith Jacobsohns berühmter „Weltbühne“. Und 1928 löste Edith auch das Versprechen zu dem ersten Kinderbuch Erich Kästners ein: „Es fehlt an guten deutschen Autoren. Schreiben Sie ein Kinderbuch, mein lieber Kästner!“, sagte sie anlässlich eines „Weltbühne-Teenachmittags“, wobei sie dabei schelmisch zu Herrn Levitan hinüberblickte. Das Ergebnis war das Erfolgsbuch „Emil und die Detektive“.Was Edith Jacobsohn und Leo Levitan nicht wussten: Erich Kästner hatte bereits Ende 1926 seinen ersten Kinderroman geschrieben „Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte – oder Warum das Ende vor dem Anfang kommt“, bei dem es sich noch dazu um einen Tatsachenbericht der Levitan-Zwillinge handelte.[1] Und dieses große Geheimnis kannten bis zu der geheimnisvollen Nacht, in der mir Erich Kästner als Geist erschien,[2] nur Jule und Franzi, sowie der unselige Lektor Hieronymus Schneidewind.So wurden für Kästner die ersten Jahre in Berlin durch die Unterstützung Leo Levitans, Edith Jacobsohns und nicht zuletzt auch der Levitan-Zwillinge Jule und Franzi Levitan die produktivsten seines Lebens, in denen gemäß Leo Levitans Idee der „Weltrevolution der Kinder“ folgerichtig seine wesentlichen Kinderromane entstanden:- „Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte oder Warum das Ende vor dem Anfang kommt“ (1927 unveröffentlicht),- „Emil und die Detektive“ (1928)- „Pünktchen und Anton“ (1931)- „Das fliegende Klassenzimmer“ (1933)Es ist schon eine seltsame Sache, dass Herr Levitan eine Weltrevolution der Kinder propagierte, ohne dabei zu wissen, dass seine eigenen Kinder Jule und Franzi ganz in seinem Sinne bereits eine abenteuerliche Reise durch die Ebenen und Welten unternommen hatten, um eben diese Welten zu verstehen und zum Besseren zu wenden.
Erich Kästner, der Geist aus der Decke
Bis zum heutigen Tage muss ich immer wieder an meine ganz und gar unglaubliche Begegnung mit Erich Kästner denken, die mein Leben in jener geheimnisvollen Nacht so einschneidend veränderte. Ja, in der ein oder anderen stillen Stunde ist es mir gar, als würde Herr Kästner noch immer um mich herumschleichen, aus seiner fernen Welt in die unsere blicken, als ob ihr Schicksal ihn noch immer nicht losgelassen hat.Besäße ich nicht den alten Kleiderschrank Erich Kästners und das mit blutrotem Geschenkband zusammengehaltene Bündel loser Papierblätter mit der hier vorliegenden Geschichte von Jule und Franzi, würde ich wohl meinen glasklaren Erinnerungen manchmal selbst nicht trauen.Doch halt, zum Glück gibt es Franzi Levitan, alias Frances Berggruen – die letzte Lebende, die all das Geschehene haarklein bezeugen kann.[3] Was mir bis zum heutigen Tage noch immer keine Ruhe lässt, sind zwei Aussagen Herrn Kästners:„Der Tod, mein junger Freund, ist der größte Gassenwitz des Jahrhunderts, ja was sage ich, des Jahrtausends!“[4]Wenn dies wahr ist, frage ich mich, warum lachen dann so wenig über ihn?Doch noch weitaus bedenklicher finde ich Erich Kästners Behauptung, dass „die Zukunft, das heißt unsere Gegenwart, wider allem weitverbreiteten Aberglauben noch nicht geschrieben ist.“[5]Eigentlich beruhigend, dieser Gedanke. Ja, aber verflixt und zugenäht, was tun wir denn dann hier in der Gegenwart oder besser Zukunft? Was zum Kuckuck haben wir hier zu suchen?

[1]  Siehe Kap. „Warum ein Goldfisch den Atlantik durchquert“.
[2]  Siehe Kap. „Ende oder Anfang?“, Unterkapitel „Die nächtliche Erscheinung“.

[3]  Siehe Kap. „Dritter Nachsatz des Herausgebers“.

[4]  Siehe Kap. „Die nächtliche Erscheinung“.

[5]  Siehe Kap. „Die nächtliche Erscheinung“.

F

Fadenmann, alias Tilletot der SeelenfängerDirect linkDer Fadenmann, den der Mechanikermeister als „Tilletot, den Seelenfänger, ein übles und mächtiges Wesen“ bezeichnete, ist eine der unheimlichsten Gestalten des Buches. Tilletot lebt in einem ...

Der Fadenmann, den der Mechanikermeister als „Tilletot, den Seelenfänger, ein übles und mächtiges Wesen“ bezeichnete, ist eine der unheimlichsten Gestalten des Buches. Tilletot lebt in einem eigenen Reich in der sechsten unteren Ebene, also in einer der Negativwelten. Jule gelangte ohne Absicht allein durch ihren Blick durch das Drachenauge in sein Reich.[1] Jedoch steckt hinter dieser scheinbaren Absichtslosigkeit ihres Weges eine tiefere innere Logik, da sie nur mittels des Fadenmannes die Pforte des Todes zu durchschreiten vermochte, dem einzigen Weg zu ihrem Freund – der einzige Weg zu ihrem Freund, dem Gelben Delphin im Reich der Ideen.Tilletot ist ein höchst suggestiver Verführer mit Worten, der unaufhörlich Zweifel sät, falsche Versprechungen macht und damit den Geist verwirrt. Ihm ist nichts wichtig und nichts heilig. Gut und Böse, das Schöpferische und Zerstörerische sind für ihn völlig austauschbare Dinge. So kann man ihn nicht einmal im eigentlichen Sinne bösartig nennen.

Er tut die Dinge quasi nur wie ein Prinzip zum Selbstzweck. Und das Einzige, was ihn interessiert ist die momentane Freude am Verführen und Betrügen, in welche Richtung auch immer. Doch dieses völlig beliebige, austauschbare Verhalten macht ihn ganz besonders gefährlich, da er dadurch letztlich unberechenbar ist.Jule besteht die Prüfung in Gestalt des Fadenmannes und erhält zum ersten Mal die Möglichkeit, ihr kurz zuvor erst von Aitija vermitteltes Wissen über den „Gedanken hinter dem Gedanken“ praktisch anzuwenden. Siehe Glossar „Aitija“. Und so verhält es sich mit dem Fadenmann wie in Goethes „Faust“, wo Mephisto sagt: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.“

[1]  Siehe Kap. „Durch den blutroten Kristall zum Fadenmann“.

Fremde Gedanken des Drachen MorsusDirect linkIn der gelben Nebelwand erfährt Jule erstmals von den fremden Gedanken des Drachen Morsus, vor denen sie sich in Acht zu nehmen habe. Nicht sie würde ...

In der gelben Nebelwand erfährt Jule erstmals von den fremden Gedanken des Drachen Morsus, vor denen sie sich in Acht zu nehmen habe. Nicht sie würde gerade denken, sondern jemand anders, der sich quasi in sie eingeschlichen habe. Dementsprechend wären es auch nicht ihre Gedanken, die sie wahrnehme, sondern die des Drachen Morsus, mit denen er Macht über sie gewinnt:[1]
Das gestohlene eigene Bewusstsein
Tatsächlich flüstert der Drache Morsus den Bewohnern der Ebenen unaufhörlich seine destruktiven Gedanken ein und suggeriert ihnen perfider Weise, dass es ihre eigenen seien. Da die meisten Menschen der fünften oberen Ebene aufgrund dieser von klein an betriebenen Gedankenmanipulation ihre eigenen Gedanken nicht mehr kennen oder noch nie vernommen haben, fehlt ihnen eine Instanz, diese Manipulation des Drachen als solche zu erkennen.[2] Im Extremfall handelt es sich bei dieser Manipulation um eine völlige Ersetzung des Bewusstseins der Menschen durch das Bewusstsein des Drachen Morsus. Das, was die meisten Menschen naiv für ihr „Ich“ halten, hat dementsprechend nicht das Geringste mit ihnen selbst zu tun. In Wirklichkeit ist es das „Ich“ des Drachen Morsus. Siehe dazu besonders Glossar „Bewusstsein“, Glossar „Wahrnehmung, Unterkapitel „Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation“ sowie Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“. Die Weise Schildkröte bestätigte Jules Einsicht bezüglich der fremden Gedanken und berichtete in diesem Zusammenhang von dem Überfall der Drachenwesen auf die fünfte obere Ebene und von der Versklavung ihrer Bewohner.[3]Da die Weise Schildkröte das Böse und damit auch den Drachen Morsus scheinbar letztlich nur als Produkt des Denkens und Handelns der Ebenenbewohner begreift, müsste man die fremden Gedanken eher bestimmten manipulativen Interessengruppen innerhalb der Ebenen zuordnen. Der Drache Morsus wäre im Verständnis der Weisen Schildkröte eher als ein Sinnbild oder eine Systembeschreibung für das manipulative Verhalten bestimmter Ebenenbewohner zu werten. Mit dieser Relativierung verlieren die Aussagen über die fremden Gedanken des Drachen Morsus jedoch nichts von ihrer Bedeutung, da die Manipulationsstrategien und die Tatsache der Manipulation unverändert bestehen bleiben.
Das Fremdbewusstsein als Selbstkontrollapparatur
Demjenigen, der den Ausführungen zum Thema der „fremden Gedanken“ und dem „Austausch des eigenen Bewusstseins“ keinen Glauben schenken will und vielmehr meint, Drachen gäbe es doch nur im Märchen, ist noch nicht klar geworden, dass er selbst sich nur in einem Märchen befindet. Darüber hinaus bitte ich jeden ernsthaft zu überprüfen, was sein Bewusstsein tagtäglich für ihn, oder man müsste treffender sagen, mit ihm tut. Tatsächlich ist jenes Bewusstsein, das die Menschen mit ihrem „Ich“ verwechseln, eine Art „Selbstkontrollapparatur“, mit der in jedem Augenblick des Lebens das eigene Verhalten auf Richtigkeit im Sinne des Drachen Morsus kontrolliert und korrigiert wird. Statt „im Sinne des Drachen Morsus“ könnte man auch sagen „im Sinne bestimmter Interessengruppen der Gesellschaft“ – die beiden Bezeichnungen sind deckungsgleich. In jenem Bewusstsein, mit dem Du Dich identifizierst, und das Du für das Deinige hältst, werden von Geburt an Regeln und Anweisungen programmiert und gespeichert, die vorgeben, wer und was Du bist, wie Du Dich in bestimmten Situationen und gegenüber bestimmten Personen zu verhalten hast, was angeblich gut und schlecht in der Welt ist, wann Du ein wertvoller und wann Du ein wertloser Mensch bist etc. Mit diesem programmierten Regularium bist Du angehalten, in jedem Augenblick Deines Lebens zu kontrollieren, ob Dein Verhalten, Deine Gedanken und Gefühle auch mit den Vorgaben des Regulariums übereinstimmen. Tust Du das nicht, bekommst Du von Deinem falschen Bewusstsein die „rote Karte“. Du erkennst diese daran, dass Du Dich plötzlich schlecht fühlst, und umso mehr versuchst, es Deinem Bewusstsein alias der Selbstkontrollapparatur als Deinem Herrn Recht zu machen.Da diese Programmierungen und Inhalte des Bewusstseins jedoch nicht von Dir bestimmt und beeinflusst werden können, nicht zuletzt weil Du in Deinem Kleinkindalter noch weitestgehend wehrlos den Bewusstseinsprogrammierungen ausgeliefert bist, ist Dein Bewusstsein oder „bewusstes Ich“ im Grunde genommen jener Bestandteil, der am wenigsten mit Dir selbst zu tun hat. Es ist das Sammelbecken dafür, wie Du sein sollst, aber nicht wie Du sein willst und wirklich bist.Wenn Du dieses Psychoprogramm alias Bewusstsein als einen Software-Virus begreifst, der in Deinen eigenen Geist eingeschleust wurde, um Dich im Interesse fremder Kräfte zu manipulieren, dann hast Du eine moderne Beschreibung dessen, was ich hier zu sagen versuche. Und der Hacker und Autor dieses Software-Virus ist der Drache Morsus, egal ob man ihn nun als konkretes Wesen oder aber als abstraktes System begreifen will.Sei also in jedem Augenblick Deines Lebens vorsichtig und höre niemals auf andere Leute. In der fünften Ebene gibt es kaum einen, der nicht von diesem Virus infiziert ist. Überall besteht höchste Ansteckungsgefahr! Zum Thema des „fremden Bewusstseins“ siehe auch Glossar „Bewusstsein“.
Die Unterdrückung des Wissens von der „Kunst des Rufens“
Die Unterdrückung des Wissens von der „Kunst des Rufens“ ist eine der perfidesten Ergebnisse der Manipulation des Bewusstseins durch die fremden Gedanken. Denn indem es dem Drachen Morsus gelang, das Wissen um den „Gedanken hinter dem Gedanken“ zu unterdrücken, vermochte er jeden Wunsch in sein Gegenteil zu verkehren. Wünschen sich die Menschen zum Beispiel Frieden, dann bekommen sie stattdessen Krieg. Zur Funktionsweise dieses Manipulationsmechanismus siehe Glossar „Rufen, Wünschen oder Beabsichtigen“, Unterkapitel „Die Unterdrückung des Wissens um die ‚Kunst des Rufens‘“.
Die zerstörerische Kraft des Zweifels
Mit der zerstörerischen Kraft des Zweifels haben wir eine weitere Manipulationsfunktion, die der Drache Morsus in das Bewusstsein und Denken der Menschen eingeschleust hat. Während das Prinzip des „Gedankens hinter dem Gedanken“ das Gegenteil von dem erzeugt, was man sich wünscht, produziert der Zweifel einen Zustand der Lähmung und Ermüdung, in dem der Denkende und Wünschende im Extremfall völlig handlungsunfähig wird.

Der Funktionsmechanismus des Zweifels ist ganz einfach zu verstehen: Indem der Denkende und Wünschende zu jedem Gedanken, den er denkt automatisch auch sein Gegenteil hinzudenkt, hebt er den ersten Gedanken mit dem zweiten sofort wieder auf. Damit entsteht eine Pattsituation, die auch einen energetischen Hintergrund besitzt. Denn da jeder Gedanke Formung und Bewegung bedeutet und derart Energie verbraucht, heben sich zwei entgegengesetzte Energien oder Energiebewegungen gegenseitig auch wieder auf. Der in Zweifeln Gefangene verbraucht derart sinnlos Energie, die ihm für wichtige Dinge verloren geht.Da es beim Zweifeln mit einem Mal nicht getan ist, sondern der Denkende diese Zweifel vielmehr über Wochen, Monate, Jahre, ja teilweise über sein ganzes Leben mit sich schleppt, wird die unglaubliche Dimension der Energieverschwendung und inneren Lähmung deutlich. Doch dies ist, wie bereits erwähnt, gewollt. Nur deshalb verbreiten die Medien ununterbrochen widersprüchliche Meldungen und säen das Gift des Zweifels. Aus der Sicht der Seele kann man noch radikaler formulieren: In dem Moment, wo der Mensch glaubt, wählen oder sich für irgendetwas entscheiden zu müssen, hat er bereits die schlafwandlerische Sicherheit seiner Seele verloren. Er ist ein Opfer der Bewusstseinsmanipulationen des Drachen Morsus und seiner Helfer.
Befreiung von den fremden Gedanken des Drachen Morsus
Jedoch ist man den Manipulationen in Gestalt des Fremdbewusstseins nicht wehrlos ausgeliefert. Einerseits gibt es Strategien, diese fremden Gedanken zu erkennen und anderseits sie „auszuschalten“, was dem Drachen Morsus oder auch anderen Negativwesen wie der Energiespinne Ecoli automatisch den Zugang zum Geist ihrer potentiellen Opfer versperrt: Jule erfährt in der gelben Nebelwand über ihre innere Stimme von der Manipulation ihres Bewusstseins durch fremde Gedanken.[4] Diese innere Stimme besitzt grundsätzlich jedes Lebewesen der Ebenen. Die Stimme ist eine absolut zuverlässige und liebevolle Instanz, mit der unsere allwissende Seele zu uns spricht. Ein Mensch, der auch nur einmal in seinem Leben seine innere Stimme verbal oder aber in Form von Gedanken und Gefühlen vernommen hat, wird von diesem Augenblick an genau zwischen seinen eigenen Gedanken und denen des Drachen Morsus und anderer Negativwesen unterscheiden können und niemals auf diese fremden Stimmen hereinfallen. Denn die innere Stimme spricht mit der Unschuld, Liebenswürdigkeit, Reinheit und Stärke der Seele. Die fremden Gedanken hingegen sind zumeist kummervoll, ängstlich, hämisch, kleinlich, berechnend, gemein, überheblich, gierig oder schadenfroh. Sie erzeugen Spannungen und Streit und führen dazu, dass man sich unwohl fühlt. Zurück bleiben Gefühle der Schuld, Verzweiflung, inneren Unruhe, Zerrissenheit und Haltlosigkeit.Das einzig wirksame Verfahren zur Ausschaltung der fremden Gedanken besteht darin, sein Denken, das ja in Wirklichkeit das Denken des Drachen Morsus ist, überhaupt zum Schweigen zu bringen. Dazu gehört es, alle Dinge, die einen bewegen, als völlig unwichtig zur Seite zu stellen, egal was auch immer die anderen meinen. Nur auf diese Weise können die fremden Gedanken aus dem eigenen Denken entfernt werden. Es ist die Kunst des Loslassens.Am Anfang erscheint dieses innere Schweigen als eine äußerst schwierige Aufgabe, da unser Gehirn unaufhörlich denkt und in einem inneren Dialog gefangen ist. Dabei plappert es „banalen Unsinn“, der aber als „hochwichtig“ dargestellt wird. Doch auch hinter diesem Unsinn versteckt sich wieder eine Manipulationsstrategie des Drachen, da mit jenem leeren Geplapper unaufhörlich Energie verbraucht wird, die den Lebewesen für wichtigere Dinge verloren geht. Das Bewusstsein vergeudet so etwa 60 bis 80 Prozent der Lebensenergie des Menschen. Darüber hinaus dient dieser permanente innere Dialog der Gedanken dazu, das Bewusstsein in sich selbst gefangen zu halten, damit tiefere Schichten des Wissens und die Stimme der Seele dem Betroffenen nicht zugänglich werden.In jedem Falle muss man also den inneren Dialog unterbrechen. Erst wenn die Gedanken tatsächlich vollständig schweigen und die innere Stille einkehrt, dann ist das Bewusstsein des Drachen Morsus in einem selbst verstummt. Erst dann findet der Mensch zu seinem wahren Bewusstsein, das der Drache die ganze Zeit durch sein lautes, unsinniges Geplapper unterdrückt hatte. Die Erfahrung, erstmalig sein eigenes Bewusstsein wahrzunehmen, seine innere Stimme zu hören, ist für viele überwältigend. Manche glauben gar Gott zu hören, ihm ganz nah zu sein. Und tatsächlich verhält es sich in gewisser Weise so, denn die eigene Seele ist die Stimme Gottes, denn wir selbst sind Gott. Das Erwachen des eigenen tieferen Bewusstseins ist also die Stufe, wo man Gott und die eigene Göttlichkeit als unumstößliche Tatsache begreift. Vor dieser Erfahrung bleibt jedes Reden über Gott fruchtlose Theorie.
Die Bemühungen des Mechanikermeisters
Eines der Hauptanliegen des Großen Mechanikermeisters bildete es, diese Manipulation des Drachen Morsus vollständig zu unterbinden. Aus der Erfolglosigkeit seiner unendlichen Versuche, den Bewohnern der Ebenen die Manipulationsmechanismen des Drachen aufzudecken, beschloss er eine eigene Schöpfung zu kreieren, die nicht anfällig für die Manipulationen des Drachen und anderer Negativwesen war. Diese Aufgabe ist ihm in der Tat gelungen.

[1]  Siehe Kap. „Fremde Gedanken: In der Gewalt des Drachen Morsus“.

[2]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[3]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[4]  Siehe Kap. „Durch die Nebelwand“.

Fünfte Ebene, alias die ErdeDirect linkDie Fünfte Ebene und die Erde sind nicht vergleichbar Die fünfte Ebene entspricht in etwa dem Bereich, in welchem der Planet Erde, sein Sonnensystem und seine ...

Die Fünfte Ebene und die Erde sind nicht vergleichbar
Die fünfte Ebene entspricht in etwa dem Bereich, in welchem der Planet Erde, sein Sonnensystem und seine Galaxie angesiedelt sind. Jedoch können die fünfte Ebene und die Erde weder als deckungsgleich angesehen noch miteinander verglichen werden, da hinter beiden Begriffen völlig unterschiedliche Weltanschauungskonzepte stehen. Die Bewohner der Erde beschreiben ihre Welt einschließlich der Galaxien des Weltalls in den Begriffen von Zeit und Raum. In dem Beschreibungsmodell der Ebenen besitzen Zeit und Raum jedoch keine Realität.Wenn die Bewohner der höheren Ebenen von Zeit und Raum sprechen, dann meinen sie damit Illusionen und keine Wirklichkeiten. Diese Illusionen von Zeit und Raum entstehen als schöpferische Gedanken in der fünften und sechsten Ebene und werden in der siebenten Ebene bereits wieder überwunden. Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur der Ebenen“. Aufgrund dieser fehlenden gemeinsamen Kategorien von Zeit und Raum wäre das ins Verhältnis setzen von Erde und Ebene, wie wenn man Äpfel mit Eseln vergleichen wollte.
Die Wahrnehmung liefert keine Anhaltspunkte
Wenn die Levitan-Zwillinge dennoch in der siebenten Ebene oder in noch höheren Ebenen raumzeitliche Dinge wahrnehmen, ist dies kein Beleg dafür, dass in diesen Ebenen Raum und Zeit real vorhanden sind. Im Gegenteil: Denn das, was man gemäß der Wahrnehmungstheorie der Ebenen wahrnimmt, ist nicht eine Abbildung der Umwelt, sondern einfach nur das, was man aus den abstrakten Energiekonfigurationen der Ebenen aktiv wahrnehmungspsychologisch macht, bzw. wie man diese Energie aktiv interpretiert. Anders gesagt, bestimmt der Wahrnehmende aus seiner inneren Struktur heraus, was er wahrnimmt und was nicht. Wollte man unser nicht ganz passendes Modell des Innen und Außen auf diesen Sachverhalt illustrierend anwenden, dann müsste man sich die Ebenen nicht außen, sondern innen befindlich vorstellen. Der Wahrnehmende kann eben immer nur das wahrnehmen, was er bereits in sich als Wahrnehmungsform angelegt hat.Dementsprechend werden ein Bewohner der fünften und ein Bewohner der elften Ebene auf der Basis derselben abstrakten Energiekonfigurationen in der siebenten Ebene völlig unterschiedliche Dinge wahrnehmen. Vergleiche dazu Glossar „Wahrnehmung“. Besitzt der Wahrnehmende nicht die innere Reife, die höheren Dimensionen und Wirklichkeiten der höheren Ebenen zu erkennen, trägt er also noch immer nur die Wahrnehmungsformen und -möglichkeiten der tieferen Ebenen in sich, dann kann er auch nur diese tieferen Ebenen in den höheren Ebenen wahrnehmen. Dies bedeutet gegebenenfalls, dass er nicht einmal merkt, dass er sich in einer höheren Ebene aufhält, da er nur seine eigene Ebene wahrnimmt.Versuche Dich zum Verständnis dieses Phänomens in einen im Urzustand lebenden Regenwaldbewohner hineinzuversetzen, der zum ersten Mal in seinem Leben einen Fernseher sieht. Niemals wird er ihn als Fernsehgerät wahrnehmen, da er ihn als Weltinventar oder Wahrnehmungsform noch nicht in sich angelegt hat. Vielleicht sieht er in ihm einen seltsam geformten Baumstumpf, in welchem eine Miniwelt eingeschlossen ist, oder eine auf der Seite stehende Wasserfläche, in der sich eine imaginäre Landschaft spiegelt. Dann wundert er sich möglicherweise darüber, dass das Wasser nicht ausläuft etc. Vielleicht aber nimmt er den Fernseher auch überhaupt nicht wahr, da er für ihn kein inneres Erkennungsmuster in sich trägt. In diesem Falle wäre das Fernsehgerät dann der berühmte „blinde Fleck“ innerhalb seines Wahrnehmungssystems.

Für Erdenbürger, die gern touristische Reisen in höhere Ebenen unternehmen würden, liegt die trostlose Erkenntnis dieser wahrnehmungspsychologischen Tatsache darin, dass sie selbst in den höchsten Ebenen immer nur ihre Welt der fünften Ebene wiederfinden würden, da sie ihre Wahrnehmungsmuster als einengendes Gepäck immer mit sich führen. Im schlimmsten Falle würden sie nicht einmal merken, dass sie sich in einer höheren als der fünften Ebene aufhalten, weshalb der Ebenen-Tourismus glücklicher Weise niemals ein lukratives Geschäft werden wird.[1]
Was und wo ist die fünfte Ebene
Die fünfte Ebene besteht wie alle Ebenen aus einer spezifischen Konfiguration reiner lebendiger, sich selbst bewusster Energie. Siehe dazu Glossar „Ebenen“. In diesem Verständnis enthält die fünfte Ebene die Erde quasi als Teilmenge, ist jedoch als Phänomen viel umfassender als es der Begriff der „Erde“ zu fassen vermag. So sind z.B. sämtliche Phänomene, welche die Erdenbewohner als übersinnlich, märchenhaft oder Zauberei abtun, ein fester Bestandteil des Realitätsbegriffs der fünften Ebene.Die fünfte obere Ebene entspricht gemäß dem Schöpfungsmythos von der Schönen Cloeda dem Bereich des Herzens der Cloeda.[2] Die fünfte Ebene ist der Sitz der göttlichen Seele, des Quells der Liebe und der Heilkraft, sowie des Atems des Schöpfers (Luft). Parallel zu diesen hoch hinauf weisenden göttlichen Dingen, liegt in der fünften Ebene aber auch der Keim des Schöpfungsgedankens des Raumes und seines Kindes der Zeit begründet. Damit entsteht gerade bei den Bewohnern dieser Ebene die Illusion der Trennung, der Angst und des Verlustes in jeglicher Form und Beziehung – eine Vorstellung, die in der sechsten Ebene schließlich alles beherrschend wird.
Die Erde und das Paradies
Die fünfte Ebene und die Erde befinden sich unmittelbar im Bereich des Herzens der Schönen Cloeda. Dementsprechend birgt keine andere Ebene so viel mögliche Glückseligkeit, aber auch tiefstes Leid unmittelbar nebeneinander, weshalb die Sehnsucht nach einem Paradies und die Hingabe an selbiges nirgendwo so groß ist wie in der fünften Ebene. Dies ist der Grund, warum das legendäre Paradies sich gerade auf der Erde befand und wieder befinden wird. Laut der Weisen Schildkröte wurde es zuallererst durch die Kachynas und später dann von den Menschen erneut geschaffen.[3] Sie nannten es Eden, Janna, Cennet, Eridu, Wangaz, Sukhavati, Pastoi, Elitan, Sangai etc. Der mystische Paradiesgarten ist Sinnbild des versteckten Wissens der Ebenenbewohner um ihren göttlichen Ursprung und zugleich der Versuch, diesem nonverbalen Wissen eine konkrete Form zu verleihen. Siehe dazu Glossar „Zurück in den Garten“.Leider wurde das Paradies, in dem die Negativität bereits überwunden war, durch die Eroberung der Drachenwesen vollständig vernichtet. Die ältesten Bücher der fünften Ebene überliefern noch immer dieses schreckliche Ereignis, obwohl es bereits viele Millionen Jahre zurückliegt. Siehe dazu Glossar „Reptoiden“, Unterkapitel „Die historischen Überlieferungen des Überfalls der Drachenwesen“. Noch harrt die fünfte Ebene des Gärtners, der diesen Paradiesgarten erneut zu bestellen und damit die Ebene zu erlösen vermag.

[1] Siehe dazu auch im Kapitel „Zu Gast bei der Weltenköchin“ Professor Levitans Erfahrung mit dieser Weltenköchin, die er aufgrund seiner eigenen Beschränktheit in ihrer Großartigkeit nicht wahrzunehmen vermochte.

[2]  Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Die dreizehn oberen Ebenen“.

[3]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

G

Gänsegeier, alias Stein des GänsegeiersDirect linkEins plus Eins ergibt Eins oder das Anhalten der Zeit Zweimal taucht der mysteriöse Gänsegeier in der Geschichte leibhaftig auf und bildet derart Anfang und Ende, ...

Eins plus Eins ergibt Eins oder das Anhalten der Zeit
Zweimal taucht der mysteriöse Gänsegeier in der Geschichte leibhaftig auf und bildet derart Anfang und Ende, Alpha und Omega der abenteuerlichen Reise Jules, Franzis und des Hasen Hasso von Haiden durch die Ebenen. Zum ersten Mal erblickte Jule den Vogel, auf dem morschen Baumstamm in der Nähe der Bahnstrecke sitzend, als gerade ein riesiger Stein aus heiterem Himmel auf sie herniederstürzte. Da begann ihr großes Abenteuer. Als Jule und Franzi nach ihrer Begegnung mit der Schildkröte sich erneut auf der Heide in der Nähe der Bahnstrecke wiederfinden, wiederholt sich die Szene dann fotografisch.[1]Noch seltsamer wird diese Begebenheit, als die Weise Schildkröte Jule gegenüber behauptet, dass der Stein des Gänsegeiers tatsächlich noch gar nicht zu Boden gefallen sei, da sie ihn für einen Augenblick in seinem Fall aufgehalten und damit die Zeit selbst angehalten habe. Durch das Anhalten der Zeit hätte sie den Vorhang nur einen kleinen Spalt weit aufgezogen, gerade so weit, dass Jule, Franzi und der Hase flugs hindurch huschen konnten, um ihr großes Abenteuer in den Ebenen zu beginnen.[2]Diese Behauptung widerspricht Jules Erinnerung, gemäß der jener Stein bei ihrer ersten Begegnung mit dem Gänsegeier den morschen Baumstamm zermalmte.Doch die Schildkröte fährt erklärend fort: Das, was Jule gesehen habe, hätte sie in der Zukunft gesehen, weil jede Seele ihre eigene Geschichte kennt! Jule solle ihr nur Glauben schenken, die Auflösung dieses Rätsels würde sie noch schnell genug erleben.[3]Laut den geheimnisvollen Ausführungen der Schildkröte handelte es sich bei dem scheinbaren Zeit-Paradoxon des Falls des Steins am Anfang und am Ende der Reise durch die Ebenen also um ein und dasselbe Ereignis. Jules Erinnerung war also gar keine Erinnerung, sondern vielmehr ein visionärer Blick in die Zukunft. Und erst bei ihrer zweiten Begegnung mit dem Gänsegeier handelte es sich um das reale Geschehen in der Gegenwart. Mit anderen Worten: Der Beginn des Erlebnisberichts Jules und Franzis im 21. Jahrhundert in Gestalt ihrer Bahnreise von Warnemünde nach Berlin war gar nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft.[4] Umgekehrt ist ihre Zeit im Berlin der zwanziger Jahre nicht die Vergangenheit, sondern in Wirklichkeit die Gegenwart.Somit hat sich die gesamte Reise Jules durch die Ebenen in dem einen Augenblick des Fallens bzw. Anhaltens des Falls des Steins des Gänsegeiers abgespielt. Zu dem Zeitpunkt, da Jule und ihre Freunde bei der Weisen Schildkröte weilen, ist der Stein noch nicht zu Boden gefallen, was bedeutet, dass die Schildkröte ihre Ankunft im Berlin der zwanziger Jahre erstaunlicher Weise bereits vorausgesehen hatte.

Und tatsächlich endet der Aufenthalt bei der Schildkröte in dem Moment, wo diese den Stein zum weiteren Fall frei gibt und dieser den morschen Baumstumpf zertrümmert.Abgesehen von den ungeheuerlichen, kaum zu fassenden Behauptungen der Weisen Schildkröte, gibt sie sich hiermit interessanter Weise als eine der Initiatorinnen von Jules großer Reise durch die Ebenen zu erkennen.
Die große Paradoxie
Klingen die Erklärungen der Schildkröte auf den ersten Blick auch recht plausibel, so bleibt doch noch immer ein großes, nicht aufgelöstes Paradoxon in der höchst seltsamen Ereigniskette: Denn wenn Jule beim ersten Fall des Steines wirklich nur ihre Zukunft gesehen hätte, dann müsste sie gemäß dieser Logik jetzt, wie Franzi auch, über 90 Jahre alt sein. Tatsächlich betrug ihr Alter zum Zeitpunkt ihres Erlebnisses am Bahndamm von Warnemünde nach Berlin im 21. Jahrhundert erst 12 Jahre. Darüber hinaus waren Jule und Franzi ja bei ihrem zweiten Zusammentreffen mit dem Gänsegeier gar nicht im 21. Jahrhundert, sondern vielmehr im Jahre 1925 angelangt.Verweigern wir uns also aus diesen guten Gründen der Erklärung der Schildkröte und nehmen statt eines einzigen Ereignisses beim Steinfall des Gänsegeiers zwei zeitlich verschiedene Ereignisse an, dann erhalten wir das Paradoxon, dass es im 21. Jahrhundert zwei Jules, zwei Franzis, zwei Herr Levitans und zwei Frau Siebenblatts alias Frau Levitans geben müsste. Die Eltern hätten dabei etwas das gleiche Alter, die Mädchen jedoch wären einmal 12 und einmal 96 Jahre alt.Wie man aus diesen Überlegungen ersehen kann, ist die ganze Begebenheit doch nicht so einfach, wie es auf den ersten und zweiten Blick schien. Ich persönlich vermute einen Streich der Schildkröte, die nicht umsonst das Attribut die „Weise“ trägt. Ganz offensichtlich hat sie uns derart ein Rätsel mit auf den Weg gegeben, durch dessen Lösung wir unsere festgefahrenen Begriffe von Raum und Zeit aufbrechen und eine neue Freiheit des Denkens gewinnen sollen. Ganz gewiss werden wir irgendwann ihr Rätsel lösen.

[1]  Siehe Kap. „Auf der Heide und Hasenglück“ sowie Kap. „Der Stein fällt zu Boden“.

[2]  Siehe Kap. „Die Verabredung“.

[3]  Siehe Kap. „Die Verabredung“.

[4]  Siehe Kap. „Von Warnemünde nach Berlin“.

Gelbe NebelwandDirect linkWas ist die gelbe Nebelwand Die gelbe Nebelwand befindet sich unmittelbar hinter der Pforte zur achten Ebene, die der Echogeist Anawrin bewacht. Der Begriff der gelben ...

Was ist die gelbe Nebelwand
Die gelbe Nebelwand befindet sich unmittelbar hinter der Pforte zur achten Ebene, die der Echogeist Anawrin bewacht. Der Begriff der gelben Nebelwand ist insofern irreführend, da diese Wand eigentlich nicht wahrnehmbar ist und in gewissem Sinne noch nicht einmal existiert (siehe unten). Häufig wird sie deshalb auch als das absolute Nichts bezeichnet, das es jedoch im materialistischen Sinne als Gegenteil von Materie ebenfalls nicht gibt, da Materie ebenfalls nicht existiert. Das Einzige was existiert, ist die eine lebendige, raum-zeitlose Energie, die mit ihrer Bewegung identisch ist. Wirklich ist somit nur die Veränderung, da es etwas, an dem sich die Änderung vollzieht, überhaupt nicht gibt!Eine angemessenere Beschreibung der Nebelwand liefert der Echogeist: „… jedes Geräusch, jeder Tritt, ja auch nur der kleinste Hauch bringt diesen Bereich in immer stärkeres Schwingen, bis er einfach nur im Nichts zerfällt und mit ihm alles um ihn herum. So hat es der Mechanikermeister gewollt.“[1]Tatsächlich handelt es sich bei der gelben Nebelwand um eine äußerst ungewöhnliche Energiekonfiguration oder genauer gesagt um das Konzept einer solchen Energiekonfiguration, die jeden Gedanken, jedes Gefühl, überhaupt jede Lebens- und Bewusstseinsäußerung registriert, ins Unendliche verstärkt und damit diese Äußerungen des Reisenden letztlich vollständig zerstört und auslöscht.Wer diese Erfahrung mit der Nebelwand gemacht hat, reflektiert sie aufgrund eben dieser vollständigen Auslöschung der eigenen Gedanken, Gefühle und Erinnerungen tatsächlich fälschlich als eine Erfahrung des Nichts. Ja manche Lebewesen gingen aufgrund der in gewissem Sinne reinigenden Wirkung der gelben Nebelwand gerade hinsichtlich der „fremden Gedanken“ (siehe Glossar „Fremde Gedanken des Drachen Morsus“) sogar so weit, diese auch als das Fegefeuer zu bezeichnen. Wieder andere brachten die gelbe Nebelwand mit dem ersehnten Nirwana in Verbindung. Doch all diese Vorstellungen treffen nicht wirklich das Wesen jener Nebelwand.
Funktionsweise der gelben Nebelwand
Grundsätzlich beruht diese vom Mechanikermeister als reiner Schutzmechanismus angelegte Nebelwand auf dem Prinzip der Resonanz, zu der es kommt, wenn irgendetwas die Eigenfrequenz des Nebels trifft. Die zugeführte Energie der Gedanken, Emotionen, Handlungen etc. wird dadurch optimal übertragen und im System der gelben Nebelwand gespeichert. Durch diese Speicherung sowie durch die immer weitere Energiezufuhr und deren Verstärkung mittels Nutzung der Urenergie schwingt das Energiesystem des gelben Nebels und all dessen, was in ihm enthalten ist, immer stärker, bis die Belastungsgrenze der von dem Reisenden eingebrachten eigenen Energiekonfiguration überschritten und diese dadurch zerstört und ausgelöscht wird. Je nachdem, wie lange sich der Reisende in der Zone der Nebelwand aufhält und wie aktiv er in jener Zeit ist, kann es bis zur vollständigen Auslöschung der Konfigurationen des Energiekörpers des Reisenden kommen, so dass der Betroffene im Extremfall auf den Stand der Seele zum Beginn ihrer Reise durch den großen Traum der Ebenen und Welten zurückgeworfen wird.Auf diese Weise wollte der Große Mechanikermeister verhindern, dass der Drache Morsus oder irgendein anderes Negativwesen ihm folgen und sein schändliches Werk auch in den höheren Ebenen fortzusetzen vermochte. Die Nebelwand würde jedes noch so bösartige Wesen der Gegenwelt in seiner Negativität vollständig neutralisieren.

Die Akausalität der gelben Nebelwand
Als besonders an dieser gelben Nebelwand erscheint jedoch nicht die Tatsache der Resonanz an sich, sondern dass ihre Konfiguration in einer unendlichen Potentialität angelegt ist, da die Nebelwand generell alle auf sie einwirkenden Schwingungen mit einer Eigenfrequenz zu beantworten vermag. Dieses Verhalten ist in der Verwirklichung intelligent und akausal, da die Nebelwand, bevor der Reisende die Pforte zur achten Ebene betritt, gar nicht vorhanden ist und erst durch ihn erzeugt oder aktualisiert wird. Diese Paradoxie „Nebelwand und Reisender“ verhält sich also wie eine Antwort, die bereits existiert, noch bevor die Frage überhaupt gestellt wurde. Damit erklärt sich auch die eingangs erwähnte Unsichtbarkeit der Wand. Dass sie dennoch als gelbe Nebelwand wahrgenommen wird, liegt an einer Hilfskonstruktion des Wahrnehmungsapparates, der diese quasi Fehlstelle aus Mangel an bekannten Wahrnehmungsschablonen einfach als gelbe Nebelwand interpretiert.Die Konzeption dieses Schutzsystems wirft ein interessantes Licht auf die Fähigkeiten und Absichten des Großen Mechanikermeisters. Denn das, was er schuf, gestand man bis dato allein dem höchsten Schöpfer zu. Vergleiche dazu Glossar „Technik“, Unterkapitel „Das wirkliche Anliegen des Mechanikermeisters“.
Jules Überwindung der gelben Nebelwand
In dem vorliegenden Erlebnisbericht wird Jules Überwindung der Nebelwand mit dem Aufwachen aus den fremden Gedanken des Drachen Morsus in Verbindung gebracht. Jedoch hat dieses Aufwachen Jules mit der Überwindung der Nebelwand nur mittelbar etwas zu tun. Ihre innere Stimme meldete sich zu Wort, um ihr die Gefahr der fremden Gedanken zu offenbaren. Und diese Gefahrensituation lies Jule über sich selbst hinauswachsen, indem sich ihr Wahrnehmungszentrum verschob. Siehe dazu Glossar „Wahrnehmung“, Unterpunkt „Verschiebung des Wahrnehmungszentrums“. Durch diese Art des Aufwachens aus den fremden Gedanken signalisierte Jule der gelben Nebelwand, dass sie für den Großen Mechanikermeister und die Schöpfung keine Gefahr mehr darstelle und demzufolge ihre Energiekonfiguration nicht gelöscht werden brauchte. Doch diese Tatsache allein hätte nicht ausgereicht, um jene Löschung vermittels des Resonanzprinzips zu verhindern. Etwas viel Genialeres inszenierte Jules höheres Selbst. Sie selbst hat gut beschrieben, was wirklich im gelben Nebel passierte:„Doch beunruhigender Weise hielt dieser vernebelte Zustand unverändert an, egal was auch immer sie tat. Es war eine ganz seltsame, völlig unbekannte Wirklichkeit: Denn einerseits fühlte sie, dass sie sich in einer Welt mit Gestalt fortbewegte, auch wenn sie diese nicht sehen konnte. Und anderseits erschien es ihr, als würde jeden Augenblick mit jedem Schritt und Atemzug die Welt um sie herum unmittelbar vergehen und im gleichen Augenblick aufs Neue erstehen, sie und ihr Körper dabei inbegriffen. Wiederholte diese geheimnisvolle Welt also in jedem Neuerstehen immer nur wieder die alten Formen? Oder war sie selbst es vielleicht sogar, die sich und ihren Körper immer aufs Neue erschuf? Ja, fast schien es ihr tatsächlich so. Dies alles war seltsam, unerklärlich und spannend zugleich.“[2]Tatsächlich hat Jule Levitan in vollkommener Synchronizität zu den Resonanzfrequenzen der Auslöschung die Konfiguration ihres Energiekörpers immer wieder aufs Neue erschaffen, und somit den Auslöschungsmechanismus des Mechanikermeisters überwunden. Wie mir Frances Berggruen alias Franzi mitteilte, war diese unendliche Synchronizität ein in den Ebenen bis dato einzigartiger Vorgang, der auf die wahre Bedeutung Jule Levitans verweist, die sich selbst immer nur zu Unrecht als ein kleines unbedeutendes Mädchen gesehen hatte.

[1]  Siehe Kap. „Die denkwürdige Begegnung mit dem Echogeist“.

[2]  Siehe Kap. „Durch die Nebelwand“.

Grabkammer des Anonymus Nr. 39Direct linkDie erwähnte Grabkammer des Anonymus Nummer 39 mit dem geheimnisvollen Aufwachzauber soll sich in Kopie und einzelnen Originalteilen in den als Lager genutzten Kellerräumen des Ägyptischen ...

Die erwähnte Grabkammer des Anonymus Nummer 39 mit dem geheimnisvollen Aufwachzauber[1] soll sich in Kopie und einzelnen Originalteilen in den als Lager genutzten Kellerräumen des Ägyptischen Museums zu Berlin befinden. Der berühmte Ägyptologe Carl Richard Lepsius (1810–1884) hatte diese Grabkammer einst in Gizeh entdeckt. Sie enthielt den Sarkophag einer Frau, deren Identität angeblich nicht bekannt ist. Lepsius erfasste diesen Fund anfangs in seiner Gräberliste unter Grab Nr. 39 und verbrachte den Sarkophag nach Berlin. Später dann, als er die Zaubersprache im Deckel des Sarkophags zu entschlüsseln vermochte, hat er – vermutlich im Wissen um die immense Bedeutung des Aufwachzaubers – sämtliche Aufzeichnungen dazu vernichtet und auch Teile des Inventars verstreut, um alle Spuren zu verwischen. Siehe dazu Glossar „Altägyptische Zaubersprache“ sowie Glossar „Aufwachmittel“.

In seiner Gräberliste ersetzte Lepsius die ursprüngliche Bezeichnung „Grab einer Frau“ folgerichtig mit dem Titel „Unbekanntes Grab“, um auch den letzten Hinweis auf den Aufwachzauber zu vernichten. Tatsächlich soll diese Frau laut dem Aufwachzauber eine Reinkarnation der ägyptischen Göttin Weret Hekau gewesen sein, was so viel wie „Die Große Zauberin“ bedeutet. Diese wiederum ist identisch mit der Göttin Renenutet.
Lepsius hat sein Wissen über den Aufwachzauber sehr wahrscheinlich mit ins Grab genommen. Die noch verbliebenen Tagebuchaufzeichnungen und Notizbücher wurden von seinem wissenschaftlichen Nachlassverwalter Edouard Naville auf Anweisung von Lepsius vernichtet. Laut Frances Berggruen war Carl Richard Lepsius einer der Auserwählten, wie später dann auch Professor Leo Levitan, die diese Zaubersprache erkennen durften. Siehe Glossar „Aufwachmittel“.

[1]  Siehe Kap. „Im Ägyptischen Museum“.

Gral, Gralshöhle, Heiliger GralDirect linkDer heilige Gral – das Gedächtnis aller Welten und Ebenen Der heilige Gral befindet sich laut dem Gralshüter Awillouw „am allererhabensten Ort der Welten, nämlich im ...

Der heilige Gral – das Gedächtnis aller Welten und Ebenen
Der heilige Gral befindet sich laut dem Gralshüter Awillouw „am allererhabensten Ort der Welten, nämlich im absoluten Mittelpunkt des Universums“. Siehe Glossar „Awillouw, die Pforte zur Wahrheit“. Awillouw meint damit den Mittelpunkt der Mittelebene, also jener Ebene, die wiederum die Mitte zwischen den dreizehn oberen gleich positiven und den dreizehn unteren gleich negativen Ebenen bildet. Deshalb auch stehen in der Mittelebene Gut und Böse, die negativen und positiven Kräfte im vollkommenen Gleichgewicht.Der Gral wird von Jule beschrieben als eine in ihren Ausmaßen gewaltige luftgefüllte Kristall- bzw. Diamanthöhle, an deren Rändern sich immense Wassersansammlungen befinden. Somit liegt der Mittelpunkt des Universums auf einer Insel inmitten eines riesigen Höhlensees, was die mittelalterlichen Darstellungen der Erde, die sich ähnlicher Abbildungen bedienten, vielleicht in einem neuen Licht erscheinen lässt.Der Weg zur Gralshöhle führt über den Mondsee, der sich im Mondgebirge, einem unwegsamen Gebirge jenseits des Silbermeeres im Mondreich der dritten Ebene befindet. Der Mondsee gilt laut dem Großen Mechanikermeister als bodenlos, so dass kein Taucher jemals auf seinen Grund gelangen kann. Es ist derselbe See, in dem in einer schwer zugänglichen Höhle Monsignore Moschkotani das Herz des Großen Mechanikermeisters versteckt hielt.
Die Luft der Gralshöhle ist gesättigt mit Jahrmillionen alten geheimnisvollen Düften, in denen die Erinnerungen aller Welten und Ebenen aufbewahrt sind. Vier stetig wehende Winde aus Nord, Süd, Ost und West tragen diese Erinnerungsdüfte in die Gralshöhle, wobei jeder Wind einen eigenen Charakter besitzt und einen ganzen Kosmos unterschiedlichster Einzeldüfte enthält.

In der Höhlenmitte vermischen sich diese vielfältigen Düfte der Vier Winde zu einem geheimnisvollen Ganzen und kommen dadurch zum Stillstand.Genau an dieser Stelle, dem Mittelpunkt des Universums, soll man den Gral, das ist das Wissen um den kosmischen Plan, erfahren. Der Gralshüter Awillouw erklärt Jule wie dies vonstatten geht:„In dieser Höhle sind die Düfte der Erdreiche gebunden, die Erinnerungen aller Welten und Ebenen. Der Geruchssinn ist unser ältestes Wahrnehmungsorgan. Nur mit ihm haben wir den Zugriff auf die frühesten Erinnerungen bis zum Anfang der Schöpfung. Wenn du die Mitte findest, den Ort, an dem die Gerüche der vier Erdreiche sich in vollkommener Balance befinden, kannst du mit einem Atemzug jedes Ereignis der gesamten Weltengeschichte zugleich einatmen und damit augenblicks den kosmischen Plan, die unsichtbare Absicht erschließen.“[1]
Gralskraft und Gralswissen
Die Gralskraft ergibt sich laut Awillouw aus dem damit verbundenen absoluten Gralswissen: „Denn alles zu wissen, heißt alles verzeihen. Und durch dieses Verzeihen überwindet man jeden Widerspruch, wodurch man der kosmischen Kraft und Absicht in einem unvorstellbaren Maße unmittelbar leibhaftig wird.“[2]

[1]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[2]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

Gralskraft, alias die Kraft der absoluten LiebeDirect linkDie Gralskraft entspringt laut Awillouw dem vollkommenen Wissen über den kosmischen Plan und der vollständigen Kenntnis der Erinnerungen der Ebenen und Welten. Durch das gleichzeitige Einatmen ...

Die Gralskraft entspringt laut Awillouw dem vollkommenen Wissen über den kosmischen Plan und der vollständigen Kenntnis der Erinnerungen der Ebenen und Welten. Durch das gleichzeitige Einatmen der mystischen Vier Winde in der Gralshöhle, in denen diese Erinnerungen gespeichert sind, werden die Gegensätze des Seienden in eine Einheit gebracht. Und dadurch wird man augenblicks in jeder Faser des eigenen Seins der ganzen Wahrheit leibhaftig und gewinnt die Gralskraft des Herzens. Denn alles zu wissen, heißt alles verzeihen!Entsprechend dieser Darlegung des Gralshüters Awillouw ist die Gralskraft letztlich die Kraft der absoluten Liebe, die durch das vollkommene Verzeihen erreicht wird. Dies erklärt auch, warum Jule mit der Gralskraft das Herz des Großen Mechanikermeisters wiederzugewinnen vermochte. Siehe dazu Glossar „Awillouw, die Pforte zur Wahrheit“, Unterkapitel „Die Beziehungen zwischen Awillouw, Jule Levitan und dem Mechanikermeister“. Die große Kraft, die das Verzeihen in sich birgt, wird deutlich in den Ausführungen der Weisen Schildkröte über die „Heilung der Welt“.[1]

Die Schildkröte erklärt, dass Leid und Elend der Welt letztlich Produkte des eigenen Denkens sind und liefert den Weg zur Heilung der Welt durch das Verzeihen. So solle man für alle negativen Gefühle wie Ekel, Wut, Hass, Neid, die durch äußere und innere Dinge ausgelöst werden, um Verzeihung bitten. Man heilt also die Welt, indem man die innere Resonanz dazu heilt. Die Schildkröte empfiehlt die Sätze:„Es tut mir leid!Ich verzeihe dir!Ich liebe dich!Ich danke dir dafür!“Sie erklärt, dass man auf diese Weise bei seinem höheren Selbst, bei seiner Seele um Verzeihung bittet – also dem Teil in jedem Lebewesen, der schon immer da war, der alles weiß, der mit allem und allen immer in Verbindung steht, auch mit Gott. Denn die Seele ist Gott!

[1]  Siehe Kap. „Die Heilung der Welt.“

Großer Mechanikermeister, alias SilavonDirect linkDie äußere Erscheinung des Großen Mechanikermeisters Der Große Mechanikermeister wird als sehr groß, mindestens zwei Meter, schlank von fast athletischer Gestalt beschrieben. Seine Gesichtszüge sind außergewöhnlich ...

Die äußere Erscheinung des Großen Mechanikermeisters
Der Große Mechanikermeister wird als sehr groß, mindestens zwei Meter, schlank von fast athletischer Gestalt beschrieben. Seine Gesichtszüge sind außergewöhnlich regelmäßig und ausgeprägt. Als Jule ihn das erste Mal sieht, ist sein sehr langes Haar schlohweiß. Sein ebenfalls schlohweißer Bart reichte ihm bis auf den Boden. Tiefe Falten durchfurchten sein müdes Gesicht, das dennoch einen fast kindlich sanften Gesichtsausdruck trug. Die vollen sinnlich roten Lippen und seine tiefglänzenden mandelförmigen Augen kontrastierten stärkstens zu seinem zweifelsohne sehr hohen Alter. Gekleidet war er in ein altertümliches flaschengrünes Samtgewand, das an den Ärmeln und auf der Brust mit zahlreichen fantastischen Goldstickereien versehen war. Die tief ins Gesicht geschobene grüne Kappe, an der verspielt mehrere Goldglöckchen baumelten, verlieh ihm das geheimnisvolle Aussehen eines mächtigen Zauberers. Seine feingliedrigen Finger zierten mehrere große Ringe.Nach seiner geheimnisvollen nächtlichen Verjüngung erscheint der Mechanikermeister Jule hingegen als ein etwa 30-jähriger Mann mit schulterlangem schwarzem Haar. Sein Bart ist abrasiert, seine ehemals farblose Haut von einem gesunden Rosa belebt. Allein seine glänzenden graublauen Augen schienen unverändert in ihrem geheimnisvollen Leuchten.[1]
Der Große Mechanikermeister – ein alter Zauberer
Der Große Mechanikermeister ist die Zentralgestalt des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge und dennoch wissen wir relativ wenig über ihn. Er soll ein großer Zauberer des alten Zyklus gewesen sein, bevor er seine eigenen Wege ging. Die Zauberer des alten wie auch des neuen Zyklus leben in den oberen zwölf Ebenen. Nur die dreizehnte Ebene war und ist ihnen versperrt. Wie es heißt, verfolgten die alten Zauberer gänzlich andere Praktiken und Motive als die neuen Zauberer. Unter anderem wird ihnen nachgesagt, sie seien unübertroffene Meister in der Imagination und damit der Erschaffung neuer Welten gewesen. Auch konnten sie sich völlig frei in den Ebenen bewegen, manche behaupten sogar jenseits der Ebenen, was auch immer dies bedeutet. Kein Weg war ihnen versperrt. Das Wesen vieler alter Zauberer sei jedoch ausschweifend bis zügellos und teilweise auch obsessiv gewesen. Sie schreckten nicht einmal davor zurück, die teilweise immensen Kräfte der Wesen der höheren Negativebenen zu nutzen und mit ihnen machtvolle Pakte einzugehen, was die Zauberer ungewollt in große Abhängigkeiten brachte.Ihre ethischen Grundsätze sind kaum bekannt. Doch heißt es, dass sie sehr an Macht und Einfluss interessiert gewesen seien, wobei sich die alten Zauberer allerdings darin selbst genügten und kein Publikum benötigten. Zur Erreichung dieser Ziele verwendeten sie auch Manipulationsstrategien. All diese Gründe führten dazu, dass die neuen Zauberer dem Zyklus der alten Zauberer weitestgehend abweisend gegenüberstehen.Wenn wir mehr über die alten Zauberer erfahren könnten, wüssten wir vielleicht auch mehr über den Großen Mechanikermeister. Betrachtet man andererseits seine Beweggründe und Taten, so erscheint er mit Ausnahme seiner gewaltigen schöpferischen Fähigkeiten und dem Vermögen, sich frei in den Ebenen zu bewegen, ansonsten eher als das blanke Gegenteil der Zauberer des alten Zyklus. Silavon war und ist also eine Ausnahmeerscheinung. Doch warum? Einen möglichen Hinweis darauf gibt der Gralshüter Awillouw, der sich selbst die „Pforte zur Wahrheit“ nennt:
Der Große Mechanikermeister – ein Engel
Der Gralshüter Awillouw nennt den Großen Mechanikermeister einen „Engel, der diese Tatsache jedoch vergessen habe“ und verrät Jule Levitan, dass der Mechanikermeister tatsächlich die Welt zum Besseren zu wenden und das Leid zu überwinden versuchte.[2] Doch sei er letztlich gescheitert, da er das Böse zwar erkannt und sich gegen dessen Gesetze gestellt, aber nie erkannte habe, dass er in einer Schöpfung der Mächte der Finsternis agiere. Eine solche Schöpfung aber könne niemals zum Guten verändert werden. In einem schlechten Boden kann nichts Gutes gedeihen.[3]Ein interessantes Licht wirft der in der Blauen Blume des Mechanikermeisters lebende Blaue Engel auf dessen Person. Auf Jules Frage, warum er in der Blauen Blume wohne, antwortet der Engel:„Der Meister hat die Blaue Blume mit so viel Liebe und Schönheit gebaut, dass ich sie seit vielen Millionen Jahren zu meiner liebsten Behausung gewählt habe. Seitdem lebe ich im Reich des Mechanikermeisters und schaue nach dem Rechten, dass seine Welt nicht vor der Zeit untergeht.“ Und als Jule fragt, wann denn das Reich untergehe, entgegnet der Engel: „Das Reich geht unter, wenn der Meister seine Erlösung findet.“[4]Diese kleine Szene scheint mir eine der interessantesten des ganzen Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge zu sein, da in ihr eine singuläre Sicht auf die Geschehnisse und den Großen Mechanikermeister greifbar wird, die jenseits der Äußerungen aller anderer höherer Wesen liegt wie zum Beispiel der Regenbogenschlange, des Gralshüters Awillouws, der Weisen Schildkröte. Was können wir dieser Szene entnehmen:
1. In der Geschichte Jules und Franzis tauchen überhaupt nur zwei oder vielleicht auch drei Engel auf, nämlich der Mechanikermeister, Elisande und der Blaue Engel, was bereits auf das Außergewöhnliche dieser Szene hinweist. Der Blaue Engel ist aus der dreizehnten Ebene zum Mechanikermeister in die zwölfte Ebene herabgestiegen, um „nach dem Rechten zu sehen“, das heißt um sich um ihn und seine Schöpfung zu kümmern.2. Ganz offensichtlich existiert eine sehr tiefe Bindung zwischen Silavon und dem Blauen Engel, die man zwischen den Zeilen des Buches auch zu erspüren vermag. Die dreizehnte Ebene, welche die höchste Ebene darstellt, ist offensichtlich das Reich der Engel oder zumindest jener Bereich, durch den die Engel in die darunter liegenden Ebenen gelangen. Der Blaue Engel sagt explizit, dass die dreizehnte Ebene sein Zuhause sei.[5] Also ist sie wohl auch das ursprüngliche Zuhause des Großen Mechanikermeisters.3. Die dreizehnte Ebene befindet sich gemäß dem Urwissen von der Identität der Ebenen und der Schönen Cloeda eine Armlänge über dem Kopf der Cloeda und ist zugleich das Haus der Regenbogenschlange, das Lied der Lieder, die Summe aller Farben, die unmittelbare Verbindung zum Schöpfer, die absolute Transzendenz, das Glück und die Seligkeit.Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur und Bedeutung der Ebenen“.4. Die Engel sind ganz offensichtlich Wesen, die jenseits der Gesetze und Prinzipien der Ebenen existieren. Denn wie Jule bei ihrem Blick durch das Drachenauge feststellen konnte, verwandelten sich alle nur scheinbar eine konkrete Gestalt besitzenden Dinge plötzlich in abstrakte Energie- oder Lichtstrukturen. Einzig der Blaue Engel und der Mechanikermeister behielten ihre Gestalt. Denn Jule hatte richtig erkannt, dass das bernsteinfarbene Licht des Mechanikermeisters seine wahre Gestalt nur zu verbergen schien. Dass der Mechanikermeister ein Engel ist, wird im Übrigen auch deutlich an seiner Aussage, dass er trotz seines Todeswillens nicht zu sterben vermochte.[6]5. Damit existieren zwei grundsätzlich verschiedene Seinszustände:Auf der einen Seite haben wir da die Welt der Ebenen, in der eine unendlich wandelbare Urenergie ständig neue Formen annehmen kann. Jedoch ist dieses ewige Formenspiel zu durchschauen, indem man eine nur den Zauberern oder auch über Hilfsmittel wie das Drachenauge zugängliche Art des wahren Sehens verwendet. Denn mit diesem Sehen verlieren alle Dinge ihre illusionäre Form und werden abstrakt. Das heißt im Grunde genommen: Die Gestalten und Formen der Ebenen sind nur Schein. Nichts ist wirklich.Auf der anderen Seite gibt es die Welt, in der die Engel leben. Und in dieser Welt behält alles unveränderlich seine Form. Jedes Wesen ist und bleibt, was es ist.6. Die Szene mit dem Blauen Engel zeigt aber auch, dass hinter dem Tun des Großen Mechanikermeisters sich ein viel tieferer Sinn verbirgt, als bisher bekannt war. Offensichtlich verfolgt der Meister eine höhere, „gottähnliche“ Aufgabe, die von den anderen höheren Wesen beobachtet und begleitet wird.7. In diesem Zusammenhang scheint der Blauen Blume des Großen Mechanikermeisters eine besondere Rolle zuzukommen. Sie ist das kostbare und wundersame Gefäß, das der Mechanikermeister wissentlich oder unwissentlich für den Blauen Engel als Behausung schuf – eine geheimnisvolle Entsprechung, die noch einmal die tiefere Bande des Mechanikermeisters zu dem Engel bekräftigt. Die Blaue Farbe der Blume wie auch des Engels steht dabei ganz offensichtlich für die Sehnsucht, die den Großen Mechanikermeister in seinem geheimnisvollen Tun vorantreibt.8. Dass er eine geheimnisvolle höhere Aufgabe verfolgt, belegt schließlich auch ein Traum des Großen Mechanikermeisters, in dem er dem höchsten Schöpfer begegnete:

Der Große Mechanikermeister und der höchste Schöpfer
Der Große Mechanikermeister berichtete Jule von einem schweren Traum, den er zu einer Zeit träumte, als er bereits sein Herz verloren hatte. Wir wollen seinen bewegenden Bericht hier vollständig zitieren:„Eines Abends, als ich zu Bett ging, fiel ich in einen schweren Traum, der mich weit fort bis an die Grenzen des Universums führte. Ich blickte in einen endlos kreisenden goldenen Strudel, der sich in unendlicher Ferne verlor. Aus diesem sprach eine mächtige Stimme zu mir:‚Silavon, du bist ein Geschöpf Gottes und damit der Liebe. Du kannst die Liebe nicht vernichten. Wach auf und kehre um …‘‚Wer bist du, dass du so zu mir sprichst und dich dabei feige versteckst? Wie kannst du verlangen, dass ich umkehre, wo hinter mir die Höllen liegen …‘‚Armer Silavon, du bist mir das Liebste, meine ganze unendliche allumfassende Freude. Deshalb trägst du mein größtes und schwerstes Geschenk. Komme in das Jetzt …, in das Licht …‘“[7]Wenn es der höchste Schöpfer war, der da zu dem Mechanikermeister sprach, dann stellen dessen Worte den Mechanikermeister direkt an seine Seite. Doch was war und ist das Geschenk, das der höchste Schöpfer dem Mechanikermeister gab? Was war und ist die höhere Aufgabe Silavons? Siehe dazu unten in Unterkapitel „Die Beweggründe und Lösungsversuche des Mechanikermeisters“.
Die Namen des Großen Mechanikermeisters
In dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird nicht verraten, was der ursprüngliche Name des Großen Mechanikermeisters einst war und von wem er letztere Bezeichnung bekommen hat. Auf Jules diesbezügliche Nachfrage antwortet der Meister: „Einst besaß ich viele Namen, doch habe ich sie alle vergessen. Nur einer ist mir geblieben, weil ich ihn trug, als ich das Liebste auf Erden verlor.“[8]Dieser einzig gebliebene Name des Mechanikermeisters lautet „Silavon“. Den Ursprung dieses Namens habe ich herausgefunden und damit zugleich einen geheimnisvollen Hintergrund der Existenz des Großen Mechanikermeisters. Jedoch ist es mir unmöglich, diese Dinge der Öffentlichkeit preiszugeben. Die Aussage des Mechanikermeisters, er habe einst viele Namen besessen, verweist auf seine lange vielschichtige Vergangenheit im Auf und Ab der Ebenen und Zeiten. Silavon ist eine uralte und zugleich ewig junge Seele.
Die magische Verbindung Jule Levitans mit dem Mechanikermeister
Jule Levitan wie auch der Mechanikermeister spürten vom ersten Augenblick an eine ungewöhnlich starke Nähe und Vertrautheit, die sie sich beide nicht erklären können. Gewiss gibt es vordergründig gemeinsame Anknüpfungspunkte. Die Regenbogenschlange Galahru offenbarte Jule, dass sie und der Große Mechanikermeister ein ähnliches Lied in sich tragen und dass diese Gemeinsamkeit sie beide zwangsläufig zusammenführen würde. Dieses innere Lied wird getragen von einem tiefen Vorwurf gegenüber der Welt, von einer großen Empörung über Schmerz, Trennung und Tod und von dem völligen Unverständnis bezüglich des Widerspruchs zwischen jenen unheilvollen Dingen und der Liebe.[9] Auch erkennt der Mechanikermeister Jule anhand ihres viergeteilten Energiekörpers als Almina, die Königin der Meereselfen und identifiziert sie damit zugleich als eine alte Zauberin, so wie er ja selbst ein alter Zauberer ist.Doch schwingt eine noch tiefere Verbindung zwischen den beiden, denn Jule hat in den Gesprächen mit Silavon mehrmals das Gefühl, diese Situation schon einmal erlebt zu haben. In dem folgenden Buch werden wir vieles davon aufklären können.
Die Beweggründe und Lösungsversuche des Großen Mechanikermeisters
Eine tiefe Unzufriedenheit über den Zustand der Ebenen und Welten veranlassten den Mechanikermeister, sich zusammen mit seiner geliebten Elisande in eine geheime Zuflucht in der elften Ebene zurückzuziehen. Diese Flucht aus dem Leben brachte jedoch für beide keine dauerhafte Lösung. Ein Fremder (der schwarze Zauberer Monsignore Moschkotani) entführte Elisande und damit wurde das Leid des Mechanikermeisters unendlich groß. Der von ihm nicht mehr zu bewältigende Schmerz über die Trennung und den scheinbaren Verrat Elisandes veranlasste ihn eine radikale Lösung herbeizuführen. Verführt durch den Schwarzen Vogel, hinter dem sich ebenfalls Monsignore Moschkotani versteckte, postulierte Silavon die Liebe selbst als Ursache allen Leids und Elends der Welten. Die logische Konsequenz daraus war die Entfernung seines Herzens und in einem Folgeschritt die Erschaffung einer künstlichen Welt ohne Liebe, Trennung und Tod. Dass jedoch weitaus mehr hinter dem Tun des Großen Mechanikermeisters zu stecken scheint, als es der hier zitierte Erlebnisbericht Jules nahelegt, haben wir bereits angedeutet. Siehe dazu auch Glossar „Technik“, Unterkapitel „Das wirkliche Anliegen des Mechanikermeisters“. In diesem Zusammenhang kommt der Aussage des höchsten Schöpfers, „Silavon sei sein Liebstes und seine ganze Freude, weshalb er ihm sein größtes und schwerstes Geschenk gegeben habe“, eine Schlüsselrolle zu. Kennen wir das Geschenk, wissen wir auch um die Aufgabe und das eigentliche Tun des Großen Mechanikermeisters:
Das schwerste Geschenk – das Einssein mit Gott
Meines Erachtens kann das größte Geschenk des höchsten Schöpfers an den Großen Mechanikermeister nur in dem Gottbewusstsein selbst liegen, das beide auf eine Stufe stellt, sie „Eins“ sein lässt. Diese Intention des Schöpfers drückt sich bereits in der in den meisten Religionen zu findenden Auffassung aus, dass Gott alles nach seinem Bilde geschaffen habe.Doch damit ergibt sich zugleich auch die ganze Schwere des Geschenks. Denn Gott bzw. der höchste Schöpfer zu sein, heißt, die unendliche Einsamkeit und volle Verantwortung für sein Tun und Denken auszuhalten und zu meistern! Denn auf dieser Ebene gibt es keine Instanz mehr, die einem sagt, was falsch und richtig, was zu tun und oder nicht zu tun ist. Und es gibt auch keine Bestrafungen oder Belobigungen mehr für das, was man tut. Gott sein bedeutet, die vollkommene, absolute Einsamkeit und das unendliche Sein allein aus sich heraus. Der Weg dorthin kann nur durch die allerschwersten Prüfungen und Schicksalsschläge gezeichnet sein, die den Mechanikermeister letztlich zwingen, alles und von allem loszulassen. Nur so ist es ihm möglich, Schritt für Schritt diese Einsamkeit Gottes zu erreichen und zu ertragen. Doch wenn Silavon dereinst angekommen sein wird, dann sind sie bereits zwei und die Einsamkeit erscheint ein Stück weit überwunden.Und tatsächlich schreitet der Große Mechanikermeister schon viele Millionen Jahre auf diesem Wege zu Gott. Sein Anspruch ist es, aus sich heraus eine neue, bessere Welt zu schaffen, die nicht nur mit der Außerkraftsetzung bestimmter Schöpfungsprinzipien, sondern vielmehr mit der radikalen Neustrukturierung des Energiekörpers verbunden ist. Siehe Glossar „Technik“, Unterkapitel „Das wirkliche Anliegen des Mechanikermeisters“. Nach der Meinung des Mechanikermeisters sollte dies eine Welt sein, „in der die Geschöpfe ohne Schmerzen, ohne sich gegenseitig fressen zu müssen und ohne Tod bis in alle Ewigkeit in Glückseligkeit miteinander leben.“Doch jener Aspekt der radikalen Veränderbarkeit der Schöpfung, der im Tun des Mechanikermeisters greifbar wird, wirft zugleich ein neues Licht auf die scheinbare Unvollkommenheit der Schöpfung, wie sie von den Bewohnern der Ebenen wahrgenommen wird. Erst diese Unvollkommenheit macht die Schöpfung letztlich vollkommen, weil sie einen inneren Motor für die Entwicklung und Reife ihrer Bewohner und damit für Gott selbst darstellt.

[1]  Siehe Kap. „Elisande“.

[2]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[3]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

[4]  Siehe Kap. „In der Eisenburg des Mechanikermeisters“.

[5]  Siehe Kap. „Zurück beim Mechanikermeister: Die große Verwandlung“.

[6]  Siehe Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.

[7]  Siehe Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.

[8]  Sieh Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“.

[9]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

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Hampelmann Fridolin, alias Prinz TulitpanDirect linkDie äußere Erscheinung des Hampelmanns Fridolin Der Hampelmann Fridolin ist eine spindeldürre, lebende Puppe, ungefähr einen halben Meter groß, mit roten, strohigen Haaren. Seine Augen haben ...

Die äußere Erscheinung des Hampelmanns Fridolin
Der Hampelmann Fridolin ist eine spindeldürre, lebende Puppe, ungefähr einen halben Meter groß, mit roten, strohigen Haaren. Seine Augen haben eine außergewöhnlich tief himmelblaue Farbe. Sein eher freches, spitzes Gesicht kann wie das Wetter von einem Augenblick auf den anderen einen schwermütigen Ausdruck annehmen und zeugt von tiefen Seelenvorgängen, die in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillingen nur selten thematisiert werden. Diese Wolken verziehen sich jedoch in der Regel ebenso schnell wie sie gekommen sind.Fridolins Kleidung ist schrill. Er trägt eine weinrote Zipfelmütze, ein blaues Hemd, eine gelbe Jacke und grasgrüne, viel zu kurze Hosen, die deshalb entfernt an Knickerbocker erinnern. Als er sich in den Prinzen Tulitpan verwandelt, verändert sich auch seine Kleidung.[1]
Zwei Seelen in einem Körper
Der Hampelmann Fridolin wurde von dem Großen Mechanikermeister vor vielen Millionen Jahren im Rahmen seines großen Schöpfungsvorhabens geschaffen.[2] In seinem Körper fanden zwei Seelenteile und damit zwei grundverschiedene Wesen ihr Zuhause, zum einen der Seelenteil, den der Mechanikermeister jedem seiner Wesen mitgegeben hatte, zum anderen der des Prinzen Tulitpan. Diese verschiedenen Seelenteile bestimmten Fridolins besonderes Wesen, das komplett zwiegespalten war. Der dominierende Persönlichkeitsteil erschien arrogant, frech, vorlaut, gehässig, prahlerisch aber auch sehr phantasievoll. Kaum konnte der Hampelmann Phantasie und Wirklichkeit auseinanderhalten. Der versteckte Persönlichkeitsteil in Gestalt des Prinzen Tulitpan hingegen war altruistisch, gerecht, bescheiden und selbstlos, sanft, friedfertig und wissend. Jule hatte von Anfang an diese zweite, versteckte Seite seiner Persönlichkeit erahnt und ihren Hampelmann, wie es in ihrem Wesen lag, ohne jeden Vorbehalt geliebt.Als Prinz Tulitpan in dem Universum der gefrorenen Zeit gefangen war, verwendete er offensichtlich den Körper Fridolins als eine Art Rettungsseil, um derart zurück in die Ebenen zu gelangen. Vermutlich erhoffte er sich damit zugleich, den Großen Mechanikermeister auf sein Schicksal aufmerksam zu machen, denn Fridolin war ja eines seiner Geschöpfe.Das einzige Wesen, das von dem genauen Doppelleben des Hampelmanns alias Prinz Tulitpan wusste, war offensichtlich Aitija, die Kraft. Auf Jules Frage, ob denn der Prinz Tulitpan ganz in ihrer Nähe sei, antwortet sie: „Er ist da, aber in einer anderen Gestalt. Mehr kann ich dir nicht sagen. Irgendwann, wenn die Zeit reif ist, wirst du vor ihm stehen und ihn erkennen.“[3] Siehe Glossar „Prinz Tulitpan“.

Prinz Tulitpan
Prinz Tulitpan ist ein Angehöriger der Kachynas, also jenes Volkes, das als erstes die fünfte Ebene bewohnte, von der unsere Erde ein Teil ist. Siehe dazu Glossar „Kachynas“. Als die Drachenwesen die Erde überfielen, blieb Tulitpan als Stellvertreter auf der Erde zurück, damit die Kachynas diese verlassen konnten. Durch das Vergessen und die fortwährenden Erfahrungen des Schmerzes fiel er jedoch immer tiefer in den Reinkarnationen, bis er durch innere Leere als Strategie der Schmerzbeseitigung ein eigenes Universum schuf, das ihm durch seine Kälte und Leere selbst zum Gefängnis wurde.[4] Erst durch Jule kam es zur Auflösung dieses „Universums der gefrorenen Zeit“[5] und mit dem magischen Baum, der Himmel und Erde durch die Liebe verband, letztlich auch zur Befreiung des Prinzen Tulitpan.[6] Zur tieferen Bestimmung des Prinzen Tulitpan als Gezeichnetem siehe Glossar „Gezeichneter“.
Die Verbindung Jules mit dem Prinzen Tulitpan
Ungeklärt bleibt die tiefere Verbindung Jules mit dem Prinzen Tulitpan. Während sich Fridolin alias Prinz Tulitpan im Lichtstrom des Baumes der Liebe auflöste, sprach er zu Jule: „Hab keine Angst, Jule. Du kennst nun meinen richtigen Namen, Prinz Tulitpan. Doch gekannt hast du mich schon immer. Schwämmchens Erlösung war auch die meinige, denn das allmächtige Schicksal hatte mein Leben untrennbar mit dem ihrigen verwoben. Wenn ich auch gehe, wirst du mich mit der Kraft der Liebe doch immer wiederfinden. Das garantiere ich dir. Lass uns bis dahin jeden Tag auf unser Wiedersehen freuen …“[7] Es ist mir gelungen, einen Teil dieses Geheimnisses zu lüften, das ich im nächsten Buch preisgeben werde.

[1] Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[2]  Siehe Kap. „Erinnerungen“.

[3]  Siehe Kap. „Die Geschichte vom Prinzen Tulitpan“.

[4]  Siehe Kap. „Die Geschichte vom Prinzen Tulitpan“ und Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[5]  Siehe Kap. „Gefangen in der gefrorenen Zeit“.

[6]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[7]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

Hasengeschlecht derer von HaidenDirect linkUrsprung des Hasengeschlechts Das Hasengeschlecht derer von Haiden soll laut Aussagen Hasso von Haidens das älteste Hasengeschlecht der Ebenen sein. Es wurde von dem Stammvater Blasarius ...

Ursprung des Hasengeschlechts
Das Hasengeschlecht derer von Haiden soll laut Aussagen Hasso von Haidens das älteste Hasengeschlecht der Ebenen sein. Es wurde von dem Stammvater Blasarius Mara Donna von Haiden vor etwa 700 Millionen Jahren begründet. Dieser Stammvater wiederum leitet sich von einer der Urkonfigurationen von Energie, einer quirligen Substanz Namens „Finkenade“ ab, die bereits wesentliche Charaktereigenschaften trug, die später allen Hasen derer von Haiden eigen sein sollten.Die Vorfahren Hasso von Haidens waren Ritter oder besser „Hasenritter“ und zeichneten sich sämtlich durch besonderen Mut und einen großen technischen Erfindergeist aus. Alle von Haidens können uralt werden, manche sogar mehrere Millionen Jahre, wenn sie denn wollen. Hasso von Haiden bezeichnet sein eigenes Geschlecht als „Träger der Weisheit und des Heldenmuts in den Ebenen“.[1] Angesichts dieser Tatsache ist es doch verwunderlich, wie gerade in der fünften Ebene alle Wahrheiten auf den Kopf gestellt werden. Denn dort glaubt man irriger Weise, dass die Hasen und Kaninchen, die mit dem Geschlecht derer von Haiden entfernt verwandt sind, sämtlich ängstlich und dumm seien.
Die Verwandtschaft mit der geheimnisvollen Ursubstanz „Finkenade“
Sämtliche Angehörigen des Hasengeschlechts derer von Haiden sind bis zu einem gewissen Grade Formwandler, was laut Hasso von Haiden unmittelbar mit der Ursubstanz „Finkenade“ zusammenhängt.[2] Sie können grundsätzliche jede beliebige Form annehmen und auch jederzeit wieder in die quirlige Ursubstanz „Finkenade“ zurückkehren.Nur zweimal in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird jedoch die Verwandlungsfähigkeit mehr oder weniger greifbar, einmal bei der Begegnung mit Hassos Ururururururgroßvater Helmerich-Schraubart von Haiden im Neunuhrsaal des Kuckucksuhrenschlosses der Tante Tide, wo dieser sich in einen jugendlichen Greis in Menschengestalt verwandelt hatte, ein andermal als Hasso von Haiden den Drache Morsus in sich eindringen ließ und sich damit in dessen Drachengestalt verwandelte.[3]

Mit diesen morphischen Fähigkeiten des Formwandelns hängen auch die Gewohnheiten und Fähigkeiten derer von Haiden zusammen, je nach Aufenthaltsort und Ebene ihr Wesen und ihre Verhaltensweisen an diese Orte anzupassen und sich derart teilweise radikal zu verändern, wie wir es bei Hasso von Haiden in Folge seines Wechsels von der fünften in die sechste Ebene deutlich beobachten konnten.In der Anfangszeit waren die Hasen noch schneeweiß und winzig klein, kaum zwei Zentimeter groß. Später dann vergrößerten sie sich immer mehr bis auf ihre heutigen Maße von etwa 1,50 m. Dabei wechselten sie mehrmals ihre Grundfarbe, so dass die von Haidens ungefähr 350 Mal sämtliche Farben des Regenbogens durchliefen. Seit zweieinhalb Millionen Jahren tragen die Vertreter dieses altehrwürdigen Hasengeschlechts nun bereits unverändert ein grünes Fell, so dass gar bald wieder ein neuer Farbwechsel bevorsteht.Gilt diese Beschreibung grundsätzlich für alle von Haidens, so ist der Hase Hasso von Haiden jedoch als erster Vertreter aus unerfindlichen Gründen ein wenig aus der Art geschlagen, denn er bevorzugt mehr die edlen ritterlichen Tugenden als den technischen Erfindergeist seiner Ahnen.
Die Ahnenreihe derer von Haiden
Die Ahnenreihe derer von Haiden bleibt in dem Buch weitestgehend im Dunkeln. Bekannt sind nur folgende Generationen:
1. Die Ursubstanz „Finkenade“;2. der legendäre Stammvater derer von Haiden, Blasarius Mara Donna von Haiden;3. Hassos Ururururururgroßvater Helmerich-Schraubart von Haiden, der Chefingenieur und treue Gefährte des Großen Mechanikermeisters war;4. Hassos Urgroßvater Waldo von Haiden, genannt der Wahrhaftige, der Entdecker der Technik des „durch die Liebe anbinden“. Siehe dazu Glossar „Durch die Liebe anbinden“.5. Hasso von Haiden.

[1]  Siehe Kap. „Die Entscheidung“.

[2]  Siehe Kap. „Die Entscheidung“.

[3]  Siehe Kap. „Die Hüterin der Zeit“ und „Das ungewöhnliche ‚Geschäft‘ des Hasen“.

Hasso von HaidenDirect linkÄußere Erscheinung Hasso von Haiden ist ein Hasenritter und einer der Hauptakteure der abenteuerlichen Reise durch die Ebenen. Sein Äußeres passt nicht so recht zu einem ...

Äußere Erscheinung
Hasso von Haiden ist ein Hasenritter[1] und einer der Hauptakteure der abenteuerlichen Reise durch die Ebenen. Sein Äußeres passt nicht so recht zu einem Hasen. Sein Fell ist grasgrün, er trägt eine rostige Ritterrüstung, gefertigt aus alten Blechbüchsen, die er sich vermutlich im Wald zusammengesucht hat. An seinem Gürtel hängt rechts ein Büchsenöffner und an seiner linken Seite ein eisernes Kurzschwert. Auch sein Schnurrbart ist untypisch und erinnert mehr an den einer Katze als eines Hasen. Sein Alter kann man unmöglich schätzen, da Hasenritter aus dem Geschlecht derer von Haiden nicht wirklich altern. Sie können viele Millionen Jahre leben, so sie es denn wollen. Und wenn sie „sterben“, dann tun sie dies nicht in dem Sinne wie es in der fünften Ebene quasi durch Zwang geschieht. Vielmehr entscheiden sie sich je nach ihrer Befindlichkeit, zumeist nur aus einer gegenwärtigen Laune heraus, in den Zustand der Urenergie Namens „Finkenade“ zurückzukehren – eine Entscheidung, die jedoch nicht endgültig ist.
Persönlichkeit
Ganz im Kontrast zu seinem eher etwas verwahrlosten, „abgewrackten“ Äußeren ist Hasso von Haiden eine außergewöhnlich edle, aufrichtige, hochherzige und mutige Persönlichkeit, manchmal ein wenig eitel, immer hilfsbereit und quasi der klassische Beschützer. Seine natürliche Lebensweisheit und Welterfahrenheit resultieren aus seinem hohen Alter, wohingegen sein teilweise absonderliches Verhalten, insbesondere in der fünften Ebene, sich aus der bereits erwähnten Tatsache erklärt, dass alle Hasenritter derer von Haiden Form- und Geistwandler sind. Das heißt, sie passen ihr Verhalten und ihre Gestalt automatisch an die jeweiligen Orte und Situationen an. Wenn Hasso sich also in einer verrückten Umwelt wie jener der Erde aufhält, verhält er sich ebenfalls verrückt.

Dieses Verhalten hängt mit dem außergewöhnlichen Ursprung dieses etwa 700 Millionen Jahre alten Hasengeschlechts zusammen in Gestalt der sehr lebendigen und quirligen Urenergie Namens „Finkenade“. Bereits diese Urenergie besaß jene außergewöhnlichen empathischen Anpassungsfähigkeiten.
Während Hasso von Haidens Vorfahren, von seinem Stammvater Blasarius Mara Donna von Haiden, über Hassos Ururururururgroßvater Helmerich-Schraubart von Haiden bis hin zu seinem Urgroßvater Waldo von Haiden, genannt der Wahrhaftige, sich alle durch einen außergewöhnlichen technischen Erfindungsgeist auszeichneten, ist Hasso völlig unbegabt für technische Dinge. Schon sein Ururururururgroßvater hatte diese Besonderheit vorausgesehen und mehrere Millionen Jahre zuvor seinen zukünftigen Ururururururenkel Hasso von Haiden als Wendepunkt und Beginn eines neuen Hasenritterzyklus angekündigt. Siehe auch Glossar „Hasengeschlecht derer von Haiden“.
Hasso von Haiden als Reisebegleiter
Das Zusammentreffen Hasso von Haidens mit Jule und Franzi auf der Heide am Bahndamm erscheint ebenso wenig ein Zufall wie die Tatsache, dass er die beiden Mädchen auf ihrer gesamten Reise treu begleitete, ohne auch nur einmal einen Grund dafür anzugeben. Erst viel später zeigte sich, dass Hassos Ururururururgroßvater Helmerich-Schraubart von Haiden, der Chefingenieur des Großen Mechanikermeisters, das Erscheinen Jules bereits vor Millionen von Jahren in einem Brief an seinen Ururururururenkel vorausgesagt hatte.[2] Denn seiner Meinung nach war Jule, alias Almina dazu bestimmt, den Riss der Welten zu heilen. Damit verfolgt Jule Levitan die gleiche Aufgabe wie der Große Mechanikermeister. Und damit schließt sich der Kreis zwischen Jule, Hasso, Helmerich-Schraubart und dem Mechanikermeister, hinter dem eine höhere Absicht wirkte.

[1]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.

[2]  Siehe Kap. „Die Flucht“.

Hexe GarrgamolDirect linkHexe Garrgamol Über die Hexe Garrgamol ist kaum etwas bekannt, außer, dass sie an der Verschwörung gegen den Großen Mechanikermeister an zentraler Stelle beteiligt ist. Garrgamol ...

Hexe Garrgamol
Über die Hexe Garrgamol ist kaum etwas bekannt, außer, dass sie an der Verschwörung gegen den Großen Mechanikermeister an zentraler Stelle beteiligt ist. Garrgamol erscheint mindestens in drei Doppelgängern, als Hexe Garrgamol am Bahndamm von Warnemünde nach Berlin, als Alte auf der Dorneninsel und als Alte im Tiergartenpark.Garrgamol arbeitet direkt mit dem Drachen Morsus, der Energiespinne Ecoli und dem Zauberer Moschkotani zusammen. Mit ihrem Raub des Hampelmanns Fridolin aus dem Zug ist sie der Auslöser der abenteuerlichen Reise der beiden Mädchen schlechthin. Und erst sehr spät, als Jule den Mechanikermeister und später den mystischen Balamar trifft, kommt der ganze Umfang des Ränkespiels der Hexe Garrgamol ans Tageslicht. Als Alte von der Dorneninsel redete sie dem Mechanikermeister ein, sein Herz sei von der Krähe gefressen worden, um ihn von der weiteren Suche abzuhalten. Dieser Täuschungsversuch ist Teil des weit in die Vergangenheit zurückreichenden großen Plans, den Mechanikermeister alias Silavon von seiner geliebten Elisande zu trennen. Denn beide verkörpern mit den von ihnen gelebten Prinzipien der Reinheit, Freiheit und Liebe eine gewaltige Kraft, die den dunklen Machenschaften Garrgamols und ihrer Gefährten im Wege ist.

Silavon und Elisande waren die Einzigen, die den Verführungen und Intrigen des Drachen Morsus zu widerstehen vermochten.
Auf Jules Frage, was die Hexe Garrgamol gegen ihn habe, antworte der Mechanikermeister: „Ich bin alles, was sie nicht ist und niemals sein will. Du weißt, dass ich eine bessere Welt ohne Schmerz und Trennung aufzubauen versuche. Doch Garrgamol und ihre Gefährten wollen nur zerstören. Sie sind das Gegenprinzip des Schöpferischen, das Gegenteil der Liebe. Jegliches Vertrauen unter den Lebewesen versuchen sie mit Angst und Schrecken auszutreiben. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht.“Der Name der Hexe ist in diesem Zusammenhang ganz aufschlussreich: Garrgamol entstammt einer der ältesten Sprachen des Universums, die noch immer in der zweiten unteren Ebene gesprochen wird. Garrgamol leitet sich von den Worten „garra gahar mohol“ ab, was so viel heißt wie „verkehre alles ins Gegenteil“. Verwendet man statt der wörtlichen Übersetzung eine ebenfalls dort gebräuchliche, geheime hermeneutische Zahlenformel, dann bedeutet „garra gahar mohol“ die „Klauen des schwarzen Drachens“.

Hieronymus SchneidewindDirect linkIn den Vorzimmern der Verlage und Rundfunkanstalten wimmelt es nur so von subalternen Lektoren und Redakteuren vom Schlage eines Hieronymus Schneidewind, die nach oben duckend und ...

In den Vorzimmern der Verlage und Rundfunkanstalten wimmelt es nur so von subalternen Lektoren und Redakteuren vom Schlage eines Hieronymus Schneidewind, die nach oben duckend und nach unten tretend ihr Dasein als selbsternannte kleinabsolutistische Herrscher über Glück und Leid der armen Schreiberseelen fristen: Vom Schicksal in Sachen Kreativität allzu stiefmütterlich behandelt oder aber zu feige, die Entbehrungen und Unwägbarkeiten eines Künstlerlebens auf sich zu nehmen, rächen sie sich an ihrem Schicksal oder auch an sich selbst, indem sie den weniger Kleinmütigen und den Begabteren das Leben zur Hölle machen. Nichts, aber auch gar nichts darf an ihnen vorbei, es sei denn die geistigen Produkte ihrer Opfer sind noch kleiner und niedriger als ihr eigener Geist. Ist letzteres nicht der Fall, stampfen sie diese Produkte derart zusammen, dass das künstlerische Werk all seine Einzigartigkeit und Großartigkeit verliert. In Zeiten diktatorischer Verhältnisse können aus diesen Zensoren sogar ab und an mächtige Staatsleute werden. Und indem sie derart auf alles und jeden ihre „Hundemarken“ setzen, erschaffen sie im wahrsten Sinne die Welt nach ihrem Geruch oder Bilde.Wie dieser Vorstuben-Absolutismus funktioniert, fragen Sie sich? Ganz einfach: Indem der Lektor sein eigenes geistiges Niveau zur Messlatte erhebt, bestimmt er das Niveau der Leserschaft eines gesamten Landes und damit entsteht ein Teufelskreis, an dessen Ende nur noch die absolute Geistlosigkeit stehen kann, die aber damit dann letztendlich auch Beruf und Berufung des Lektors überflüssig macht. Denn was sollen Lektoren vom Schlage eines Schneidewind dann noch verwalten, wo der Geist abhanden gekommen ist und damit Verwalter und Verwaltetes deckungsgleich geworden sind?Ja aber in welchem Verlag saß denn nun dieser kleingeistige Lektor Hieronymus Schneidewind? Das ist eigentlich völlig unwichtig. Er kann überall gesessen haben. Dennoch habe auch ich mir natürlich diese Frage gestellt:Erich Kästners erster Verleger war der Verlag Curt Weller & Co. in Leipzig, in dem 1928 sein erstes Buch „Herz auf Taille“, eine Sammlung von Gedichten aus der Leipziger Zeit, erschien.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Schneidewind in diesem sehr jungen und progressiven Verlag gearbeitet hat, der stark durch seinen charismatischen Spiritus Rector Curt Weller geprägt war. Analoges gilt für den Berliner Verlag Williams & Co., in dem die rührige Edith Jacobsohn, die Witwe des „Weltbühne“-Verlegers Siegfried Jacobsohn, schützend die Hand über Erich Kästner hielt und ihn animierte, Kinderbücher für ihren Verlag zu schreiben. 1929 erschien mit großem Erfolg bei „Williams & Co. „Emil und die Detektive“. In Leipzig arbeitete Kästner für den Verlag Otto Beyer, einen 1890 gegründeten Großverlag. Obgleich er ab 1926 in der in diesem Verlag erschienenen Familienzeitschrift „Beyers für Alle“, bzw. seit 1928 bis 1932 in der „Kinderzeitung von Klaus und Kläre“ fast 200 Artikel, Geschichten, Gedichte, Rätsel und kleine Feuilletons geschrieben hat, kommt auch dieser Verlag nicht in Frage. Denn Otto Beyers Verlagsprogramm beinhaltete keine derartigen Bücher wie „Auf dem Rücken der Weisen Schildkröte“.Auf der Basis dieses Ausschlussverfahrens glauben wir zu wissen, welcher Verlag es gewesen sein könnte, in dem der kleingeistige Lektor Hieronymus Schneidewind sein Unwesen trieb: Nachdem sich Erich Kästner 1926 von der „Neuen Leipziger Zeitung“ wegen seiner missliebigen politischen Ansichten mit dem Chefredakteur überworfen hatte, verschaffte Kästners engster Freund Leo Levitan ihm die Möglichkeit für den Ullstein Verlag, genauer gesagt für dessen Zeitung, die „Berliner Morgenpost“, zu schreiben. Es ist nur naheliegend, dass Erich Kästner wenige Tage, nachdem ihm Jule und Franzi am Heiligabend 1926 im Kreise der Familie Levitan in Berlin ihre Erlebnisse offenbart hatten, zu eben diesem Verlag gegangen war. Keine zwei Wochen zuvor hatte Jules Vater Leo Levitan ihm dort eine Stellung vermittelt. Seltsamer Weise wurde aus dieser Anstellung beim Ullstein Verlag jedoch nichts. So kann man vermuten, dass die Ablehnung seines Manuskripts bei diesem Verlag Herrn Kästner derart schwer getroffen hatte, dass er auf eine Zusammenarbeit verzichtete. Der Ullstein Verlag residierte in den 1920er Jahren im Ullsteinhaus in Berlin-Tempelhof direkt am Teltowkanal, wo sich die Redaktions- und Verlagsräume sowie eine eigene Druckerei befanden.

Hotz Lotz und Binki Lotz, Lotzeländer oder LotzeDirect linkHotz Lotz und Binki Lotz gehören zu den ersten Geschöpfen, die der Große Mechanikermeister nach dem Verlust seines Herzens geschaffen hatte, um mit ihnen ein für ...

Hotz Lotz und Binki Lotz gehören zu den ersten Geschöpfen, die der Große Mechanikermeister nach dem Verlust seines Herzens geschaffen hatte, um mit ihnen ein für alle Mal Leid und Tod zu überwinden. Ihre Unschuld, Liebenswürdigkeit und Gutmütigkeit scheint bereits darauf hinzuweisen, dass ihm die Vernichtung seines Herzens und damit der Liebe nicht wirklich gelungen ist. Denn in einer der ergreifendsten Szenen des Buches sagt im Traum der höchste Schöpfer zum Mechanikermeister: „Silavon, du bist ein Geschöpf Gottes und damit der Liebe. Du kannst die Liebe nicht vernichten.“Jule selbst weist auf die verblüffende Ähnlichkeit zwischen dem Charakter der Lotze und bestimmten Wesenszügen des Mechanikermeisters hin, der tiefen Ernst und enormes Wissen mit einer geradezu kindlichen Unschuld, Liebenswürdigkeit und Güte in sich vereinte.[1]Dennoch besitzen die Lotze, wie alle Geschöpfe des Mechanikermeisters, kein Herz. Angetrieben werden sie durch den Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator, der alle Geschöpfe des Mechanikermeisters mit Energie versorgt. Obgleich die Lotze von ihm als unsterblich geschaffen wurden, können ihre Körper dennoch rosten – ein seltsamer Widerspruch, dessen Grund in dem Bericht der Levitan-Zwillinge nicht erklärt wird.Sehr interessant ist die Tatsache, dass keiner der Lotze „mit doppeltem Boden“ zu denken vermag. Lotze kennen also keine Ironie, weil sie der Große Mechanikermeister ganz bewusst ohne reflexives Bewusstsein geschaffen hat. Dadurch sind sie grundehrlich und können nicht lügen. Denn zur Lüge ist die bewusste Zurückhaltung eines zweiten versteckten Gedankens notwendig.Die Lotze sind auch nicht in der Lage, irgendwelche Schmerzen zu empfinden. Erscheinen sie manchmal gewalttätig, besitzen sie dennoch keinerlei moralische Instanz, ihre eigenen Handlungen zu bewerten, so dass man ihnen eigentlich niemals böse sein kann. All diese Wesenseigenschaften sind wichtige Belege für das umfassende Schöpfungskonzept des Großen Mechanikermeisters.Von ihrem Äußeren erscheinen die Lotze als nahezu identisch. Hotz Lotz zum Beispiel unterscheidet sich von seinem Bruder allein durch seine grünen Augen, wohingegen Binki Lotz blaue besitzt.

Die Lotze bevölkern sämtliche Welten von der sechsten bis zur zwölften Ebene. Ursprünglich liebten sie die Geselligkeit und waren sehr hilfsbereit, begannen sich jedoch im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen zu vereinzeln. Siehe dazu Glossar „Lotzeland“. Auch diese Vereinzelung fällt ihnen nicht schwer, sind sie doch von ihrem Wesen her, d.h. jeder für sich, ganz eigenständige und einzigartige Geschöpfe.Gegenwärtig leben die Lotze zumeist in kleineren Gruppen oder Verbänden, häufig auch allein und setzen interessanterweise bestimmte Tätigkeiten des Mechanikermeisters in ihrem Leben fort. So schreibt Binki Lotz zum Beispiel Bücher, Hotz Lotz wie auch sein Bruder Binki sind technisch äußerst begabte Mechaniker und erschaffen wie ihr Vater ebenfalls Geschöpfe. Allerdings fehlt den Lotzen die Fähigkeit der Beseelung ihrer Geschöpfe, wie es ihr Vater mit ihnen selbst vermochte. Doch der Mechanikermeister ist ein Engel. Eine tiefere Kenntnis des Umgangs mit dem Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator ist ihnen ebenfalls nicht gegeben, weshalb die Geschöpfe der Lotze sämtlich mechanische Puppen blieben.Als die Lotze durch die Tränen des Großen Mechanikermeisters und durch den Himmel und Erde verbindenden Eichbaum von dem Gefängnis ihrer eisernen Körper erlöst wurden, verwandelten sie sich in feenhafte Wesen. Diese Erlösung zeigt deutlich, dass aus Leben immer Leben entsteht und der Mechanikermeister ein wahrer Schöpfer ist. Silavon hat einen Teil seiner eigenen Energie und Seele für seine Geschöpfe geopfert und diese derart beseelt. Nur dadurch konnten sie nach der Zerstörung ihrer Körper als feenhafte Wesen weiter existieren. Dieser Vorgang zeigt aber auch, dass Schöpfen zugleich Selbstaufgabe bedeutet, denn im Schöpfungsprozess gibt man freiwillig einen Teil seiner selbst von sich oder im Extremfall sich sogar vollständig auf und hin.

[1]  Siehe Kap. „Erinnerungen“.

J

Jule Levitan, alias Almina, alias FalkenmädchenDirect linkDie äußere und innere Erscheinung Jule Levitans Jule Levitan ist ein 12 Jahre altes Mädchen, ein blonder eher nordischer Typ mit sanften braunen Augen und langen, ...

Die äußere und innere Erscheinung Jule Levitans
Jule Levitan ist ein 12 Jahre altes Mädchen, ein blonder eher nordischer Typ mit sanften braunen Augen und langen, dicken blonden Haaren. Meist trägt sie offene Haare, manchmal auch zwei lange geflochtene Zöpfe. Ihre ganze Erscheinung strahlt eine sehr eigenwillige Schönheit aus, die man seltsamerweise kaum an irgendwelchen Äußerlichkeiten festzumachen vermag. Doch alle bemerken dieses innere Strahlen.In einer der Schlüsselszenen des Erlebnisberichts stellen Franzi und Hasso von Haiden eine erstaunliche Ähnlichkeit zwischen Jule und der Schönen Cloeda fest.[1]Jule liebt phantasievolle, altertümliche Kleidung. Von ihrem Wesen her ist sie sehr sensibel und zugleich außergewöhnlich stark und unabhängig. Aufgrund ihrer ausgeprägten empathischen Fähigkeiten zeigt sich ihr innerer Zustand recht wechselhaft, so dass sie sich selbst nach eigenen Schilderungen oft wie ein Stück Holz im reißenden Fluss fühlt. Ihren markanten Gerechtigkeitssinn und ihr stark altruistisches Verhalten teilt sie mit ihrer Mutter Rosalie Siebenblatt aus dem Berlin der zwanziger Jahre. Über ihre Mutter aus dem 21. Jahrhundert erfahren wir nichts, außer dass sie ausgesprochen ordnungsliebend war. Dennoch vermeidet Jule Konflikte eher, als dass sie diese offensiv angeht. Dieses Verhalten ändert sich jedoch im Laufe ihrer Reise durch die Ebenen. Von Natur aus ist Jule äußerst wissbegierig, romantisch und kreativ. Besonders auffällig ist ihre ausgeprägte Liebesfähigkeit. Die unterschwellige Melancholie Jule Levitans rührt vordergründig von einer frühen Verletzung und einem unaufgelösten Trennungsschmerz im Alter von vier Jahren.[2] Hintergründig jedoch ist ihre Schwermut Ausdruck einer tiefen Ablehnung des derzeitigen unheilvollen Zustands der Welt, der lieblosen Beziehungen der Menschen untereinander und deren kalten, aggressiven Verhältnisses zur Natur und zu den Tieren.
Historische Hintergründe
Jule Levitan wurde laut Aussagen ihres Vaters Professor Leo Levitan am 31. Mai 1914 in Berlin in der Victoriastraße 10 geboren. Ihre Existenz etwa 90 Jahre später[3] offenbarte sich durch die Aussage der Weisen Schildkröte[4] und deren Einlösung am Endes des Buches[5] somit nur als ein Blick in die Zukunft, obwohl Jule bis dahin überzeugt gewesen war, am Ende des 20. Jahrhunderts geboren worden zu sein. Entsprechend der Logik des Buches hätte Jule ihre Zukunft damals in den zwanziger Jahren also nur geträumt? Zu den diesbezüglichen Paradoxien siehe Glossar „Gänsegeier“.Meine diesbezüglichen Nachforschungen ergaben, dass Jule Levitan unter leicht geändertem Namen tatsächlich am 31. Mai 1914 in Berlin geboren wurde. Gemeinsam mit ihrer Schwester Franzi besuchte sie das Französische Gymnasium am Reichstagsufer. Leider konnte ich die entsprechenden Jahrgänge der Schülerlisten nicht einsehen, da diese im letzten Kriegsjahr 1945 gemeinsam mit dem Schulgebäude vernichtet worden sind.

Wie mir die nunmehr 96-jährige Frances Berggruen, alias Franzi Levitan mitteilte,[6] waren Franzi und ihre Schwester Jule in diesem Gymnasium zusammen mit einem Stephen Max Katzenellenbogen in derselben Klassenstufe. Frances Berggruen hat mit diesem Herrn bis zu seinem Tode im Jahre 2004 enge Freundschaft gehalten. Diese Person konnte ich in der Tat ermitteln, obwohl er seinen Nachnamen in Kellen anglisiert hatte.[7]Jule Levitans Existenz im 21. Jahrhundert zu identifizieren, ist mir bis dato jedoch noch nicht gelungen. Seltsam in diesem Zusammenhang erscheint auch meine reale Begegnung mit Franzi Levitan alias Franzi Siebenblatt im 21. Jahrhundert. Wenn Jule und Franzi tatsächlich Ende des 20. Jahrhunderts erneut geboren worden sein sollten, dann müssten zumindest im Falle von Franzi Siebenblatt zwei Franzis existieren. Das von mir geplante nachfolgende Buch wird diesbezüglich einige Aufklärung bringen.
Wer war Jule Levitan wirklich – Die Doppelgängerinnen
Jule Levitan war und ist Almina, die Königin der Meereselfen der siebenten Ebene. Dereinst stieg sie freiwillig in die fünfte Ebene ab, um den Riss zwischen den Welten zu schließen. Siehe Glossar „Riss zwischen den Welten“. Die Wesen der höheren Ebenen, so z.B. die Träumenden Buddhas, der Gelbe Delphin Eidos und natürlich die Meereselfen der siebenten Ebene, hatten sämtlich Kenntnis von Jules wahrer Identität. Der Gelbe Delphin gab sich Jule gegenüber gar als ihr Lehrer zu erkennen.[8] Und die Regenbogenschlange Galahru nannte ihn „Jules Freund aus Kindheitstagen im Reich der Meereselfen“.[9] Der Mechanikermeister erkannte Jule durch die Kunst des wahren Sehens an ihrem viergeteilten Licht- oder Energiekörper, der sie als große alte Zauberin und Königin der Meereselfen auswies.[10] Darüber hinaus agiert sie auch noch als „Falkenmädchen“ als eine Helferin des Falkenmannes, dem Hüter der Herzen. In dieser Eigenschaft gewann sie das Herz des Großen Mechanikermeisters zurück. Siehe Glossar „Falkenmann“.Ungeklärt blieben in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge jedoch die geheimnisvollen tieferen Banden Jules mit der Schönen Cloeda wie auch mit dem Mechanikermeister.[11]Siehe dazu auch Glossar „Steinplatte am Boden des Meeres Scaah und das prophetische Gedicht“.

[1]  Siehe Kap. „Gefunden – Die Errettung der Schönen Cloeda“.

[2]  Siehe Kap. „Das Rätsel“.

[3]  Siehe Kap. „Von Warnemünde nach Berlin“.

[4]  Siehe Kap. „Die Verabredung“.

[5]  Siehe Kap. „Zurück in der fünften Ebene“.

[6]  Siehe „Dritter Nachsatz des Herausgebers“.

[7]  Er lebte und arbeitete als Bankier in New York.

[8]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.

[9]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[10]  Siehe Kap. „Erinnerungen“.

[11]  Siehe Kap. „Gefunden – Die Errettung der Schönen Cloeda“.

K

KachynasDirect linkDie Kachynas gelten laut uralten Legenden als allererste Bewohner der fünften Ebene noch lange bevor die Menschen in diese Welt kamen. Oftmals wird auch behauptet, sie ...

Die Kachynas gelten laut uralten Legenden als allererste Bewohner der fünften Ebene noch lange bevor die Menschen in diese Welt kamen. Oftmals wird auch behauptet, sie hätten auf der Erde gelebt, da viele glauben, die Erde der Menschen und die fünfte Ebene seien identisch. Tatsächlich ist die Erde, wie wir sie begreifen, nur ein kleiner Teil der fünften Ebene. Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Ebenen versus Sonnensysteme“. Das Wort „Kachyna“ bedeutet soviel wie Himmelsbewohner, was vielleicht auf einen feinstofflichen Bereich der fünften Ebene und/oder der Erde als Heimat der Kachynas schließen lässt. Wenn wir also den Begriff Erde als ursprüngliche Heimat der Kachynas gebrauchen, müssen wir diese geweitete Bedeutung immer im Auge behalten.Die Kachynas waren ausgesprochen weise, ihre Gedanken glasklar und ohne jegliche Disharmonie. Am Ende ihres Aufenthalts auf der Erde soll kein Zweifel oder Irrtum mehr ihr Denken getrübt haben. Ihr Wissen war über die Zeiten derart gewaltig angewachsen, dass sie schließlich sämtlichen oberflächlichen Beschäftigungen entsagten.Interessanterweise begingen die Kachynas in ihrer Frühzeit ähnliche Fehler wie die Menschen heutzutage. Sie hatten die raffiniertesten Maschinen und gewaltigsten Städte gebaut, die je das Universum gesehen. Erst als es fast zu spät war, und ein Teil der Ebene bereits zu sterben begann, erkannten sie die Unsinnigkeit und das Zerstörerische ihres Tuns und sie begannen allmählich den Sinn des Lebens zu verstehen. So vernichteten sie nach und nach sämtliche ersonnenen Bauwerke und Maschinen und kehrten schließlich zu dem Zustand zurück, in dem sie dereinst die Welt betreten hatten. Wie die Tiere lebten sie wieder in Erdhöhlen und kargen Hütten und ernährten sich von dem, was die Erde ihnen bereitwillig gab.

Die äußere Armut und Bescheidenheit des Lebens wurde belohnt mit einem unvorstellbaren inneren Reichtum an schönen Gedanken, positiven Gefühlen und phantastischen Vorstellungen, die es ihnen ermöglichten, in ewiger Glückseligkeit zu leben. Ihre hochentwickelten geistigen Kräfte erlaubten ihnen Berge zu versetzen und weite Reisen in die Unendlichkeit zu unternehmen. Und sie fühlten sich mit der ganzen Welt in unendlicher Liebe verbunden.[1]Diese paradiesische Zeit endete erst mit dem Überfall der Drachen- und Echsenwesen, die voller Hass und Gewalt alles um sich herum zu vernichten trachteten. Der Versuch der Kachynas, die Drachenwesen von ihrem zerstörerischen Tun abzubringen, brachte keinerlei Erfolg, so dass sie schließlich beschlossen, die Erde zu verlassen. Zwar hätten sie durch ihre gewaltigen Geisteskräfte jederzeit mit einem Schlag die gesamte Welt von den Drachen befreien können, doch verbot ihnen ihre eigene Friedfertigkeit und Überzeugung derlei kriegerische Maßnahmen.Ihre Suche nach einer neuen Heimat in den Tiefen der Ebenen blieb jedoch erfolglos, so dass sie schließlich den höchsten Schöpfer um Hilfe baten. Dieser verriet ihnen, dass ihr eigener Schwur die Erde auf immer und ewig zu schützen, sie am Verlassen der Erde hindere. Nur indem sie Stellvertreter auf Erden zurückließen, könnte ihr Volk weiterwandern. Die Kachynas folgten dem Rat und entschieden durch Los, wer in der fünften Ebene verbleiben sollte. Aus diesem Grund leben bis zum heutigen Tage noch immer einzelne Vertreter der Kachynas als Wächter unerkannt auf der Erde. Siehe dazu auch Glossar „Prinz Tulitpan“, Glossar „Srilakanahr“, Glossar „Gezeichneter“.

[1]  Siehe Kap. „Die Geschichte vom Prinzen Tulitpan“.

Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-OszillatorDirect linkEntstehungsgründe des Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillators Der Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator (KDCV-Oszillator) wurde von dem treuen Gefährten und Chefingenieur des Großen Mechanikermeisters Helmerich-Schraubart von Haiden al

Entstehungsgründe des Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillators
Der Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator (KDCV-Oszillator) wurde von dem treuen Gefährten und Chefingenieur des Großen Mechanikermeisters Helmerich-Schraubart von Haiden als Perpetuum mobile entwickelt, um mit diesem die Schöpfung des Meisters anzutreiben. Nachdem der Schwarze Vogel dem Mechanikermeister das Herz herausgerissen hatte, um gemäß dessen Irrglauben das innere Leid zu beenden, beschloss der Große Mechanikermeister seine neue Welt mit Lebewesen zu bevölkern, die wie er kein Herz besaßen. Derart glaubte er, den Fehler in der Schöpfung beseitigen zu können. Der Antrieb dieser mechanischen Wesen musste nunmehr über ein Perpetuum mobile geschehen, eben den KDCV-Oszillator, da allein auf diese Weise die Unsterblichkeit seiner Geschöpfe gesichert werden konnte. Diese unaufhörliche Energiezufuhr befreite die Lebewesen in der Tat von dem unheilvollen Fluch und Zwang, sich gegenseitig fressen zu müssen, um überleben zu können. Derart überwand der Große Mechanikermeister den Tod wie auch das teuflische Darwinistische Prinzip des hundertprozentigen Wettbewerbs „Jeder gegen Jeden“.
Funktionsweise des Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillators
Der KDCV-Oszillator verwendet als Energiequelle die sogenannten Drachenaugen, weil in ihnen die Urenergie in höchster Konzentration und reinster Gestalt gebunden ist, obgleich sie drachenhaften Ursprungs sind.[1] Denn sie entstanden in kristalliner Form aus der elementaren Erstarrung, die unmittelbar nach der Zerteilung des Drachen Morsus während des Kampfes mit der Schönen Cloeda durch deren punktuelle Vereinigung für Bruchteile von Sekunden erfolgte, wodurch sich große Teile des immensen Energiekörpers des Drachen, so auch seine Drachenaugen, in reinsten, härtesten Kristall verwandelten. Darüber hinaus besitzen die Drachenaugen die in den Ebenen absolut einzigartige Eigenschaft, die aus ihrer Substanz abgegebene Energie augenblicks wieder aufzufüllen, indem sie die lebendige Urenergie in reinster Form ansaugen und in sich aufnehmen. Die Drachenaugen sind also keine reinen Energiespeicher, sondern vielmehr eine Schnittstelle zur Urenergie. Ihre Energieansaugeigenschaft rührt daher, dass der Drache Morsus selbst ein reines Schmarotzerwesen ist, welches sich von fremder Energie ernährt. Diesen Energiesaugmechanismus haben die Drachenaugen auch nach der Zersplitterung des Drachen Morsus unverändert beibehalten und so werden schon wenige dieser blutroten Kristalle zu einem nie versiegenden Quell reinster Energie.Die Tatsache des umfassenden Abbaus der Drachenaugen als Antriebsmittel für den KDCV-Oszillator beruht dementsprechend nicht auf dem Prinzip, mit mehr Drachenaugen höhere Energiequanten zu speichern, sondern vielmehr darauf, derart die Durchflusskapazität der Energie zu erhöhen.Die Art und Weise, wie der KDCV-Oszillator die in den Drachenaugen konzentrierte und gebundene Urenergie extrahiert, ist nicht bekannt und eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Ebenen. Bekannt ist nur, dass die aus den blutroten Kristallen extrahierte Energie in Gestalt spezieller Energiewellen in die Ebenen multipliziert, dort von den Geschöpfen des Mechanikermeisters empfangen und zu ihrem Lebensantrieb genutzt wird. Siehe dazu auch Glossar „Drachenaugen“, Glossar „Ebenen“ sowie Glossar „Cloeda“ u.a.

Gefahren der Verwendung des KDCV-Oszillators
Aufgrund des dunklen Ursprungs der Drachenaugen gehört auch die aus ihnen gewonnene Energie in gewisser Weise der dunklen Gegenwelt an, was deren Verwendung gefährlich macht, und dazu führte, dass der Mechanikermeister anfangs nicht auf den Vorschlag Helmerich-Schraubart von Haidens zu ihrer Verwendung einging.[2] Denn jede Benutzer der Drachenaugen stellt zwangsläufig einen Kontakt zur dunklen Gegenwelt her und wird auch von dieser registriert.Darüber hinaus ist völlig unbekannt, von wo die Drachenaugen diese Urenergie überhaupt absaugen. Hasso von Haiden wiederholte die Vermutung einiger Kritiker des KDCV-Oszillators, dass die Drachenaugen die Urenergie direkt aus den Lebewesen der Ebenen ziehen und derart ihr Leben verkürzen. Wie auch immer, bis zum heutigen Tage üben die Drachenaugen Kontrolle über die Bewohner der Ebenen aus, auch wenn die Auswirkungen jener Kontrolle im Detail umstritten sind.
Das Interesse des Drachen Morsus am KDCV-Oszillator
Der Versuch des Drachen Morsus, den Bauplan des Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillators in Wariwahrium in seinen Besitz zu bringen und den Oszillator des Großen Mechanikermeisters zu zerstören, liegt in zweierlei begründet.[3] Einerseits möchte Morsus mit dem KDCV-Oszillator seine eigenen Schöpfungen der dunklen Gegenwelt antreiben. Zum anderen ist ihm die „zweckentfremdete“ Verwendung der Drachenaugen höchst zuwider: Überall in den 27 Ebenen tief unterhalb des Erdbodens, liegen diese roten Drachenaugen als Kristallsplitter verstreut – eine Zerstreuung, aufgrund derer der Drache nur noch über einen Bruchteil seiner ursprünglichen Energie verfügt. Eine uralte Legende besagt, dass, wenn es Morsus gelänge, sämtliche Splitter der Drachenaugen vollständig zusammenzuführen, er dann erneut seine ursprünglichen Kräfte des absolut Bösen erlangen würde. Und das wiederum ermögliche ihm, erneut den Kampf gegen die Schöne Cloeda aufzunehmen, um diese endgültig vernichten. Um diese Absicht zu vereiteln, hatte Helmerich-Schraubart von Haiden verfügt, die Kristallhöhle der Wariwahriländer samt Kristallstrom-Depersol-Cismose-Vehrogen-Oszillator für alle Zeiten unwiederbringlich zu versiegeln.[4] Siehe dazu auch Glossar „Wariwahriländer“.

[1]  Siehe dazu Glossar „Drachenaugen“.

[2]  Siehe Kap. „Die Entdeckung des Perpetuum mobile“.

[3]  Siehe Kap. „Der böse Plan des Zauberers Echard Susrom“.

[4]  Siehe Kap. „Die Flucht“.

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Leid und SchmerzenDirect linkDie Ursachen von Leid und Schmerzen sowie deren Überwindung bilden eine der zentralen Themen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge. Ihre Ursachen sind hochkomplex, so dass an dieser ...

Die Ursachen von Leid und Schmerzen sowie deren Überwindung bilden eine der zentralen Themen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge. Ihre Ursachen sind hochkomplex, so dass an dieser Stelle nur auf einige wenige, gleichwohl zentrale Aspekte des Leidens flüchtig eingegangen werden kann:
Die Erschaffung des Drachen Morsus und der Dualität
Die allererste Quelle des Leidens bildet das Schöpfungsunternehmen selbst, das bereits in seinen Anfängen mit seinem Anspruch der Erschaffung der Schönen Cloeda als Verkörperung des absolut Schönen und Vollkommenen zu scheitern drohte.[1] Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Entstehung der Ebenen“. Zur Wiederherstellung und Wahrung des Gleichgewichts schuf der Schöpfer notgedrungen ein Gegengewicht in Gestalt des Drachen Morsus, der das absolut Hässliche und Böse verkörpert.[2] Auf diese Weise kam die Polarität und Dualität in die Welt, die seitdem alle Dinge in Gut und Böse, Körper und Geist, Freund und Feind, Licht und Dunkel etc. zersplittert und damit eine Quelle endlosen Leidens wurde.
Die Manipulierbarkeit von Energie
Die allumfassende lebendige Urenergie ist hingebungsvoll und unschuldig wie Gott selbst und kann grundsätzlich in jede Richtung manipuliert werden, auch in die negative. Eine solche negative Richtung der Manipulation bildet die Erzeugung der Festigkeit, die in der fünften Ebene mit Materialität gleichgesetzt und derart zu einer Quelle endlosen Leidens, der Unfreiheit und des Todes wird. Diese Materialität der Welt ist identisch mit der Unbeweglichkeit der Gedanken der Lebewesen und entsteht überhaupt erst durch diese. Siehe dazu Glossar „Tod“.
Die Gedankenmanipulationen des Drachen Morsus
Nicht minder Leid erzeugend sind die vielfältigen Manipulationen des Drachen Morsus und seiner Gefährten. Siehe dazu Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“, Glossar „Reptiliengehirn“, Glossar „Reptoiden“, Glossar „Energiespinne Ecoli“ bzw. „Die dem Tode trotzt“ u.a.
Die Lebewesen als Produzenten des Leids
Die Weise Schildkröte erklärt, dass Leid und Elend der Welt letztlich Produkte des eigenen negativen Denkens der Ebenenbewohner sind und liefert den Weg zur Heilung der Welt durch das Verzeihen. So solle man für alle negativen Gefühle wie Ekel, Wut, Hass, Neid, die durch äußere und innere Dinge ausgelöst werden, um Verzeihung bitten. Man heilt also die Welt, indem man die innere Resonanz dazu heilt.[3] Siehe dazu Glossar „Gralskraft“.In diesen Kontext des selbstgeschaffenen Leids gehört auch der Kreislauf der Wiedergeburt. Indem die Lebewesen ihr falsches Verhalten nicht erkennen, oder es erkennen, aber nicht ändern, entsteht durch die Reinkarnationen immer wieder neues Leid durch Wiederholung – und zwar so lange, bis die alten Denk- und Verhaltensmuster aufgelöst und/oder verändert werden.Eine wesentliche Methode der Auflösung und damit Beendigung des Kreislaufs der leidvollen Wiedergeburten bildet die Methode des Rekapitulierens oder Wiedererinnerns. Indem man die negativen Gedanken und Gefühle rekapituliert und auflöst, löst man auch die Banden, die einen immer wieder zurück in die Wiedergeburten ziehen. Wiedergeburten in immer wieder die gleichen oder ähnlichen Lebenssituationen sind Anzeichen nicht aufgelöster Konflikte und der fehlenden Fähigkeit loszulassen und zu verzeihen. Diese leidvollen, stagnierenden Wiedergeburten hindern die Lebewesen, in ihrer Entwicklung und damit in den Ebenen voranzuschreiten.

Die Irrwege des Großen Mechanikermeisters und des Prinzen Tulitpan
Der Große Mechanikermeister suchte die Ursachen des Leidens und der Schmerzen ursächlich in der Liebe, da er sie irrtümlich als Gegenpol des Leids und der Schmerzen begriff. Indem er das vermeintliche Zentrum der Liebe, das Herz, beseitigte, erzeugte er jedoch nur neues Leid.Einem ähnlichen Irrtum unterlag der Prinz Tulitpan, der zwar wie die Weise Schildkröte die Ursachen des Leids im Denken erkannte, jedoch das Leid statt mit dem Mittel des Verzeihens allein mit dem willentlichen Abschalten des Denkens zu lösen erhoffte. Auf diese Weise erzeugte Tulitpan eine radikale innere Leere. Da diese Leere jedoch nicht auf natürliche Weise, sondern durch Zwang in Gestalt seines starken Willens zustande gekommen war, konnte er die ersehnte Freiheit vom Leiden unmöglich finden. Denn innere Freiheit ist die Abwesenheit jeglichen Willens und jeglicher Autorität. Wille und Zwang sind das Gegenteil der Freiheit. Somit entstand auch durch Tulitpans willentliche Strategie nur wieder neues Leid. Die Welt erstarrte wie der Prinz selbst durch seine innere Leere. Siehe Glossar „Prinz Tulitpan“.
Leid durch unzureichende Erkenntnis
Laut der Kosmologie der Schönen Cloeda endet das Leid auf natürliche Weise in der zwölften oberen Ebene, die sich zwei Handbreit über dem Kopf der Schönen Cloeda befindet. Es ist die Ebene der süßen Wohltaten und Geschenke und der endgültigen Überwindung von Schmerz, Angst und Leiden. Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Die dreizehn oberen Ebenen“. Mit dem Aufstieg der Wesen in immer höhere Ebenen wächst wechselseitig der Kenntnisstand der Wesen auf einer intuitiven, gefühlsmäßigen wie rationalen Ebene. Diese Erkenntnis führt zu mehr Verständnis und das Verständnis wiederum zum Verzeihen, welches das Leid letztlich zu überwinden hilft. Siehe Glossar „Gralskraft, alias die Kraft der absoluten Liebe“, Glossar „Awillouw, die Pforte zur Wahrheit“, Glossar „Kämpfen, ohne zu kämpfen“.
Leid durch die Ideen von Zeit und Raum
Aus dieser geheimen Ebenenstruktur des stufenweisen Erkennens erklären sich auch die Aussagen des Gelben Delphins, der Zeit und Raum als Überreste eines gescheiterten Schöpfungsversuchs und Ursache für Leid und Elend bezeichnete[4] – ein Leid, das sich gar gegen den Schöpfer selbst richtete und ihn zur Vernichtung seiner ersten Schöpfung veranlasst haben soll. Nichtsdestotrotz sind die Begriffe von Raum und Zeit als Ideen noch immer vorhanden, da nichts, was einmal geschaffen wurde, jemals wieder gelöscht werden kann. Seitdem erzeugen die Ideen von Zeit und Raum insbesondere in der fünften und sechsten Ebene durch ihre trennende Kraft unaufhörlich neues Leid. Dieses Leid in seiner ursächlichen Gestalt der Ideen von Raum und Zeit kann allein durch Wissen überwunden werden. Siehe Glossar „Zeit und Raum“.

[1]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.

[2]  Siehe Kap. „Die Legende von der Schönen Cloeda“.

[3]  Siehe Kap. „Die Heilung der Welt“.

[4]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.

Leo Levitan, ProfessorDirect linkDie zwei so unterschiedlichen Professor Levitans In dem Bericht der Levitan-Zwillinge haben wir es mit zwei Professoren Leo Levitan zu tun, zum einen mit dem aus ...

Die zwei so unterschiedlichen Professor Levitans
In dem Bericht der Levitan-Zwillinge haben wir es mit zwei Professoren Leo Levitan zu tun, zum einen mit dem aus dem 21. Jahrhundert, zum anderen mit dem aus dem Berlin der zwanziger Jahre:Der Professor Levitan des 21. Jahrhunderts wird in dem Bericht als vielschichtige Persönlichkeit dargestellt, die sich je nach Situation und Bewusstseinszustand sehr unterschiedlich verhält und offensichtlich weit unter seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten lebt. Diese Tatsache wird spätestens bei der Begegnung mit den Träumenden Buddhas offensichtlich, als Jule einen Lieblingssatz ihres Vaters zitiert: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen“.[1] Tatsächlich hielt Herr Levitan damit die Lösung für eines der Hauptprobleme des Universums in Gestalt des Aufwachens aus dem Traum der Ebenen und Welten in den Händen, ohne dass ihm dies in der höchst jämmerlichen Existenz seines Daseins als verbeamteter deutscher Universitätsprofessor bewusst gewesen wäre. Siehe Glossar „Energie“, Unterkapitel „Der Urzustand der Energie vor der Schöpfung der Ebenen“, sowie Glossar „Träumende Buddhas und das Orakel des Aufwachens“.Der Professor Levitan des 21. Jahrhunderts ist ein typischer zerstreuter, eher lebensfremder Professor, der ständig zwischen rationalen und irrationalen, romantischen Standpunkten hin und her wechselt. Seine Glaube an und seine Liebe zur Unendlichkeit teilt er mit dem Professor Levitan der zwanziger Jahre. Deshalb ist er auch den esoterischen und metaphysischen Dingen gegenüber aufgeschlossen, die er als Teile einer geweiteten Wissenschaft begreift. Seine Feindschaft gegenüber der um sich greifenden Ordnung ist legendär. Besonders grotesk sind seine manchmal leicht größenwahnsinnigen Züge bezüglich seiner wissenschaftlichen Fähigkeiten, die im nächsten Moment schon wieder in einer übermäßigen Kleinmütigkeit zusammenfallen. Wenn ihn etwas sehr ärgert, kann er auch schon aggressiv und hart reagieren. Der Herr Levitan des 21. Jahrhunderts ist im Vergleich zu dem des Berlins der zwanziger Jahre eher gesellschaftsscheu. Seine Tochter Jule hilft ihm, so weit wie es geht, trotz bzw. gerade wegen seiner Schrulligkeiten und Hilflosigkeiten, die Widrigkeiten des Lebens zu meistern.Derartige Widersprüchlichkeiten in der Persönlichkeit verweisen fast immer auf etwas Größeres im Menschen, das darum kämpft ans Tageslicht zu gelangen. In diesem Sinne ist die Widersprüchlichkeit in Professor Levitans Verhaltens ein Indiz für den Abwehrkampf, den das oberflächliche Alltagsbewusstsein gegen die erwachende tiefere Existenz in ihm führt. Siehe dazu unten „Die vielschichtige Existenz Herrn Levitans“. Der Professor Levitan im Berlin der zwanziger Jahre erscheint hingegen als äußerst weltgewandt, im Leben stehend, mit einem Überschuss an Lebensenergie, Willenskraft und innerer Festigkeit – Eigenschaften, die er wie im Falle Erich Kästners gern zum Wohle anderer Menschen einsetzt. Zu Professor Levitans Wirken im Berlin der zwanziger Jahre siehe auch Glossar „Erich Kästner, alias Geist aus der Decke“, Unterkapitel „Die enge Freundschaft Erich Kästners und Leo Levitans“. Wie erklären sich diese zwei verschiedenen Persönlichkeiten Leo Levitans?
Die äußere Erscheinung Professor Levitans
Herr Levitan ist sehr groß und hager. Er trägt kurzes schwarzes Haar. Seine Nase und Augenbrauen sind scharf geschnitten, wohingegen seine vollen Lippen im starken Kontrast dazu fast weibliche Züge besitzen. Sowohl der Levitan der zwanziger Jahre als auch der des 21. Jahrhunderts besitzen seltsamerweise die gleiche dicke schwarze Brille mit runden Gläsern. Auch in der Kleidung sind sich beide erstaunlich ähnlich. Herr Levitan trägt üblicherweise dunkle Anzüge mit weißem Hemd und Fliege und ein rotgepunktetes Seidentaschentuch in der Jackettasche.

Die historischen Fakten
Meine historischen Nachforschungen ergaben, dass es Herrn Professor Levitan unter leicht geändertem Namen tatsächlich im Berlin der zwanziger Jahre gegeben hat. Auch war er mit einer Frau Namens Rosalie Levitan, geborene Siebenblatt, verheiratet und der Vater der Zwillinge Jule und Franzi Levitan. Geboren wurde Herr Levitan am 21.Dezember 1885 als Sohn eines Bankiers in Breslau und wohnte dann aus bis dato ungeklärten Gründen ab dem Jahre 1902 in Berlin bei seiner Tante Rahel Berggruen. Fünf Jahre, von 1920 bis 1925, arbeitete er eher sporadisch als Privatdozent an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität in den Fächern Klassische Philologie und Geschichte und lebte ansonsten das Leben eines wohlhabenden Privatiers. Ab dem Jahre 1933 verliert sich seine Spur im Dunkel der Geschichte.
Die vielschichtige Existenz Herrn Levitans
Ein Aufklärung über Herrn Levitans mindestens doppelschichtige Existenz wird erst möglich werden, wenn wir die Synchronizität der beiden Leo Levitans in zwei völlig unterschiedlichen Zeiten und Lebensumständen verstanden haben. Bis dahin müssen wir davon ausgehen, dass es sich bei beiden unerklärlicherweise um ein und dieselbe Person handelt und somit alles Gesagte auf beide Levitans zutrifft:Der Echogeist Anawrin behauptet, dass Herr Levitan in seiner wahren Existenz ein mächtiger Zauberer sei, der aber noch schlafe – das heißt, dass er diese Tatsache des Zaubererseins vergessen habe. Deshalb sei er auch gefährlich, da er sorglos mit seinen Gedanken umgehe, ohne von deren mächtiger Wirkkraft zu wissen.[2] Diese Gedanken- oder Zauberkraft findet bereits eine gewisse Bestätigung in Gestalt Herrn Levitans ausgeprägter Fähigkeit des bewussten Träumens sowie in seinem von Jule nachdrücklich erwähnten außergewöhnlichen Vermögen des Erfindens unendlicher Geschichten. Tatsächlich handelt es sich bei beiden Dingen um uralte Zaubertechniken.Das Zusammentreffen Jules und ihres Vaters im Schwarzen Labyrinth der Energiespinne Ecoli verweist gleichsam auf einen tieferen Hintergrund seines irdischen Tuns. Auf die Frage Jules, warum sie ihn nicht befreien könne, antwortet er geheimnisvoll: „Ich kenne den Weg ins Licht. Er führt durch das Dunkel.“[3]Die Tatsache, dass in dem Labyrinth seine Gesichtszüge unaufhörlich mit denen des Großen Mechanikermeisters wechselten, verunklart die Angelegenheit nur noch mehr. Welche Verbindung hat Professor Levitan zu dem Mechanikermeister? Ist er ein Teil von ihm, eine Reinkarnation des Mechanikermeisters in der fünften Ebene, eine Art Avatar? Dafür könnte auch die Gutenachtgeschichten-Szene im Berlin der zwanziger Jahre sprechen, wo Jule ebenfalls für einen Moment die Züge des Mechanikermeisters in ihrem Vater zu entdecken glaubte.[4]Schließlich ist auch noch auf die dunkle Aussage des Pförtners des Ägyptischen Museums zu verweisen, der Herrn Levitan als „Zauberer Amphortaz, den Hüter des Wachstums und des Getreides“ bezeichnete.[5] Auch diese Aussage bleibt im Bericht seltsam singulär und ungeklärt.

[1]  Siehe Kap. „Zaubereien eines Bildes“.

[2]  Siehe Kap. „Unerwartetes Wiedersehen mit dem Echogeist“.

[3]  Siehe Kap. „Das Schwarze Labyrinth“.

[4]  Siehe Kap. „Eine höchst ungewöhnliche Verabredung“.

[5]  Siehe Kap. „Im Ägyptischen Museum“.

Lied der RegenbogenschlangeDirect linkDas Lied der Regenbogenschlange Galahru ist das Lied, das sie für jedes Lebewesen bewahrt und diesem zum rechten Zeitpunkt offenbart. Alles, was existiert, ist lebendige Energie. ...

Das Lied der Regenbogenschlange Galahru ist das Lied, das sie für jedes Lebewesen bewahrt und diesem zum rechten Zeitpunkt offenbart. Alles, was existiert, ist lebendige Energie. Damit aus diesem formlosen Ganzen individuelle Dinge entstehen können, muss diese Energie sich teilen und in verschiedene Formen differenzieren. Diese individuellen Formen liefern die Lieder der Regenbogenschlange. Jedes Ding und jedes Wesen besitzt also sein eigenes Schwingungsmuster im Sinne einer individuellen Energiestruktur, das dem Lied der Regenbogenschlange entspricht. Diese Lieder der Regenbogenschlange sind nicht statisch, sondern finden in der individuellen dynamischen Lebensgeschichte jedes Lebewesens oder Dinges ihre Modifikation und Fortsetzung.[1] Indem das Lebewesen, wie in diesem Fall Jule Levitan, sein eigenes Lied zu hören und zu singen lernt, erhält es eine gewaltige Kraft, mit der es auch sein eigenes Lied jederzeit selbst zu verändern, zu erweitern und zu verschönern vermag. Auf diese Weise wird das Lebewesen zum Schöpfer seiner Selbst und dessen, was es in seinem Innersten am liebsten sein möchte.

Das Lied der Regenbogenschlange ist aber auch eine Art Erkenntnisinstrument, denn es zeigt jedem, wer oder was er gerade ist, mit wem er resoniert und mit wem nicht. Es hilft dem Individuum, andere Lieder und damit andere Wesen und Welten zu erkennen.Aufgrund der Tatsache, dass Schwingungen sich gegenseitig durchdringen, stehen die Wesen über ihre Lieder mit allen anderen Wesen jederzeit in Verbindung, ob sie diese Verbindung nun wahrnehmen, kommunikativ nutzen oder auch ignorieren.Die Aufgabe der Regenbogenschlange besteht darin, alle Lieder der Bewohner und Dinge der Ebenen und Welten zu hüten und deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Aus diesem Grunde wird Galahru auch als die „Hüterin aller Lieder und damit auch der vibrierenden Kraftorte und Pforten der Welten“ bezeichnet. So ist es kein Zufall, dass ihr Energiekörper als leuchtender Regenbogen erscheint. Denn jede Farbe ist Ausdruck eines ganz bestimmten Schwingungsmusters, charakterisiert durch Frequenz, Wellenlänge, Frequenzmischung, Intensität etc. Siehe dazu Glossar „Regenbogenschlange“.

[1]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

LotzelandDirect linkDas Lotzeland liegt in der sechsten Ebene. Es wurde vom Großen Mechanikermeister ursprünglich und ausschließlich für die Lotze geschaffen, die seine ersten Schöpfungen darstellen. Von dieser ...

Das Lotzeland liegt in der sechsten Ebene. Es wurde vom Großen Mechanikermeister ursprünglich und ausschließlich für die Lotze geschaffen, die seine ersten Schöpfungen darstellen. Von dieser Ebene aus ist der Mechanikermeister immer weiter schöpfend durch die Ebenen bis zur zwölften Ebene gezogen.Von den ursprünglich 7.363.629 Lotzen, die in der Anfangszeit ausgedehnte Flächen des wunderschönen, geradezu arkadischen Lotzelandes bewohnten, waren es bei Jules und Franzis Auskunft gerade einmal noch 223 Lotze, die weit verstreut und voneinander abgeschieden in dem herrlichen Lande lebten. Viele der ehemals großen Bevölkerungsgruppe der Lotzeländer waren fortgezogen bis in die zwölfte Ebene, um ihren Vater den Mechanikermeister zu suchen. Ein nicht minder großer Teil der Lotze verrostete, da die Lotze, obgleich unsterblich gebaut, doch von ihren Körpern her gegen Wasser sehr anfällig sind.Diesen Widerspruch zwischen ihrer eigenen Unsterblichkeit und der Anfälligkeit ihres Eisenkörpers haben die Lotze nie zu lösen vermocht. So lebten auch sie, obwohl vom Mechanikermeister zur ewigen Glückseligkeit geschaffen, in ständiger Sehnsucht nach ihrem Vater wie auch in Ängsten vor dem Verfall ihres Körpers. Der in eine Jahrmillionen dauernde Lethargie verfallene Mechanikermeister wusste nichts von dem Leid und Elend seiner Geschöpfe, sondern glaubte sie vielmehr für alle Ewigkeit in Glückseligkeit.
Geographie und Klima des Lotzelandes
Im Norden wird das Lotzeland durch ein gewaltiges Gebirge Namens Fehrefa begrenzt, dessen schneebedeckte Felsgipfel über 12.000 Meilen in den Himmel ragen und ein nahezu unüberwindliches Hindernis bilden. Diese steilen Berge gehen über nur sieben absteigende Felsenstufen unvermittelt in ein sanftes nahezu hügelloses Wiesenland über.Im Osten liegt das warme türkisblaue Meer Scaah, welches etwa Zweidrittel der gesamten Fläche des Lotzelandes einnimmt und teils von rauen Steilküsten, teils von lieblichen Stränden begrenzt wird. Das Haus des Binki Lotz befindet sich in letzterer Gegend nur eineinhalb Meilen von der Küste entfernt. Das warme Meer sorgt im gesamten Lotzeland für ein ungewöhnlich mildes Klima mit nahezu gleichbleibender Temperatur und Witterung, so dass dort ein ewiger Frühling herrscht.In Süden verwandeln sich die Wiesen allmählich in ein sanftes Hügelland, dessen Täler von mächtigen, heiteren Wäldern durchzogen werden, die bis hin zum blauen Königreich Skarwach nicht mehr abbrechen. Ab etwa der Hälfte des Lotzelandes münden alle gen Süden fließenden Flüsse und Bäche in das gewaltige abgrundtiefe Mulkurulbecken, das sich aber schon außerhalb des Lotzelandes befindet.

Der längste und zugleich breiteste Fluss ist der Mimm, der über eine Strecke von etwa 2.700 Meilen einen Großteil des Lotzelandes durchquert. Als die Bevölkerung des Lotzelandes vor vielen Millionen Jahren noch blühte, bot dieser Fluss tagtäglich einen prachtvollen Anblick, da es trotz ihrer Wasserscheuheit für die Lotze kein größeres Vergnügen gab, als ausgedehnte Schiffsreisen auf dem Mimm zu unternehmen. Man traf und begegnete sich in erster Linie auf dem Fluss. Und wenn die Lotze nach tagelanger oder auch wochenlanger Schiffsreise endlich wieder zuhause in ihren Kübel- und Steinhäusern ankamen, hatten sie so viel zu erzählen, dass ihnen die Geschichten bis zur nächsten Reise nicht ausgingen. Jule und Franzi konnten noch einige spärliche Überreste dieser ehemals gewaltigen Schiffsflotte bewundern.Im Westen schließlich verjüngt sich das Land bis auf eine schmale etwa 27 Meilen breite Landzunge, die auf der einen Seite von einem üppigen Sumpfgebiet und auf der anderen Seite von fjordartigen Ausläufern des Meeres Scaah begrenzt wird. Geht man diese Landzunge gen Westen weiter, öffnet sich dem Wanderer ein wunderschönes lichtgrünes Wiesental, das in regelmäßigen Abständen von kleinen Baumgruppen aufgelockert wird. Nach zwei Tagesmärschen erreicht man endlich ein rotes rau zerklüftetes Felsenband, das aufgrund seiner messerscharfen Felskanten zu Fuß unüberwindbar ist. Den einzigen Weg weiter gen Westen bildet ein reißender Fluss, der unterirdisch durch das Gebirge fließt. Direkt hinter dem Gebirge erstrecken sich erneut wunderschöne ausgedehnte Wiesenlandschaften, nur durch wellenförmige Hügel und kleine glitzernde Bächlein durchbrochen, deren Sanftheit schon von weitem das Herz ganz weich stimmt. Dies ist das Gebiet, wo Hotz Lotz wohnt.Zu erwähnen bleibt schließlich noch eine ganz und gar ungewöhnliche Wolkenerscheinung, die durch die Begegnung der warmen feuchten Luftmassen des Meeres Scaah mit den eiskalten trockenen Winden des Gebirges Fehrefa entsteht. Zweimal im Jahr stauen sich durch besondere Witterungsverhältnisse dort mächtige weißgraue Wolken zu Fuß des stufenförmig ansteigenden Hochgebirges und erklimmen dabei Schritt für Schritt eine Stufe nach der anderen bis sie alle sieben Felsenbänder wie ein weicher flauschiger Teppich bedecken. Dieser seltsame Aufstieg dauert drei Tage. Auf der höchsten Stufe kommt plötzliche eine seltsame Bewegung in die Szenerie. Die Wolkenbänke beginnen im Uhrzeigersinn zu tanzen, weil unter ihnen eine warme Windströmung entlang fährt. Dabei steigen die Wolken auf und regnen sich mehrere Wochen lang über den Bergen ab. Die gesamte Zeit über spannt sich dabei ein Regenbogen von Ost nach West, das Gebirge wie eine Krone umkränzend. Die Lotzeländer nennen diesen Regenbogen deshalb auch die Krone Fehrefas, denn sie glauben, dass ihr Gebirge in Wirklichkeit der Kopf einer schlafenden Riesin gleichen Namens sei.

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Metaebenen, alias ZaphalydastaDirect linkMetaebenen sind Bereiche, die in der Art universaler Prinzipien und Kräfte auf die Ebenen wirken. In der Ursprache der Ebenen, dies ist die Sprache der Schönen ...

Metaebenen sind Bereiche, die in der Art universaler Prinzipien und Kräfte auf die Ebenen wirken. In der Ursprache der Ebenen, dies ist die Sprache der Schönen Cloeda, werden sie als Zaphalydasta bezeichnet. Wollte man sie in der Kosmologie der Schönen Cloeda verankern, dann könnte man sie mit bestimmten Funktionen und Zuständen des Denkens, Wahrnehmens und Fühlens der Cloeda identifizieren, die mit ihren Energie-, Kraftzentren oder Chakren und damit den Ebenen und ihren Bewohnern wechselwirken. Im Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge werden insgesamt zwölf Metaebenen erwähnt, wobei diese Aufzählung wohl kaum vollständig ist, auch weil die Erschaffung von Metaebenen einen nicht abgeschlossenen Prozess darstellt:
1. „Metaebene des Weges“ zur sechsten oberen Ebene: Vom Reich der Hampelmänner auf das Gemüsebeet und in die Zwischenwelt des Käfers.[1]
2. „Metaebene der gefrorenen Zeit“ zwischen fünfter und sechster oberer Ebene, in der sich die Zeit im Kreise dreht: Entstanden durch die innere Leere des Prinzen Tulitpan.[2]
3. „Metaebene der Hüterin der Zeit“ zu den zehn oberen und zehn unteren Ebenen: Das Reich, in der Tante Tide die Zeiten für die zehn oberen und unteren Ebenen produziert.[3]
4. „Metaebene der Ideen“ zu allen 27 Ebenen: In dieser Metaebene sind alle Ideen der 27 Ebenen angesiedelt, die den Wesen, Dingen und Prozessen der Ebenen Gestalt und Form geben. Etwas anderes als diese vom höchsten Schöpfer geschaffenen Ideen kann es in den Ebenen nicht geben, obgleich die Ideen selbst veränderbar sind. Jedoch wurden noch längst nicht alle Ideen dieser Metaebene in den Ebenen verwirklicht. Die Ideen sind, wie auch die Bewohner der Ebenen, Lebewesen mit dem Unterschied, dass die Ideen wie zum Beispiel der Gelbe Delphin überindividuelle Geistwesen darstellen.[4]
5. „Metaebene des Gedankenstoffes“ zu allen 27 Ebenen: Diese Ebene beinhaltet den Stoff oder besser die Energie, aus der alle Lebewesen der Ebenen ihre Gedanken formen. Mit der aus ihr fließenden Energie ist sie ein notwendiges Pendant zur „Metaebene der Ideen“, welche die Formen zu der Gedankenenergie liefert.[5]
6. „Metaebene Tahras“ zur elften Ebene: Diese Metaebene ist das Reich Tahras, der Göttin des mitfühlenden Himmels, ein rein spiritueller Ort ohne Raum und Zeit. Da Tahra reine spirituelle Energie ist, kann sie mühelos jeden beliebigen Raum und jede beliebige Zeit aufspannen und derart auch anderen Wesen ein Zuhause jenseits der Ebenen geben. Siehe Glossar „Tahra, Göttin des mitfühlenden Himmels“.[6]
7. „Metaebene der Weltenköchin“ zu den 27 Ebenen: Mhayla, die Weltenköchin herrscht über das Reich der Illusion und des Illusionären. Sie ist die Schöpferin der verschiedensten individuellen Welten innerhalb der Ebenen. Damit wirkt Mhayla wie ein Prinzip, das die geistige Verblendung der Wesen der Ebenen durch die einfache Methode ihrer Spiegelung offensichtlich werden lässt.[7] Siehe dazu Glossar „Weltenköchin Mhayla“.
8. „Metaebene des grünen Kristalls“ zur achten bis zwölften Ebene: Diese Metaebene ist ein klassisches Beispiel für die Illusionswelten, welche die Weltenköchin Mhayla erschafft, um den Lebewesen Erkenntnisse zu ermöglichen. In diesem Falle hat sie in einer grünen Kristallflasche einen Zauberwald erzeugt, der ein Abbild oder die Projektion der geheimsten Ängste, Sehnsüchte und Wünsche Jule Levitans darstellt.[8] Aus diesem Grund könnte man diese Metaebene auch als Unterebene der „Metaebene der Weltenköchin“ beschreiben.[9]

9. „Metaebene der Regenbogenschlange“ zu allen 27 Ebenen: Die Regenbogenschlange umschließt mit ihrem Körper laut eigener Aussage alle Ebenen. Sie ist die Hüterin aller Lieder und damit auch der vibrierenden Kraftorte und Pforten der Welten. Siehe Glossar „Regenbogenschlange“. Ihr Haus ist die dreizehnte obere Ebene, eine Armlänge über dem Kopf der Schönen Cloeda, womit sie eine unmittelbare Verbindung zum Schöpfer hält. Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Ebenen und die Regenbogenschlange“. Indem sie die Lieder der Wesen der Ebenen bewahrt und verwaltet, erfüllt die Regenbogenschlange eine absolut zentrale Funktion innerhalb der Ebenen. Sie unterstützt und begleitet die Lebewesen beim Erwerb und der Verarbeitung ihres Wissens und träumt nach eigener Aussage die Welten weiter.[10]
10. „Metaebene des Falkenmannes“ zu allen 27 Ebenen: Der Falkenmann führt als Hüter der Herzen die Wesen auf den inneren Weg des Herzens, zeigt, wie in dem „Gleichnis vom Falken und dem Sternenhimmel“, was hinter dem Spiegel verborgen ist und ermöglicht derart die Wiedervereinigung der abgespaltenen Energie- und Persönlichkeitsanteile. Er macht den Wesen Geschenke der Kraft, zeigt ihnen ihre versteckte Geschichte und enthüllt das Böse. Damit bewahrt die Metaebene des Falkenmannes das Lebensprinzip des Herzens und der Liebe.[11]
11. „Metaebene des Ölgemäldes“ zur fünften Ebene: Diese Metaebene ist wieder eine von der Weltenköchin Mhayla geschaffene Illusionswelt (siehe oben „Metaebene der Weltenköchin“), mit der sie Jule einerseits einen Eintritt in die achte und zwölfte Ebene ermöglichte, ihr anderseits aber auch eine künstliche Erfahrungswelt erzeugte, in der Jule Schmerz und Trauer zu überwinden lernte.[12]
12. „Metaebene der Drachenaugen“ zu allen 27 Ebenen: Diese Ebene ist nur bedingt als Metaebene zu beschreiben. Die Drachenaugen als Überbleibsel der ursprünglichen Zerteilung des Drachen Morsus ermöglichen die Reise in und durch eine Zwischenwelt, die aber nicht im eigentlichen Sinne eine Metaebene darstellt, sondern vielmehr dem energetischen Körper des Drachen Morsus entspricht. Dieser kann als Gegenwelt zum Körper der Schönen Cloeda begriffen werden. Siehe Glossar „Drachenaugen“.[13]

[1]  Siehe Kap. „Des Wunders ist kein Ende“, Kap. „Die wundersame Geschichte vom sehnsüchtigen Käfer“.

[2]  Siehe Kap. „Gefangen in der gefrorenen Zeit“, Kap. „Die Geschichte vom Prinzen Tulitpan“.

[3]  Siehe Kap. „Die Hüterin der Zeit“.

[4]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.

[5]  Siehe Kap. „Die wundersame Geschichte vom sehnsüchtigen Käfer“.

[6]  Siehe Kap. „Der Schlüssel aus Licht“, Kap. „Im Reich der Träumenden Buddhas“, Kap. „Erinnerungen“.

[7]  Siehe Kap. „Zu Gast bei der Weltenköchin“, Kap. „Erinnerungen“.

[8]  Siehe Kap. „Gefangen im grünen Kristall“.

[9]  Siehe Kap. „Gefangen im grünen Kristall“.

[10]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[11]  Siehe Kap. „Die Pforte des Herzens“, Kap. „Das Rätsel“, Kap. „Das Gleichnis vom Falken und vom Sternenhimmel“, Kap. „Durch den Spiegel“.

[12]  Siehe Kap. „Die Pforte des Herzens“, Kap. „Der geheimnisvolle Baum im Gebirge“.

[13]  Siehe Kap. „Der Blick durch das Drachenauge“ u.a.

Monsignore Moschkotani, alias Professore Moschkotani, alias Schwarzer Vogel, alias Harry Houdini etc.Direct linkDie Doppelgänger des Monsignore Moschkotani Monsignore Moschkotani wird in dem Erlebnisbericht als Spießgeselle und erster Diener des Drachen Morsus vorgestellt. Mindestens sechs verschiedene Doppelgänger oder Avatare ...

Die Doppelgänger des Monsignore Moschkotani
Monsignore Moschkotani wird in dem Erlebnisbericht als Spießgeselle und erster Diener des Drachen Morsus vorgestellt. Mindestens sechs verschiedene Doppelgänger oder Avatare sind von ihm bekannt:1. der Schwarze Vogel, der dem Mechaniker das Herz aus der Brust reißt;2. der Fremde beim Eichbaum im Gebirge;3. der Professor aus Padua im Ägyptischen Museum;4. der Zauberer Harry Houdini;5. der riesige Gastgeber in der Margaretenstraße Nummer 13;6. der geheimnisvolle Fremde, der Elisande entführte;7. das Schlangenwesen, das gemäß dem „Testament des Amram“ um Moses’ Seele kämpfte. Siehe dazu Glossar „Reptoiden“, Unterkapitel „Die historischen Überlieferungen des Überfalls der Drachenwesen“.
Die äußere und innere Erscheinung des Monsignore Moschkotani
Obwohl Monsignore Moschkotani ein morphisches Wesen ist, und sich in jede beliebige Gestalt zu verwandeln vermag, erscheint er üblicherweise als ein großer schlanker Mann von italienischem Typus mit pechschwarzen Haaren, starker Körperbehaarung, großen buschigen Augenbrauen und einem stechenden Blick. Auf der rechten Wange trägt er einen schwarzen Schönheitsfleck, der sich urplötzlich in einen pechschwarzen Hirschkäfer verwandeln kann. Ein schwarzer weiter Seidenmantel mit ungewöhnlich hohem Kragen verhüllt seinen Körper fast vollständig.Moschkotani hat eine vordergründig sehr einnehmende und hintergründig außerordentlich abstoßende Ausstrahlung. Sein Charakter ist ausgesprochen hinterhältig und verschlagen, bösartig, grausam bis sadistisch, manipulativ und zerstörerisch. Darüber hinaus leidet er an der absoluten Phantasielosigkeit, der wohl schlimmsten Krankheit im Universum, was ihn innerlich völlig trostlos und hässlich macht. Diesen Mangel versteckt er, indem er die schönsten Gedanken, Gefühle und Bilder der Kinder stiehlt, und aus diesen ein geheimnisvolles Mantelfutter webt. Öffnet Moschkotani seinen Zaubermantel, erstrahlt durch dieses Futter alles um ihn herum in falschem Schein, als wäre man im Paradies. So vermag er durch diese und ähnliche Illusionstricks alle Wesen über seine wahre Existenz, über Zeit und Raum zu täuschen. Wollte man Monsignore Moschkotani im großen Plan des Universums einordnen, dann bildet er das Gegenprinzip zu allem Schöpferischen und damit zum Schöpfer selbst. Mit dieser Eigenschaft unterscheidet er sich auch markant von seinem Herren, dem Drachen Morsus, der über eine immense negative Phantasie und illusionäre Schöpfungskraft verfügt.
Das Buch Saiwā lo Ash Kumā und die Arbeitsmethoden Moschkotanis
Laut dem Hasen ist Monsignore Moschkotani der Besitzer eines Buches Namens „Saiwā lo Ash Kumā“, das so viel heißt wie „Verrate nie die Gründe des Verbotenen“. Der Hase behauptet, diese Worte seien die direkte Wiedergabe des Anfangs einer uralten Zahlenformel, die dereinst bei der Zerteilung des Drachen Morsus in schwarzes Feuer geschrieben wurde und nur den Wesen mit Feueraugen zugänglich sei. Auch wäre ein Großteil dieses Buches in derartigen Zahlenformeln verfasst. Laut Franzi Siebenblatt alias Frances Berggruen kennt Hasso von Haiden die Bedeutung seiner eigenen Worte nicht, da er sie nur unkommentiert von seinem Großvater hörte.

Doch wisse er zumindest so viel, dass das Buch so etwas wie eine Sammlung der schlechtesten Schlechtigkeiten sei, wie es umgekehrt auch hohe Tugendbücher gebe. Das Buch „Saiwā lo Ash Kumā“ enthalte darüber hinaus auch Zaubersprüche zur praktischen Umsetzung dieser Schlechtigkeiten.Laut Aussagen des Hasen verwendet Moschkotani das schwarze Zauberbuch in erster Linie, um die bunten Kinderseelen zu stehlen und aus ihnen auch den letzten schönen Gedanken herauszupressen. Auf was Hasso von Haiden mit der „Käfersammlung“ und den „modrigen Terrarien“ des Monsignore Moschkotani anspielte, bleibt leider ungeklärt.[1]Unabhängig von diesem Zauberbuch bedient sich Moschkotani zur Manipulation seiner Opfer auch diverser Substanzen mit außergewöhnlichen Energiekonfigurationen, die wir in der fünften Ebene als Rausch- und Betäubungsmittel oder auch Psychopharmaka bezeichnen würden.Wie der Drache Morsus und die Energiespinne Ecoli so manipuliert auch Monsignore Moschkotani mit all seinen Aktionen letztlich das Bewusstsein der Ebenenbewohner. Siehe dazu Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“.
Moschkotanis Hauptziele und Beweggründe
In Jules und Franzis Bericht werden uns nur zwei Personen genannt, die das Wissen um die Existenz einer geheimen Aufwachrezeptur besitzen, der eine ist Professor Leo Levitan (der des 21. Jahrhunderts), der andere Monsignore Moschkotani.[2] Derart avancieren beide zwangsläufig zu Gegenspielern. Moschkotani hegt die größenwahnsinnige Vorstellung, mittels der Aufwachrezeptur aus dem Schöpfungstraum der Welten aufwachen zu können, in Folge als Einziger des gesamten Universums zu wachen und damit der Herrscher über die Ebenen und deren Bewohner zu sein. Dahinter versteckt sich die durch viele Legenden überlieferte Vorstellung, dass die Ebenen und Welten alle Teile eines großen Schöpfungstraums seien, den der Schöpfer und alle seine Geschöpfe, in tiefem Schlaf gefangen, träumen. Moschkotani glaubt, dass, wenn es ihm gelänge aufzuwachen, er die Träume aller anderen noch schlafenden Wesen, auch des höchsten Schöpfers, nach Belieben manipulieren, sie mit den schrecklichsten Albträumen plagen, und derart selbst auf die Schöpfung Einfluss nehmen könne.[3]Dieser Allmachtswahn, mächtiger als der Schöpfer sein zu wollen, resultiert letztendlich aus Moschkotanis Mangel an jeglichen kreativen Fähigkeiten.Ein weiteres Interessengebiet Moschkotanis bildet seit vielen Millionen Jahren bereits Elisande, die größte und einzige Liebe des Großen Mechanikermeisters. Mit allen Mitteln versuchte er diese dem Mechanikermeister abspenstig zu machen und sie magisch an sich zu binden. Der wahre Beweggrund wird in Jules Erlebnisbericht nicht genannt. Zu vermuten bleibt jedoch, dass Elisande und Silavon hohe Werte leben, die ihnen zusammen eine gewaltige Kraft verleihen, die den dunklen Machenschaften Moschkotanis im Wege steht. Waren doch Silavon und Elisande die einzigen Bewohner der Ebenen, die den Verführungen und Intrigen des Drachen Morsus zu widerstehen vermochten. Vielleicht aber ist es auch die tief in ihm versteckte Sehnsucht nach Liebe, Schönheit und Ganzheit, die ihn so lange Zeit schon an Elisande bindet.Mit der erfolgreichen Entführung Elisandes hat Moschkotani das Leid des Mechanikermeisters auf ein unerträgliches Maß gesteigert und ist damit letztlich zum Auslöser für dessen großen Plan der Neuschöpfung der Welt ohne Schmerz, Trennung und Liebe geworden.

[1] Siehe Kap. „Auf der Heide und Hasenglück“.

[2]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“.

[3]  Siehe Kap. „Im Ägyptischen Museum“, Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

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Prinz TulitpanDirect linkHerkunft Prinz Tulitpans Prinz Tulitpan ist ein Angehöriger des uralten Volkes der Kachynas, das als erstes die fünfte Ebene, vermutlich unsere Erde, bewohnte. Als die Drachenwesen ...

Herkunft Prinz Tulitpans
Prinz Tulitpan ist ein Angehöriger des uralten Volkes der Kachynas, das als erstes die fünfte Ebene, vermutlich unsere Erde,[1] bewohnte. Als die Drachenwesen die Erde überfielen, blieb Tulitpan als Stellvertreter seines Volkes in der fünften Ebene zurück, und ermöglichte den Kachynas derart, diese zu verlassen. Den Hintergrund bildete ein unauflöslicher Eid der Kachynas, die Erde und ihre Bewohner für alle Zeiten zu beschützen. Dieser ewige Bund zwischen den Kachynas und der Erde konnte nur gelockert werden, indem Personen als Stellvertreter ihres Volkes auf Erden verblieben, um derart der Erde und ihren Bewohnern auch weiterhin als Lehrer und Beschützer zur Seite zu stehen.Durch die fortwährenden Erfahrungen des Schmerzes versank Prinz Tulitpan in seinen Wiedergeburten in immer tieferes Vergessen. Sein ursprüngliches Ziel und das seines Volkes war es gewesen, den Schmerz und das Elend auf der Erde zu beseitigen. Durch das unaufhörlich fortschreitende Vergessen seines Ursprungs hatte er dieses universale Ziel jedoch als hoffnungslos aufgegeben. Zur tieferen Bestimmung des Prinzen Tulitpan als „Gezeichnetem“ siehe Glossar „Gezeichneter“.
Die innere Leere und das Schweigen
Stattdessen suchte Prinz Tulitpan die Befreiung von Schmerz und Elend nur mehr allein für sich in seinem Inneren. Die Lösung dazu glaubte er in der inneren Leere gefunden zu haben, nämlich in dem Verstummen jeglicher Gedanken, da er diese Gedanken selbst als Ursache des Leidens entdeckt zu haben glaubte. Da diese innere Leere des Prinzen Tulitpan jedoch nicht auf natürliche Weise, sondern im Gegenteil durch seinen starken Willen entstanden war, konnte er die ersehnte Freiheit unmöglich finden. Denn innere Freiheit ist die Abwesenheit jeglichen Willens und jeglicher Autorität. Willen jedoch bildet Zwang und damit das Gegenteil von Freiheit.Derart setzte Prinz Tulitpan mit seiner Strategie der willentlichen Beseitigung jeglicher Gedanken nur die Strategie fort, die seit alters her bereits Schmerz, Elend und damit Unfreiheit erzeugte. Und so kam, was kommen musste. Durch die Begegnung seiner zwanghaften Sehnsucht nach absoluter Leere mit Aitija, der Kraft[2] wurden seine geheimsten Wünsche auf der Stelle Realität. Die künstlich erzeugte Leere und Leblosigkeit, die er in sich trug, verwandelte unmittelbar alles um ihn herum in eine gleichsam in Leblosigkeit erstarrte Welt. Das Rad der Zeit, das vordem durch seine Gedanken, wenn auch immer langsamer, noch weitergetrieben worden war, blieb urplötzlich stehen. Tulitpan hatte durch diese absolut einzigartige und zwanghafte Sehnsucht nach Leere ein neues Universum geschaffen, in der die Zeit stille stand und das Leben selbst zum Stillstand gekommen war.Erst mit Jule Levitan kam es zur Auflösung dieses Universums der „gefrorenen Zeit“, das sich Tulitpan als äußeres Gefängnis geschaffen hatte.[3] Der Himmel und Erde durch die Liebe verbindende magische Baum bewirkte schließlich dann auch die Befreiung des Prinzen aus seinem inneren Gefängnis.[4]Die innere Stille, die Prinz Tulitpan suchte, ist nicht die Abwesenheit jeglicher Gedanken, wie er es glaubte. Derart wäre sie nur das Gegenteil des Vorhandenseins der Gedanken und würde sich somit noch immer in der Polarität unseres Denkens bewegen.

Die innere Stille ist vielmehr der Zustand, in dem der Denkende und das Gedachte, der Beobachtende und das Beobachtete miteinander verschmelzen und damit die künstliche Trennung in Subjekt und Objekt, in Ich und die Welt aufgehoben werden. Erst dann gewinnt der Geist seine Unschuld und Lebendigkeit zurück und die wahre Stille kehrt ein. Dieser stille Geist ist ohne Zentrum und damit ohne Zeit und Raum. Und erst aus diesem Zustand entsteht die Unbegrenztheit, die alles in sich fasst und damit jegliches Leiden aufhebt.
Die Verbindung des Prinzen Tulitpan mit dem Hampelmann Fridolin
Die Verbindung des Prinzen Tulitpan mit dem Hampelmann Fridolin ist äußerst geheimnisvoll, insbesondere da sie im Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge keinerlei Aufklärung findet.Tatsächlich fanden im Körper des Hampelmanns zwei Seelenteile und damit zwei Wesen ihr Zuhause, einerseits der Seelenteil, den der Mechanikermeister jedem seiner Wesen mitgegeben hatte, anderseits ein Seelenteil des Prinzen Tulitpan, der in der „gefrorenen Zeit“ gefangen war. Siehe dazu Glossar „Zeitfalte“. Diese zwei völlig verschiedenen Seelenteile bestimmten auch Fridolins besonderes Wesen, dass sich komplett zwiegespalten zeigte. Siehe Glossar „Hampelmann Fridolin alias Prinz Tulitpan“.Darüber hinaus erklärt der Seelenteil des Prinzen Tulitpan, warum auch Fridolin den Manipulationen des Drachen Morsus und der Energiespinne Ecoli ausgeliefert war, obwohl doch die Geschöpfe des Große Mechanikermeisters sämtlich den Manipulationen der Negativwesen gegenüber resistent sind. Im Schwarzen Labyrinth der Spinne Ecoli war also nur der Seelenteil des Prinzen Tulitpan gefangen, nicht jedoch der Fridolins.Jule, die laut Frances Berggruen von Anfang an die zweite Seite seiner Persönlichkeit erahnte, glaubte im Nachhinein, dass Prinz Tulitpan Fridolins Körper als eine Art Rettungsseil verwendet habe, um aus dem Universum der gefrorenen Zeit zurück in die Ebenen zu gelangen. Zugleich hoffte der Prinz wohl damit, den Großen Mechanikermeister auf sein Schicksal aufmerksam zu machen, da ja Fridolin eines seiner liebsten Geschöpfe war.
Die Verbindung Jules mit dem Prinzen Tulitpan
Völlig ungeklärt bleibt die tiefere Verbindung Jule Levitans mit dem Prinzen Tulitpan. Während sich Fridolin alias Prinz Tulitpan im Lichtstrom des Baumes der Liebe auflöste, sprach er zu Jule:„Hab keine Angst, Jule. Du kennst nun meinen richtigen Namen, Prinz Tulitpan. Doch gekannt hast du mich schon immer. Schwämmchens Erlösung war auch die meinige, denn das allmächtige Schicksal hatte mein Leben untrennbar mit dem ihrigen verwoben. Wenn ich auch gehe, wirst du mich mit der Kraft der Liebe doch immer wieder finden. Das garantiere ich dir. Lass uns bis dahin jeden Tag auf unser Wiedersehen freuen.“[5] Siehe dazu auch Glossar „Schwämmchen“. Zumindest ein Teil dieses Geheimnisses werde ich im nächsten Buch lüften.

[1]  Siehe dazu Glossar „Kachynas“.

[2]  Siehe Kap. „Die Geschichte des Prinzen Tulitpan“.

[3]  Siehe Kap. „Gefangen in der gefrorenen Zeit“.

[4]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[5]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

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Regenbogenschlange, GalahruDirect linkWer ist die Regenbogenschlange Die Regenbogenschlange Galahru, die sich selbst als „Hüterin aller Lieder“ bezeichnet, ist neben der Weisen Schildkröte das wohl bedeutendste höhere Wesen, dem ...

Wer ist die Regenbogenschlange
Die Regenbogenschlange Galahru, die sich selbst als „Hüterin aller Lieder“ bezeichnet, ist neben der Weisen Schildkröte das wohl bedeutendste höhere Wesen, dem Jule auf ihrer langen Reise begegnet.[1] Erstaunlich erscheint ihr Name Galahru, der mit dem der Regenbogenschlange „Galeru“ der australischen Ureinwohner nahezu identisch ist. Ganz offensichtlich wird hier aus ganz unterschiedlichen Kultur- und Erfahrungsbereichen von ein und derselben spirituellen Wesenheit berichtet.Es heißt, dass sich der Körper Galahrus um alle Ebenen windet. Die Regenbogenschlange sagt selbst zu Jule, um ihre Allgegenwart zu bezeugen: „… keine Sorge, ich bin immer bei dir. Denn tatsächlich bin ich ein Kreis, da ich mit meinem Körper das ganze Universum und somit alle Ebenen umschließe. Dein Lied verbindet uns jederzeit. Ich bin die Hüterin aller Lieder und damit auch der vibrierenden Kraftorte und Pforten der Welten.“Damit sind zugleich die wesentlichen Charakteristika der Regenbogenschlange benannt. Wie schon im Glossar „Energie“ ausgeführt, besitzt jedes Ding und Wesen, was war, ist und sein wird, ein Schwingungsmuster, das der an sich formlosen göttlichen Energie eine Form verleiht. Galahru bezeichnet dieses Schwingungsmuster als Ton oder Klang und die individuelle Geschichte des Wesens oder Dinges als Lied.Ihre Selbstcharakterisierung als „Hüterin der Lieder“ wird durch ihre äußere Erscheinung unterstützt. So verweist die Erscheinung ihres Energiekörpers als leuchtender Regenbogen auf den Sachverhalt der Schwingungen, denn die verschiedenen Farben sind, wie auch die verschiedenen Töne und Klänge, Ausdruck eines ganz bestimmten Schwingungsmusters, charakterisiert durch Frequenz, Wellenlänge, Frequenzmischung, Intensität etc.
Die Tatsache, dass sich Galahru als Kreis um alle Ebenen windet, bezeugt, dass sie in der Tat alle Töne und Lieder der Ebenen, ja die Ebenen selbst als Lieder in sich fasst. Die Summe aller Farben ergibt weißes Licht, die Summe aller Klänge das sogenannte „weiße Rauschen“. Das Galahru dennoch als farbiger Regenbogen erscheint, obwohl sie alle Lieder in sich birgt, erklärt sich daraus, dass sie ja das Gestalthafte, Erschaffene in seinen vielfältigen Differenzierungen repräsentiert und nicht dessen konturlose Vermischung im Sinne des reinen Chaos. Das weiße Licht könnte man aber auch als den energetischen Urzustand vor der Schöpfung begreifen, der die unendliche Potentialität der möglichen Lieder oder Schwingungsmuster repräsentiert.
Die Verbindung zwischen den Dingen und Wesen
Die Regenbogenschlange sagt zu Jule:„Verstehst du die Verbindung zwischen den Dingen, verstehst du auch das ganze Universum. Jeder deiner Gedanken, jedes Gefühl, jede Handlung ist eine Energiebewegung mit einem ganz bestimmten Klang, der von allen anderen Wesen gehört werden kann. Denn er bringt die anderen durch Resonanz zum Schwingen. Und diese Klänge bilden eine unauslöschliche Spur wie eine tief eingegrabene Schrift in einem harten Stein, die du nie wieder zurücknehmen kannst. Und nun stell dir alle Lebewesen der Welten vor, die unaufhörlich denken, fühlen, handeln, ob gut oder schlecht, und damit unaufhörlich und unauslöschlich die Energie des Universums verändern. Die Summe all dieser Veränderungen ist die Welt, in der du gerade lebst.“Besser kann man wohl kaum die Verbundenheit aller Dinge untereinander beschreiben. Es ist also ein völliger Irrglaube vieler Bewohner der fünften Ebene anzunehmen, dass sie denken, tun und lassen könnten, was immer sie wollen, ohne dass sie oder andere die Konsequenzen dafür tragen müssten. Denn wie ein einmal erzeugter Klang nicht wieder zurückgenommen werden kann und augenblicks mit anderen Klängen wechselwirkt, so auch das Denken, Fühlen, Handeln der Lebewesen.

Da Raum und Zeit auf der spirituellen Ebene nicht existieren, jedes Denken, Fühlen und Handeln der Lebewesen aber primär eine spirituelle Äußerung darstellt, bedeutet dies, dass ein Gedanke, ein Gefühl, eine Handlung von jedem Ding und Wesen unmittelbar „an jedem Ort“ und „in jeder Zeit“ der Ebenen wahrgenommen wird. Es gibt eben nur die eine lebendige, raum-zeitlose Energie, die alles ist, in der Beweger und Bewegtes identisch sind.
Wie ist die Regenbogenschlange entstanden
Galahrus eigenes Wissen reicht nicht über die Traumzeit hinaus. Sie selbst sagt, dass sie durch einen Traum entstanden sei.[2] Wenn Galahru alle Lieder kennt, scheint sie jedoch vor allen anderen Dingen als Erstes erschaffen worden zu sein. Dies behaupten zumindest einzelne Ebenenbewohner. Diese Behauptung steht jedoch im Widerspruch zu der Auffassung, dass die Schöne Cloeda das erste Wesen der Schöpfung sei. Der Widerspruch verschwindet, wenn man die Frage nach dem Zeitpunkt der Erschaffung als einen Trugschluss begreift. Denn Zeit ist illusionär. Siehe Glossar „Zeit“.Versuchen wir die Regenbogenschlange wie auch die Schöne Cloeda also besser als eine spezielle Eigenschaft der Schöpfung anzusehen. Dabei könnte man Galahru am ehesten als eine Verkörperung oder Personifizierung der Metaebene des „Reichs der Ideen“ begreifen. Denn wie in dem Reich der Ideen alles Seiende als Idee bereits angelegt ist, so kennt und enthält auch Galahru laut eigener Aussage alle Klänge und Lieder. Und wie die Ideen allen Wesen, Dingen und Prozessen der Ebenen Gestalt und Form geben, so auch die Lieder der Regenbogenschlange. Ideen und Lieder sind somit als identisch zu betrachten. Die Lieder sind die Veränderung selbst und damit im Verständnis der raum-zeitlosen Energie das Einzige, was wirklich existiert. Siehe dazu Glossar „Reich der Ideen“.
Die Aufgabe der Regenbogenschlange
In diesem Sinne könnte man die zweifelsohne beseelte, sich selbst bewusste Regenbogenschlange am besten als eine Art Informationssammlerin und -hüterin bezeichnen, welche die Lebewesen beim Erwerb und der Verarbeitung ihrer Erfahrungen und ihres Wissens unterstützt und begleitet. Und nicht nur das: Auch Galahru träumt nach eigener Aussage, wie auch alle anderen Wesen, die Welten weiter. Wie kann man sich diese Unterstützung und Begleitung konkret vorstellen?Die Regenbogenschlange selbst sagt, sie lehre die anderen Wesen, ihr eigenes Lied zu hören, zu singen und umzugestalten. Durch diese Kenntnis solle man gewaltige Kraft erhalten. Da das Wesen und sein Lied miteinander identisch sind, zielt die Aussage der Regenbogenschlange ganz offensichtlich auf den Prozess der Bewusstwerdung der Lebewesen. Deshalb sagt Galahru auch: „Und wisse, dass dieses Lied jederzeit von dir verändert, erweitert und verschönert werden kann. Denn damit veränderst du auch dich. Dein Lied zeigt dir, wer du gerade bist, mit wem du resonierst und mit wem nicht. Es hilft dir andere Lieder und damit andere Wesen und Welten zu erkennen.“

[1]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“ u.a.

[2]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

Reinkarnation, WiedergeburtDirect linkMehrfach in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird das Thema der Wiedergeburt oder Reinkarnation angesprochen.Die Regenbogenschlange erklärt Jule, dass der Aufenthalt der Seele im Körper und in ...

Mehrfach in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge wird das Thema der Wiedergeburt oder Reinkarnation angesprochen.Die Regenbogenschlange erklärt Jule, dass der Aufenthalt der Seele im Körper und in diesem Universum nur eine winzige Station auf einer unendlichen Reise sei, auf der niemand verloren gehen könne. Denn das glückliche Ende stehe schon fest, noch bevor die Seele die Reise überhaupt begonnen habe.[1]Der Große Mechanikermeister vermittelte Jule darüber hinaus, dass der Tod nicht als ein Ende existiert. Die Lebewesen der Ebenen sterben und werden immer aufs Neue wiedergeboren, da die Seelen unendlich sind. Silavon meinte sogar, nicht der Körper sterbe, sondern vielmehr erfülle sich nur die Vorstellung, die das Bewusstsein vom Körper habe.[2] Im revolutionären Verständnis des Mechanikermeisters bedeutet dies: Wenn es uns gelänge, das Bild vom Körper als etwas Sterblichem zu überwinden, könnte auch der Körper wie die Seele unsterblich werden.Die Empörung, Angst und Trauer der Lebewesen über den Zerfall des Körpers, den sie fälschlich mit dem Tod identifizieren, rührt von der tief versteckten Erinnerung an die Ewigkeit, aus der sie ursprünglich kommen und in die sie auch wieder zurückkehren.

Die Ebenenbewohner vergleichen dieses tiefe gefühlsmäßige Wissen mit ihrem derzeitigen Zustand und sind entsetzt. Doch dieses Entsetzen rührt nur aus der Verwechslung des Körpers mit der Seele. Aus der Sicht der Seele ist das Sterben in der Tat unnatürlich und abartig. Und durch diese Verwechslung wehren sie sich gegen den Tod. Siehe dazu auch Glossar „Tod“.Wenn die Wesen wenigstens wüssten, dass sie als Seelen immer wieder geboren werden und auch immer wieder mit denselben Seelen zusammen treffen, dann würden Tod und Trennung einen Teil ihres großen Schreckens verlieren. Doch auch der Kreislauf der Wiedergeburt muss irgendwann einmal durchbrochen werden, da die Seele sonst niemals frei wird, um nach Hause zurückzukehren. Und dies geht nur über die innere Reinigung von den unaufgelösten Erinnerungen, die einen immer aufs Neue in die Wiedergeburten ziehen. Siehe dazu Glossar „Rekapitulieren“.

[1]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[2]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

Rekapitulieren, ZurückerinnernDirect linkDie verlorene Energie zurückholen Der Große Mechanikermeister erklärt Jule im Zusammenhang mit dem „Abschalten der Welt“ durch das „Unterbrechen der jene Welt erzeugenden Gedanken“ eine Methode ...

Die verlorene Energie zurückholen
Der Große Mechanikermeister erklärt Jule im Zusammenhang mit dem „Abschalten der Welt“ durch das „Unterbrechen der jene Welt erzeugenden Gedanken“ eine Methode der Wiedererinnerung und Rückholung sämtlicher Dinge, die man jemals gedacht, gefühlt und erlebt hat. Dieses Rekapitulieren ist seiner Meinung nach absolut notwendig, da man sich nur auf diese Weise energetisch zu regenerieren und zu heilen vermag. Denn Gedanken und Gefühle sind Energien, die man von seiner eigenen Lebensenergie weggibt und die einem in der Folge fehlen – ein Energieverlust, der drastisch die eigene Lebensqualität einschränkt und zwangsläufig mit dem Verlust der Zauberkräfte einhergeht. Indem man sich diese verlorenen Energien zurückholt und deren Inhalte neutralisiert, wird man im wahrsten Sinne des Wortes wieder vollkommen, ganz und heil.Zu der Methode des Rekapitulierens gehört im Gegenzug aber auch die Rückgabe der fremden Gedanken und Gefühle, die man von anderen Wesen empfangen hat. Indem das Lebewesen diese Energien zurückgibt, hilft es mit seinem eigenen Reinigungsvorgang gleichzeitig auch den anderen Lebewesen auf dem Wege der Rückgewinnung ihrer Ganzheit.[1]Das vollständige Rekapitulieren ist überdies ein profundes Mittel, um den Kreislauf der Wiedergeburten und damit des immer wieder neuen Leidens zu durchbrechen. Denn die Wiedererinnerung und Auflösung der Gedanken und Gefühle löst auch die energetischen Verbindungen oder Bänder auf, die einen unaufhörlich in die Wiedergeburten ziehen.
Die Methode des Rekapitulierens
Jeder Mensch kann sofort und augenblicks mit der Rekapitulation seines Lebens beginnen. Er benötigt dazu keinerlei Vorbereitung oder tieferes Wissen. Man startet mit der erstbesten Erinnerung, die einem gerade einfällt. Keinesfalls muss man beim Rekapitulieren chronologisch vorgehen, denn die Seele kennt die richtige Reihenfolge der Erinnerungen. Hat man eine Erinnerung gefunden, sei sie nun freudig oder schmerzhaft, geht man immer weiter und tiefer in sie hinein, bis man das Geschehene tatsächlich voll und ganz mit jeder Faser noch einmal durchlebt. Dieses Erleben ist keinesfalls nur virtuell, sondern auf der energetischen Ebene völlig real, da diese Erinnerungsenergien ja tatsächlich noch immer an irgendeinem Ort in irgendeiner Zeit vorhanden sind.

Da man real in diese zurückgelassene Erinnerungsenergie reist und Raum und Zeit auf der energetischen Ebene nicht wirklich existieren, gibt es auch keinen Unterschied zwischen dem Erlebnis in der Vergangenheit und dem Wiedererleben dieses Erlebnisses. Beide Erlebnisse sind auf der energetisch-spirituellen Ebene völlig identisch. Der Glaubenssatz von dem Getrenntsein von Vergangenheit und Erinnerung ist also falsch und beeinträchtigt unnötig den Erfolg des Rekapitulierens.Hat man sich die Erlebnisse weitestgehend vergegenwärtigt, versucht man nun Schritt für Schritt die Erfahrungen und Gefühle zu akzeptieren. Dies bedeutet nichts anderes, als die abgegebenen Energien in Gestalt der Gedanken und Gefühle wieder in sich aufzunehmen. Dafür bedankt man sich bei allen Wesen, die diese Erfahrung ermöglicht haben und atmet die Energien tief durch die Nase wieder ein. Mit jedem Atemzug fühlt man sich energetischer und ganzer. Dieses Einatmen wiederholt man so oft, bis sich das untrügliche Gefühl einstellt, die verlorengegangenen Erinnerungsenergien vollständig wieder aufgenommen zu haben.In einem zweiten Schritt versucht man sich der fremden Gedanken und Gefühle bewusst zu werden, die andere Wesen einem selbst in den verschiedenen Erlebnissen entgegengebracht haben. Diese Gedanken und Gefühle kleben an einem wie ein Fremdkörper und stören empfindlich das eigene Wahrnehmen und Handeln. Deshalb müssen diese fremden Energien in jedem Fall durch ein bewusstes Ausatmen an den Absender zurückgegeben werden.Absolviert man jeden Tag diese Rekapitulationsübungen, beginnen schon bald die Erinnerungen von ganz allein zu fließen. Man muss sie nicht mehr mühsam zusammensuchen. Irgendwann kommt dann auf natürliche Weise auch der Augenblick, da die Erinnerungen über das jetzige Leben hinaus aus früheren Leben ins Hier und Jetzt zu fließen beginnen. Darüber braucht man nicht zu erschrecken. Denn im Gegenteil geht damit erstmalig ein entscheidendes Tor auf, welches beweist, dass man auf dem richtige Weg ist. Und auf diese Weise wandert man immer weiter und weiter zurück bis zu den Anfängen der eigenen Reise. Tagtäglich wird man dadurch freier, glücklicher und vollkommener und irgendwann besitzt der Praktizierende dann wieder den energetischen Urzustand, den er zu Beginn seiner lange Reise durch die Ebenen besaß.

[1]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

Reptiliengehirn, Reptilienkomplex, DrachenhirnDirect linkDas Reptiliengehirn, auch Reptilien-Komplex genannt, wird von der Weisen Schildkröte im Rahmen des Überfalls der Drachenwesen erwähnt. Die Schildkröte behauptet, dass der überwiegende Teil der Menschheit ...

Das Reptiliengehirn, auch Reptilien-Komplex genannt, wird von der Weisen Schildkröte im Rahmen des Überfalls der Drachenwesen erwähnt.[1] Die Schildkröte behauptet, dass der überwiegende Teil der Menschheit mittlerweile aus Reptoiden bestehe. Siehe Glossar „Reptoiden“. Das sind Mischwesen, die durch Vermischung des Erbmaterials der Drachenwesen mit jenem der Bewohner der fünften Ebene erzeugt wurden. Ein wesentliches Kennzeichen dieser Mischwesen ist das erwähnte Reptiliengehirn, welches die Menschen mit den Reptilien verbindet, die nahe Verwandte der Drachenwesen sein sollen.Tatsächlich haben Wissenschaftler der Erde dieses genetische Material der Reptilien im Menschen nachgewiesen. Der US-amerikanische Hirnforscher Paul D. MacLean erklärt das Reptiliengehirn im Rahmen seines „Triun Brain Modells“, wobei er heutige Funktionen des menschlichen Gehirns auf spezifische Entwicklungsstufen der biologischen Evolution zurückführt. Gemäß dieser wissenschaftlichen Theorie ist das Gehirn in drei separate Bereiche oder Teilgehirne aufgeteilt, die zwar wechselseitig miteinander verbunden sind und interagieren, aber jeweils ihr eigenes Bewusstsein und ihre eigenen Ausdrucksweisen, Bedürfnisse, Erinnerungen und Wahrnehmungen besitzen. Die drei Teilgehirne werden als Reptiliengehirn, Limbisches System (paleomammalisches Gehirn) und Neocortex (neomammalisches Gehirn) bezeichnet, wobei jedes Gehirn ein bestimmtes Stadium der Evolutionsgeschichte widerspiegelt:Das früheste Gehirn bildet das Reptiliengehirn, das bis heute bei den Reptilien zu finden ist. Mit der Entstehung der Säugetiere erscheint erstmalig das paleomammalische Gehirn mit einer Palette neuer Verhaltensweisen wie der Betreuung des Nachwuchses, der Zuneigung, der gegenseitigen Fellpflege, der Fähigkeit zu differenzierten Gefühlen und Empfindungen. Mit der Entwicklung des Menschen entstand die jüngste evolutionäre Struktur, das neomammalische Gehirn mit einem enorm erweiterten Neocortex im präfrontalen Lappen, das verstärkte kognitive Fähigkeiten und die Sprachfähigkeit aufweist.Im Laufe der Evolution wurden diese drei Gehirnformen gemäß dem Ökonomieprinzip in Schichten übereinander gelagert und bewahrten derart ihre evolutionären Formen und Funktionen. Da also die alten Strukturen noch immer aktiv sind, teilen Menschen gleichzeitig mit den Hirnstrukturen der Tiere, insbesondere der Reptilien, auch deren Verhaltensmuster. Dieses Faktum erklärt die vielen, aus der heutigen Sicht des neomammalischen Gehirns irrationalen Verhaltensweisen und Probleme der Menschen bis in die Gegenwart.MacLeans Theorie des „Triun Brain Modells“ ist nicht ungewöhnlich, beschreibt sie doch nur das, was auch die pränatale Entwicklung des Fötus im Mutterleib ganz klar beweist: Die Menschen vollziehen in ihrer ontogenetischen Entwicklung die gesamte Stammesentwicklung der Evolution quasi im Schnelldurchlauf noch einmal.
Das Reptiliengehirn
Das emotionslose Reptiliengehirn, bestehend aus Hirnstamm, Zwischenhirn, der Amygdala und weiteren Kernen, ist das niedrigste und stammesgeschichtlich älteste Gehirn, das bereits vor rund fünfhundert Millionen Jahren entstanden sein soll. In ihm befinden sich angeborene Instinkte, es besitzt nur bedingte Lernfähigkeit und kein integratives Sozialverhalten. Vielmehr reguliert es die primitiven Funktionen des Körpers, unter anderem die Selbstverteidigungs- und Angriffsmechanismen. Die Philosophie des Reptiliengehirns ist der hundertprozentige Wettbewerb.Es offenbart sich in folgenden Grundprinzipien:
a) Abstimmung des eigenen Verhaltens an der Masse (wenn die anderen klatschen, klatsche ich auch etc.);b) unwillkürliche, automatenhafte Reaktion auf äußere Reize und Anweisung ohne jeglichen Widerstand;c) konservatives, bewahrendes Verhalten, das sich gegen jede Neuerung und Veränderung stellt;d) permanente Imitation und Nachahmung des Verhaltens anderer;e) ständige Täuschung, Betrug, Geheimhaltung und Versteckspiel.
Diese Prinzipien zeigen sich in unserer Gesellschaft konkret- in besitzergreifendem, zwanghaftem Verhalten;- in alltäglichen sinnentleerten Ritualen und in der Nachahmung insbesondere hierarchisch höher gestellter Personen wie zum Beispiel beim Starkult zu beobachten, aber auch in religiösen Gemeinschaften in Gestalt des Zelebrierens der immer gleichen Rituale und des bedingungslosen Verehrens und Anbetens religiöser Führer und Gurus;- in strengen sozialen Hierarchien, absoluter Unterordnung und blinder Gefolgschaft wie z.B. in Armeen, staatlichen Verwaltungssystemen, Religionen und Wissenschaften;- in sklavischer Konformität zu althergebrachten Werten und Wegen;- in formelhafter Huldigung von Präzedenzfällen in rechtlichen, religiösen, kulturellen, wissenschaftlichen und andere Angelegenheiten;- in automatenhaftem Reagieren auf optische Reize, Symbole, Farben, Formen, bestimmte Bewegungsabläufe und Verhaltensformeln wie z.B. auf Uniformen, Rangabzeichen, auf hierarchische soziale Unterscheidungsrituale und Titel; - in unkontrollierten aggressiven Handlungen wie blinder Wut und Hass;- in Fremdenfeindlichkeit und territorialen Ansprüchen;- in ständigem Kampf- und Fluchtverhalten;- und in allen Arten von Betrug und Täuschung.
Je stärker sich derartige Verhaltensweisen bei den Menschen zeigen, desto stärker sind sie von dem Reptiliengehirn und damit von dem Drachen Morsus beherrscht. Reptoidenhaftes Verhalten ist also relativ leicht in der Gesellschaft zu erkennen und omnipräsent.
Das limbische System (paleomammalisches Gehirn)
Das limbische System ist der zum Reptiliengehirn hinzukommende jüngere Gehirnbestandteil der Säugetiere, der vor etwa zwei- bis dreihundert Millionen Jahren entstand. Er bildet die Basis für Emotionen, soziales Verhalten und die Sorge um den Nachwuchs und enthält insbesondere Informationen aus dem Körperinneren, weswegen das Limbische System auch als viszerales Gehirn bezeichnet wird.Nach McLean ist das limbische System der erste Versuch der Natur ein individuelles Bewusstsein zu entwickeln. In ihm werden Gedächtnisinhalte gebildet und affektiv und emotional gefärbt. Es ist außerdem für das Triebgeschehen verantwortlich. Da die Anlagen des Reptiliengehirns aber auch hier vorhanden sind, bewegt sich die Motivation des Säugetiergehirns ständig zwischen Wettbewerb und Kooperation.
Der Neocortex (neomammalisches Gehirn)
Der mit der Entwicklung des Menschen einhergehende Neocortex entstand erst vor etwa einhunderttausend Jahren und arbeitet weitgehend ungeachtet der endogenen Signale des Körpers beziehungsweise der stammesgeschichtlich älteren Gehirnbereiche. Der Neocortex entwirft logische, kognitive Konzepte und Strategien und modifiziert die Affekte und Impulse des limbischen Systems. Insbesondere die Stirnlappen erlauben dem Menschen, komplexe Dinge wie Sprache, Musik, verfeinerte motorische Fähigkeiten, Voraussicht und abstrakte Ideen zu entwickeln. Die Stirnlappen denken zu hundert Prozent kooperativ.
Das Reptiliengehirn und die Manipulation des Menschen durch die Träume
Im Bereich des Träumens, das in der Geschichte der Ebenen eine so wesentliche Rolle spielt, existiert eine erstaunliche Besonderheit im Zusammenhang mit den heute noch lebenden Reptilien und dem Reptiliengehirn der Menschen der fünften Ebene: Umfassende wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gehirne der Reptilien und Amphibien im Schlaf keinerlei Traumaktivität aufweisen. Reptilien und Amphibien träumen also gar nicht.

Umgekehrt träumen jedoch alle Menschen, alle warmblütigen Säugetiere und auch die Vögel, wobei erstaunlicherweise das Reptiliengehirn das Zentrum der Traumaktivität bildet, auch wenn noch andere Gehirnbereiche beteiligt sind!Der Grund für diese scheinbare Absurdität liegt auf der Hand: Die Reptilien und Amphibien schlafen nicht. Ihr Geist ist immer in Betrieb und deshalb gibt es auch keinen Traumzustand bei den Reptilien. Das, was wir bei den Menschen, Säugetieren und Vögeln als Traum bezeichnen, findet nachweislich in ihrem Reptiliengehirn statt. Doch dies bedeutet logischerweise, dass unser Traumzustand im Reptiliengehirn in Wirklichkeit der Wachzustand der Reptilien ist! Der Eindruck des Schlafens bei den Menschen, Säugetieren und Vögeln ist also relativ, da er nur die Bereiche des Gehirns betrifft die in der Evolution später hinzugekommen sind, nämlich das limbische System und den Neocortex!Doch was, so die nächste ungeheuerliche Frage, verursacht, dass das Reptiliengehirn wacht und die später hinzugekommenen Gehirne schlafen? Immerhin gibt diese Tatsache dem Drachengehirn im Schlaf die absolute Macht und Kontrolle über die höher entwickelten Gehirnareale und damit über die Persönlichkeit des Schlafenden.Bringt man diese wissenschaftlichen Tatsachen mit den Aussagen der Weisen Schildkröte in Zusammenhang, nämlich dass der Drache Morsus die Menschen über das Drachengehirn im Traum beherrscht, halten wir hier die Belege für ein schreckliches Szenario in den Händen:Mittels des implantierten Drachen- oder Reptiliengehirns operieren der Drache Morsus und seine Verbündeten in den Gehirnen und Bewusstseinen der Säugetiere, Vögel und Menschen wie Puppenspieler mit ihren Marionetten. Unsere Träume sind zum größten Teil, vielleicht sogar vollständig, vom Drachen Morsus eingespielte Inhalte, um die Menschen zu manipulieren, zu programmieren und in jeder Phase unter Kontrolle zu halten.Warum wir Menschen in den Schlaf fallen, ist also klar. Der Schlaf ist der Zustand, in dem der Drache uneingeschränkt agieren und uns manipulieren kann.Man bedenke in diesem Zusammenhang auch, dass der menschliche Fötus im Mutterleib bereits in einem andauernden Traumzustand verharrt. Und auch neugeborene Babies verbringen über die Hälfte ihrer Schlafzeit im REM Traumzustand. Dies heißt nichts anderes, als das unser geistige Zustand in unserer frühesten Kindheit bereits durch das Reptiliengehirn kontrolliert und programmiert wird zusammen mit dem später entwickelten Säugetiergehirn und der rechten Hemisphäre des Neocortex. Die linke Hemisphäre ist in unserer Kindheit dabei völlig unterentwickelt. Siehe dazu Glossar „Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation“.
Doch wie ist es dem Drachen Morsus gelungen, das limbische System und den Neocortex in einen Schlafzustand zu versetzen? Wir wissen, dass biochemische Prozesse den Schlafzustand erzeugen. Im Gehirn wirken also die analogen Prozesse, die wir auch bei der Einnahme von Chemikalien, Medikamenten, Betäubungsmitteln und Drogen beobachten. Nur dass im ersteren Falle der Körper durch eine geschickte Manipulation des Drachen selbst diese Betäubungsmittel produziert, die dann die höher entwickelten Gehirnareale im sogenannten Schlaf unterdrücken und ausschalten.Langzeitstudien habe gezeigt, dass Menschen über Monate und sogar Jahre problemlos ohne Schlaf auskommen und bei bester Gesundheit bleiben können. Allerdings musste dazu die biochemische Wirkung der einschläfernden Gehirnprozesse künstlich über Pharmaka unterdrückt werden. Für die Plausibilität der „Reptoiden-Hypothese“ spricht auch noch ein ganz anderes, nicht minder erstaunliches Phänomen:Interessanter Weise führt der Missbrauch von Drogen und Betäubungsmitteln nachweislich zum Absterben der Gehirnzellen, bezeichnenderweise aber fast ausschließlich nur der Zellen des Neocortex, insbesondere des Stirnlappens, nicht jedoch des Reptiliengehirns. Das heißt also: Auch durch die Einnahme von Drogen und Betäubungsmitteln werden der Wille, die Vernunft und die Kontrolle der Emotionen immer weiter geschwächt, und damit der Herrschaftsbereich des Reptiliengehirns stetig weiter ausgebaut. Es ist also kein Zufall, dass Drogenabhängige häufig zu unkontrollierten Wutanfällen neigen. Wir beobachten hier also zwei Strategien, welche die Herrschaft des Reptiliengehirns stärken. Und beide Strategien beruhen auf biochemischen Manipulationen des Gehirns.Die zentrale Frage für den Weg aus der Drogensucht beziehungsweise aus der Abhängigkeit des Drachen Morsus lautet also: Wer bestimmt das Leben des Menschen, das menschliche Bewusstsein des Neocortex oder aber das Reptiliengehirn? Nicht zufällig bildet die Kontrolle der tierischen Aspekte des Menschen durch das höhere Bewusstsein die zentrale Aufgabenstellung der meisten religiösen und spirituellen Schulen. Drogensucht ist somit primär ein spirituelles Problem, was erklärt, warum der mit Abstand erfolgreichste Heilungsansatz der Suchttherapie das 12-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker bildet. Dieses ist nämlich ein eindeutig spirituell ausgerichtetes Programm.
Herrscht der Drache Morsus mit dem Reptiliengehirn über den Menschen, dann werden der menschliche Körper und die fünfte Ebene zu einem lebendigen Gefängnis.Betrachtet man dieses Faktum der Traummanipulation im universalen Maßstab, dann wird jedoch auch das Gefangensein des Drachen Morsus deutlich. Denn obgleich er vermittels des Reptiliengehirns derjenige ist, der im Unterschied zu seinen Opfern niemals schläft und träumt, so ist er doch auch er mit all seinen Gefährten und Reptoiden in dem großen Schlaf der Schöpfung gefangen. Auch Morsus ist nur ein Produkt und Ergebnis dieses universalen Traumes. Nicht umsonst zielt Monsignore Moschkotanis Suche nach dem Aufwachmittel auf das Aufwachen aus diesem universalen schöpferischen Traum. Siehe Glossar „Aufwachmittel“.
Das Reptiliengehirn und die Manipulationsstrategien der Medien
Mit dieser Unterdrückung des Menschen im Schlaf ist der Drache Morsus jedoch noch lange nicht zufrieden, vielmehr setzt er seine Manipulationsstrategien über das Reptiliengehirn auch im Wachzustand des Alltags fort:Die typische „Sprache“ des Reptiliengehirns sind die Bilder. Ein Großteil der Kommunikation heute noch lebender Reptilien wie Alligatoren, Warane, Schlangen geschieht über visuelle Darstellungen, denen jeweils spezifische symbolische Bedeutungen zukommen.Tatsächlich sind auch alle unsere Filme, Fernsehsendungen, Videospiele letztlich nur eine Projektion des Reptiliengehirns. Sie basieren auf denselben unbewussten symbolischen Bildsprachen und sind in ihren Wirkungen unzweifelhaft traumartig. Diese Traumartigkeit bezieht sich nicht nur auf ihre symbolische Realität, sondern auch auf die spezifische Verarbeitung dieser Bildsprachen im menschlichen Gehirn. Untersuchungen zeigen, dass in der Tat durch Filme die gleichen Gehirnwellenmuster erzeugt werden wie im Traum. Und wie schon erwähnt, findet dieser Traum in erster Linie im Reptiliengehirn statt.
So lange wir die Kulturgeschichte zurückverfolgen können, verwendeten die Menschen formelhafte Rituale und Zeremonien in magischen und religiösen Kontexten. Später dann kamen das Theater und die Filmindustrie hinzu. Diese kulturellen Handlungsweisen nutzen sämtlich das Prinzip der rituellen und symbolischen Bildsprachen der Reptilien. Darüber hinaus beruhen sie auf dem Prinzip der Illusion, die aber das Traumprinzip schlechthin ist. Filme und Videospiele schalten unsere Kontrollzentren, insbesondere die linke Gehirnhälfte, ab und erzeugen damit einen Regress in das vorbewusste mentale Stadium der Reptilien oder Drachenwesen.Der stetig zunehmende Medienkonsum der westlichen Welt liefert ein beredtes Zeugnis für die Macht des Drachen Morsus, der die Menschen derart in einem ständigen Traumzustand hält, um sie nur umso nachhaltiger programmieren zu können. Dies ist der Grund, warum Milliarden von Dollar jährlich für die Film-, Fernseh- und Videogame-Industrie ausgegeben werden. Die Medienindustrie wirkt nicht nur auf und über das Reptiliengehirn, sie ist auch ein Produkt des Reptiliengehirns und damit des Drachen Morsus, der jenen Industriezweig durch seine Reptoiden kontrolliert und beherrscht. Die stetig zunehmende Gewalt nicht mehr nur in Actionfilmen spricht diesbezüglich eine deutliche Sprache.Der Hirnforscher Paul D. MacLean führt unzählige Beispiele an, wie das Reptiliengehirn das Verhalten der Menschen unaufhörlich kontrolliert. Diese Beispiele zeigen frappant, dass ein Großteil des Alltagsverhaltens der Menschen reptilisch ist. Aufgrund der Dominanz des Reptiliengehirns ist den meisten Menschen jener reptilische Ursprung ihres Verhaltens jedoch nicht bewusst. Nur ab und an in einem kurzen Aufblitzen ihres wahren menschlichen Bewusstseins ahnen sie die „Schlange“ in sich und staunen über ihr zwanghaftes, automatenhaftes Verhalten ohne jegliche Kontrolle.

[1]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

Rosenfee, alias Frau SiebenblattDirect linkFrau Siebenblatt die Rosenfee Wiederholt wird Frau Siebenblatt in dem vorliegenden Buch mit der Rosenfee in Verbindung gebracht, das erste Mal in einer Art Offenbarungsakt durch ...

Frau Siebenblatt die Rosenfee
Wiederholt wird Frau Siebenblatt in dem vorliegenden Buch mit der Rosenfee in Verbindung gebracht, das erste Mal in einer Art Offenbarungsakt durch Herrn Professor Leo Levitan,[1] später dann durch Herrn von Treskow,[2] aber auch durch den zwielichtigen Monsignore Moschkotani.[3] Nähere Erklärungen dazu fehlen, obwohl Frau Siebenblatts außergewöhnlich starke Liebe zu Rosen eine derartige Verbindung zu unterstützen scheint. Auch über die Frage, was eine Rosenfee eigentlich darstellt, kann man nur spekulieren:
Was ist eine Rosenfee?
Professor Levitan behauptet, dass ein Tropfen von Frau Siebenblatts Blut das wichtigste Ingredienz zu einem geheimnisvollen Aufwachmittels sei. Und Herr von Treskow erscheint gar als der Anhänger eines Geheimbundes, in dem die Rosenfee eine zentrale Rolle zu spielen scheint. Dabei bringt er Rosalie Siebenblatt alias die Rosenfee sowohl mit der griechischen Göttin der Schönheit und der Liebe, Aphrodite, als auch mit der Heiligen Rosalia, einer italienischen Heiligen des 12. Jahrhunderts,[4] in Verbindung. Die gemeinsame Klammer zwischen allen drei Personen, Aphrodite, Rosalie und Frau Siebenblatt, scheint der Mythos der Aufwachsubstanz zu bilden, der wiederum eng mit den Rosen als zweiter Klammer verbunden ist. Denn die Rose fungiert als das Symbol der Liebe und damit der Aphrodite und taucht überdies im Namen der italienischen Heiligen wie auch Frau Siebenblatts auf. Laut Herrn von Treskow hat die Heilige Rosalie ihre Gedanken der Liebe sogar direkt in Rosen verwandelt und sich von deren Blütenblättern anschließend ganze sieben Jahre ernährt.Begreift man die Liebe im übertragenen Sinne als ein Aufwachmittel, dann ist damit auch die erste Klammer erklärt. Ob diese Deutung richtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Die meisten Menschen begreifen die Liebe jedenfalls eher als das Gegenteil von Aufwachen, nämlich als einen irrealen Dämmerzustand, aus dem man notgedrungen oder auch glücklicherweise früher oder später wieder erwacht.
Sigrdrífa, Dornröschen und der Schlaf
In dem jüngsten Telefongespräch, das ich mit der heute 96-jährigen Franzi hatte, gab sie mir den Tipp, mich doch einmal mit der Wotan-Sage und auch mit dem Märchen vom Dornröschen zu beschäftigen. Beides habe ich getan und in der Tat Erstaunliches herausgefunden:Der germanische Göttervater Wotan verurteilte Sigrdrífa, eine Art Fee oder Walküre seines Gefolges, wegen Ungehorsam dazu, ihre Zauberkraft aufzugeben und sich stattdessen zu verheiraten. Zur Umsetzung dieses Urteils stach er sie mit einem sogenannten Schlafdorn (einer Heckenrose), wodurch die Fee augenblicks in tiefem Schlaf versank. Nur der Mann, der sie zu erwecken vermochte, sollte sie zur Frau gewinnen.Im Märchen Dornröschen hingegen wird einem König nach langen Warten endlich eine Tochter geboren. Aus Freude darüber lädt er zwölf Feen zu einem Fest. Die dreizehnte Fee, die nicht eingeladen worden war, verflucht das Mädchen, dass es sich an seinem fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel stechen und daran sterben solle. Eine der zwölf Feen wandelt diesen Todesfluch jedoch mitleidig in einen hundertjährigen Schlaf um. Die Prinzessin sticht sich an der Spindel und fällt gemeinsam mit dem gesamten Hofstaat in einen tiefen Schlaf.

Das Schloss wird mit einer undurchdringlichen Dornenhecke umgeben, die sich erst nach hundert Jahren in Rosen verwandelt. An diesem Tag gelangt ein Prinz in den Turm. Er küsst die Königstochter wach, womit auch der Schlaf des Hofstaates endet. Dornröschen und der Prinz heiraten.
Tatsächlich sind in den beiden Geschichten sämtliche Steine des Puzzles um die Rosenfee enthalten:
a) das Motiv der Rose, die wie auch bei Herrn Levitan und Frau Siebenblatt, mit dem Motiv des Schlafs verbunden ist,b) das Motiv des Aufwachens,c) das Motiv der Liebe undd) das Motiv der Feen, die in beiden Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Jedoch gibt es im Falle von Frau Siebenblatt und Herrn Levitan eine seltsame Abweichung. Während in den beiden uralten Geschichten die Rose bzw. deren Stich den Schlaf erzeugt und die Liebe das Erwachen bringt, sollen hier Stich und Rose umgekehrt letztlich das Aufwachen ermöglichen. Doch wie schon gesagt, nur „sollen“. Denn in Wirklichkeit führt auch hier der Rosenstich zu einem träumerischen Schlaf. Neu daran ist hingegen, dass Geliebter und Geliebte gemeinsam einschlafen und damit von Anfang an in Liebe verbunden sind.
Doch wie soll man diese Puzzlesteine deuten und zusammensetzen:
1) Das Motiv des Schmerzes und der Liebe, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte Jules zieht, wird in der Rose als Symbol der Liebe und mit ihrem Dorn als Symbol des Schmerzes unmittelbar greifbar. Bedingt die Liebe den Schmerz oder aber ist sie umgekehrt eher das Rezept gegen den Schmerz?2) In der Legende von Sigrdrífa wie auch im Märchen Dornröschen ist tatsächlich die Liebe bzw. der Kuss aus Liebe jeweils das Aufwachmittel, was unsere anfängliche Deutung im Kontext des Aufwachmittels unterstützt.3) Im Dornröschen bewachen die Dornenhecken der Rose den Schlaf. Der Schlaf wiederum ist das Gefäß des Traumes und der Traum das schöpferische Werkzeug, mit dem nach Aussagen der Regenbogenschlange und der Träumenden Buddhas die Welten erschaffen werden. Dieser schöpferische Aspekt schafft eine Verbindung zu der eingangs erwähnten Aphrodite, die ursprünglich die griechische Göttin des Wachsens und Entstehens war. Diese ursprüngliche Bedeutung Aphrodites verweist wiederum markant auf eine Doppelexistenz Herrn Leo Levitans, der von dem Pförtner des Ägyptischen Museums als „Zauberer Amphortaz, Hüter des Wachstums und Getreides“ bezeichnet wurde.
Trotz dieser Deutungen der Puzzlesteine wissen wir leider noch immer nicht genau, was die Rosenfee nun tatsächlich ist. Jedoch wurde deutlich, dass sie auf irgendeine Weise mit den Gegensatzpaaren „Liebe und Schmerz“ sowie „Schlafen und Aufwachen“ verbunden ist. Alles Weitere bleibt der weise wirkenden Absicht in der Zukunft vorbehalten.

[1]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“.

[2]  Siehe Kap. „Der denkwürdige Besuch bei Herrn von Treskow“.

[3]  Siehe Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

[4]  Laut der Überlieferung soll die Heilige Rosalie um 1130 in Palermo, Sizilien geboren, dann als wunderbewirkende Einsiedlerin und Heilige auf dem Monte Pellegrino gelebt haben und am 4. September 1166 ebendort gestorben sein.

Rufen, Wünschen oder BeabsichtigenDirect linkDie Kraft des Rufens Eine der allerseltsamsten Irrtümer, Naivitäten und Unwissenheiten der Bewohner der fünften Ebene ist die Tatsache, dass sie nicht mehr wissen, wie man ...

Die Kraft des Rufens
Eine der allerseltsamsten Irrtümer, Naivitäten und Unwissenheiten der Bewohner der fünften Ebene ist die Tatsache, dass sie nicht mehr wissen, wie man sich etwas wünscht, es ruft oder beabsichtigt – obwohl dieses Rufen, Wünschen oder Beabsichtigen das Einfachste von der Welt ist. Die Kraft des Rufens oder Wünschens entspringt der Sehnsucht, die jedes Ding und Wesen in sich trägt, seinen Ort und Zustand zu verändern und damit ist sie zugleich die Quelle jeglicher Bewegung.[1]Das kleine Mädchen, das sich selbst als die Kraft oder auch als Aitija bezeichnete, sagt zu Jule: „Jedes Ding trägt eine innere Sehnsucht in sich, wie zum Beispiel der Grashalm die Sehnsucht nach der Bewegung. Mit dieser Sehnsucht ruft er den Wind. Damit aber Grashalm und Wind zueinander finden, braucht es eine verbindende Kraft. Und diese Kraft bin ich.“Diese geheimnisvolle Kraft ist ein Teil der göttlichen Schöpfungskraft und entspringt vermutlich derselben Sehnsucht, die Gott dereinst veranlasste, den großen Traum der Ebenen und Welten zu träumen.
Die Kunst des Rufens
Die Kunst des Rufens besteht also darin, diese Kraft zu aktivieren, welche die Dinge und Geschehnisse miteinander verbindet, die davor bereits potentiell einander zugeordnet sind. Aktiviert wird diese Kraft durch ein inneres Bild, das der Träger der Sehnsucht ist. Diese Sehnsucht darf aber nicht mit unserer herkömmlichen Vorstellung vom Wünschen verwechselt werden, in der man einfach oberflächlich einen Wunsch etwas zu besitzen, etwas zu verändern etc. ausspricht. Denn dieser oberflächliche Wunsch wird niemals in Erfüllung gehen. Warum dies so ist, erklärt Aitija, die Kraft. Sie sagt, dass hinter jedem Gedanken immer mindestens ein zweiter Gedanke verborgen liegt, und dass nur dieser zweite, tiefere Gedanke die Fähigkeit des Rufens besitzt und somit in Erfüllung geht. Was versteckt sich nun hinter diesem tieferen Gedanken:Wenn man sich im oberflächlichen Verständnis der Bewohner der fünften Ebene etwas wünscht, dann zumeist, weil einem materialistisch etwas fehlt, was man aber gern haben möchte. Dieser Wunsch entspringt dem kleinen, oberflächlichen Alltagsbewusstsein. Der hinter dem oberflächlichen Wunsch sich versteckende tiefere Gedanke ist somit die Feststellung, dass einem etwas fehlt. Und dieser tiefere Gedanke entspringt letztlich der Seele.Damit haben wir bei jedem Vorgang des Wünschens also zwei Gedanken, erstens den Wunsch nach Besitz und zweitens den Gedanken des Mangel.Wenn gemäß der Logik Aitijas nun immer nur der tiefere Gedanken die Fähigkeit des Rufens besitzt und damit in Erfüllung geht, wird man ohne die Kenntnis der Kunst des Rufens niemals den ersehnten Gegenstand etc. in seinen Besitz bekommen. Denn tatsächlich wünscht man sich damit immer nur den Mangel, den man mit jedem Wünschen aber nur noch mehr manifestiert. Wenn ich mir also ein besseres Leben wünsche, erhalte ich durch die Kunst des Rufens stattdessen ein schlechteres Leben oder das Leben bleibt im besten Falle wie es war.Jule Levitans Frage, wie denn dann überhaupt die Wünsche in Erfüllung gehen sollen, wenn quasi immer das Gegenteil eintritt, lässt Aitija unbeantwortet. Jedoch ist Jules Frage leicht zu beantworten: Wenn man etwas wünschen oder rufen, will formuliert man es nicht als einen Zustand der in der Zukunft eintreffen soll, sondern als eine Tatsache, die bereits eingetroffen ist. Wünsche ich mir ein besseres Leben, so sage ich mir, dass ich dieses bessere Leben bereits habe und lebe auch danach.
Unsere Führer, Priester, Politiker, Lehrer erschaffen schlechte Welten
Auf den ersten Blick scheint es völlig absurd, dass die Menschen dieses doch so einfache Wissen um die Kunst des Rufens tatsächlich vergessen konnten. Und es ist unbedingt notwendig, den Grund dieses Vergessens zu ermitteln. Damit zusammenhängend ist des Weiteren zu fragen, warum die Menschen gerade Künstler für besonders realitätsfern halten, obwohl doch das Gegenteil der Fall ist. Denn wie wir gerade eben gesehen haben, ist eine ausgeprägte Vorstellungskraft die Bedingung dafür, dass ein Wunsch tatsächlich in Erfüllung geht. Anders gesagt, etwas wird real, weil man es sich zuvor bereits als Wirklichkeit vorgestellt hat. Große Künstler, Schriftsteller, Musiker, Maler besitzen diese starke Vorstellungskraft und schaffen derart tatsächlich Realitäten. Wahre Künstler sind quasi Zauberer auf der ersten Entwicklungsstufe. Doch die Menschen glauben nicht den Künstlern, sondern vertrauen lieber ihren „Priestern“, seien es nun Priester der Wirtschafts- und Sozialsysteme, der Wissenschaften und Schulen, der Politik oder der Religionen. Sie folgen ihnen blind, obwohl es doch gerade diese institutionalisierten „Rhetoriker“ sind, die mit ihren andauernden Versprechungen und Wünschen von einem besseren Leben in Wirklichkeit nur den Mangel formulieren. Denn dieser Mangel ist der dahinter stehende tiefere Gedanke!

Nicht zufällig beruht das Geldsystem der westlichen Welt auf dem Prinzip einer künstlichen Verknappung, womit die Lenker der Geldströme in unserem Bewusstsein fälschlich den Eindruck einer Welt des Mangels erwecken, obwohl unsere Welt tatsächlich unendlich reich ist. Ein einziger Spaziergang durch die Natur kann uns bereits diesen Reichtum bestätigen. Doch dieses Gefühl des Mangels ist gewollt, schürt es doch den Konkurrenzkampf und die Konflikte. Jener psychologische Mechanismus und die dahinter sich versteckenden tieferen Intentionen der Manipulatoren liefern auch den Grund, warum die seit Jahrtausenden von Führern und Predigern jeder Art gegebenen Versprechungen einer besseren Welt nie Wirklichkeit geworden sind. Will man also wirklich den Frieden, darf man ihn nicht wünschen, sondern muss ihn im Hier und Jetzt immer bereits als Tatsache leben. Tut man dies nicht, erzeugt man stattdessen immer weiter Krieg und Konflikte, wie wir es allerorten beobachten können.
Die Unterdrückung des Wissens um die „Kunst des Rufens“
Damit haben wir also auch bei der in Vergessenheit geratenen "Kunst des Rufens" wieder eine der vielen Umkehrungen vor uns, bei der Schwarz zu Weiß gemacht wird – eine Manipulationsstrategie, die dem Geist des Drachen Morsus entspringt. Versuchen wir die Frage zu beantworten, wie die Menschen das doch so einfache Wissen um die "Kunst des Rufens" im Laufe der Zeit vergessen konnten:Die Antwort ist ganz einfach. Durch die andauernden Bewusstseinsmanipulationen des Drachen Morsus konnte er die Menschen energetisch und psychisch von ihrem innersten Wesen trennen. Die Menschen sind unachtsam und stumpf geworden und vermögen derart nicht mehr ihre innere Stimme zu hören, die in Form der tieferen Gedanken zu ihnen spricht.[2] Und deshalb konnten sie vergessen, dass hinter jedem Gedanken immer ein weiterer tieferer Gedanke steht, der von der Seele kommt. Sie denken nur noch die fremden Gedanken des Drachen Morsus bzw. die fremden Gedanken ihrer bereits manipulierten Mitmenschen und Massenmedien, von denen sie tagtäglich infiziert werden. Damit leben sie also nicht mehr ihr eigenes Leben, sondern immer nur ein Leben aus zweiter Hand. Sie denken nicht mehr selbst, sondern „werden gedacht“. Das oberflächliche Fremdbewusstsein blockiert gezielt die Zugänge zum Wissen der Seele und damit auch zum Wissen um die "Kunst des Rufens".[3]
Die zerstörerische Kraft des Zweifels
Und im Zusammenhang mit dieser perfiden Manipulationsstrategie des Blockierens der Seele ist auch auf den sogenannten „Zweifel“ hinzuweisen, der symptomatisch gerade das Denken der Bewohner der fünften Ebene beherrscht, vergiftet und im Sinne eines angeblich „hervorragenden dialektischen Erkenntnisprinzips“ philosophisch auch noch schöngeredet und offiziell legitimiert wird. Doch dies ist kein Zufall, da es sich bei dem Zweifel um ein Zerstörungsprogramm wieder im Geiste des Drachen Morsus handelt, das er als eine Art Software-Virus in das Bewusstsein der Menschen eingeschleust hat:Während das Prinzip des „Gedankens hinter dem Gedanken“ das Gegenteil von dem erzeugt, was man sich wünscht, produziert der Zweifel einen Zustand der fortschreitenden Lähmung und Ermüdung, in dem der Denkende und Wünschende im Extremfall völlig handlungsunfähig wird.Der Mechanismus des Zweifelns ist ganz einfach zu begreifen: Indem der Denkende und Wünschende zu jedem Gedanken, den er denkt automatisch auch sein Gegenteil hinzudenkt, hebt er den ersten Gedanken mit dem zweiten sofort wieder auf. Damit entsteht eine Pattsituation, die auch einen energetischen Hintergrund besitzt. Denn da jeder Gedanke Formung und Bewegung bedeutet und derart Energie verbraucht, heben sich zwei entgegengesetzte Energien und Energiebewegungen gegenseitig auch wieder auf. Der in Zweifeln Gefangene verbraucht derart sinnlos Energie, die ihm für andere Dinge des Lebens verloren geht. Da es beim Zweifeln mit einem Mal nicht getan ist, sondern der Denkende diese Zweifel vielmehr über Wochen, Monate, Jahre, ja teilweise über ein ganzes Leben mit sich schleppt, wird die unglaubliche Dimension der Energievergeudung und der inneren Lähmung deutlich. Doch dies ist, wie bereits erwähnt, gewollt. Aus der Sicht der Seele kann man noch radikaler formulieren: In dem Moment, wo der Mensch glaubt, wählen oder sich für irgendetwas entscheiden zu müssen, hat er bereits die schlafwandlerische Sicherheit seiner Seele verloren. Er ist ein Opfer der Bewusstseinsmanipulationen des Drachen Morsus und seiner Helfer.

[1]  Siehe Kap. „Die Begegnung mit der Kraft“ und Kap. „Die Kunst des Rufens“.

[2]  Siehe Kap. „Durch die Nebelwand“.

[3]  Siehe dazu z.B. Glossar „Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation“ sowie Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Traum als Manipulationsmittel“.

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Scarmor, VogelDirect linkBeschreibung des Vogels Scarmor Der Vogel Scarmor ist ein mächtiger Vogel mit einer Flügelspannweite von sieben Metern. Er trägt ein sehr langes farbenprächtiges Gefieder, dessen dominierende ...

Beschreibung des Vogels Scarmor
Der Vogel Scarmor ist ein mächtiger Vogel mit einer Flügelspannweite von sieben Metern. Er trägt ein sehr langes farbenprächtiges Gefieder, dessen dominierende Farbe ein tiefes Feuerrot bildet. Sein langer Hals endet in einem grün-bläulich schimmernden Kopf mit großen, länglichen Augen und einem leicht gekrümmten Schnabel. Scarmor ernährt sich ausschließlich von den Nebelquellen im Gebirge Hoo und einer seltenen Frucht Namens Wuo, die von der gleichen tiefroten Farbe ist wie sein Gefieder.Laut einer uralten Legende soll ein dämonisches Wesen Namens Shoarr mit einer Feder Scarmors das Feuer in die fünfte Ebene gebracht haben. Scarmor lebt über den gewaltigen Zeitraum von neunhundert-einundzwanzig-millionen Jahren bereits in der sechsten Ebene und gilt neben den Meereselfen als deren ältester Bewohner.
Das Übereinkommen mit dem Mechanikermeister
Einst hat Scarmor den Großen Mechanikermeister persönlich kennen gelernt, als dieser vor etwa siebenmillionen Jahren die Ebene mit seinen Geschöpfen zu bevölkern begann. Beide trafen damals ein Übereinkommen, dass Scarmor sich um die Geschöpfe des Mechanikermeisters sorgen und ihm sofort Nachricht geben solle, sobald sich irgendwelche Probleme ergäben. Im Umkehrzug sicherte der Mechanikermeister dem Vogel Scarmor zu, ihm in viermal zwölf Äonen seine größte Sehnsucht zu befriedigen, nämlich den geheimnisvollen Weg aus der sechsten Ebene zu weisen. Denn noch sei er nicht frei, die sechste Ebene zu verlassen, da ein unsichtbares Band ihn schicksalhaft an diese Ebene binde.Laut dem Großen Mechanikermeister ist Scarmors Körper dermaßen energiegeladen, dass er an jedem anderen Ort außerhalb der sechsten Ebene augenblicks sich selbst entzünden und verbrennen würde. Nur deshalb könne er die sechste Ebene nicht verlassen. Dieses Geheimnis verriet der Meister jedoch nur Jule allein. Die Legende vom Dämon Shoarr (siehe oben) erhält auf diese Weise einen realen Hintergrund.Nach den Berechnungen des Vogels Scarmor ist die vom Mechanikermeister benannte Zeit bereits abgelaufen, ohne dass er sein Versprechen gehalten hat. Doch vielleicht konnte er es gar nicht halten?Der Vogel Scarmor jedenfalls erkannte die Einsamkeit und Verlorenheit der Geschöpfe des Mechanikermeisters und versuchte lange Zeit gemeinsam mit Hotz Lotz und Binki Lotz erfolglos, einen Weg aus der Ebene heraus zum Mechanikermeister zu finden.

Das Mysterium des reinigenden Feuers – das Urbild
Eine der mystischsten Szenen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge bildet der Untergang des Vogels Scarmor zeitgleich mit dem Untergang der sechsten Ebene im Feuermeer des Drachen Morsus: Das Feuer des Drachen brannte die Schleier vor den Augen der Reisenden fort und gab damit den Blick frei auf die wunderschöne Cloeda, deren Körper sich durch alle Ebenen erstreckt. Auf diese Weise erhielten Jule und ihre Gefährten die Schlüsselerkenntnis, dass die Welten und Cloeda identisch sind![1]Nicht weniger geheimnisvoll und zentral ist das Urerlebnis des Vogels Scarmor, der nach seiner Vernichtung einen weiten hellen Gang aus reinstem fließenden Licht entlangflog, an dessen Ende er auf sein Ebenbild traf, um mit diesem zu verschmelzen. Scarmor erkannte, dass dieses unvergängliche Urbild von Anbeginn der Zeiten auf ihn gewartet hatte. Durch die Vereinigung mit diesem Ebenbild, das wie bei jedem Wesen vor dem Beginn der Schöpfung oder besser vor deren „Entwickelung“[2] bereits in der Ewigkeit existierte, erhält Scarmor seinen Körper zurück und durfte derart eines der höchsten Mysterien der Schöpfung erfahren. Diese mystische Vereinigung ist nämlich der Jungbrunnen, mit dem die Schöpfung und Entwickelung immer wieder aufs Neue initiiert werden kann.Erst an dieser Stelle wird die mystische Aussage der Weisen Schildkröte verständlich: „Tatsächlich bist du nur in einem Traum gefangen, aus dem du jederzeit aufwachen kannst. Deine ganze Reise ist nur ein Traum. Immer warst du in Sicherheit geborgen. Keiner kann verloren gehen auf seiner langen Reise.“[3]Und fast möchte man glauben, dass sich mit dem Untergang der sechsten Ebene und dem Untergehen und Wiederauferstehen des Vogels Scarmor auf eine mystische Weise das geheimnisvolle Versprechen des Großen Mechanikermeisters erfüllte, Scarmor den Weg aus der sechsten Ebene zu weisen. Denn indem Scarmor gemeinsam mit der Ebene verbrannte, konnten er und die Ebene neu erstehen, und er die Ebenen in Gestalt der Schönen Cloeda quasi befreit von außen sehen.

[1]  Siehe Kap. „Der Untergang der Sechsten Ebene“ sowie Kap. „Das Geheimnis der wunderschönen Cloeda“.

[2]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

[3]  Siehe Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“.

Schwämmchen, alias Zshwém TčhenDirect linkSchwämmchens Weg Schwämmchen ist ein höchst geheimnisvolles Wesen, über das wir, ähnlich wie über Elisande, bis dato kaum etwas wissen. Eine Wolke hat sie aus einem ...

Schwämmchens Weg
Schwämmchen ist ein höchst geheimnisvolles Wesen, über das wir, ähnlich wie über Elisande, bis dato kaum etwas wissen. Eine Wolke hat sie aus einem fernen Land, vermutlich innerhalb der sechsten Ebene, im Schlaf auf einem Berggipfel zum Haus von Hotz und Binki Lotz entführt. Aus unbekannten Gründen ist der Drache Morsus stark an Schwämmchen interessiert, so dass er sie in den schwarzen Mahlstrom verschleppte.[1] Von dort muss sie auf irgendeine Weise weiter in das Schwarze Labyrinth zur Energiespinne Ecoli, dem schrecklichsten Ort des Universums, gelangt oder gebracht worden sein, von dem Schwämmchen aber zu fliehen versuchte. Erst Jule und ihren Gefährten gelang die endgültige Befreiung Schwämmchens.[2]
Schwämmchens Name – Zshwém Tčhen
Der Name Schwämmchen findet im Buch keine Erklärung. Doch sagte mir Frances Berggruen, dass dieser Name eine von Erich Kästner vorgenommene Eindeutschung sei, vermutlich weil er bei Jules Erzählung am Weihnachtsabend im Jahre 1926 den Namen aus Jules Munde nicht genau verstanden habe.Tatsächlich laute der Name Schwämmchens richtig „Zshwém Tčhen“. Dies sind zwei Worte, die einer uralten Sprache Namens Huankwãh entstammen, die dereinst in sämtlichen Ebenen gesprochen wurde, und ursprünglich die Sprache der Schönen Cloeda gewesen ist. Als lebendige oder gesprochene Sprache sei sie nunmehr vollständig ausgestorben. Jedoch würde sie sich punktuell in bestimmten Namen von Wesen und Orten noch erhalten haben, deren Bedeutung jedoch zumeist vergessen ist – so leider auch bei Zshwém Tčhen.
Wer ist Schwämmchen
Schwämmchen wird beschrieben als ein wunderschönes, kindlich sanftes nur etwa 1,20 Meter großes Mädchen von einer bezaubernden Anmut, Unschuld und Süße, die unmittelbar jeden Raum durchströmt und die Herzen der Anwesenden ganz weich, hell und froh macht.[3]Der zum Prinzen Tulitpan verwandelte Hampelmann Fridolin bezeichnet Schwämmchen gar als die "personifizierte kindliche Unschuld, Liebe und Reinheit". Zu seinen Freunden sagt er, sie sei seine Schwester und zugleich „im wahrsten Sinne des Wortes ein Teil von euch allen, das Beste, was ihr habt.“[4]Letztere Aussage macht die Person Schwämmchens nur noch geheimnisvoller. Prinz Tulitpan ist ein Kachyna und damit einer der letzten Vertreter des uralten weisen Volkes, das in der Anfangszeit der Ebenen als erstes die Erde in der fünften Ebene bewohnte. Siehe dazu Glossar „Kachynas“.

Damit wäre auch Schwämmchen ein Kachyna. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass Tulitpan mit seiner Bezeichnung "Schwester" die geistige Verwandtschaft zwischen ihm und Schwämmchen betonen wollte. Diese Deutung erklärt auch, warum Schwämmchen ein „Teil von uns allen sein soll, nämlich das Beste, was wir haben“. Denn gibt es in uns etwas Besseres, Wertvolleres als die kindliche Unschuld, Liebe und Reinheit?
Die Doppelexistenz Schwämmchens
Weitaus schwieriger ist die Frage zu beantworten, wie man sich diese Beziehung Schwämmchens als bester Teil aller Wesen vorstellen soll? Sie erscheint ja einerseits in der Verkörperung der „kindlichen Unschuld, Liebe und Reinheit“ als abstraktes Prinzip, anderseits aber auch als reale Person wie z.B. in der Befreiungsszene im Schwarzen Labyrinth, wo Schwämmchen inmitten des Himmel und Erde verbindenden wundersamen Stroms aus reinstem Licht als wunderschönes kindlich sanftes Mädchen auftritt, das die Herzen der Anwesenden weich, hell und froh stimmt.[5] Eine ähnliche Doppelexistenz finden wir zum Beispiel auch bei dem Mädchen Aitija, das einerseits als reale Person erscheint, sich selbst aber abstrakt als „Kraft“ bezeichnet.[6] Tatsächlich ist die Doppelexistenz Schwämmchens rational nicht auflösbar. Wir müssen sie einfach akzeptieren, auch wenn sie nicht in unser reduktionistisches Bild von der Welt passt. Überall, selbst in der fünften Ebene, gibt es vereinzelt Wesen, die mehr sind als sie äußerlich scheinen. Sie verkörpern und erhalten als Prinzipien, Hüter oder Prototypen universale göttliche Werte der Schöpfung, obgleich sie im Alltag einfach nur als ganz normale Menschen Auftreten. Vieles spricht sogar dafür, dass Schwämmchen ein Elfenwesen ist. Siehe Glossar „Meereselfen“.So ist davon auszugehen, dass der wahre Namen Schwämmchens Zshwém Tčhen genau diese beiden Teile ihrer physischen und metaphysischen Doppelexistenz bezeichnet. Vielleicht werden wir die uralte Ursprache der Ebenen Namens Huankwãh einst wieder verstehen lernen, wenn wir uns selbst verstehen gelernt haben.

[1]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[2]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[3]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[4]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

[5]  Siehe Kap. „Die Begegnung mit der Kraft“.

[6]  Siehe Kap. „Erlösung, Verklärung und Abschied“.

Siebenblatt, Rosalie alias Frau Rosalie LevitanDirect linkDie äußere und innere Erscheinung Rosalie Siebenblatts Wie bei Herrn Leo Levitan so haben wir es auch bei Frau Rosalie Siebenblatt alias Frau Rosalie Levitan aufgrund ...

Die äußere und innere Erscheinung Rosalie Siebenblatts
Wie bei Herrn Leo Levitan so haben wir es auch bei Frau Rosalie Siebenblatt alias Frau Rosalie Levitan aufgrund des besonderen Verlaufs der Handlung mit zwei verschiedenen Personen zu tun, einmal mit der Frau Siebenblatt des 21. Jahrhunderts, zum anderen mit Frau Siebenblatt als der Ehefrau Herrn Leo Levitans aus dem Berlin der zwanziger Jahre. Somit umgibt Frau Siebenblatt das gleiche Geheimnis wie Professor Levitan sowie ihre Töchter Jule und Franzi. Anders als bei Herrn Levitan soll Frau Siebenblatt jedoch in beiden Personen trotz der verschiedenen Zeiten von ihrem Wesen her ganz ähnlich gewesen sein.Frau Rosalie Siebenblatt wird als eine wunderschöne Frau beschrieben. Von Franzi Siebenblatt, alias Frances Berggruen habe ich eine genauere Beschreibung ihrer Mutter erhalten. Demnach hat Frau Siebenblatt glatte leicht rotblonde Haare, die sie schulterlang und mit einem markanten Seitenscheitel trägt. Ihre sehr sanften braunen Augen und lieblich weichen Gesichtszüge harmonieren aufs Angenehmste mit ihrer zarten, schlanken Gestalt. Am liebsten trägt sie leichte helle Sommerkleider und liebt Rosenmuster in jeder Form und Farbe über alles.Frau Siebenblatt ist eine sehr lebenspraktisch veranlagte Frau, die nicht an übersinnliche Dinge glaubt. Im Kontrast dazu ist ihr gesamtes Verhalten von einer fast metaphysischen mütterlichen Liebe und Sanftheit zu jeder Kreatur geprägt. Ihr markanter Gerechtigkeitssinn und ihre Klugheit, an der sie jedoch selbst oft zweifelt, verschafften ihr nicht nur Freunde. In ihrem Beruf als Sekretärin fühlte sich die Frau Siebenblatt des 21. Jahrhunderts wohl und an der richtigen Stelle im Leben. Die Frau Levitan im Berlin der zwanziger Jahre arbeitete hingegen als eine erfolgreiche Modedesignerin.
Die historischen Fakten
Nach langer Suche gelang es mir, einen amtlichen Beleg für die Existenz Frau Rosalie Siebenblatts zu erhalten. Am 12. Mai 1913 heiratete sie in Berlin Herrn Leo Balthasar Levitan. Damit ist sie zweifelsfrei die Mutter von Jule und Franzi Levitan. Aus diesem Beleg geht weiterhin hervor, dass sie am 04. September 1888 als Tochter eines Unternehmers in Berlin-Charlottenburg geboren wurde.

Dem nicht genug, konnte ich auch einen ersten Hinweis auf ihre gegenwärtige Existenz im 21. Jahrhundert erhalten.Die in dem vorliegenden Buch thematisierte Liebesgeschichte zwischen Frau Siebenblatt und Herrn Levitan in der Gegenwart könnte somit der Erinnerung dieses so ungleichen Paares an ihre gemeinsame Vergangenheit im Berlin der zwanziger Jahre entspringen. Jedoch bietet sich auch noch eine andere viel außergewöhnlichere Erklärung an. Dafür ist allerdings die Zeit noch nicht reif.
Frau Siebenblatt als Rosenfee
Wiederholt wird Frau Siebenblatt in dem Buch mit der Rosenfee in Verbindung gebracht, so durch Herrn Levitan, Herrn von Treskow, aber auch durch den zwielichtigen Monsignore Moschkotani. Der Grund der Verbindung wird nicht angegeben, obwohl Frau Siebenblatts auffällige Liebe zu Rosen eine derartige Verbindung zu unterstützen scheint. Auch soll sie in ihrer Kindheit sehr romantisch, verträumt und den jenseitigen Dingen zugeneigt gewesen sein, dabei auch hin und wieder den einen oder anderen geheimnisvollen Satz gesagt haben. Doch diese Dinge hat sie fast alle vergessen.Leider wissen wir bis zum heutigen Tage nicht einmal, was eine Rosenfee eigentlich ist.[1] Allein zwei kleine Hinweise finden sich in dem Erlebnisbericht der Levitan-Zwillinge: Professor Levitan zitiert eine magische Aufwachrezeptur, gemäß der ein Tropfen ihres Blutes das wichtigste Ingredienz jenes Aufwachmittels sei. Und Herr von Treskow erscheint gar als der Anhänger eines Geheimbundes, in dem die Rosenfee eine zentrale Rolle spielt. Siehe dazu im Detail Glossar „Rosenfee“.

[1]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“, Kap. „Der denkwürdige Besuch bei Herrn von Treskow“, Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

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Tante Tide, die Hüterin der ZeitDirect linkTante Tide, die Hüterin der Zeit Unmittelbar nach der Auflösung der Kristallwelt der gefrorenen Zeit gelangt Jule nur folgerichtig zu Tante Tide, der Hüterin der Zeit.Tante ...

Tante Tide, die Hüterin der Zeit
Unmittelbar nach der Auflösung der Kristallwelt der gefrorenen Zeit gelangt Jule nur folgerichtig zu Tante Tide, der Hüterin der Zeit.Tante Tide wird beschrieben als eine dicke pausbäckige Frau in einem altertümlichen dunkelbraunen Kleid, das über und über mit blauen Augen bestickt ist. Auf dem Kopf trägt sie einen kunstvoll geflochtenen Weidenkorb, in dem mehrere riesige Wollknäuels in den verschiedensten Farben aufgeschichtet liegen. An ihrem Rockzipfel hängt ein blutroter Wollfaden, der sich weit in der Ferne verliert und den Weg anzeigt, den sie gekommen ist. Als Tante Tide den himmelblauen Wollknäuel zu entwickeln beginnt, erscheinen plötzlich auf beiden Seiten ihres Körpers an die zwanzig bis dreißig weitere Arme. Die Augen auf ihrem Rock beginnen sich zu bewegen und die Arbeit der Arme zu koordinieren.
Wo lebt die Hüterin der Zeit
Die Hüterin der Zeit lebt ganz offensichtlich in einer Metaebene, wie sie verschiedentlich im Verlauf von Jules Reise auftauchen. Siehe Glossar „Metaebenen“. Metaebenen sind Bereiche, die in der Art universaler Prinzipien und Funktionalitäten auf die Ebenen wirken. Wollte man sie in der Kosmologie der Schönen Cloeda verankern, dann könnte man sie vielleicht mit bestimmten Funktionen des Denkens und Wahrnehmens Cloedas identifizieren, die mit den Ebenen und ihren Kraftzentren oder Chakren wechselwirken. Im Fall der Tante Tide handelt es sich um die Metaebene der Zeit, die auf die oberen und unteren zehn Ebenen sowie die Mittelebene wirkt.Nach ihrer eigenen Aussage kommen die höheren Ebenen von der elften bis zur dreizehnten aufgrund des höher entwickelten Bewusstseins ihrer Bewohner auch ohne Zeit aus. Entsprechend den stetig zunehmenden Freiheitsgraden im Aufstieg der Ebenen sind ab der elften oberen Ebene Zeit und Raum keine vorgegebenen Strukturen mehr. Sie können einerseits von den Wesen nach Belieben verändert, anderseits aber auch als Kategorien der Welt völlig aufgegeben werden. Allein die Bewohner ab der elften Ebene sind in der Lage, die höhere Ordnung der Unendlichkeit des „Jetzt“ direkt zu verarbeiten und laufen damit keine Gefahr, von der Unendlichkeit verschluckt zu werden. Anders verhält es sich mit den Bewohnern der zehn oberen und unteren Ebenen sowie der Mittelebene, welche die illusionäre Zeit als Hilfestellung benötigen, um sich in der Unendlichkeit des Seins zurechtzufinden.Ihren Nachhauseweg aus dem Zeitgarten der Uhrenzwerge gibt Tante Tide mit 27 Lichtjahren an. Da uns eine Bezugsgröße fehlt, können wir nicht wissen, wie lang ein Lichtjahr für die Hüterin der Zeit tatsächlich ist.

Auf der Erde in der fünften Ebene entspricht ein Lichtjahr der Strecke, die eine elektromagnetische Welle des Lichts in einem julianischen Jahr im Vakuum zurücklegt. Das sind etwa 9,5 Billionen Kilometer (9,5 x 1012 km). Da aber auch der Raum in den Ebenen nur einen Gedanke und damit eine Illusion darstellt, wird die Vorstellung einer räumlichen Entfernung ebenfalls hinfällig.
Die Aufgaben Tante Tides
Im Kapitel „Die Hüterin der Zeit“ antwortet Tante Tide auf Jules Frage, was es denn mit dem Uhrenzwergen auf sich hätte, dass sie als Hüterin der Zeit, die Zeit der Ebenen sowie der Mittelwelt laufen lassen müsse. Dabei handelt es sich wohlweislich um eine illusionäre Zeit, die eine reine Schöpfung mittels Gedanken und Gedächtnis ist. Siehe dazu Glossar „Alter, Altern, Alderam und der Begriff der Zeit“. Tante Tide produziert also eine illusionäre Zeit im Sinne einer spezifischen Interpretation einer Energiekonfiguration und überwacht zugleich die Produktion analoger illusionärer Zeiten anderer Wesen.[1] Diese illusionäre Zeit dient den Bewohnern der niederen Ebenen im positiven Sinne als eine Art Krückstock, den man irgendwann auch wieder über Bord werfen kann. Im negativen Sinne führt die Produktion dieser illusionären Zeit zu zahlreichen unerfreulichen Begleiterscheinungen und Einengungen des Weltbildes und der Freiheitsgrade der Lebewesen.Da die Zeit ein willkürliches Produkt ist, kann sie auch von Wesen, die über die dazu notwendige Energie und Technik verfügen, willkürlich manipuliert werden. Ein schönes Beispiel liefert Tante Tide selbst, indem sie im Restaurant des Central-Hotels eine besondere Uhr in Jules Kakao fallen lässt.[2]
Was ist die Zeit
Tante Tide präsentiert eine außergewöhnliche Zeittheorie, die sämtlichen Vorstellungen von der Zeit auf der Erde der in der fünften Ebene entgegen läuft. Diese Zeittheorie findet im Buch selbst eine angemessene Erklärung, so dass wir im Glossar auf weitere Erläuterungen verzichten können.[3] Siehe zum Thema Zeit auch Glossar „Alter, Altern, Alderam und der Begriff der Zeit“.

[1]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

[2]  Siehe. Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

[3]  Siehe Kap. „Was ein Wollknäuel mit der Zeit zu tun hat“.

Technik und die Schöpfung des Großen MechanikermeistersDirect linkDer tiefere metaphysische Hintergrund und Ursprung der Technik Der Schritt in die Technik, die im Leben der Bewohner der fünften und sechsten Ebene eine so große ...

Der tiefere metaphysische Hintergrund und Ursprung der Technik
Der Schritt in die Technik, die im Leben der Bewohner der fünften und sechsten Ebene eine so große Rolle spielt, bildet einen festen Bestandteil des göttlichen Bauplans der Ebenen, auch wenn diese Technikgläubigkeit nur eine marginale Stufe darstellt, die man möglichst schnell überwinden sollte. Wie ist dies zu verstehen:In der fünften Ebene liegt gemäß der Struktur der Ebenen der Keim des Schöpfungsgedankens des Raumes und der Zeit verankert. Durch Zeit und Raum wiederum entstehen die Illusionen der Trennung, der Angst vor dem Verlorengehen und dem Verlust. Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Die Struktur der Ebenen“. In der sechsten Ebene werden diese angstvollen Illusionen dann geradezu übermächtig und beherrschen das gesamte Leben der Lebewesen.Die Bewohner der Ebenen versuchen diesen Ängsten entgegenzuwirken, indem sie den unheimlichen, nicht zu fassenden Weiten und Tiefen des Raumes und der stetig fließenden Zeit Halt und Festigkeit entgegenzusetzen versuchen. Dies gelingt ihnen, indem sie ihre Gedanken selbst unbeweglich machen, indem sie als viele Wesen formelhaft immer wieder das Gleiche denken. Auf diese Weise beginnt sich die von ihrem Ursprung her unendlich flüchtige, leicht bewegliche Urenergie allmählich zu verdichten und zu verfestigen – ein unheilvoller energetischer Zustand, den die Ebenenbewohner dann fälschlich als sogenannte Materie interpretieren und, typisch für ihr enges dualistisches Denken, als Gegenteil des Bewusstseins oder Geistes auffassen.Die Verfestigung der von ihrem Wesen her eigentlich fließenden Energie führt bei den Bewohnern der Ebenen folgerichtig zum Verlust ihrer ursprünglichen Freiheiten. Das heißt, sie sind nicht mehr in der Lage, sich jenseits der Einengungen von Raum und Zeit zu bewegen und die Welt allein durch die Kraft ihrer Gedanken zu verändern und zu erschaffen. Denn sie haben ihre Körper und ihre Umwelt energetisch verfestigt und damit den Illusionen von Raum und Zeit Rechnung getragen. Derart sind sie nun tatsächlich nicht mehr nur illusionär, sondern auch energetisch in Raum und Zeit gefangen.Die verfestigte Energie schafft die Grenzen des physischen Körpers, den Tod etc. und lässt die Welt für deren Bewohner zu einem Gefängnis werden. Siehe dazu Glossar „Tod“. Die Entwicklung der Technik in der fünften und sechsten Ebene ist dementsprechend eine logische Folgeerscheinung der Verfestigung von Energie. Denn Technik ist selbst verfestigte Energie.
Technik als Ausdruck der Erinnerung an die verlorene Freiheit
Zugleich aber sind Technik und wissenschaftlich-technischer Fortschritt bzw. der Glaube an deren heilsbringende Kraft ein beredter Ausdruck des Bedürfnisses, diese selbst geschaffenen materiellen Grenzen zu überwinden. Und dieses Bedürfnis entspringt der versteckten Erinnerung der Seele an ihre verlorene Freiheit und damit an ihren Ursprung.Wenn man mit Transportmitteln wie Autos, Flugzeugen, Raumschiffen oder Kommunikationsmitteln wie Telefon, Fernsehen, Videokonferenzen immer schneller und leichter den Raum zu überwinden trachtet, dann versucht man über den Umweg des Surrogats der Technik diese verlorene Freiheit des Fliegens mit dem eigenen Energiekörper, der verlorenen Fähigkeiten der Telepathie und des Hellsehens, des Allseins und Überallseins wiederzuerlangen.Dieser Versuch, die verlorenen Freiheiten und Fähigkeiten mit Hilfe der Technik wiederzugewinnen, kann jedoch das Problem des Gefangenseins in verfestigter Energie nicht lösen. Im Gegenteil schafft die Technik nur neue, noch weitaus größere Abhängigkeiten und die Menschen entlernen wesentliche Überlebenstechniken.Darüber hinaus ist Technik aus verfestigter Energie prinzipiell gegen das Leben gerichtet, welches ja gerade in der unendlichen Beweglichkeit und Lebendigkeit besteht. Die schrittweise Zerstörung des Ökosystems der Erde durch fortschreitende Technisierung ist ein beredtes Zeugnis für die Falschheit dieses technischen Lösungsweges. Viel naheliegender wäre es, die Materie als Ausdruck der Verfestigung der Energie selbst zu überwinden. Doch dieser Weg ist ein geistiger, der die radikale Veränderung unseres bisherigen Bewusstseins verlangt. Ergebnis wäre ein neuer Realitätsbegriff, gemäß dem nur noch das Bewusstsein wirklich ist im Sinne einer Bewegung ohne Bewegtem.
Der Große Mechanikermeister und seine technische Neuschöpfung
Eines der wesentlichen Themen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge ist der Versuch des Großen Mechanikermeisters, mit Hilfe der Technik eine eigene, bessere Welt zu erschaffen, in der Schmerz und Leid, Trennung und Tod, die Gefahr der Manipulation durch den Drachen Morsus ein für alle Mal gebannt und überwunden sind – alles Dinge, die der Mechanikermeister letztlich als Fehler der Schöpfung ansieht.

Indem er das Konzept der Technik aus der fünften und sechsten oberen Ebene in die höheren Ebenen transportierte, versuchte der Mechanikermeister jedoch universale Prinzipien des Auf- und Abstiegs durch die Reife des Geistes und des Herzens außer Kraft zu setzen. Denn zum einen öffnete er die Pforten zu den höheren Ebenen allein durch seine immense Kraft des Verstandes, zum anderen setzte er das universale Verbot der Mitnahme von Dingen niederer Ebenen in höhere Ebenen außer Kraft.Die Wiedergewinnung des Herzens des Mechanikermeisters durch Jule Levitan und die Auflösung seiner technischen Schöpfungen im Strom seiner Tränen könnte dementsprechend als Symbol der Kapitulation seines Anspruchs der Verbesserung der Schöpfung durch Technik und damit als ein Eingeständnis in die Unzulänglichkeit der Technik als Problemlösemittel gedeutet werden.
Das wirkliche Anliegen des Technikansatzes des Großen Mechanikermeisters
Diese Deutung des Tuns des Mechanikermeisters liegt zwar nahe, erscheint aber dennoch aus vielerlei Gründen zu einfach. Darüber hinaus wissen wir nicht, ob Jule Levitan in ihrem vorliegenden Erlebnisbericht tatsächlich alle wesentlichen Fakten genannt hat.Einen ersten Hinweis, dass die Kritik an dem Technikansatz des Mechanikermeisters unangemessen ist, liefert die Weise Schildkröte mit ihrer Bemerkung, der Große Mechanikermeister habe durch den Bau seiner mechanischen Geschöpfe die Gedankenmanipulation des Drachen Morsus erfolgreich unterbunden.[1] Darüber hinaus gibt es mehrere Indizien, dass es ihm bei seinem Versuch der Neuschöpfung nicht allein um die Veränderung oder Außerkraftsetzung bestimmter überkommener Schöpfungsprinzipien mittels der Technik ging, sondern vielmehr um die radikale Neustrukturierung des Energiekörpers.Um dies zu verstehen, muss man wissen, dass mit der göttlichen Erschaffung der Schönen Cloeda deren spezifische Energiestruktur zur energetischen Urform oder Blaupause sämtlicher nachfolgender Daseinsformen wurde – quasi eine immer wiederkehrende Einlösung der makrokosmischen Struktur Cloedas im Mikrokosmos. Die Schöne Cloeda gab also nicht nur den Ebenen, sondern auch deren Bewohnern und ihren Schöpfungen die spezifische Energiestruktur.Unter diesem Gesichtspunkt kann der Transport und die Anwendung der technischen Prinzipien der fünften und sechsten Ebene in die höheren Ebenen statt eines Verstoßes gegen das Ebenenprinzip genauso als Versuch einer bewussten Neukonfiguration des Energiekörpers der Schönen Cloeda verstanden werden. Denn der Mechanikermeister transformierte auch die Technik, so dass sie nicht mehr nur im Bereich der verfestigten Energie ihre Anwendung findet. Die weitreichenden Folgen eines solchen Tuns für die Schöpfung liegen auf der Hand.Ein markantes Beispiel für diesen erweiterten Technikansatz liefert das Konzept der „Gelben Nebelwand“ des Mechanikermeisters, mit dem er ein potentiell unendliches System schuf, das in der Lage ist, wie ein Filter die Destruktivität und Negativität in der Schöpfung zu beseitigen und damit zugleich das Prinzip der Kausalität zu überwinden. Dies bedeutet allerdings nicht die absolute Überwindung der Negativität, die in der Dualität der Schöpfung selbst verankert liegt, jedoch die Löschung sämtlicher negativer Folgeprodukte jener Dualität, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Das derartig gereinigte Wesen kehrt zurück in den Urzustand der Schöpfung, als der große Traum der Welten begann. Derlei Eingriffe und Veränderungen hatte man bis dato allein dem höchsten Schöpfer zugestanden. Siehe Glossar „Gelbe Nebelwand“.Und tatsächlich bleibt ja die Schöpfung in ihrer spezifischen dualistischen Ausprägung der Spannungspole des Drachen Morsus und der Schönen Cloeda ein fragwürdiges Unternehmen, das bis zum heutigen Tage zurecht die Kritik der Bewohner der Ebenen immer wieder aufs Neue provozierte. Nicht zufällig wird in der „Legende von der Schönen Cloeda“ zwischen den Zeilen die Erschaffung der Schönen Cloeda als ein teilweises Versagen des Schöpfers dargestellt: Denn das Universum drohte durch ihre Schönheit zur Reglosigkeit zu erstarren, so dass der Schöpfer unter Tränen, das heißt notgedrungen unter äußerem Zwang, den Drachen Morsus schuf, um ein Gegengewicht zur Schönheit und Reinheit der Schönen Cloeda herzustellen.

[1]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

TodDirect linkDer metaphysische Ursprung des Todes Der Tod, den die Bewohner der niederen Ebenen so fürchten, ist für diejenigen, die wissen, was er wirklich ist, ohne jede ...

Der metaphysische Ursprung des Todes
Der Tod, den die Bewohner der niederen Ebenen so fürchten, ist für diejenigen, die wissen, was er wirklich ist, ohne jede Bedeutung. Nicht nur sehen sie ihn ohne jegliche Realität. Sie bezeichnen ihn überdies als eine Schöpfung der Bewohner der Ebenen, in denen er auftritt. Damit fürchten sich die Betroffenen also vor einem Schreckgespenst, das sie dereinst selbst geschaffen haben.[1]In der fünften Ebene liegt gemäß der Struktur der Ebenen der Keim des Schöpfungsgedankens des Raumes und der Zeit verankert. Durch Zeit und Raum wiederum entstehen die Illusionen der Trennung, der Angst vor dem Verlorengehen und dem Verlust. Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Die Struktur der Ebenen“. Die Bewohner der Ebenen versuchen nun diesen Ängsten entgegenzuwirken, indem sie den unheimlichen, nicht zu fassenden Weiten und Tiefen des Raumes und der stetig fließenden Zeit Halt und Festigkeit entgegenzusetzen versuchen. Dies gelingt ihnen mittels bestimmter Bewusstseinstechniken, mit denen sie ihre Gedanken immer unbeweglicher machen – so zum Beispiel, indem viele Wesen formelhaft immer wieder das Gleiche denken. Auf diese Weise beginnt sich die von ihrem Ursprung her unendlich flüchtige, leicht bewegliche Urenergie allmählich zu verdichten und zu verfestigen – ein unheilvoller energetischer Zustand, den die Ebenenbewohner dann fälschlich als sogenannte Materie interpretieren und, typisch für ihr enges dualistisches Denken, als Gegenteil des Bewusstseins oder Geistes auffassen.Die Verfestigung dieser von ihrem Wesen her ursprünglich fließenden Energie führt bei den Bewohnern der Ebenen folgerichtig zum Verlust ihrer ursprünglichen Freiheiten. Weder sind sie mehr in der Lage, sich jenseits der Einengungen von Raum und Zeit zu bewegen, noch die Welt allein durch die Kraft ihrer Gedanken zu verändern. Denn sie haben ihre Körper und ihre Umwelt energetisch verfestigt und damit den Illusionen von Raum und Zeit Rechnung getragen, sie quasi materialisiert. Derart sind sie nun tatsächlich nicht mehr nur illusionär, sondern auch energetisch in Raum und Zeit gefangen. Die verfestigte Energie wird zu einem Gefängnis, das man nur schwer oder überhaupt nicht mehr überwinden kann. In diese feste Welt denken sich die Ebenenbewohner ihren eigenen Körper ebenfalls als fest, weil sie die ganze Welt nach ihrem Bilde schaffen.Wenn ein Mensch der fünften Ebene aus irgendwelchen Gründen nun diese feste Welt verlassen will, ist dies nicht mehr möglich, da er in ihr gefangen ist. Denn nur wenn der Mensch in seiner Energiestruktur veränderlich und flüchtig bleibt wie die Luft oder das Wasser, ist er in der Lage seinen Ort jederzeit mit Leichtigkeit zu verlassen.Da aber gemäß einem kosmischen Prinzip die göttliche Energie im ständigen Fließen ist, kann auch diese feste Welt der verdichteten Energie nicht ewig bestehen. Sie wird hinweg gespült vom Meer der Unendlichkeit wie eine Sandburg am Meeresstrand. Und so verfällt auch der menschliche Körper irgendwann. Der Tod ist also nichts weiter als der Austritt aus der vor langer Zeit selbst geschaffenen festen Welt in die veränderliche, flüchtige Welt, die das eigentliche Zuhause der Seele bildet. So sagt die Schildkröte treffend: „Hinter eurem ‚Schrecken des Todes‘ versteckt sich also nicht die Angst vor dem Ende des Lebens, denn das kann nie zu Ende gehen, sondern nur die Angst vor dem Unbekannten, vor dem Abschied von dem Vertrauten, vor der Freiheit, die euch nach dem Tode erwartet, und die ihr vergessen habt.“
Flucht aus dem Gefängnis und die Überwindung der Grenzen
Grundsätzlich bleiben drei Wege, das selbst geschaffene Gefängnis der erstarrten oder verfestigten Energie zu überwinden:
Der Tod
Im Tod löst sich der feinstoffliche Energiekörper inklusive des Traumkörpers als Fahrzeug der Seele quasi gewaltsam von dem physischen Körper als Ausdruck verfestigter Energie und gewinnt derart seine Freiheit wieder. In diesem Augenblick hat die Seele prinzipiell die Möglichkeit, die Ebene, die ihr zum Gefängnis wurde, zu verlassen. Dass es ihr zumeist nicht gelingt, liegt an zweierlei Dingen, die miteinander in Zusammenhang stehen. Zum einen ziehen sie die energetischen Bindungen des Energiekörpers an diese Ebene und deren Bewohner in Gestalt unaufgelöster Gedanken immer wieder in diese Welt zurück. Siehe Glossar „Reinkarnation“.

Zum anderen versucht der Drache Morsus mit seinen Gefährten, allen voran der Energiespinne Ecoli, die Wesen in diesen Ebenen mit verfestigter Energie gefangenzuhalten. Denn die Negativwesen operieren besonders wirkungsvoll in diesen Körperwelten der verfestigten Energie durch Implantate wie zum Beispiel das Drachengehirn[2], durch Chemie und Pharmaka, durch manipulierte Energie, Energiefelder und Gedankenmanipulation. Die Körper sind für die Negativwesen willkommene Gefängnisse, in denen sie die Seelen ihrer Opfer einsperren, um sich an deren feinstofflicher Energie gütlich zu tun. Negativwesen sind reine Schmarotzerwesen.
Traumreisen
Die zweite Möglichkeit, das Gefängnis des physischen Körpers der verfestigten Energie zu überwinden, ist der Traum. Denn in diesem kann der energetisch frei bewegliche Traumkörper den physischen Körper verlassen. Er bleibt nur durch einen dünnen Traumfaden mit ihm verbunden, um am Ende des Traumes im Aufwachen wieder in jenen physischen Körper zurückzukehren. Grundsätzlich ist es möglich, durch Traumreisen den physischen Körper auch dauerhaft zu verlassen, das heißt den Traumfaden zu kappen und damit quasi auch den Tod zu überwinden. Doch dieser Weg steht nur geübten Zauberern ohne jeglichen inneren Zweifel offen.
Auflösung und Neukonfiguration
Der dritte Weg der Überwindung des Todes besteht darin, den physischen Körper durch die gezielte Anwendung hochkonzentrierter feinstofflicher Energie quasi zu verdünnen. Auf diese Weise kann der physische Körper im Bruchteil eines Augenblicks vollständig aufgelöst und nach Belieben wieder neu konfiguriert werden. Auch dieser Weg war und ist allein großen Zauberern wie zum Beispiel dem Großen Mechanikermeister, Jesus, Buddha möglich, da nur sie die dafür notwendige Energie und das dafür unabdingbare Wissen besitzen. Für Außenstehende erscheint der Körper, so es der Zauberer will, weiterhin wie ein normaler physischer Körper. Jedoch hat er tatsächlich nicht mehr das Geringste mit einem physischen Körper zu tun. Was die anderen wahrnehmen, ist nur eine gezielte Projektion des nur mehr imaginierten Körpers durch den Zauberer in das Wahrnehmungssystem des Beobachters. Der neu geschaffene, extrem hochschwingende Energiekörper des Zauberers ist völlig frei und fließend und kann sich derart augenblicks in jeden Winkel des Universums bewegen.
Das Lied der Regenbogenschlange
Den „Bauplan“ für die Neukonfiguration des Energiekörpers nach der Auflösung liefert die Regenbogenschlange, welche die Hüterin aller Lieder ist. Siehe dazu Glossar „Regenbogenschlange“. Denn jedes Ding oder Wesen besteht aus einem Konglomerat spezifischer Schwingungsmuster. Deren Kenntnis und das Wissen um ihre Veränderlichkeit ist quasi das technische Handwerkszeug der Zauberer zur Veränderung und Neuschöpfung des eigenen Energiekörpers. Denn wie die Regenbogenschlange sagte: „Und wisse, dass dieses Lied jederzeit von dir verändert, erweitert und verschönert werden kann. Denn damit veränderst du auch dich.“[3]
Die absolute Überwindung des Todes durch das Aufwachen
Das geheimnisvolle Aufwach-Orakel Professor Levitans weist schließlich einen völlig neuen Weg zur Überwindung des Todes durch das Aufwachen aus dem Traum der Ebenen und damit aus der Schöpfung selbst durch energetische Bewusstwerdung. Siehe dazu Glossar „Energie“, Unterkapitel „Der Urzustand der Energie vor der Schöpfung der Ebenen“, sowie Glossar „Träumende Buddhas und das Orakel des Aufwachens“.

[1]  Siehe Kap. „Was ist der Tod“.

[2]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[3]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

Traum und TräumenDirect linkDer Traum als einzig verfügbare Wirklichkeit Traum und Träumen bilden die zentralen Themen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge, da gemäß einem Großteil der Bewohner der Ebenen der ...

Der Traum als einzig verfügbare Wirklichkeit
Traum und Träumen bilden die zentralen Themen des Erlebnisberichts der Levitan-Zwillinge, da gemäß einem Großteil der Bewohner der Ebenen der Traum die einzige mögliche Lebens- und Daseinsform darstellt. Aufwachen in diesem Verständnis bedeutet nicht das Aufwachen aus einem Traum, sondern immer nur das Aufwachen in den nächsten Traum. Und tatsächlich gibt es auch bei uns in der fünften Ebene keine Instanz, die es uns zu entscheiden ermöglicht, ob wir wachen oder träumen. Oder wie Herr Levitan über die absolute Totalität des Träumens pointierte:„Nichts und niemand weiß davon. Wie sollten sie es auch wissen. Wissen sie denn im Schlaf, dass sie schlafen? Kommt ihnen die Welt im Traum nicht genauso real vor wie die Welt nach dem Aufwachen? […] Und da es keiner weiß, denken alle sie sind wach! Jeder bestätigt dem anderen, dass er wach ist. Und doch schlafen wir alle. Nur einer der schon aufgewacht ist, kann sehen, dass der andere schläft. Das ist das größte Geheimnis auf Erden!“Einzig Jule Levitan, der Große Mechanikermeister sowie der schwarze Zauberer Monsignore Moschkotani zogen ernsthaft die Möglichkeit eines Aufwachens aus jeglichem Traum in Betracht. Die Weise Schildkröte bestätigt diese Möglichkeit, führt jedoch leider nicht aus, was dieses Aufwachen bedeuten soll. Siehe dazu unten im Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Formen des Aufwachens“.
Funktionen des Traumes
Traum als Fahrzeug und Tor zu anderen Orten und Welten
Professor Levitan spricht gegenüber Frau Siebenblatt davon, dass Jule und Franzi vom Traum verschluckt worden seien.[1] Während diese Sichtweise eher eine Zwangsläufigkeit durch eine fremde Kraft suggeriert, legt die Äußerung des „Käfers“[2] eine freiwillige Verwendung des Traumes als Fahrzeug in andere Wirklichkeiten, Ebenen und Welten nahe.Und tatsächlich können wir immer wieder beide Eigenschaften des Traumes in den uns vorliegenden Aufzeichnungen beobachten. Auf der einen Seite zum Beispiel die zwanghafte Reise Herrn Levitans und Frau Siebenblatts durch den Bauch der Riesenschlange oder Jules unfreiwillige Reise in das Kristallland der gefrorenen Zeit, auf der anderen Seite der bewusste Traum der Eltern, um in das Reich der Träumenden Buddhas zu gelangen oder Jules Reise durch den blutroten Kristall in das Reich des Fadenmannes. In diesem Verständnis stellt die gesamte Reise durch die Ebenen eine Reise von einem Traum in den nächsten dar. Wichtig zu wissen ist hierbei, womit und wie diese Reise vonstatten geht:
Der Traumkörper
Das eigentliche Fahrzeug des Traumes ist der Traumkörper. Er ist nicht das, was das Wesen der Geschöpfe ausmacht und darf auch nicht mit der Seele verwechselt werden. Im Kapitel „Zu Hause im Reich der Meereselfen“ sagen die Meereselfen zu Jule: „Ja Almina, du siehst richtig. Du hast dich nie wirklich von uns fort bewegt, sondern nur dein Traumkörper.“ Der Traumkörper ist also etwas von unserem grobstofflichen oder physischen Körper (im Sinne verdichteter Energie) Separierbares. Der Traumkörper besteht wie der physische Körper aus reiner Energie, ist allerdings höherschwingender als der physische Körper und deshalb nicht an die Trägheit, die wir Masse nennen, gebunden. Darüber hinaus ist der Traum- oder Energiekörper beliebig formbar und trainierbar, so dass er eigentlich erst für Zauberer wie den Großen Mechanikermeister, die diese Technik der Formung beherrschen, wirklich zum Fahrzeug wird.Wie Herr Levitan erwähnt, bleibt der Traumkörper durch einen silbernen Traumfaden aus reiner Energie an den physischen oder grobstofflichen Körper gebunden.[3] Wird dieser Energiefaden durchtrennt, kann der Traumreisende nie mehr, oder nur mit äußerster Schwierigkeit, den Weg zu seinem physischen Körper und damit zum Ausgangspunkt seiner Reise zurückfinden.
Die innere Stimme des Traumbegleiters
Auf den Traumreisen steht dem Reisenden ein Traumbegleiter hilfreich zur Seite, der sich als innere Stimme in kritischen Situationen immer wieder zu Wort meldet. Mehrmals berichtet Jule Levitan von diesem Phänomen. Mit dieser Stimme offenbart sich die wissende Seele, die über den Energie- oder Traumkörper zu dem Reisenden spricht. Jule lokalisiert die Wahrnehmung der Stimme über ein neues, ihr vordem unbekanntes Wahrnehmungsorgan in der Höhe ihrer Bauchgegend etwa einen halben Meter vor ihrem Bauchnabel, das sie durch ein ungewöhnliches Kribbeln bemerkte. Sie vernahm diese Stimme also nicht durch ihre Ohren oder ein anderes Organ ihres physischen Körpers, sondern mittels ihres Traumkörpers.Die Stimme des Traumbegleiters wird laut dem Gelben Delphin nur hörbar, wenn man seinen inneren Dialog der Gedanken zum Schweigen zu bringen und derart in seine innere Stille einzutreten vermag.Diese innere Stimme der Seele ist strikt zu unterscheiden von der Stimme des Drachen Morsus, dem es gelungen ist, sich in die Gehirne und Gedanken der Lebewesen einzuschleichen. Siehe dazu unten „Der Traum als Manipulationsmittel“.Daneben kann es auch Hilfsgeister geben, die einen auf den Traumreisen begleiten, hinter denen sich aber zumeist Anorganikons verstecken. Siehe dazu Glossar „Riesenflugschlange“. Hier jedoch ist äußerste Vorsicht geboten und man muss die derart erhaltenen Informationen in jedem Falle verifizieren. Stellt man im Traum einem solchen Hilfsgeist eine eindeutige Frage, dann ist er gemäß einem universal geltenden Traumgesetz gezwungen, diese wahrheitsgemäß zu beantworten.
Traum als Mittel der Weltenschöpfung und Veränderung
Der ureigenste Zweck des Traumes liegt jedoch in der Schöpfung, ihrer Veränderung und Weiterentwicklung. Dies ist sowohl die Meinung eines Großteils der Bewohner der Ebenen, als auch der hohen spirituellen Wesen wie der Regenbogenschlange und der Weisen Schildkröte. Vor diesem Hintergrund erschaffen die Träumenden Buddhas neue glückselige Welten, in denen nach ihrer eigenen Aussage „mitleidige, ehrliche und wahrhaftige Wesen ohne Negativität ein besseres Zuhause finden können“.Die Schildkröte erklärt, auf welche Weise sich die kleine Inna ihre eigene Welt erträumt.[4] Herr Levitan rettet Jule aus der kalten Einsamkeit des Nichts, indem er wie einst mit seinen Gutenachtgeschichten eine Welt für und um sie baute, in die sie sich wie in ein Nest hineinkuscheln konnte.[5] Der Mechanikermeister gibt Jule Unterricht in der Erschaffung konkreter Dinge aus reiner Energie.[6] Und die wohl nachdrücklichste Erfahrung dieser träumerischen Schöpfungskraft ist Jules Erlebnis in dem unheimlichen atmenden Zauberwald im grünen Kristall, bei dem es sich laut dem Gelben Delphin um Jules ureigenste Projektion und Schöpfung handelte.[7]
Traum als Manipulationsmittel
Die gleiche schöpferische Kraft des Traumes ermöglicht es aber auch Negativwesen wie dem Drachen Morsus, sich über den Traum in die Träume anderer Wesen einzuschleichen und diese Traumwelten gezielt zu verändern. Die wohl schockierendste Einsicht Jule Levitans war es zu begreifen, dass nicht sie, sondern der Drache Morsus in ihr dachte und sie diese kleinlichen, ängstlichen und berechnenden Gedanken das ganze Leben fälschlich immer für ihre eigenen Gedanken gehalten hatte.[8] Die Weise Schildkröte bestätigte Jules Einsicht mit ihrem Bericht von dem Überfall und der Versklavung der Bewohner der fünften Ebene durch die Drachenwesen und deren Implantierung eines Drachengehirns.[9] Siehe dazu Glossar „Reptiliengehirn“ sowie Glossar „Reptoiden“.Awillouw, die Pforte zur Wahrheit und in gewisser Weise auch Jule Levitan vertreten darüber hinaus die Ansicht, dass die ganze Welt nur der Traum eines bösen Geistes sei, in dem die Bewohner der Ebenen gefangen sind. Die einzige Lösung bestände darin, endlich aus diesem bösen Traum zu erwachen.In diesen Kontext gehört der von Herrn Levitan und Monsignore Moschkotani vertretene Glaube an ein Aufwachmittel, mit dem man aus dem universalen schöpferischen Traum der Ebenen und Welten aufzuwachen vermag. Zugleich speist sich daraus Moschkotanis Allmachtswahn, als einziges Geschöpf der Ebenen zu wachen und damit zum Alleinherrscher über die Träume der anderen Wesen zu werden.[10] Siehe Glossar „Aufwachmittel“.Schließlich bleibt noch auf das Schwarze Labyrinth der Energiespinne Ecoli zu verweisen, das die wohl schrecklichste Form der Traummanipulation der Ebenenbewohner darstellt.[11] In diesem riesigen Klumpen Schwarzen Lichts, angesiedelt in der sechsten unteren Ebene, hält Ecoli die Seelen der Ebenenbewohner gefangen, um ihre Opfer energetisch jederzeit aussaugen zu können. Derart ist sie der größte Energiefresser aller Zeiten und Ebenen. Siehe Glossar „Energiespinne Ecoli“ bzw. Glossar „Die dem Tode trotzt“. Dazu inszeniert sie Schicksalsschläge und jegliche Art von Negativerlebnissen im Alltag ihrer Opfer, der ja gemäß dem schöpferischen Traum der Ebenen ebenfalls nur einen Traumzustand darstellt. Denn nur wenn die Lebewesen leiden, produzieren sie negative Energie, von der sich die Spinne ernährt. Darüber hinaus setzt der Leidensprozess die Abwehrkräfte der Betroffenen vehement herab, so dass die Energiespinne ein leichtes Spiel hat.Ihr eigentliches Aktionsfeld zur Programmierung dieser „Schicksalsschläge“ sind jedoch die Träume der Träume, da in diesen die Widerstandskräfte der Wesen herabgesetzt sind. In ihrem Alltag tun die derart Programmierten dann Dinge, die sie in neue Leiden stürzen, ohne zu wissen, dass sie nur die im Traum wie Software-Viren eingeschleusten Programme der Energiespinne Ecoli ausführen.Als Franzi Siebenblatt und der Hampelmann Fridolin auf ihrer Reise in das Schwarze Labyrinth Ecolis geraten, erinnern sie sich ihrer Träume, in denen sie das Labyrinth bereits gesehen hatten und vermochten derart, die Manipulationsstrategie der Spinne zu durchschauen.[12]
Der Traum und der Riss im Universum
Im Laufe ihrer Reise durch die Ebenen erkennt Jule den eigentlichen Zweck der Reise, nämlich den Riss im Universum zu schließen, den viele Bewohner der Ebenen als Fehler des höchsten Schöpfers ansehen. Der Riss spaltet die Welten dualistisch in Körper und Geist, Freund und Feind, Gut und Böse, Licht und Dunkel, Vergangenheit und Zukunft und wird deshalb von vielen für das Unheil in den Ebenen, so auch für den Ausbruch des Mahlstroms, verantwortlich gemacht. Siehe dazu Glossar „Riss im Universum“.Die Träumenden Buddhas offenbaren Jule, dass der Riss ihrerseits nur durch den Schmerz zu erkennen sei, den sie selbst in sich trage. Aus dem Ansatz der Buddhas, dass alles Existierende allein ein Produkt des Träumens sei, entwickelt Jule ihre eigene Auffassung, gemäß der die Buddhas durch ihre Angst vor dem Aufwachen den Riss im Universum selber träumen und damit erzeugen.[13] Siehe dazu Glossar „Träumende Buddhas und das Orakel des Aufwachens“.
Formen des Aufwachens
Bei ihrer Begegnung mit der Regenbogenschlange stellt Jule dieser die entscheidenden Fragen zum Thema "Traum und Träumen":„Träumt die Welt? Träumen wir alle? Gibt es noch etwas anderes als das Träumen?“Die Regenbogenschlange antwortet: „Solange ich zurückdenken kann, hat es immer nur die Traumzeit gegeben. Im Traum entsteht die Welt. Ich selbst bin so entstanden und träume die Welten weiter, wie auch du und alle andere Wesen in jedem Augenblick die Welten und Ebenen weiterträumen. Was ihr Menschen als Aufwachen bezeichnet, ist kein Aufwachen, sondern nur der Wechsel von einem Traum in den anderen.“Jules Begegnung mit der Schönen Cloeda scheint der Regenbogenschlange Recht zu geben. Auch sie, die ja die Verkörperung aller Ebenen ist, liegt in einem tiefen Traum gefangen.[14] Und der Echogeist Anawrin meint zu Jule: „Gewiss bist du wach und dennoch träumst du, weil es in einer Welt, in der Zeit und Raum verloren gegangen sind, oder besser gesagt nie wirklich existiert haben, nur noch den Traum als Wirklichkeit gibt.“[15]Wenn der Traum ein universales, allumfassendes Phänomen und quasi den Urzustand der Schöpfung darstellt, dann erscheint der Gedanke eines Aufwachens aus dem Traum in der Tat nicht sinnvoll. Deshalb ist die Angst der Träumenden Buddhas verständlich, dass durch das Aufwachen aus dem großen Traum augenblicks die Welten untergehen und damit die Schöpfung selbst zu einem Ende kommen würde. Denn die Welten existieren ja nur durch den großen Traum, der die Schöpfung ist.Trotz dieser logischen Schlussfolgerung wird der Gedanke des Aufwachens immer wieder auf der Reise durch die Ebenen wie eine geheime Sehnsucht der Ebenenbewohner thematisiert und von Jule Levitan, Leo Levitan, dem Großen Mechanikermeister und dem schwarzen Zauberer Monsignore Moschkotani als ernsthafte Möglichkeit in Betracht gezogen:
Aufwachmittel und Rosenzauber
So war durch die weise wirkende Absicht Professor Levitan eine Aufwachrezeptur für ein besonderes Rosenöl in die Hände gespielt worden, die ein Aufwachen aus dem universalen Traum der Welten ermöglichen sollte.[16] Siehe Glossar „Aufwachmittel“. Herr Levitan hält dieses Rezept allerdings für eine Täuschung und bringt dessen Wirkung einzig mit dem Blut der Rosenfee in Verbindung, die er in Frau Siebenblatt bereits gefunden zu haben glaubt. Als das Rosenöl bei Frau Siebenblatt und Herrn Levitan seine geheimnisvolle Wirkung zu entfalten beginnt, erwachen beide jedoch seltsamer Weise nicht aus dem Traum der Welten, sondern fallen vielmehr in einen noch tieferen Traum, der sie schließlich über den Umweg der Weltenköchin zu Jule im grünen Kristall führt.Warum die vermeintliche Aufwachrezeptur die gegenteilige Wirkung hervorbringt, bleibt seltsam ungeklärt – nicht zuletzt, weil das Thema des Rosenzaubers bis hin zu Herrn von Treskow in Berlin gleichsam ungeklärt bleibt.[17] Siehe dazu Glossar „Rosenfee“. Noch verwirrender ist, dass ein Tropfen der Aufwachrezeptur auf Jules Stirn gebracht, sie hingegen tatsächlich im grünen Kristall aufwachen lässt, allerdings nicht aus dem universalen Traum der Welten.[18]
Versuchen wir zunächst die Lösung des Rätsels in der Rose selbst zu suchen:Bei Herrn von Treskow stammen die Rosenblütenblätter von einer Rose, die nie durch einen Sonnenstrahl im Erdboden, sondern allein von den Herzensstrahlen der Liebe im Ätherkörper gewachsen sind.[19] Er bezeichnet sie als die Rosenblüten der Heiligen Rosalia, einer legendären Heiligen aus dem 12. Jahrhundert. Es ist also nicht die reale Rose, sondern ihre tiefere symbolische Bedeutung in Gestalt der Liebe gemeint. Doch ist die Liebe das Mittel zum Aufwachen? Die meisten Menschen begreifen die Liebe eher als das Gegenteil.

Schauen wir nun, ob die Rosenfee eine Lösung des Rätsels um die Aufwachrezeptur sein kann: Herr Levitan meinte ja, dass das Blut der Rosenfee, alias Frau Siebenblatt, das eigentliche Aufwachmittel sei. Dass Frau Siebenblatt die Rosenfee ist, behauptet auch Herr von Treskow. Also muss die Wirkung des Aufwachmittels mit der Rolle und Bedeutung der Rosenfee selbst in Zusammenhang stehen. Frances Berggruen, alias Franzi Siebenblatt gab mir den Tipp, mich diesbezüglich doch einmal mit der Wotan-Sage und dem bekannten Märchen von Dornröschen zu beschäftigen. Siehe dazu Glossar „Rosenfee“. In beiden Geschichten führt der Dornenstich einer Rose wie auch bei Frau Siebenblatt zu einem tiefen Schlaf bzw. Traum. Und nur die Liebe lässt Dornröschen und Sigrdrífa aus diesem erwachen.
Wenn die Liebe also wirklich das wahre Aufwachmittel sein sollte, was bedeutet dann selbiges in den Händen eines lieblosen Wesens wie Monsignore Moschkotani? Kann es auch da seine Wirkkraft entfalten? Vermutlich nicht, da der Rosenfee selbst eine wesentliche Rolle zuzukommen scheint. Welche dies ist, wissen wir leider noch nicht.
Der Traum als Gewand
Eine ahnungsvoll prophetische Aussage des Hasen wirft ein hoffnungsvolles Licht auf das Aufwachen aus dem universalen Traum der Welten:„Seht ihr Freunde. Es ist, wie ich euch sagte. Ihr alle tragt diese Gegensätze in euch. Doch macht euch keine Sorgen. Es ist nichts Schlimmes dabei. Gutes und Böses sind wie ein Gewand, das wir uns vor langer Zeit, als wir in diese Welt kamen, freiwillig angezogen haben, um hier leben zu können. Und irgendwann, wenn wir einmal nach langem beschwerlichem Weg müde geworden, legen wir dieses Gewand einfach nur ab, um befreit zu Bett zu gehen. Dann schlafen wir still und friedlich ein und wachen auf in einem besseren Traum, gekleidet in ein neues Gewand ohne Kummer und Tränen …“Dies aber meint nichts anderes, als dass es ein absolutes Aufwachen aus dem Traum der Welten nicht zu geben scheint, sondern bestenfalls ein Aufwachen in einen anderen, besseren Traum.
Aufwachen aus den fremden Gedanken des Drachen Morsus
Unzweifelhaft ist jedoch laut der Regenbogenschlange die Möglichkeit des Aufwachens aus den fremden Gedanken des Drachen Morsus. Doch hält auch sie ein Aufwachen aus dem Traum der Welten für unmöglich. Im Gegenteil schreitet dieser große Traum ihrer Meinung nach immer weiter voran. Und selbst Morsus sei in diesem Weltentraum gefangen, obwohl er der hohe Schwarze Meister der dunklen Träume ist.[20]
Träumt oder wacht Gott
Die scheinbare Unmöglichkeit aus diesem Traum der Welten aufzuwachen, provoziert notgedrungen die Frage, ob der Schöpfer selbst schläft. So fragt Jule die Regenbogenschlange: „Aber gibt es nicht einen Gott, der alles erschaffen hat, auch die Traumzeit und damit die Welten? Der muss doch zumindest wach sein, oder?“[21]Da es nach Ansicht der Regenbogenschlange nur eine Energie im Universum gibt, aus der alles geschaffen ist, schlussfolgert sie: „Wenn Gott diese eine Energie ist, dann hat er sich selbst geteilt in unendlich viele Wesen und Dinge. Wenn diese Wesen alle schlafen und träumen, dann schläft vermutlich auch Gott.“ Jule wie auch die Regenbogenschlange vermuten deshalb, dass kein Gott ihnen bezüglich der Probleme in den Ebenen zu Hilfe zu kommen vermag, da er ja genauso hilflos ist wie seine Geschöpfe, mit denen er identisch ist. Nur ein wachender Gott könnte wirklich helfen.Die Weise Schildkröte jedoch scheint eine von der Regenbogenschlange abweichende Meinung zu vertreten: Als Jule endlich bei der Schildkröte angelangt ist, hat sie das seltsame Gefühl ,im Schoße eines großen, unvorstellbar mächtigen, gleichwohl schützenden Wesens zu sitzen, aus dem sie sich eigentlich nie fortbewegt habe.[22] Die Schildkröte bejaht Jules Wahrnehmung und meint: „Tatsächlich bist du nur in einem Traum gefangen, aus dem du jederzeit aufwachen kannst. Deine ganze Reise ist nur ein Traum. Immer warst du in Sicherheit geborgen. Keiner kann verloren gehen auf seiner langen Reise.“Diese Aussage suggeriert ziemlich deutlich einen wachenden, scheinbar unbeweglichen Gott. Somit träumen vermutlich nur seine Geschöpfe, die sich derart der Illusion einer greifbaren, realen Wirklichkeit hingeben. Unter dieser Vorrausetzung erscheint das Aufwachen aus dem Traum der Welten grundsätzlich möglich, denn es ist ein Aufwachen aus den Illusionen.Jedoch stellt sich bei dieser Interpretation der Aussagen der Schildkröte die Frage nach dem Verhältnis des Schöpfers zu seinen Geschöpfen neu: Wenn Schöpfer und Geschöpfe identisch sind im Sinne eines Spiegels, in dem sich der Schöpfer selbst erkennt, wie soll man sich dann das gleichzeitige Wachen des Schöpfers und Träumens der Geschöpfe vorstellen? Eine Lösung scheint sich in dem Phänomen der Bewusstwerdung anzudeuten:
Das absolute Aufwachen
Professor Levitan, der von seinem wahren Wesen eigentlich ein großer alter Zauberer ist, hält den geheimen Weg zu einem absoluten Aufwachen aus dem Traum der Ebenen und damit aus dem Traum der Schöpfung selbst in den Händen:
Das geheimnisvolle Aufwach-Orakel
Als sich Jule Levitan mit den Buddhas unterhält, glaubt sie bei ihnen eine Angst vor dem Aufwachen zu erkennen, obwohl die Möglichkeit eines Aufwachens in ihrer Wirklichkeitsauffassung eigentlich gar nicht existiert. Jule konfrontiert die Träumenden Buddhas mit einem der Lieblingssätze ihres Vaters: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen“. Einer von ihnen antwortet erstaunt, dass es sich hierbei um das geheimste Orakel der Träumenden Buddhas handele, das jedoch keiner bisher zu enträtseln vermochte.Dieses geheimnisvolle Orakel lässt sich dahingehend deuten, dass ein Aufwachen über eine Art Bewusstwerdung durchaus möglich ist, die wiederum auf einer Selbstreflexion beruht. Das heißt, solange ich eine Handlung unreflektiert und unbewusst ausübe, kann ich sie weder beeinflussen, noch abstellen. Dies gelingt mir erst, wenn ich mir ihrer bewusst werde. Diese erstaunliche Fähigkeit der Selbstreflexion ist eine universale Eigenschaft der gesamten lebendigen Energie und beruht auf der Tatsache, dass sich Energie auf sich selbst zurückzurichten und derart ihren eigenen Beobachter zu schaffen vermag. Für unsere konkrete Frage des Aufwachens bedeutet dies: Gelingt es dem Träumer, sein ganzes Leben, also auch das angebliche Wachsein des Alltags, in ganzer Tiefe als einen Traum zu begreifen, dann erwirbt er die Möglichkeit aus diesem Traum des Lebens aufzuwachen. Der Träumer muss also begreifen, dass die komplette sogenannte Wirklichkeit der Ebenen nur einen gewaltigen Traum darstellt. Erst dann besteht für ihn die Möglichkeit des Aufwachens.Allerdings ist dieses Aufwachen an eine weitere Bedingung geknüpft, denn das Orakel sagt ja wohlweislich nur, dass man dann „kurz vor dem Aufwachen sei“, aber eben noch nicht aufgewacht ist. Und diese zweite Bedingung scheint rein energetischer Natur zu sein. Denn sie impliziert ein Aufwachen aus der Schöpfung schlechthin in Gestalt des „Traums der Ebenen“. Dies aber kann nur bedeuten, dass man aus einem energetischen Zustand in einen außerenergetischen Zustand aufwacht:
Die Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt
Interessanter Weise existiert in vielen Ebenen das mythische Sinnbild der Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Die verschiedensten Deutungen kursieren für dieses Symbol, die häufigste jedoch ist die des Weltumringlers: Indem die Schlange sich selbst frisst, ist sie Quelle ihrer eigenen Ernährung, aber zugleich auch für ihre eigene Zerstörung verantwortlich. Mit ihrem Biss in den Schwanz bildet die Schlange darüber hinaus einen Kreis und schließt derart die Lücke, durch die das Chaos von außen in die Ordnung der Schöpfung eindringt. In dieser Doppelbedeutung steht das Schlangensymbol als Sinnbild sowohl für die ewige Erneuerung im Sinne eines nährenden Kreislaufs aus sich selbst heraus, als auch für die Bedrohung und Zerstörung, die von innen und außen kommt.Die älteste Deutung des Symbols stammt wohl aus der neunten oberen Ebene.[23] Deren Bewohner behaupten, dass die zu einem Kreis geschlossene Schlange den Urzustand der Urenergie darstelle, also den Zustand vor der Schöpfung der Ebenen und Welten, als die Polarität und damit die Differenzen, Zeit und Raum, Anfang und Ende etc. noch nicht existierten. Diese Deutung liegt nahe, da ein Kreis keine Polaritäten besitzt und im spirituellen Sinne auch keinen Raum erschafft. Im Zusammenhang mit unserer Frage des Aufwachens erhält diese Erklärung aus der neunten oberen Ebene eine noch viel tiefere Bedeutung:
Die Lösung des geheimnisvollen Aufwach-Orakels
Gemäß der Kosmologie der Ebenen ist die Schöne Cloeda in ihrer Energiekonfiguration in jedem kleinsten Ding als Ganzheit enthalten. Diese Tatsache beinhaltet, dass das, was energetisch für alle Ebenen und damit für das ganze Universum gilt, auch für jedes Lebewesen der Ebenen gültig ist. Wenn die oben genannte Bewusstwerdung im Sinne des Aufwachens aber einen energetischen Prozess darstellt, dann wird offensichtlich, was sich hinter dem geheimnisvollen Orakel des Aufwachens verbirgt:In dem benannten Kreis als Urform der Urenergie sind alle Gegensätze, Unterschiede und Polaritäten aufgehoben. Damit besteht der Schöpfungsakt also in der Auflösung dieser Kreisstruktur durch Teilung, wodurch Anfang und Ende, Zeit und Raum und die Polaritäten entstehen. Der Kreis verwandelt sich zu einer Linie. Doch dadurch verliert die lebendige Urenergie ihre wesentlichste Eigenschaft, nämlich sich in Absolutheit selbst bewusst zu sein! Diesen Zustand der fehlenden Bewusstheit kann man auch als Schlaf oder Traumzustand bezeichnen. Der Traum versucht quasi die Lücke zwischen den Enden der Linie zu schließen, um derart wieder einen geschlossenen Kreis zu bilden.Traum in dieser Deutung ist also der Verlust der absoluten Selbstbewusstheit und zugleich die Sehnsucht nach der Wiedererlangung dieses Urzustandes mittels des Träumens. Damit ahnen wir vielleicht endlich, was der Traumzustand der Ebenen und Welten bedeuten könnte!Und damit löst sich zugleich auch das Rätsel von Herrn Levitans Aufwach-Orakels:Wie eingangs bereits erwähnt, besteht die Bewusstwerdung von Energie darin, dass Energie sich auf sich selbst zurück wendet. Richtet sich die zu einer Linie verwandelte Urenergie auf sich selbst zurück, nimmt sie die Form des Buchstaben U an. Dieser energetische Zustand ist mit dem Aufwach-Orakel zu identifizieren: „Wenn wir träumen, dass wir träumen, sind wir kurz vor dem Aufwachen.“Warum wir nur kurz vor dem Aufwachen und noch nicht aufgewacht sind, liegt nunmehr also auf der Hand: Die Linie hat sich bisher nur gekrümmt, blickt also auf sich selbst, hat sich aber noch nicht zu einem Kreis geschlossen. Geschieht letzteres, dann wird mit dem kreisförmigen Energiezustand der Zustand der vollkommenen oder absoluten Bewusstheit erreicht. Die schöpferische Teilung in Anfang und Ende, Innen- und Außenwelt, die Unterschiede und Polaritäten sind überwunden und damit der Schöpfungsprozess selbst. Die geschaffene Urenergie ist endlich in ihren Urzustand der vollkommenen Bewusstheit zurückgekehrt und der Träumende damit aus dem schöpferischen Traumzustand der Ebenen und Welten erwacht. Und damit haben wir endlich verstanden, warum Innen und Außen, Raum und Zeit von den Weisen der Ebenen immer nur als eine Illusion bezeichnet wurden. Diese Biegung der Energie zu einem Kreis kann dabei auch wortwörtlich genommen werden, da der Energiekörper der Lebewesen tatsächlich bis hin zu einem Kreis formbar ist, wenngleich dies auf einer abstrakten Ebene geschieht. Diesen Energiekörper zu sehen und zu verformen, ist jedoch bis dato allein den Zauberern in den Ebenen möglich.

[1]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“.

[2]  Siehe Kap. „Die wundersame Geschichte vom sehnsüchtigen Käfer“.

[3]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“.

[4]  Siehe Kap. „Die Geschichte vom Tod und dem Mädchen“.

[5]  Siehe Kap. „Zaubereien eines Bildes“.

[6]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

[7]  Siehe Kap. „Gefangen im grünen Kristall“.

[8]  Siehe Kap. „Durch die Nebelwand“.

[9]  Siehe Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[10]  Siehe Kap. „Im Ägyptischen Museum“, Kap. „Spukereien in der Margaretenstraße“.

[11]  Siehe Kap. „Das Schwarze Labyrinth“.

[12]  Siehe Kap. „Das Schwarze Labyrinth“.

[13]  Siehe Kap. „Zaubereien eines Bildes“.

[14]  Siehe Kap. „Gefunden – Die Errettung der Schönen Cloeda“.

[15]  Siehe Kap. „Unerwartetes Wiedersehen mit dem Echogeist“.

[16]  Siehe Kap. „Spekulationen bei der Rosenfee in der Uhlandstraße“.

[17]  Siehe Kap. „Der denkwürdige Besuch bei Herrn von Treskow“.

[18]  Siehe Kap. „Gefangen im grünen Kristall“.

[19]  Siehe Kap. „Der denkwürdige Besuch bei Herrn von Treskow“.

[20]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[21]  Siehe Kap. „Das Lied der Regenbogenschlange“.

[22]  Siehe Kap. „Die Antworten der Weisen Schildkröte“.

[23]  In den nächst höheren Ebenen ist das Symbol seltsamerweise völlig unbekannt.

U

Ursprache, alias HuankwãhDirect linkDie Ursprache gilt allgemein als die Sprache der Schönen Cloeda und soll in den Anfängen überall in den Ebenen von deren Bewohnern gesprochen worden sein. Sie ...

Die Ursprache gilt allgemein als die Sprache der Schönen Cloeda und soll in den Anfängen überall in den Ebenen von deren Bewohnern gesprochen worden sein. Sie ermöglichte eine direkte, unmittelbare Verbindung des Sprechenden mit der benannten Sache und damit zugleich ein unmittelbares und vollständiges Verständnis des Benannten. In dem Maße, wie die Ursprache sich allmählich aufzulösen begann, wuchs auch die Diskrepanz zwischen den Benannten und dem Sprechenden. Ein Wissensverlust unvorstellbaren Ausmaßes war die Folge. Mittlerweile ist Huankwãh bei den Ebenenbewohnern nahezu völlig in Vergessenheit geraten, und dies nicht nur durch die vielfältigen Verirrungen und Verwirrungen der Bewusstseine ihrer Bewohner, sondern auch durch bewusste Manipulationen des Drachen Morsus. Erst in der dreizehnten Ebene vermögen die Lebewesen allmählich wieder an diese tieferen Schichten ihrer Energiekonfigurationen zu gelangen und derart ihre Ursprache wiederzuerinnern. Im Energiekörper der Lebewesen der fünften Ebene ist diese Spracherinnerung etwa in Höhe der Waden abgelegt.

V

Vier Winde der GralshöhleDirect linkUrsprung und Eigenschaften der Vier Winde Die Vier Winde sind archaische Urwinde, die von Anbeginn der Ebenen durch die Ebenen hindurchwehen. Derart sind sie eine Art ...

Ursprung und Eigenschaften der Vier Winde
Die Vier Winde sind archaische Urwinde, die von Anbeginn der Ebenen durch die Ebenen hindurchwehen. Derart sind sie eine Art belebendes Prinzip so wie der warme Frühlingswind den Schnee wegtaut und der Morgenwind die Nebel der Nacht zerstreut. Jedoch darf man sie keinesfalls als eine rein physische Erscheinung betrachten, sondern vielmehr als eine Art bewegende, spirituelle Kraft mit Gedächtnisfähigkeit. Derart fungieren die Winde zugleich als gigantische Wissensspeicher der Ebenen.Allein in der Gralshöhle treffen die Vier Winde an einem Ort zusammen und speisen derart dynamisch das gesamte Wissen der Geschichte der Welten und Ebenen in diese Höhle ein.[1] Der Reisende vermag dieses Wissen in der Form einer absoluten Wahrnehmung über deren Düfte und Gerüche als Informationsträger und archaische Sprache wahrzunehmen. Diese Art der absoluten Wahrnehmung darf jedoch ebenfalls nicht materiell verstanden werden, denn dann wäre sie nicht absolut.Hintergrund der absoluten Wahrnehmung ist die ab der siebenten Ebene vorherrschende Auffassung, Cloeda und die Ebenen seien durch den Atem Gottes entstanden. Dieser Atem ist reine göttliche Urenergie, die sich in den Vier Winden als ewige göttliche Bewegung erhalten hat, und derart zugleich die Erinnerung der Schöpfung manifestiert. Siehe dazu Glossar „Wahrnehmung“, Unterkapitel „Die Wahrnehmung des Absoluten“.Die Vier Winde beeinflussen aber auch die Geschicke der Ebenen und ihrer Bewohner und können in dieser Eigenschaft Verbündete wie auch Feinde sein. In der absoluten Mitte der Gralshöhle, die zugleich den absoluten Mittelpunkt des Universums bildet, kommen die vier eigensinnigen Winde schließlich zum völligen Stillstand, indem sich ihre Bewegungen gegenseitig aufheben. Die vielfältigen Gerüche vermischen sich zu einem geheimnisvollen Ganzen.

Jules Wahrnehmung der Charaktere der Winde
Als Jule Levitan das erste Mal die Vier Winde in der Gralshöhe wahrnimmt, wird ihr augenblicks klar, dass sie verschiedene Charaktere besitzen: Der Ostwind ist sanft, unstet und erfrischend wie eine Morgenbrise, der Südwind abwechselnd heiß und kalt, bläst stärker und laut und wirkt dennoch ein wenig ängstlich. Der Westwind erscheint kühl, verschlossen und schlau zugleich. Seine Bewegungen sind stoßartig, flatterhaft wie die unberechenbaren Nachmittagswinde und stimmten sie traurig. Der Nordwind schließlich kommt heiß, kraftvoll und selbstsicher daher. Er umhüllte Jule schützend wie ein Mantel, als wäre er ein trauter Gefährte. Und Jule fühlte sich augenblicklich glücklich und geborgen.
Awillouws Deutung der Vier Winde
Gemäß Awillouws Deutung bringt der Wind des Ostens die Harmonie und Ordnung. Er steht für den glücklichen Morgen, die Hoffnung und das Licht. Der Südwind repräsentiert das Wachstum und den Mittag, kann aber auch herrschsüchtig und gewalttätig sein. Der Wind des Westens steht als Nachmittag für das Gefühl. In ihm findet man die Nachdenklichkeit, Traurigkeit aber auch die Tiefe. Und der Nordwind wird zu Recht die Kraft genannt. Diese wartet wie ein treuer Gefährte auf Dich in der Dunkelheit der Nacht. Siehe dazu Glossar „Gral“ und Glossar „Awillouw, die Pforte zur Wahrheit“.

[1]  Siehe Kap. „Die Offenbarung in der Gralshöhle“.

W

WahrnehmungDirect linkWahrnehmung als Schöpfungsakt Wahrnehmung ist gemäß dem Wissen der Bewohner der höchsten Ebenen prinzipiell ein konstruktiver Prozess der Formung von Energie und somit ein kreativer Schöpfungsakt. ...

Wahrnehmung als Schöpfungsakt
Wahrnehmung ist gemäß dem Wissen der Bewohner der höchsten Ebenen prinzipiell ein konstruktiver Prozess der Formung von Energie und somit ein kreativer Schöpfungsakt. Diese Auffassung steht im krassen Gegensatz zur Theorie der Wahrnehmung der Bewohner der fünften Ebene, die von einem passiven Prozess des Abbildens einer bereits vorhandenen, festen äußeren Wirklichkeit ausgehen.[1] Dieser Irrtum resultiert aus der Tatsache, dass die Bewohner der fünften Ebene in den Illusionen des Raumes und der Zeit und damit auch der Materialität gefangen sind. Diesem illusionären Raum-Zeit-Modell liegt wiederum die Vorstellung zugrunde, dass es ein Subjekt gäbe, das die sie umgebenden Objekte quasi über eine Distanz beobachten würde. Tatsächlich jedoch sind diese Distanz sowie die Subjekt-Objekt-Beziehung und damit auch Raum und Zeit eine Konstruktion der Wahrnehmung selbst.Obwohl bereits die Bewohner der fünften Ebene in der Lage sind, die Illusion eines passiven Abbildens der Außenwelt zu überwinden, zum Beispiel durch das intensive Studium des Wahrnehmungsprozesses in allen Phasen, wird die endgültige Überwindung dieser irrigen Subjekt-Objekt-Anschauung jedoch erst mit dem Erwerb des sechsten Sinns in der zehnten Ebene auf ganz natürliche Weise realisiert. Denn der sechste Sinn erlaubt es, auf natürliche Weise den eigenen Wahrnehmungsprozess zu beobachten und damit festzustellen, dass eine Außenwelt überhaupt nicht existiert. Subjekt und Objekt sind identisch. Damit gilt für die Wahrnehmung im Grunde genommen das Gleiche, was auch für die eine lebendige Energie gilt: Es existiert nur die Bewegung oder Wahrnehmung. Das scheinbare Komplement des Bewegten oder Wahrgenommenen gibt es nicht. Siehe Glossar „Energie“, Unterkapitel „Lebendige, bewusste Energie“.
Anstieg der Wahrnehmungsfähigkeit und Schöpfungskraft mit den Ebenen
Mit dem Aufstieg der Ebenen von der ersten bis zur dreizehnten oberen Ebene nehmen die Wahrnehmungs- und Erkenntnisfähigkeiten kontinuierlich zu. Da Wahrnehmung und Schöpfung prinzipiell dasselbe sind, ist dieser Anstieg mit einer stetigen Zunahme der Schöpfungskraft verbunden bzw. gleichzusetzen. Und diese Zunahme wiederum wird möglich, weil die Lebewesen immer mehr Bereiche ihres eigenen Energiekörpers zu erschließen vermögen. Die Zunahme der Schöpfungskraft entspricht also der wachsenden Verfügbarkeit einer bestimmten Menge an persönlicher Energie.Die Schöpfungskraft ist dieselbe Kraft, mit der auch der Schöpfer schöpft, nämlich die Fähigkeit, Energie durch Gedanken, Vorstellungen und Emotionen zu formen.Dieser umfassendere Zugang zur Schöpfungskraft wird aber letztlich nur möglich, weil die aufsteigenden Wesen mit ihrer wachsenden Erkenntnis immer mehr in der Lage sind, ihre eigenen Handlungen und deren Beweggründe zu verstehen und damit Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen. Dadurch wächst der Gemeinsinn, das Bewusstsein der All-Einheit. Die Individuen denken nicht mehr nur an sich selbst, sondern fühlen, denken und handeln, ihre Individualität überwindend, immer mehr zum Wohle aller Wesen. Sie haben verstanden, dass zwischen ihnen und ihrer Umwelt kein Unterschied besteht. Derart übernehmen sie Verantwortung für die gesamte Schöpfung.In den ersten sechs oberen Ebenen sind die Freiheitsgrade der Schöpfungskraft und die dazu zur Verfügung stehende Energie noch relativ gering. Die vom Urschöpfer erschaffenen Formen sind nur in geringem Maße veränderbar. Die Wesen können allein durch gemeinsame Arbeit des Denkens, Fühlens und Handelns ihre Welt formen und verändern. Damit ist die Gefahr gebannt, dass einzelne verantwortungslose Lebewesen die Welt dauerhaft und nachhaltig in ein Chaos zu stürzen vermögen.In den oberen Ebenen nimmt die für die Schöpfung zur Verfügung stehende Energie und Schöpfungskraft stetig zu. Die Energie und ihre bereits existierenden Strukturen können ab der siebenten Ebene von den Wesen immer freier verändert werden. Bereits ab der elften Ebene existiert dementsprechend kein Unterschied mehr zwischen dem Gedanken und der Wirklichkeit. Gedanke und Wirklichkeit sind ein und dasselbe. Aus diesem Grund sagte der Große Mechanikermeister zu Jule Levitan: „Wenn ich daran zweifle, dass die Schildkröte existiert, weil sie vielleicht nur eine Legende sein könnte, ist das völlig irrelevant. Wenn du nur fest genug daran glaubst, dass sie existiert, dann wird sie auch vorhanden sein und du sie finden, selbst wenn sie vor deinem Gedanken noch gar nicht existierte!“[2]
Raum und Zeit als Erzeugnisse der Wahrnehmung und des Denkens
Raum und Zeit sind in der fünften und sechsten Ebene nur als kategoriale oder illusionäre Möglichkeiten angelegt. Erst durch das Bewusstsein der Bewohner werden diese Möglichkeiten aktualisiert, das heißt in eine bewusste Wirklichkeit überführt. Siehe dazu Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur der Ebenen“. Dies geschieht laut der Weisen Schildkröte durch das fortwährende formelhaft-stereotype Denken der immer wieder gleichen Gedanken durch zahlreiche Wesen, die damit die an sich von ihrer Natur her fließende Energie immer weiter verfestigen. Diese verfestigte Energie wird dann gemäß einer gemeinsamen Konvention der Lebewesen als Differenz zum Bewusstsein und damit als Raum und Materie wahrgenommen.Der Ich-Begriff entsteht also gleichzeitig mit der Vorstellung von der Außenwelt. Denn wenn der Mensch über eine Außenwelt nachdenkt, muss er sich in diese Welt hineindenken, sich im Hier und Jetzt positionieren und zugleich sich vermittels seines konstruierten Ichs nun gewissermaßen auch von Außen sehen. Sind die Begriffe von Innen und Außen, von Subjekt und Objekt erst einmal etabliert, ist auch die Möglichkeit einer immer differenzierteren Reflexion über Beziehungsstrukturen und Objekte gegeben. Das Bewusstsein beginnt sich ein immer reichhaltigeres Inventar an Objekten und abstrakten Inhalten zu schaffen, mit denen es seine Außenwelt anfüllt und ist dabei letztlich selbst nur ein Objekt innerhalb seines Inventars, auch wenn es sich nicht als solches begreift.Indem sich das selbst konstruierte Ich im selbst konstruierten Raum bewegt, und allmählich ein Gedächtnis entwickelt, beginnt es sich dieser Bewegungen als Differenzen des geistigen Raumes zu erinnern. Auf diese Weise entsteht die Zeit als reflexives Produkt dieser Bewegung. Erinnerung ist nichts weiter als das gleichzeitige Erkennen der Bahnen oder Wege der Energiearbeit und ist damit letztlich, wie die daraus abgeleitete Zeit, hochkonstruktiv. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich am Klang einer Gitarrensaite modellhaft veranschaulichen. Der Klang ist die konstruktive Summe seiner energetischen Einzelschwingungen. Die Anzahl seiner Schwingungen pro Zeiteinheit bestimmt die Tonhöhe, wobei eine einzelne Schwingung selbst noch keinen Ton ergibt. Besäßen wir kein Erinnerungsvermögen, könnten wir den Klang also überhaupt nicht wahrnehmen – dies heißt korrekt formuliert, ihn nicht mittels unserer Wahrnehmung konstruieren. Der sich in Raum und Zeit entwickelnde Klang ist also, wie seine bestimmenden Kategorien Raum und Zeit, nur eine aktive Konstruktion oder Schöpfung der Wahrnehmung und seines Werkzeugs der Erinnerung.Der illusionäre Ursprung von Raum und Zeit als Konstruktionen und Projektionen der Gedanken des Bewusstseins in eine gleichsam konstruierte Außenwelt hat sich anschaulich in unseren metaphorischen Begriffen für Wahrnehmungs- und Bewusstseinsvorgänge erhalten wie zum Beispiel „Innenraum“, „etwas begreifen“, „geistiges Fassungsvermögen“, „Seelentiefe“, „etwas in den Hintergrund drängen“ oder „etwas aus dem Sinn schlagen“. Anders gesagt, würden wir niemals auf die Idee kommen, eine Redewendung wie „etwas aus dem Sinn schlagen“ wörtlich zu nehmen, da wir wissen, dass es sich nur um eine illusionäre Konstruktion handelt. Wie auch sollte man sich etwas aus seinem Sinn im Gehirn schlagen? Bezüglich der sogenannten Außenwelt, der Kategorien von Raum und Zeit, ist den meisten Menschen dieser kritische Blick jedoch leider abhanden gekommen. Sie sind gern bereit ihre eigenen Konstruktionen und Projektionen für die Wirklichkeit zu halten.Der Fehler in der Wirklichkeitsauffassung der Bewohner der fünften und sechsten Ebene liegt also letztlich darin begründet, dass sie die Sprache des Bewusstseins fälschlich als Beschreibung von Raum und Zeit ansehen und diese artifizielle Sprache darauf mit einer angeblich beschriebenen faktischen Wirklichkeit verwechseln.Doch handelt es sich bei dieser Verwechslung um eine Eigenheit des Bewusstseins selbst. Denn da es genetisch aus der Sprache entstanden ist und auch auf ihr basiert, muss es seine eigenen Bausteine in Gestalt der sprachlichen Begriffe und Gedanken natürlich zwangsläufig als die Welt selbst betrachten. Und tatsächlich sind sie es ja auch für seine kleine Bewusstseinswelt. Diese Bewusstseinswelt hat jedoch nicht das Geringste mit der Unendlichkeit der Schöpfung gemein und kann sie deshalb nicht einmal erahnen. Siehe dazu Glossar „Bewusstsein“.
Raum und Zeit und der Unterschied zwischen Denken und Träumen
Das Denken weist bezüglich seiner Ideen und Begriffe eine gewisse Nähe zum Träumen auf und tatsächlich ist ja auch die Realität des Alltags nur ein Traum. Diese Nähe könnte zu dem Schluss führen, dass die Zeit auch ein realer Bestandteil der Schöpfung sei. Denn wie die meisten Ebenbewohner und höheren spirituellen Wesen annehmen, bildet die Schöpfung der Ebenen das Produkt eines Traumes des Schöpfers und ist mit diesem Traum identisch.Dieser Schluss wäre jedoch nur dann richtig, wenn der Träumende, alias der höchste Schöpfer sich seines Träumens erinnernd bewusst ist. Nur dann wäre die reflexive Dimension gegeben, in der Zeit und Raum entstehen können. Diese Bewusstheit des Schöpfers ist jedoch zu bezweifeln, da nicht die geringsten Hinweise dafür in seiner Schöpfung zu finden sind. Nur deshalb erscheint die Schöpfung so unschuldig, weil sie unbewusst ist. Solange die Schöpfung in einem Traumzustand verharrt, gleicht sie einem unaufhörlichen universalen Entstehen und Vergehen in jedem Augenblick ohne Anfang und Ende und ohne Erinnerung – ein universaler Zustand, der in tiefer Meditation tatsächlich wahrgenommen werden kann! Diese gedanken- und erinnerungslose Unmittelbarkeit ist die Unschuld selbst.Diese Sichtweise widerspricht jedoch nicht der andernorts bereits geäußerten Auffassung, dass die Schöpfung als ein Vorgang der allmählichen Selbstbewusstwerdung Gottes durch die Widerspiegelung seiner Selbst in seinen Teilen zu begreifen ist, wodurch sich der Schöpfer alias der Träumende seines Träumens immer mehr bewusst wird. Mit der Bewusstwerdung verschwindet auch allmählich die Unschuld und es entsteht so Verantwortung für das eigene Tun.Betrachten wir den derzeitigen Zustand seiner Teile, können wir in den 27 Ebenen und ihren Bewohnern allerdings bestenfalls winzige Inseln der Bewusstheit ausfindig machen. Erst wenn die Schöpfung in allen ihren Teilen sich selbst bewusst geworden ist, kann auch der höchste Schöpfer sich seines Träumens als Ganzes bewusst werden. Und erst dann können „Zeit und Raum auch als Wirklichkeit des Denkens und Erinnerns“ entstehen.Da aber dieses Erreichen der universalen Bewusstheit zugleich ein Aufwachen Gottes aus seinem Traum bedeutet, verschwinden im Moment des Aufwachens auch schon wieder alle Differenzen und damit auch Zeit und Raum. Siehe dazu Glossar „Traum und Träumen“, Unterkapitel „Das absolute Aufwachen.“
Angst vor der Unendlichkeit
Haben wir uns bisher dem Ursprung von Raum und Zeit im Denken gewidmet, gilt es nun nach dem Grund für die Verfestigung von Energie als Basis der Illusionen von Raum und Zeit in der fünften und sechsten Ebene zu fragen. Denn auch diese Verfestigung ist letztlich ein Produkt der konstruktiven Wahrnehmung. Mit der Erschaffung von Raum und Zeit in der Wahrnehmung und im Denken entstehen zwangsläufig ganz spezifische Ängste, allen voran die Angst vor der Unendlichkeit und ihrer menschlichen Beherrschbarkeit, die sich konkret als Angst vor dem Verlorengehen, vor der Sinnlosigkeit des Lebens und der Haltlosigkeit manifestiert. Der Begriff der Unendlichkeit ist dabei selbst schon wieder ein Produkt von Raum und Zeit, da erst durch die künstliche raum-zeitliche Begrenzung des Allseins der Lebewesen die Unendlichkeit als deren polare Entgegensetzung ins Bewusstsein tritt. Mit der Erschaffung von Zeit und Raum entsteht aber auch die Angst vor dem Alter und dem Sterben.All diesen Ängsten versuchen die Ebenenbewohner entgegenzuwirken, indem sie sich künstlich einen Halt zu schaffen versuchen – und natürlich tragischer Weise wieder mit den Mitteln von Raum und Zeit, obwohl jene Kategorien doch erst die Ängste erzeugten.[3]Diese Erschaffung des künstlichen Halts gelingt ihnen durch eine rigide Begrenzung ihres eigenen Denkens. Immer wieder und in einer immer größeren Zahl denken die Wesen formelhaft dieselben Gedanken und opfern derart als ursprünglich freie Geistwesen ihre kreative Freiheit auf dem „Altar der Angst“. Durch diese rigide Wahrnehmungs- und Gedankenarbeit verfestigen sie Stück für Stück die an sich fließende Urenergie, von der sie selbst ein Teil sind. Dadurch entsteht die sogenannte Materialität – ein sehr zweifelhafter Halt, der nur mehr neue Zwänge und Ängste erzeugt, allen voran die Angst vor dem Eingesperrtsein, die Verlustängste und die Angst vor dem Verfall und der Veränderung dieser willentlich verfestigten Energie.

Scheint die Angst vor der Unendlichkeit und das damit verbundene Bedürfnis nach materiellem Halt primär auch eine durch die Illusionen von Raum und Zeit gezeugte Angst zu sein, so bildet sie jedoch von ihrem tiefsten Ursprung her ein Ergebnis des Verlustes der unmittelbaren Verbindung zu Gott. Je größer diese Distanz zu Gott ist, desto größer wird die Angst und desto zwanghafter und unfreier gestaltet sich auch der Prozess der Wahrnehmung als Schöpfung. Befinden sich die Geschöpfe jedoch in fester Verbindung zu der Unschuld ihres Schöpfers, erleben sie die Unendlichkeit als eine beglückende Freiheit.
Wahrnehmen heißt sich im Vorhinein auf etwas Festlegen
Während der Begegnung Professor Levitans mit der Weltenköchin, aber auch an vielen anderen Stellen des Buches wird deutlich, wie Wahrnehmung tatsächlich funktioniert. Im Vorhinein haben wir Erwartungsbilder und Wahrnehmungsschablonen, mit denen wir als quasi Brille oder Filter nach „außen“ schauen. Diese inneren Erwartungsbilder geben uns vor, was wir zu sehen vermögen, wenn wir die abstrakte raum-zeitlose Energie erschauen. Statt der ehrfurchtgebietenden strahlenden Weltenköchin als höherem Wesen erblickte Herr Levitan eine dicke unansehnliche alte Köchin in einer verräucherten, schmuddeligen Stube, die ihn an seine Tante Helmine erinnerte. Durch dieses dominante innere Vorstellungsbild vermochte er also nicht die wahre glänzende Gestalt der Weltenköchin zu erkennen. Ähnlich ging es Frau Siebenblatt, die statt der himmlischen Weltenküche einen Rosengarten erblickte. Hinter diesem universalen Wahrnehmungsprinzip versteckt sich das Phänomen der Resonanz:Der Wahrnehmende sendet wie ein Musikinstrument einen Klang aus, der sein Erwartungsbild repräsentiert. Dieser Klang wiederum erregt die an sich abstrakte Energie ähnlich einem Klangkörper und bringt sie zum Resonieren oder Schwingen, allerdings nur in den Frequenzen, die der Sehende aussendet. Das bedeutet aber, dass der Sehende in der Tat immer nur das sieht und sehen kann, was er selbst in sich trägt und aussendet. Und damit wird deutlich, dass Größe, Art und Weise des Ausschnitts, welche wir von der energetischen Welt wahrnehmen, allein durch unseren aktuellen Wissensstand und die damit verbundenen Wahrnehmungsformen vorgegeben werden. Diese Eigenheit liefert auch den Grund, warum der Gelbe Delphin zu Jule Levitan sagte, dass die 27 Ebenen Stufen der Erkenntnis verkörpern. Fehle einem diese Erkenntnis, würde man die Dinge nicht verstehen, ja teilweise nicht einmal wahrnehmen. Man könne nur erkennen, was man bereits als Erfahrung und Wissen in sich angelegt habe. Was Jule also sehen würde, wäre gegebenenfalls nicht das, was die oberen Ebenen tatsächlich darstellen.[4]
Die vier grundsätzlichen Wahrnehmungsarten
Nun ist es Zeit, vier grundsätzliche Arten des Wahrnehmens zu unterscheiden:1. Die eine Art ist die bereits behandelte schöpferische Wahrnehmung des freien Formens von Energie, die aus ungeformter oder geformter Energie jede beliebige andere Form zu erzeugen vermag.2. Die zweite Art der Wahrnehmung bildet das Wahrnehmen des Geschaffenen.3. Die dritte Art der Wahrnehmung ist die Wahrnehmung des Abstrakten, eben das Wahrnehmen der reinen Energie.4. Die vierte Art stellt die einzige nicht relativistische Wahrnehmung dar, die deshalb auch die Wahrnehmung des Absoluten genannt wird.Und all diese vier Wahrnehmungsarten sind prinzipiell frei von zeitlichen Beschränkungen: Der Gelbe Delphin sagt zu Jule Levitan, „dass alles, damit es existieren kann, eine Idee benötigt.“[5] Diese Ideen sind der Kern, um den sich die individuellen Geschehnisse ranken und entwickeln können. Allein aufgrund dieser Tatsache ist es möglich, jedes Ereignis, jede Schöpfung seit dem Bestehen der Ebenen prinzipiell nachträglich immer wieder wahrzunehmen, egal wie lange die Geschehnisse auch zurück liegen. Denn nichts, was einmal geschaffen, ausgesprochen, gedacht und gefühlt wurde, kann jemals wieder zurückgenommen und ausgelöscht werden.
Zu 3. Die Wahrnehmung des Abstrakten
Der Mechanikermeister beschrieb Jule Levitan die prinzipielle Möglichkeit, reine Energie jenseits irgendwelcher Wahrnehmungsformen und Vorstellungsbilder wahrzunehmen. Dazu ist es notwendig, den inneren Dialog abzustellen, der den Lebewesen in jedem Augenblick sagt, „das ist ein Baum, das ist eine Sonne, das ist ein Glas“ etc. Siehe dazu Glossar „Bewusstsein“.Wenn es dem Wahrnehmenden gelingt, diese interpretierende Instanz des inneren Dialogs und damit die Vorstellungsbilder durch hartes Training oder durch Hilfsmittel wie das Drachenauge[6] auszuschalten, sieht er mittels eines sich dadurch offenbarenden, vordem unbekannten aktiven Sinnes eine abstrakte Welt aus reiner Energie ohne jegliche Bildhaftigkeit. Er schaut quasi hinter den Vorhang der Schöpfung. Etwas anderes als diese lebendige Urenergie ist nicht vorhanden. Selbstredend ist diese abstrakte Welt unmöglich mit Worten zu beschreiben, da sie jenseits des Bekannten und der Worte liegt. Der nun folgende Beschreibungsversuch ist daher auch nur rein metaphorisch zu verstehen:Indem der Wahrnehmende selbst Energie wie eine Art Echolot aussendet, „sieht“ er eine unendliche Zahl sich gegenseitig nicht berührender aus dem Unendlichen und ins Unendliche sich erstreckender Lichtfäden, die aus allen Richtungen kommen und in alle Richtungen gehen. In diesen Lichtfäden hängen leuchtende Energiekonglomerate verschiedenster Form wie Kugeln, Eier, Quader, Stäbe. Diese unendlich vielen Lichtfäden werden durch eine dunkle Kraft auseinandergehalten, so dass kein Faden den anderen berührt. Jedes dieser leuchtenden Energiekonglomerate enthält ein stärker leuchtendes Energiefeld, durch das Millionen von Lichtfäden direkt hindurchgehen. Wahrnehmung auf dieser abstrakten Ebene funktioniert derart, dass die Absicht oder der Wille des Wahrnehmenden vermittels des leuchtenden Energieelements die durch dieses hindurchgehenden Lichtfäden zum Glühen bringt. Deshalb kann man dieses leuchtende Feld auch als Wahrnehmungszentrum oder Bewusstseinszentrum bezeichnen.Dieses Wahrnehmungszentrum ist beweglich, was ihm ermöglicht, völlig neue Abschnitte dieser Lichtfäden wie auch völlig neue Lichtfäden abzugreifen und damit wahrzunehmen. Beim Menschen befindet sich dieses Wahrnehmungszentrum ungefähr eine halbe Armlänge hinter dem rechten Schulterblatt in seinem über den physischen Körper hinausgehenden Energiekörper. Der Wahrnehmende kann die Bewegung des Wahrnehmungszentrums auch willentlich vornehmen und darüber hinaus jederzeit den Modus des Wahrnehmens vom Abstrakten zum Konkreten ändern.Durch die Änderung zum Konkreten erkennt der Wahrnehmende, dass eine Verschiebung des Montagepunkts ungeheuerliche Dinge ermöglicht. Minimale Bewegungen erzeugen andere innere Gemütsstimmungen und Gedanken, weitere Bewegungen erlauben die Verwandlung des Wahrnehmenden in jede beliebige Gestalt, ob nun in eine Krähe, einen Baum, einen Menschen etc. Wieder andere, sehr weite Bewegungen ermöglichen, jeden Punkt der eigenen Geschichte wie auch der anderer Wesen und der Schöpfung noch einmal neu zu erleben oder nachzuerleben. Letzteres Verfahren ist eine Form des aktiven Rekapitulierens oder Erinnerns, die dennoch relativ ist, da sie immer nur Ausschnitte wiederzugeben vermag. Siehe dazu Glossar „Rekapitulieren“.Die Bewegung des Wahrnehmungszentrums über eine bestimmte kritische Grenze hinaus erlaubt schließlich gar die Reise in völlig neue unbekannte Welten. Frances Berggruen erzählte mir, dass laut Jule Levitan diese Bewegung des Wahrnehmungszentrums über eine kritische Grenze hinaus das eigentliche Geheimnis der Reise durch die Ebenen sei. Von dieser Art zu reisen aber hat der Große Mechanikermeister nie gesprochen.
Zu 4. Die Wahrnehmung des Absoluten
Die Wahrnehmung des Absoluten in Absetzung zu den vorherigen relativen Arten der Wahrnehmungen lernt Jule Levitan durch den Gralshüter Awillouw in der Gralshöhle in der Mittelebene kennen. In den in der absoluten Mitte der Gralshöhle aufeinander treffenden Vier Winden sind die Düfte der Erdreiche und damit die Erinnerungen aller Welten und Ebenen gespeichert. Siehe dazu Glossar „Gral“ sowie Glossar „Vier Winde“.Laut Awillouw soll durch das Einatmen dieser Erinnerungen mit einem Atemzug jedes Ereignis der gesamten Weltengeschichte zugleich eingeatmet werden und sich damit augenblicks der kosmische Plan oder die unsichtbare Absicht dem Wahrnehmenden erschließen. Denn nur mit dem Geruchssinn, als unserem ältesten Wahrnehmungsorgan, haben wir den Zugriff auf die ältesten Erinnerungen bis zum Anfang der Schöpfung.Diese Art der absoluten Wahrnehmung darf jedoch nicht „materiell“ verstanden werden, denn dann wäre sie nicht absolut.Hintergrund der absoluten Wahrnehmung über die Vier Winde ist die ab der siebenten Ebene vorherrschende Auffassung, Cloeda und die Ebenen seien durch den Atem Gottes entstanden. Dieser Atem ist reine göttliche Urenergie, die sich in den erwähnten Vier Winden als ewige göttliche Bewegung erhalten hat, und derart zugleich die Erinnerung der Schöpfung manifestiert.Da gemäß der Überzeugung der Regenbogenschlange Gott und seine Schöpfung nicht durch die unteren fünf Sinne – Riechen, Schmecken, Tasten, Hören, Sehen – wahrgenommen werden können, da sie nur illusorische Interpretation von Energie und damit bestenfalls Teilaspekte Gottes wahrnehmbar machen, meint diese absolute Wahrnehmung der Schöpfung durch das Einatmen der Vier Winde einen geheimnisvollen Prozess des Einatmens des Atem Gottes selbst. Mit unserem ältesten Wahrnehmungsorgan ist also nicht der Geruchssinn als einer der fünf Sinne gemeint, wie wir diesen materialistisch in der fünften Ebene verstehen, sondern vielmehr ein ursprünglicheres verstecktes Wahrnehmungsorgan, das uns unmittelbar mit dem Schöpfer verbindet.
Der Traum als Wahrnehmungsorgan
Ein wesentliches Medium und Werkzeug der Wahrnehmung ist der Traum, der im Vergleich zu normalen Wesen von den Zauberern vollständig kontrolliert und willentlich beeinflusst werden kann. Laut dem Großen Mechanikermeister ist der Traum im Grunde genommen nur eine besondere Technik der Verschiebung des Wahrnehmungszentrums, mit dem man Schritt für Schritt in die Unendlichkeit der Schöpfung eintreten kann. Vergleiche dazu oben die entsprechenden Ausführungen. Frances Berggruen zitierte mir gegenüber in einem Gespräch eine Aussage des Mechanikermeisters, die ihr Jule Levitan weitergetragen hatte: „Der Traum sei ein Fluss, der in das weite Meer der Unendlichkeit fließt. Der Träumende kann die Breite, die Tiefe und die Geschwindigkeit des Flusses bestimmen, nicht jedoch das Verhalten des Meeres. Dementsprechend bedarf es höchster Konzentration, Perfektion und traumtechnischer Vollkommenheit, um zurück zur Flussmündung zu finden und von dem Meer der Unendlichkeit nicht verschlungen zu werden.“
Wahrnehmen als energetischer Prozess
Besonderes Augenmerk legte der Große Mechanikermeister in seinen Gesprächen mit Jule Levitan auf den energetischen Hintergrund des Wahrnehmens, das heißt auf die Tatsache, dass die Qualität, Tiefe und der Umfang der Wahrnehmung in starkem Maße von der Energiemenge abhängen, die dem Wahrnehmenden für die Wahrnehmung zur Verfügung steht.[7]Er betonte, dass durch die Aktivität der Wahrnehmung bei jedem Wahrnehmungsvorgang Energie verloren geht. Sie bleibt an den Dingen und Lebewesen hängen, mit denen man sich im Prozess der Wahrnehmung gedanklich und gefühlsmäßig zwangsläufig verbindet. Auf diese Weise verliert jedes Wesen jeden Augenblick ein Stück seiner Energie, wird immer schwächer, bis es kaum noch genügend Energie besitzt, neue Dinge zu schaffen und die Welt gemäß seiner Vorstellung zu verändern. Diese energetisch ausgebluteten Wesen können nicht mehr fliegen, nicht mehr durch Wände gehen und auch keine Drachen mehr besiegen, weil ihnen schlicht die Energie dazu fehlt.Hier liegt einer der Hauptgründe für das Altern der Wesen der fünften und sechsten Ebene begründet, das aus Sicht der Bewohner ab der elften Ebene einen unnatürlichen Vorgang des sich Gehenlassens darstellt. Jedoch kann jedes Wesen diesen Prozess des Energieverlustes willentlich umkehren. Siehe dazu Glossar „Rekapitulieren“ sowie Glossar „Alter“.
Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation
Siehe Glossar „Wahrnehmungs- und Gedankenmanipulation“.

[1]  Siehe Kap. „Die Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“ und das Kap. „Das Geheimnis der Schöpfungskraft“.

[2]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

[3]  Siehe dazu das Kap. „Das Geheimnis der Schöpfungskraft“.

[4]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.

[5]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.

[6]  Siehe Kap. „Das Schwarze Licht“

[7]  Siehe Kap. „Ebenen oder die Kraft unserer Gedanken“.

Wahrnehmungs- und GedankenmanipulationDirect linkWahrnehmungsmanipulation Die Tatsache der Manipulation der Wahrnehmung, des Bewusstseins und des Denkens wird in den Aufzeichnungen immer wieder betont, so durch die Regenbogenschlange, den Großen Mechanikermeister ...

Wahrnehmungsmanipulation
Die Tatsache der Manipulation der Wahrnehmung, des Bewusstseins und des Denkens wird in den Aufzeichnungen immer wieder betont, so durch die Regenbogenschlange, den Großen Mechanikermeister und am klarsten durch die Weise Schildkröte.[1] Da die Gedanken als Inventar des Bewusstseins quasi die Filter der Wahrnehmung darstellen, bestimmen sie in starkem Maße die Inhalte und Verarbeitungsweise der Wahrnehmung. Siehe dazu Glossar „Bewusstsein“. Deshalb setzen die Manipulationen des Bewusstseins durch den Drachen Morsus und andere Negativwesen primär bei den Gedanken an. Wir hatten diese Manipulationsstrategien bereits im Zusammenhang mit der Manipulation der Träume besprochen. Siehe Glossar „Reptiliengehirn“, Unterkapitel „Das Reptiliengehirn und die Manipulation des Menschen durch die Träume“.Doch diese Gedankenmanipulation ist nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich werden diese Gedanken auf der rationalen Bewusstseinsebene auf eine hintergründige Art und Weise mit konkreten Bildern verbunden, deren Wirkungsweise höchst irrational ist. Denn diese Bilder sind als visuelle symbolische Sprache die typische Sprache des Reptiliengehirns, das ein Großteil der Menschen der fünften Ebene als Erbe des Drachen Morsus in sich trägt. Siehe Glossar „Reptiliengehirn“.Während die Sprache des Bewusstseins gewissermaßen das Realitätsprinzip vertritt, ist die Bildsprache eine Traumsprache oder traumartige Sprache, von der das Bewusstsein deshalb so gut wie nichts mitbekommt. Wie kann man sich diese Manipulation der Wahrnehmung und des Denkens über Bilder und Gedanken beim Menschen konkret vorstellen:
Die Babylonische Sprachverwirrung der drei Gehirne
Wie an anderem Ort bereits gezeigt, besteht das menschliche Gehirn aus drei verschiedenen separaten Gehirnen, die unterschiedlichen evolutionären Entwicklungsstufen entsprechen, völlig verschiedene Funktionsstrategien besitzen und auf äußerst diffizile Weise zusammenarbeiten. Das älteste Gehirn bildet das Reptiliengehirn (Reptilienkomplex), gefolgt von dem Säugetiergehirn (paleomammalisches Gehirn) und schließlich dem menschlichen Gehirn (Neocortex).Das menschliche Gehirn als Sitz des rationalen Bewusstseins arbeitet primär mit der verbalen Sprache der Worte und der Logik, die aber vom Reptiliengehirn nicht verstanden wird, da die verbale Sprache ein viel späteres Stadium der Evolution verkörpert. Umgekehrt erkennt und versteht das rationale Bewusstsein nicht die symbolischen, traumartigen Bildsprachen des Reptilien- oder Drachengehirns, bei dem jedes Bild, jede Farbe oder Bewegungsform eine eigene, zumeist hochkomplexe Bedeutung besitzt. Das Säugetiergehirn schließlich arbeitet stark mit emotionalen und sozialen Inhalten wie Sympathie, Angst, Fürsorge etc., die wiederum dem Drachengehirn aber auch dem rationalen Bewusstsein fremd sind.Indem also alle drei Gehirne völlig unterschiedliche Sprachen sprechen, wird verständlich, dass man durch eine gezielte einseitige Kommunikation jeweils einem der drei Gehirne Wahrnehmungsinhalte und Befehle erteilen kann, von denen die anderen zwei Gehirne nicht das Geringste mitbekommen.Aus der Sicht des Manipulierenden noch wirkungsvoller ist eine Einspielung verschiedener sich gegenseitig widersprechender Inhalte, womit einerseits ein Inhalt verstärkt, andererseits auch ein einzuspielender Inhalt gezielt versteckt werden kann.Wir haben also drei unterschiedliche Zuhörer, das Drachengehirn, das Säugetiergehirn und das Menschengehirn, die jeder etwas anderes verstehen bzw. nicht verstehen und natürlich auch jeweils völlig anders reagieren. Während zum Beispiel das Reptiliengehirn auf konkrete Symbole absolut zwanghaft und reflexartig reagiert, schiebt das rationale Bewusstsein des Neocortex eine reflektierende oder diskursive Phase dazwischen, in der verschiedene Handlungsoptionen durchgespielt werden und dann erst eine Entscheidung getroffen wird. Wirklich freier als das Programm des Reptiliengehirns ist das menschliche Bewusstsein aus sich heraus jedoch auch nicht.Natürlich stellt die Beschreibung der separierten Wahrnehmung der drei Gehirne eine gewisse Vereinfachung dar, denn tatsächlich wird ein Großteil der Informationen über das Säugetiergehirn und den Neocortex aufgenommen, verarbeitet und weitergeleitet.
Die gezielten Kommunikationsstörungen und Konditionierungen der zwei Hemisphären des Neocortex
Das Studium der Arbeitsweise des Neocortex verrät uns viel, wie die Wahrnehmungsmanipulation konkret funktioniert: Wie auch das Drachengehirn, so ist der Neocortex funktional und räumlich in zwei Hemisphären geteilt. Die linke Hemisphäre des Neocortex kommuniziert mit Hilfe von Worten, hoch entwickelten sprachlichen Fähigkeiten, analytisch, logisch und systematisch. Die rechte Hemisphäre hingegen kommuniziert mit Bildern, mit hoch entwickelten räumlichen Fähigkeiten, ist intuitiv und einfallsreich, holistisch, emotional und traumartig. Beide Hemisphären sind miteinander über den sogenannten Balken verbunden, über den sie miteinander zu kommunizieren vermögen. Und erst der menschliche Geist verwandelt die Fähigkeiten und Fertigkeiten beider Hemisphären in ein umfassendes Ganzes.Doch diese Zusammenarbeit funktioniert leider nicht so, wie sie könnte und sollte. Denn in unserer Welt, in Kindergarten, Schule, Beruf, Politik, Medien, wird alles getan, um diese gleichberechtigte Kommunikation zwischen den beiden Hemisphären zum Zwecke eines umfassenden Ganzen zu unterbinden. Denn durch die Trennung beider Hemisphären kann der Mensch höchst effizient manipuliert werden, wie es seit vielen Tausenden von Jahren bereits in der fünften Ebene geschieht. Interessant dabei ist, dass jenes, was wir vereinfacht schon bei der Kommunikation zwischen Reptiliengehirn und Neocortex feststellen konnten, auch für die Kommunikation zwischen rechter und linker Hemisphäre des Neocortex gilt:Die rechte Hemisphäre agiert über eine symbolische, traumartige Bildsprache und die linke Hemisphäre über die logische, verbale Sprache des Bewusstseins, die wir aufgrund der Bewusstheit oben bereits treffend als eine Art Realitätsprinzip bezeichnet hatten. Entsprechend ist es kein Zufall, dass die rechte Hemisphäre mit den älteren primitiven Gehirnteilen, dem Säugetiergehirn und insbesondere dem Reptiliengehirn kommuniziert,[2] obwohl es auch zwischen der linken Hemisphäre und dem Reptiliengehirn Verbindungen gibt. Dies tut sie mit symbolgeladenen Bildern auf einer unbewussten Ebene, die also von der linken bewussten Hemisphäre des Neocortex nicht wahrgenommen werden können. Dieses Wahrnehmen und Denken in Bildern ist äußerst informationsgeladen und schnell und damit hocheffizient. Stellen Sie sich zum Verständnis nur vor, wie lange es dauern würde, eine lebendige Szene mit Worten zu beschreiben, währenddessen Sie diese Szene als Bild im Bruchteil einer Sekunde aufzunehmen vermögen.Theoretisch können die Bildwelten der rechten Hemisphäre von dem rationalen, mit verbaler Sprache arbeitenden Bewusstsein der linken Hälfte verbal beschrieben und damit ins Bewusstsein gebracht werden. Jedoch nur, wenn die beiden Hemisphären gelernt haben, miteinander zu kommunizieren. Doch wie bereits erwähnt, ist dies von den geheimen Drahtziehern der Gesellschaft nicht erwünscht. Wenn man die Menschen also auf die ausschließliche Benutzung der linken Gehirnhälfte hin konditioniert, wie es tagtäglich getan wird, dann kann man problemlos und sehr effizient mit symbolischen Bildsprachen unerkannt in die rechte Gehirnhälfte eindringen und derart die Menschen nach Belieben manipulieren. Der Journalismus, die Medien, Filme, Nachrichtensendungen, Werbung arbeiten vordergründig rational-verbal-bewusst und hintergründig bildhaft-symbolisch-unbewusst und enthalten dementsprechend fast immer neben der rationalen verbalen Botschaft eine für das Bewusstsein des Menschen versteckte bildhafte Nachricht, die aber im Zusammenspiel mit der rationalen Ebene die eigentliche manipulative Botschaft bildet.Um das Ausmaß dieser Konditionierung auf die linke Gehirnhälfte mit ihrer rational-verbalen Sprache zu verstehen, genügt es zu wissen, dass über 80 Prozent der Menschen Rechtshänder sind, obwohl der Mensch tatsächlich von Natur aus Links- und Rechtshänder in einem ist und dementsprechend mit beiden Händen gleichermaßen geschickt umgehen könnte. Die linke Gehirnhälfte steuert nämlich bekanntermaßen die Funktionen der rechten Körperhälfte, während die rechte Gehirnhälfte für die Funktionen der linken Körperhälfte verantwortlich ist. Der hohe Anteil an Rechtshändern ist also ein klares Indiz für die Dominanz der linken verbalen Hemisphäre, die so gut wie nichts von der visuell-symbolischen Kommunikation der rechten Gehirnhälfte mitbekommt.
Das Reptiliengehirn und die Manipulationsstrategien der Medien
Schauen wir uns nun mit diesen Hintergrundinformationen beispielhaft an, wie eine solche Wahrnehmungsmanipulation durch den westlichen Journalismus, die Medien, Nachrichtensendungen, Filme, TV und Videos, und damit durch die Reptoiden oder Drachenwesen konkret vonstatten geht:Zunächst spielt man auf geheime, versteckte Weise Bilder, Symbole und bildhafte Gedanken in die dem Reptiliengehirn nahestehende rechte Hemisphäre des Neocortex ein zum Beispiel in Gestalt von Horrorszenen, Kriegsberichten, terroristischen Gräueltaten. Dies geschieht auf eine völlig unbewusste traumartige Weise und funktioniert deshalb so gut, weil der Mensch, wie bereits erwähnt, in der Welt seiner linken Hemisphäre gefangen und nur dort bewusst ist.Außerdem ist die visuelle Sprache der Bilder, Filme und Videospiele selbst traumartig. Sie erzeugt die gleichen Gehirnwellen-Muster beim Menschen im Wachsein, wie man sie auch im Traum beim Menschen mit dem Reptiliengehirn als Traumzentrum beobachten kann. Bilder, Filme, Fernsehsendungen, Videospiele sind also letztlich nur eine Projektion des Reptiliengehirns. Ein Großteil der Kommunikation heute noch lebender Reptilien wie Alligatoren, Warane, Schlangen geschieht wie vor Millionen von Jahren noch immer über visuelle Darstellungen, denen jeweils spezifische symbolische Bedeutungen zukommen.So lange, wie wir die Kulturgeschichte zurückverfolgen können, verwenden die Menschen formelhafte Rituale und Zeremonien in magischen und religiösen Kontexten. Später dann kamen das Theater und die Filmindustrie hinzu. Diese kulturellen Handlungsschemata nutzen sämtlich das Prinzip der rituellen und symbolischen Bildsprachen der Reptilien. Darüber hinaus beruhen sie auf dem Prinzip der Illusion, die aber das Traumprinzip schlechthin ist. Filme und Videospiele schalten unsere Kontrollzentren, insbesondere die linke Gehirnhälfte, ab und erzeugen damit einen Regress in das mentale Stadium der Reptilien oder Drachenwesen. Der stetig zunehmende Medienkonsum der westlichen Welt liefert ein beredtes Zeugnis für die Macht des Drachen Morsus, der die Menschen derart in einem ständigen Traumzustand hält, um sie nur umso besser programmieren zu können. Dies ist der Grund, warum Milliarden von Dollar jährlich für die Film-, Fernseh- und Videogame-Industrie ausgegeben werden. Die Medienindustrie wirkt nicht nur auf und über das Reptiliengehirn, sie ist auch ein Produkt des Reptiliengehirns und damit des Drachen Morsus, der jenen Industriezweig durch seine Reptoiden kontrollieren und beherrschen lässt. Die stetig zunehmende Gewalt in Filmen jeder Art und die stetige Perfektionierung der Illusionswelten sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.Die visuelle Kommunikation verläuft also in einem tagtraumartigen unbewussten Zustand, der von dem rationalen Bewusstsein des Neocortex nicht kontrolliert werden kann, da der Neocortex kaum zu registrieren in der Lage ist, was innerhalb des Körpers insbesondere des Säugetiergehirns und Reptiliengehirns vonstatten geht. Wie wir aber schon zum Reptiliengehirn ausgeführt haben, ist der Traumzustand dieses archaischen Gehirns in Wirklichkeit kein Traumzustand, sondern der Wachzustand desselbigen. Denn nur das paleomammalische Säugetiergehirn und der Neocortex des Menschen schlafen – oder besser werden durch körpereigen produzierte Psychopharmaka eingeschläfert. Das Reptiliengehirn jedoch schläft nie. Siehe dazu Glossar „Reptiliengehirn“, Unterkapitel „Das Reptiliengehirn und die Manipulation des Menschen durch die Träume“.Parallel zur Einspielung der Bildwelten in die rechte Hemisphäre werden in einem zweiten Schritt durch die Medien verbale Botschaften für die linke Hemisphäre eingeschleust, um die Menschen zu programmieren, wie sie die Bilder und Szenen der rechten Hemisphäre zu interpretieren haben. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie sehen einen Film, in dem ein Mord geschieht. Die bildhafte Botschaft ist eindeutig und wenn ihre menschlichen Empfindungen noch funktionieren, werden Sie diesen Mord auf der Bewusstseinsebene ablehnen, obwohl er auf der Ebene des Reptiliengehirns als völlig normales Verhalten gewertet wird. Denn auf dieser Ebene gibt es nur hundert Prozent Angriff oder Flucht und keinerlei moralische Instanz. Nun wird aber auf der Bewusstseinsebene der rationalen Sprache eine Rechtfertigung für diesen Mord formuliert, der auf seine Weise logisch und überzeugend wirkt. Auf diese Weise sind sie trotz der Eindeutigkeit der bildlichen Sachlage bereit, diesen Mord zu akzeptieren. Damit ist bereits der erste Schritt seitens der Manipulatoren getan, ihre Hemmschwelle bezüglich der Akzeptanz von Grausamkeiten und Morden herabzusetzen.

Stellen sie sich nun noch vor, dass der Mord gezielt durch ein suggestives Bild überdeckt wird, das völlig irrational entgegen der Tatsache der Grausamkeit des Mordes angenehme Gefühle auslöst. Ein Beispiel dafür sind zum Beispiel die vielen Morde in Westernfilmen, die zumeist als lustige Bilder verharmlost werden. Militärische Ausbildungen bedienen sich genau dieser und ähnlicher Mittel zur Herabsetzung der Hemmschwelle zum Töten. Wie erfolgreich diese Strategie ist, sieht man auch an der hohen Präsenz gewaltverherrlichender Filme, Kinderbücher, Videospiele etc. Auf diese Weise kann man also eigene Schandtaten problemlos in positive Inhalte umdeuten oder aber künstliche Feindbilder erzeugen.Generell ist es auf diese Weise möglich, jeden beliebigen Inhalt in den Geist des Menschen einzuspielen. Und die derart Manipulierten glauben irrtümlich auch noch, dass das, was sie denken, ihre eigenen Gedanken und Bewertungen seien. Doch das sind sie ganz sicher nicht!Die unentdeckt eingespielten traumartigen Bilder der rechten Hemisphäre wandern in die linke Hemisphäre, die dem Bewusstsein und dem Realitätsprinzip des Sehens, Fühlens, Riechens, Hörens zugeordnet ist und werden deshalb irrtümlich als Realität interpretiert. Das heißt, die Menschen glauben irrtümlich, die eingespielten Bilder, Gedanken und Reaktionen seien ihre eigenen und die Wirklichkeit.Dies ist auch der Grund, warum Begriffe wie Traum, traumhaft, fantastisch etc. so häufig in der Werbung aber auch in der Umgangssprache vorkommen, warum Fantasy-Filme, Fantasy-Bücher und Fantasy-Serien seit langer Zeit schon eine Hochkonjunktur haben. Jene traumbezogenen Worte, Literaturprodukte und Medienformate helfen wie Zauberworte die Pforten zur rechten Gehirnhälfte, zum unbewussten, tagtraumartigen Zustand zu öffnen, um derart die suggestiven Bildwelten einzuspielen und dann der linken Hemisphäre zu sagen, wie diese Bilder zu interpretieren seien. Dies kann zum Beispiel heißen: „Wir müssen dem Staat und der Polizei noch mehr Macht geben, damit sie uns besser beschützen können.“ „Ich muss Viagra nehmen, damit ich ein echter Mann bin.“ „Wir brauchen eine EU-Regierung oder gar eine Weltregierung, um die Probleme der Welt zu lösen.“ „Die Menschen sind von Natur aus gefährliche Tiere, die deshalb durch strenge Gesetze und Gewalt domestiziert werden müssen.“ „Der Kampf ums Dasein, jeder gegen jeden, ist der natürliche Zustand der Welt und deshalb ist auch der Kapitalismus die einzig richtige Gesellschaftsordnung.“All diese Aussagen sind natürlich reiner Unsinn und dennoch glaubt ein Großteil der Menschheit diese Dinge, weil er darauf programmiert wurde, weil durch die unkontrollierte Öffnung der unbewussten rechten Hemisphäre das Reptiliengehirn Zugriff auf das menschliche Bewusstsein erhielt.Aus diesem Blickwinkel betrachtet bilden die Medien in ihrer Gesamtheit eine Art kollektives linkes Gehirn, das die Bildwelten des rechten Gehirns für die Massen zu interpretieren und zugleich die traumartigen Inhalte der rechten Hemisphäre zu verstecken hat. Diese Tatsache bildet auch den Hintergrund, warum die weltweiten Erziehungssysteme und gleichgeschalteten Wissenschaften ausschließlich auf die linke Hemisphäre der rationalen verbalen Sprache und Logik angelegt sind; warum die vielen bildhaften Elemente der katholischen Kirche im Protestantismus aus den Kirchen verbannt wurden. Es ist auch der Grund, warum unsere Medien mit Journalisten mit linksseitiger Gehirndominanz regelrecht überflutet sind, obwohl diese in der Mehrzahl nicht einmal ahnen, wie sie für die Zwecke der Drachenwesen missbraucht werden. Sind sie doch nur Gefangene des rationalen Bewusstseins. Siehe Glossar „Bewusstsein“. Diese doppelbödige Manipulationsstrategie der Drachenwesen geschieht jeden Tag unaufhörlich in Zeitungen, Magazinen, Büchern, Radio- und Fernsehsendungen. Und diese Manipulationsstrategien sind viel raffinierter und ausgefeilter, als hier angedeutet.Aus diesem Grund ist es auch so extrem wichtig, dass jeder Mensch lernt, die tagtäglich auf ihn einströmenden Informationen zu filtern und sich diesen so weit wie möglich zu entziehen! Erst dadurch erhält er über die linke Hemisphäre die Möglichkeit, sich eigene Interpretationen der Bilder der rechten Hemisphäre zu schaffen. Ein Weg dorthin besteht darin, Kindern von klein auf durch den kreativen und bewussten Umgang mit bildlichen Inhalten die Funktionsweise dieser visuellen Sprache zu erlernen. Umso geschützter sind sie in der Folge vor den versteckten manipulativen Medieninhalten.
Die Manipulationen des rationalen Bewusstseins der linken Hemisphäre
Es wäre jedoch verfehlt zu glauben, dass nur in der versteckten Bildsprache die manipulativen Gefahren lauern. Wie mehrfach bereits angedeutet, ist die rationale Sprache der linken Hemisphäre selbst bereits von gewaltiger Manipulationskraft. Siehe z.B. Glossar „Bewusstsein“, Glossar „Fremde Gedanken“. Diese Tatsache resultiert vor allem aus dreierlei Gründen:
1. Äußerst geringe Informationsverarbeitungskapazität
Das rationale Bewusstsein vermag im Vergleich zu den unterbewussten Wahrnehmungskanälen, die etwa 100 Millionen bit/Sek. zu verarbeiten vermögen, gerade einmal 15 bit/Sek. zu verarbeiten und ist derart ein äußerst enger Flaschenhals innerhalb des Informationsflusses. Siehe Glossar „Bewusstsein“. Wenn also Sprache mehr an Informationen enthält, als Sie in einer bestimmten Zeiteinheit aufnehmen können, dann fließt dieser Teil der verbalen Sprache direkt, das heißt unkontrolliert, in ihr Unterbewusstsein ein und kann derart von Ihnen nicht mehr analysiert und gefiltert werden. Auf diese Weise können mit Leichtigkeit unbemerkt manipulative Botschaften in ihren Geist eingespielt werden.
2. Die Sprache des rationalen Bewusstsein contra der Sprache des Unterbewusstseins
Darüber hinaus existiert neben dem Wahrnehmungssystem der verbalen Sprache des rationalen Bewusstseins mit seinen 15 bit/Sek. auch ein unterbewusster Sprachsinn, der völlig anders arbeitet als das rationale Bewusstsein. Dieser versteckte Sprachsinn vermag auf die Ursprache und damit auf die wahre Bedeutung der Worte zurückzugreifen, bevor diese in der Geschichte bewusst von Manipulatoren verändert wurden. Damit besitzt dieser unterbewusste Sprachsinn nicht die virtuelle Beliebigkeit, die der verbalen Sprache des rationalen Bewusstseins wesenseigen ist.Auch dieses Phänomen der zwei Sprachsinne und ihrer funktionalen Andersartigkeit wird also von den Manipulatoren genutzt, um unbemerkt ihre eigenen manipulativen Inhalte einzuspielen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:Zum Beispiel existieren in der verbalen Sprache und dem Sprachsinn des Unterbewusstseins keine verneinenden Begriffe wie zum Beispiel „nein“, „nichts“, „kein“, weil diese tiefere Sprache untrennbar in der Basis des Energiekörpers und der Seele verankert ist, wo es logischerweise nur ein „Sein“, aber kein „Nichtsein“ geben kann. Erst auf der reflexiven Ebene des rationalen Bewusstseins, die auf dem Prinzip der virtuellen Verdopplung der Welt durch Sprache basiert, entsteht der Begriff des „Nichts“. Das heißt, wenn ein konkretes Objekt wie zum Beispiel ein Glas aus dem Sichtfeld verschwindet, ist es als virtueller Begriff oder geistiges Vorstellungsbild noch immer im Gedächtnis des Bewusstseins vorhanden. Und allein durch diese verdoppelte Welt in der Vorstellung erzeugt das rationale Bewusstsein den Begriff des „Nichtseins“. Auf diese und ähnliche Weise erschafft sich das Bewusstsein unaufhörlich Begriffe, die rein virtuell und somit ohne Realitätsgehalt sind. Siehe dazu auch Glossar „Nichts“ oder Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Ebenen versus Sonnensysteme“.Da der unterbewusste Sprachsinn jedoch im Hier und Jetzt arbeitet, wo eine nur vorgestellte und damit illusionäre Welt nicht existiert, vermag er derartige virtuelle illusionäre Begriffe auch nicht zu erkennen. Wenn also ein Arzt zu einem Patienten sagt, „sie sind nicht krank“, dann versteht der unterbewusste Sprachsinn tragischer Weise „sie sind krank“, da ihm das Wort „nicht“ unbekannt und unverständlich ist. Da aber dieses unbewusste Sprachverständnis im Gegensatz zur rationalen Bewusstseinssprache, wie bereits erwähnt, tief im Energiekörper und der Seele verankert ist, geht die Interpretation des unterbewussten Sprachsinns in Erfüllung und der Patient wird krank, obwohl er eigentlich gesund ist.Wir haben hier das gleiche Phänomen vor uns wie bei dem Phänomen des „Rufens oder Wünschens“ in Gestalt des „Gedanken hinter dem Gedanken“. Siehe Glossar „Rufen“. Auf diese Weise können Manipulatoren alle Aussagen und Sachverhalte unbemerkt ins Gegenteil verkehren! Das Problem kommt also in dem Moment zustande, wo Aussagen der virtuellen Welt des Bewusstseins in ihrer Gültigkeit fälschlich auf die Welt des unterbewussten Sprachsinns angewandt werden.Ein weiterer Trick der Manipulatoren besteht darin, Worten eine neue, von dem Wortsinn der Ursprache abweichende Bedeutung, ja teilweise sogar eine völlig gegenteilige Bedeutung zu geben. Auf diese Weise erzeugen sie unaufhörlich innere Konflikte und Missverständnisse, die unnötig Energie verbrauchen, aber derart die Menschen schwächen und verwirren, und sie zu noch leichteren Opfern der Manipulatoren machen. Zudem wird die Sprache dadurch inflationär und beliebig und verliert damit ihre Präzision. Auch dieses Phänomen kommt den Manipulatoren entgegen, da mit dem Verlust der Genauigkeit der Sprache zwangsläufig auch ein Wirklichkeitsverlust verbunden ist.
3. Illusionäre Virtualität der Sprache
Die bereits erwähnte Tatsache, dass die Welt des rationalen Bewusstseins eine durch die Sprache verdoppelte und damit rein virtuelle Welt darstellt, eröffnet weitere Manipulationsmöglichkeiten. Siehe Glossar „Bewusstsein“. Indem man zum Beispiel Worte ohne Realitätsgehalt erfindet oder reale Worte für nicht existierende Dinge verwendet und mit ihnen wiederum neue virtuelle Sachverhalte und Pseudo-Wirklichkeiten erzeugt, kann man die Menschen in die absurdesten Kunstwelten hineinziehen. So denken sich Manipulatoren z.B. irgendwelche Schreckensszenarien aus, bringen diese über die Medien massiv in Umlauf und behaupten, es sei die Wirklichkeit. Jüngste Beispiele sind die Hetzkampagnen westlicher Länder gegen die islamische Welt, die Erfindung von Terrororganisationen etc. Die Menschen glauben diese Geschichten, insbesondere weil sie von den Manipulatoren durch Gewalttaten wie zum Beispiel das manipulierte Twin Towers Attentat untermauert werden, die sie dann ihren Opfern „in die Schuhe schieben“. Und irgendwann sind die Opfer soweit, dass sie aus Angst selbst diese Gewalttaten ausüben. Und damit haben die Manipulatoren ihr Ziel erreicht.Würden die Menschen noch den Zugang zu ihrem unbewussten Sprachsinn der Ursprache und damit zu ihrem Energiekörper besitzen, hätte kein noch so verlogener Manipulator eine Chance die Menschen zu betrügen und zu verführen. Denn dann besäßen sie eine Verifizierungsinstanz. Jedoch sind den meisten Menschen aufgrund der von klein auf betriebenen Gedankenmanipulation ihre eigenen tieferen Gedanken jenseits des Alltagsbewusstseins unbekannt, womit ihnen die einzige Instanz fehlt, um die Manipulationen als solche zu erkennen. Sie sind im rationalen Bewusstsein gefangen. Und dieses Bewusstsein verfügt über keine Möglichkeit, die Begriffe, aus denen es selbst besteht, auf ihre Wahrheit und ihren Realitätsgehalt hin zu überprüfen. Da dem Bewusstsein die tieferen Welten der Seele und des Energiekörpers nicht zugänglich sind, verwechselt es seine illusionären Sprach- und Gedankenwelten mit der realen Welt. Im schlimmsten Falle sind diese Gedanken vom Drachen Morsus selbst eingeflüstert, wobei er den Menschen suggeriert, dass es ihre eigenen seien. Siehe Glossar „Fremde Gedanken“.Nachdem wir die Manipulationsmöglichkeiten auch der rationalen Sprache der linken Hemisphäre angedeutet haben, stellen Sie sich nun vor, was geschickte Manipulatoren vermögen, wenn sie die bereits erwähnte Manipulationsstrategien der symbolischen Bildsprache der rechten Hemisphäre mit den Manipulationsstrategien der verbalen Sprache linken Hemisphäre geschickt kombinieren. Für einen ungeschulten, in seinem Bewusstseinsgefängnis gefangenen Mensch ist es äußerst schwer bis unmöglich, diese Manipulationen zu erkennen und sich ihrer zu erwehren.

[1]  Siehe Kap. „Fremde Gedanken: In der Gewalt des Drachen Morsus“, Kap. „Die traurige Geschichte von Silavon und Elisande“, Kap. „Die Versklavung der Erde“.

[2]  Neocortex und Reptiliengehirn arbeiten in erster Linie über die Amygdala zusammen, eine limbische Struktur im anterioren Teil des Temporallappens. Die Amygdala wirkt dabei wie ein Schalter zwischen dem Reptiliengehirn und dem Neocortex der Menschen, der entweder die reptilische „Flucht oder Kampf-Reaktion“ hervorruft oder aber die Frontallappen aktiviert und somit Freude und intuitive Intelligenz erzeugt – je nachdem, welche Seite der Amygdala stimuliert wird. Eine rückwärtige Stimulation der Amygdala aktiviert das Reptiliengehirn und verursacht Unwohlsein, Paranoia, Angst, Wut und emotionalen Schmerz. Die Stimulation ihrer Vorderseite aktiviert die Stirnlappen und erzeugt Harmonie, Einheit und Transzendenz.

Wahrnehmungsorgan in der Höhe der BauchgegendDirect linkUnmittelbar nachdem der Gelbe Delphin Jule in die elfte Ebene gebracht hatte, erlebt sie erstaunliche Wahrnehmungsphänomene, die irgendwie mit ihrem Elfenkörper zusammenhängen. Insbesondere hat sie dabei ...

Unmittelbar nachdem der Gelbe Delphin Jule in die elfte Ebene gebracht hatte, erlebt sie erstaunliche Wahrnehmungsphänomene, die irgendwie mit ihrem Elfenkörper zusammenhängen. Insbesondere hat sie dabei das Gefühl, als schlüge in ihrer Bauchgegend ein warmes teilnehmendes Herz, durch welches mit jedem Schlag kleine vibrierende Energiestöße wohlig durch ihren Körper strömten. Jule empfand es als eine Art neues Wahrnehmungsorgan, mit dem sie sich und die ganze Welt zu ergreifen vermochte.[1] Zum zweiten Mal dann spürt sie dieses Wahrnehmungsorgan in der gelben Nebelwand, wobei sie es diesmal sogar genau lokalisieren konnte. Es befindet sich etwa einen halben Meter vor ihrem Bauchnabel außerhalb ihres sichtbaren Körpers.[2]Der Elfenkörper ist eine spezielle Form des Energiekörpers, dem eigentlichen Körper aller Lebewesen. Dieser Körper ist raum-zeitlos, flüchtig und unendlich beweglich und endet nicht mit der Grenze des sichtbaren Körpers. Der Energiekörper ermöglicht die Wahrnehmung der Welt, wie sie wirklich ist – das heißt als eine gleichfalls unendlich flüchtige Energieerscheinung, die sich unaufhörlich bewegt und verändert. Der grobe physische Körper der Menschen der fünften Ebene ist viel zu träge, um diese unendlich feinen, schnellen Veränderungen wahrzunehmen und projiziert stattdessen seine dauerhaften Vorstellungsbilder in die „Außenwelt“.Im Zentrum des hochschwingenden Energiekörpers, in der Nähe des Bauches des physischen Körpers, befindet sich tatsächlich ein Wahrnehmungsorgan. Es handelt sich hierbei um das älteste bzw. ursprünglichste Wahrnehmungsorgan der Lebewesen, das deshalb Wahrnehmungsorgan und Fortbewegungsorgan in Einem ist. Denn Wahrnehmung bedeutet im ursprünglichen Sinne „sich bewegen“, „sich fortbewegen“, „etwas begreifen oder ergreifen“. Dieser Ursprung ist noch heute in den aktiven Begriffen zu erkennen, die wir für diese Tätigkeit verwenden wie wahr-nehmen, be-greifen, er-fassen, ver-stehen etc. Dieser Prozess des aktiven Wahrnehmens ist jedoch nicht nur abbildend, sondern zugleich konstruktiv.

Deshalb empfiehlt der Gelbe Delphin auch Jule, die Dinge nicht mit den Augen zu fixieren, sondern vielmehr mit dem Bauch wahrzunehmen, da die Dinge sich durch jene Blickfixierung verstärkt in ihrer Gestalt verändern. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Art Fluchtverhalten der derart durch den Blick fixierten Energiewesen.
Die Wahrnehmung mit dem Bauch hingegen ist eine dynamische Wahrnehmungsweise, die sich jeder, auch der kleinsten Veränderung der äußeren Erscheinungen anpasst.Das Wahrnehmungsorgan des Energiekörpers lässt sich bis zu einem gewissen Grad sogar beschreiben: Lebewesen die reine Energie zu „sehen“ vermögen, nehmen die Menschen als leuchtende Wesen war, bestehend aus einer Art kreisender Lichtfasern, die ein eiähnliches Gebilde formen. Aus diesem leuchtenden Ei tritt in Bauchhöhe ein Bündel langer Lichtfasern heraus, die von größter Wichtigkeit sind. Denn mit ihnen können sich die Lebewesen nicht nur auf unvorstellbar grandiose Art und Weise fortbewegen, sondern zugleich auch die Dinge um sich herum als das wahrnehmen, was sie wirklich sind – nämlich lebendige Energie.Schwache Menschen haben sehr kurze, nahezu unsichtbare Lichttentakeln, starke Menschen wie Jule hingegen lange, hell strahlende Tentakeln immenser Dicke.Die Lichttentakeln ermöglichen aber auch für jeden Sehenden zu erkennen, ob ein Mensch gesund oder krank, aggressiv oder freundlich, ehrlich oder betrügerisch ist. Und natürlich kann man mit ihnen sehen, ob der andere ebenfalls zu sehen vermag oder nicht.

[1]  Siehe Kap. „In der elften Ebene“.

[2]  Siehe Kap. „Fremde Gedanken: In der Gewalt des Drachen Morsus“.

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Zeit und RaumDirect linkZeit und Raum sind nicht existent Die Begriffe Zeit und Raum besitzen in den verschiedenen Ebenen völlig unterschiedliche Bedeutungen. In den meisten Ebenen sind sie jedoch ...

Zeit und Raum sind nicht existent
Die Begriffe Zeit und Raum besitzen in den verschiedenen Ebenen völlig unterschiedliche Bedeutungen. In den meisten Ebenen sind sie jedoch unbekannt. Dies hängt damit zusammen, dass tatsächlich nur die eine lebendige, unvergängliche Energie existiert, die aber wiederum raum- und zeitlos ist. Siehe Glossar „Energie“. Dementsprechend bilden Zeit und Raum, wenn sie denn vereinzelt auftauchen, nur illusionäre Gedankenkonstrukte der Lebewesen. Nichts desto trotz sind die Keime für diese Gedankenkonstrukte von Raum und Zeit gemäß der Kosmologie der Schönen Cloeda in dem fünften und sechsten Chakra bzw. der fünften und sechsten Ebene angesiedelt. Siehe Glossar „Ebenen“, Unterkapitel „Struktur und Bedeutung der Ebenen“.
Zeit und Raum als versunkene Ideen
Der Gelbe Delphin bezeichnete Zeit und Raum geheimnisvoller Weise als versunkene Ideen – Überreste eines gescheiterten Versuchs, den ein großer Geist in der Unendlichkeit seines All-Seins einst auf einen blauen Zettel geschrieben habe. Doch hätte dieser Geist kurz darauf jenen Zettel, da er die Unvollkommenheit seiner Ideen erkannte, zerknüllt und fortgeworfen. Da aber jede Idee und jeder Gedanke unauslöschlich ist und nie wieder zurückgenommen werden kann, geistern die Begriffe Raum und Zeit noch immer in den Ebenen herum und produzieren durch die ihnen innewohnenden trennenden Prinzipien unaufhörlich Leid und Elend.[1]

Der Delphin spielt hier auf eine in den höheren Ebenen weit verbreitete Legende an, gemäß der entweder ein zweiter Schöpfer oder aber zwei unterschiedliche Schöpfungsversuche ein und desselben Schöpfers existiert haben sollen:In dem ersten Schöpfungsversuch wurden Zeit und Raum als die einzig seienden Prinzipien definiert. Aus diesen Prinzipien erwuchs augenblicks so viel Leid und Elend, das es sich auch gegen den Schöpfer selbst richtete. Diese Tatsache veranlasste ihn, seine erste Schöpfung zu vernichten.Gemäß der alternativen Auffassung von den zwei Schöpfern sollen die Prinzipien von Raum und Zeit den Schöpfer gar selbst verschlungen haben, womit diese erste Schöpfung inklusive ihres Schöpfers abrupt zu einem Ende kam.Zu den verschiedenen, divergierenden und sich dennoch ergänzenden Zeittheorien siehe Glossar „Tante Tide, die Hüterin der Zeit“, Glossar „Alter, Altern, Alderam und der Begriff der Zeit“ sowie Glossar „Blutroter Wollfaden und der Wollknäuel, alias das Jetzt“.

[1]  Siehe Kap. „Die Pforte des Todes und der Gelbe Delphin“.